Die EU möchte Deutschland in der Fahrzeugüberwachung auf Steinzeitniveau zurückbomben!!

Ich möchte Eure Aufmerksamkeit auf ein EU-Papier richten, dass sich auf die Sicherheit im Straßenverkehr richtet.
Welches auf eine Harmoniesierung der Vorschriften innerhalb der 27 EU-Staaten für die Verkehrssicherheit abzielt.
Das ist ok.
Das Problem:
Es wird von sogenannten Mindeststandards gesprochen.
Das heißt, Malta wird mit Deutschland auf eine Stufe gestellt.
In Zukunft kann der Automechaniker aus Malta, wenn er eine 3-jährige Berufserfahrung besitzt, hier in Deutschland problemlos als PTI-Prüfer (entspricht HU), also HU-Prüfer, Fahrzeuge prüfen.
Die strengen deutschen Prüfer, Mindest-Standard Dipl-Ing (FH), sind nicht mehr gefragt und werden vom Markt verdrängt, da in der EU das Freizügigkeitsprinzip gilt (kennen wir doch: macht es die eine Prüforganisation nicht, dann macht es die andere).
Dies bedeutet im Umkehrschluß, dass die Überwachungsorganisationen über kurz oder lang (meine Berechnung ca. 7-10 Jahre) abgeschafft werden.

Zu beachten sind auch die sehr kurzen Einspruchsfristen zu diesem Entwurf der EU, der, in den einzelnen EU-Fachgremien schon durchgewinkt wurde.

Ein Aufschrei der Entrüstung sollte hier in Deutschland erfolgen.
Aber was passiert:
Deutschland als größter Nettozahler der EU, unfähiger Leute in den EU-Parlamenten sowie einem Verkehrsminister Ramsauer, der überhaupt nicht begreift, was hier eigentlich abgeht, sind Garant dafür, dass Deutschland bezüglich der Fahrzeugüberwachung in die Mittelmäßigkeit abrutscht, tausende von Arbeitsplätzen (die sich sicher glaubten) abgebaut werden. Prüfstützpunkte (jetzt genannt Prüfstellen) müssen in einen Stoßdämpferprüfstand investieren, da sie ansonsten die Anerkennung verlieren (das ist aber wirklich echt gut, denn die Stoßdämpfer sind ein Teil der Verkehrssicherheit-endlich wird das auch erkannt, nachdem sich Deutschland in 2004 schon einmal an der Schwelle befand, flächendeckend Stoßdämpferprüfstände einzubauen, was aber letztendlich an den Referenzwerten der Hersteller (man kann doch nicht sagen, dass der Monroe-Stoßdämpfer nach 40 Tkm Schrott ist und der jap. Gasdruckstoßdämpfer nach 60 Tkm Schrott ist) scheiterte - auch der HU-Adapter 2 ist eine solche "Krücke", da ebenfalls Referenzwerte fehlen.
Nun sollte man sich einmal fragen:
Ist Malta (wenig Fahrzeuge, kaum Verkehr) mit Deutschland (Zentrum Europas mit hoher Verkehrsdichte) gleich zu setzen?
Ja, sagen unsere Politiker. Deutschland hat 2 Stimmen und Malta hat 2 Stimmen.
Jedes EU-Land ist gleichberechtigt, unabhängig davon, wieviel Bevölkerung, wieviel Verkehr dort herrscht.
Und Deutschland (mit nur 2 Stimmen im EU-Parlament=Malta auch mit 2 Stimmen) in der Bedeutungslosigkeit verschwindet.

Und unsere Mutti dies alles noch befeuert!!!!

Wo bleibt hier die Fachkompetenz?

Alle Lobbyisten hier in Deutschland lehnen den Vorschlag ab und sagen: Schadenbegrenzung!!!
Aber im Oktober 2012 ist die Anhörung und im Dez. 2012 die Abstimmung über diesen Entwurf.
Und der Entwurf wird kommen!!! Da hilft auch die BAST-Studie nichts!
Deutschland hat, wiedereinmal, wichtige, existenzbedrohende Entwicklungen "verschlafen"!!
Aber unsere "Volksvertreter" im EU-Parlament (und in der Kommission) beziehen außergewöhnlich hohe Gehälter!
Dafür, dass die Gurke geradlinig sei und die Banane nur x-Prozent Krümmung aufweisen darf, gibt es sage und schreibe 13 T€!!!
Leute, werdet Politiker, aber ergreift keinen ehrbaren Beruf mehr! Es lohnt sich nicht!

Hektische Beratungen/Stellungnahmen innerhalb der Überwachungsorganisationen, im Verkehrsministerium, Stellungnahmen einzelner Organisationen runden das Bild ab. Unausgegoren und nicht mit einander abgestimmt, weil unter Zeitdruck verfasst.
Die zweigeteilte Säule in Deutschland (Trennung von Reparatur und Prüfung unter wirtschaftlichen Aspekten) wird es dann nicht mehr geben....

Thilo Sarrazin läßt grüßen: Deutschland schafft sich ab!!

Siehe EU Pressemitteilung
Brüssel, 13.07.2012
Straßenverkehrssicherheit: Strengere Vorschriften für
Fahrzeugprüfungen sollen Leben retten

Fahrzeugprüfungen sind eine wesentliche Voraussetzung für die Sicherheit im
Straßenverkehr. Jeden Tag sterben auf europäischen Straßen mehr als fünf Menschen bei
Unfällen, die durch technisches Versagen verursacht wurden. Daher hat die Europäische
Kommission heute neue Regeln verabschiedet, um das Kontrollsystem zu verschärfen und
seinen Umfang zu erweitern.
Technische Mängel tragen in erheblichem Ausmaß zu Unfällen bei: Sie sind für 6 % aller
Autounfälle verantwortlich, das heißt für 2 000 Tote und noch viel mehr Verletzte jedes
Jahr. 8 % aller Motorradunfälle werden durch technische Mängel verursacht.
Das größte Problem besteht darin, dass ganz einfach zu viele Autos mit technischen
Mängeln auf den Straßen unterwegs sind. Jüngste Studien aus dem Vereinigten Königreich
und Deutschland lassen darauf schließen, dass zu jedem beliebigen Zeitpunkt bis zu 10 %
der PKW einen Mangel aufweisen, mit dem sie die Sicherheitsprüfungen nicht bestehen
würden. Darüber hinaus werden die Fahrzeuge auf zahlreiche technische Mängel, die
schwerwiegende Auswirkungen auf die Sicherheit haben (beispielsweise bei ABS und
elektronischer Stabilitätskontrolle), nach den derzeitigen Vorschriften gar nicht geprüft.
Die geltenden EU-Vorschriften, die Mindestnormen für Fahrzeugprüfungen festlegen,
stammen aus dem Jahr 1977 und wurden nur geringfügig aktualisiert. Seitdem haben sich
aber Autos, Fahrerverhalten und Technologie erheblich geändert.
Die neuen Vorschläge
Durch die neuen Vorschläge sollen jedes Jahr über 1 200 Menschenlaben gerettet und
über 36 000 Unfälle, die durch technische Mängel verursacht wurden, verhindert werden.
Der für den Bereich Verkehr zuständige Vizepräsident Siim Kallas sagte dazu: „Wenn Sie
ein Auto fahren, dass nicht straßenverkehrstauglich ist, sind Sie eine Gefahr für sich selbst
und für jeden anderen, der in Ihrem Auto mitfährt – Ihre Familie, Ihre Freunde, Ihre
Kollegen. Und schlimmer noch, Sie sind eine Gefahr für alle anderen Verkehrsteilnehmer
um Sie herum. Diese Autos, von denen potenziell eine tödliche Gefahr ausgeht, wollen wir
ganz einfach
Zu den Kernpunkten der neuen Vorschläge gehören folgende
Elemente:
• Obligatorische EU-weite Prüfungen für Scooter und Motorräder. Fahrer von
Motorrädern und Scootern, insbesondere junge Fahrer, sind die Gruppe der
Verkehrsteilnehmer mit dem größten Risiko.
• Verkürzung der Zeitabstände für die regelmäßige technische Überwachung älterer
Fahrzeuge. Zwischen dem fünften und sechsten Jahr steigt die Anzahl schwerer
Unfälle im Zusammenhang mit technischen Mängeln dramatisch an (siehe
graphische Darstellung in beiliegender MEMO/12/555).
• Verkürzung der Zeitabstände für die Prüfung von PKW und LKW mit
außergewöhnlich hoher Fahrleistung. Damit würden die Prüfungen dieser
Fahrzeuge an diejenigen angeglichen, die für andere Fahrzeuge mit hoher
Kilometerleistung wie Taxis, Krankenwagen usw. gelten.
• Erhöhung der Qualität von Fahrzeugprüfungen durch Festlegung einheitlicher
Mindestnormen für Mängel, Ausrüstung und Prüfer.
• Einführung obligatorischer Prüfungen für elektronische Sicherheitsbauteile.
• Bekämpfung der Manipulation von Kilometerzählern durch Registrierung der
Kilometerstände.
In allen Fällen sind in den Vorschlägen einheitliche EU-weite Mindestnormen für
Fahrzeugprüfungen vorgesehen, die die Mitgliedstaaten, wenn sie dies für angemessen
halten, noch verschärfen können.
Hintergrund
Die geltenden EU-Vorschriften für Fahrzeugprüfungen, die entsprechende Mindestnormen
festlegen, stammen aus dem Jahr 1977 und wurden nur geringfügig aktualisiert. Diese
Vorschriften sind im Wesentlichen in drei Rechtsakten festgelegt:
• In der Richtlinie 2009/40/EG sind Mindestnormen für die regelmäßige technische
Überwachung von Kraftfahrzeugen festgelegt – dies sind die gesetzlich
vorgeschriebenen regelmäßigen Fahrzeugprüfungen. Die Richtlinie gilt für PKW,
Kraftomnibusse und Lastkraftwagen und ihre Anhänger, jedoch nicht für Scooter
und Motorräder.
• Die Richtlinie 2009/40/EG wird durch die Richtlinie 2000/30/EG ergänzt, die
vorsieht, dass der technische Zustand von Nutzfahrzeugen zwischen den
regelmäßigen Prüfungen mittels „Unterwegskontrollen“ untersucht wird. Dies sind
zusätzliche Straßenkontrollen für gewerblich genutzte Fahrzeuge.
• In der Richtlinie 1999/37/EG über Zulassungsdokumente für Fahrzeuge sind die
Anforderungen für die Ausstellung von Zulassungsbescheinigungen, ihre
gegenseitige Anerkennung und ihren vereinheitlichten Mindestinhalt festgelegt.

Beste Antwort im Thema

Viel Blabla um wenig... es ist schon jetzt so, dass die Prüfvorschriften für die Untersuchungen gewisse Mindeststandards erfüllen müssen und daher jede HU so anerkannt werden muss, als ob sie im jeweiligen Mitgliedsstaat erfolgt wäre. Auch ansonsten sind da einige "Anprangerungen" im Text, die schon lange gelten und nicht erst umgesetzt werden müssen. Ich überlege auch derzeit ernsthaft, ob dieses Thema mit dem mehr politischen als fahrzeugrelevanten Inhalt hier überhaupt diskutiert werden muss und nicht viel eher in einen Blog gehört. Ich habe es jedenfalls mal unter Beobachtung 😉

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Ich finde es gar nicht so schlecht, wenn die Landesregierung / Generalimporteur den deutschen TÜV in Österreich anerkennen muss. Bisher hatten wir in Österreich, das Problem das wenn wir ein Fahrzug aus Deutschland geholt haben, uns es so umständlich wie möglich gemacht wurde. Wenn nun der deutsche TÜV in Österreich anerkannt wird kann ich mir die §57a Untersuchung beim Generalimporteur oder der Prüfhalle sparen, und somit den ganzen Stress mit Überführungskennzeichen...

Dann könnte man das Auto in Deutschland stehen lassen, den Typenschein umschreiben und seine NoVA und eventuell CO2 Steuer bezahlen, anmelden und mit der österreichischen Nummer überstellen.

Tach!

Vielleicht werden dann mit dem maltesischen Prüfer die Eintragungen von technischen Änderungen in die Papiere von Motorrädern einfacher... ;-)

Im Übrigen wird bereits heute so viel Schindluder bei HU-Abnahmen getrieben, dass der Malteser da nicht ins Gewicht fällt.
Seht Euch doch mal an, was für Möhren bei den Fähnchenhändlern eine neue HU erhalten.

Ich vermute, dass Organisationen wie TÜV oder Dekra, die sehr gut qualifizierte Mitarbeiter beschäftigen, sich im vom TE gezeichneten Szenario eher mit Wert- und Zustandsgutachten finanzieren können. Denn der HU kann man weder jetzt noch später als Sicherheitskriterium beim Gebraucht-Autokauf trauen. Gebrauchtkäufer werden immer häufiger solche Gutachten vor dem Kauf in Auftrag geben, da die Reparaturkosten exponentiell steigen.

Das Geschäftsmodell würde sich somit ein wenig ändern, die Prüforganisationen ein wenig schrumpfen. An der Sicherheit auf den Straßen würde sich nichts ändern, denn die meisten Unfälle passieren aufgrund von Blödheit, nicht wegen technischer Defekte.

Also alles easy.

Gruß,

M. D.

Zitat:

Original geschrieben von Mr. Driveyanuts


Tach!

Vielleicht werden dann mit dem maltesischen Prüfer die Eintragungen von technischen Änderungen in die Papiere von Motorrädern einfacher... ;-)

Im Übrigen wird bereits heute so viel Schindluder bei HU-Abnahmen getrieben, dass der Malteser da nicht ins Gewicht fällt.
Seht Euch doch mal an, was für Möhren bei den Fähnchenhändlern eine neue HU erhalten.

Ich vermute, dass Organisationen wie TÜV oder Dekra, die sehr gut qualifizierte Mitarbeiter beschäftigen, sich im vom TE gezeichneten Szenario eher mit Wert- und Zustandsgutachten finanzieren können. Denn der HU kann man weder jetzt noch später als Sicherheitskriterium beim Gebraucht-Autokauf trauen. Gebrauchtkäufer werden immer häufiger solche Gutachten vor dem Kauf in Auftrag geben, da die Reparaturkosten exponentiell steigen.

Das Geschäftsmodell würde sich somit ein wenig ändern, die Prüforganisationen ein wenig schrumpfen. An der Sicherheit auf den Straßen würde sich nichts ändern, denn die meisten Unfälle passieren aufgrund von Blödheit, nicht wegen technischer Defekte.

Also alles easy.

Gruß,

M. D.

So gut ist es bei uns mit der Qualität dedr HU und des zuständigen Personals auch nichtimmer bestellt.

Aber die EU-Pläne sind ja jetzt vom Tisch!

Hoffentlich kommt das bald, dann fahr ich zur HU rüber nach Polen, bzw. der Pole kommt hier her.

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@TO: Bevor Du hier wetterst, informier dich erstmal. Die Gurkengeradlinigkeitsrichtlinie (welch ein schönes Wort und noch spontan erfunden) gibt es seit Jahren nicht mehr und bei Bananen zählt nicht der Krümmungsgrad, sondern der Mindestdurchmesser.

🙂😁

Kein Wunder, dass der Umsatz an Gurken und Bananen so massiv zurückgegangen istz Es soll doch noch Verbraucher geben, die in den Geschäften in Unkenntnis der weggefallenenen Bestimmungen den Krümmungsgrad nachmessen und dann frustriert ohne Einkauf nach Hause gehen.

Onkel Howdy du hast es genau auf den Punkt gebracht,ich traue keinem Automechaniker.
Bopp19

Zitat:

In Zukunft kann der Automechaniker aus Malta, wenn er eine 3-jährige Berufserfahrung besitzt, hier in Deutschland problemlos als PTI-Prüfer (entspricht HU), also HU-Prüfer, Fahrzeuge prüfen.
Die strengen deutschen Prüfer, Mindest-Standard Dipl-Ing (FH), sind nicht mehr gefragt und werden vom Markt verdrängt, ...

es wäre natürlich besser, wenn in der auch so schon überregulierten bundesrepublik jede kassiererin im getränkemarkt oder jeder, der im baumarkt u.ä. kassiert / bretter zuschneidet auch (mindestens) ein diplom und 1000 fachfortbildungskurse absolvieren müsste, nä?

Zitat:

Original geschrieben von turbocivic


...in der auch so schon überregulierten bundesrepublik ...

... brauchen wir für alles und jedes bedrucktes Papier: Urkunden, Zeugnisse, Prüfbescheinigungen, Zertifikate usw. ...

Es ist egal, was du kannst. Hast du nicht das Stück Papier mit dem Stempel, dann darfst du nicht.
Hast du den Zettel, dann darfst du auch wenn du gar nicht kannst.

Und nahezu jeder Zettel kostet Geld ...

Um den Verbraucher zu schützen, werden immer mehr Prüfungen und Zertifizierungen eingeführt, an denen irgendwelche Organisationen Geld verdienen.

Zitat:

Original geschrieben von onkel-howdy



sorry aber quark! vielleicht nicht ca aber in 2 wochen detroit jeden tag 2 unfälle auf dem highway (20mls zu meiner arbeitsstelle) und JEDES mal waren die slics schon beim vorbeifahren zu erkennen. im übrigen natürlich sommerreifen im dezember bei 2m schnee. ok bei dir unten vielleicht weniger der fall. im norden aber täglich anzutreffen. oder such dir doch irgendwelche strässle mit steigung raus bei youtube. tschikago 😉 oder boston...allein die deutsche diskusion "wo muss der reifen 1,6mm haben damit er fertig ist" hat ja schon ansätze zum davon laufen.

Was meinst du wie ein Reifen mit 1.6mm Restprofiltiefe der gerade noch durch den TUEFF gerutscht ist, nach 2 Jahren aussieht? Wenn man die Reifenprofiltiefe ueberwachen will muss man schon ne monatliche Durchsicht vorsehen. Dass in D keine Unfaelle wegen abgefahrener Reifen passieren ist ein Maerchen.

Ne einfache Durchsicht in der Werkstatt jedes Jahr sehe ich ein, aber der TUEV und dessen Monopol sind IMHO overkill.

Tach!

Unsere gut ausgebildeten TÜV-Ingenieure sind für die Typprüfungen sehr wichtig. So hält man wenigstens den schlimmsten Neuwagen-Schrott von den Straßen fern.
Des Weiteren wird mittlerweile jeder eingermassen vernünftige Mensch bei einem Gebrauchtwagenkauf ein Gebrauchtwagengutachten durch sie erstellen lassen.

Für die Verkehrssicherheit des Fahrzeuges ist dann der Fahrer zuständig. Er sollte alle paar Wochen mal den Reifendruck prüfen und dabei auf das Profil achten. Er sollte zusehen, die Wartungsintervalle des Herstellers einzuhalten und bei sehr langen Intervallen in der Werkstatt auf konservativen Austausch von Bremsbelägen achten.
Der Fahrer sollte ab und an mal die Wischerblätter tauschen und die Flüssigkeiten prüfen.
Kann er/sie das nicht, fährt man eben einmal im Jahr vor dem Winter bei der Werkstatt vorbei und lässt für 50 Eur die nötigsten Punkte checken.

Wer dafür zu geizig ist, sollte S-Bahn fahren.

Eigentlich ganz einfach...

M. D.

Ob für die HU jetzt Meister oder Ingenieur mit entsprechender Prüferausbildung halte ich für wenig relevant. Die Sicherheitsprüfung am LKW macht ja auch kein Monteur sondern ein Meister mit Zusatzausbildung und regelmäßiger Fortbildung in der Materie.

Wichtig halte ich den Punkt dass der Prüfer von einer Prüforganisation und nicht von der Werkstatt kommt, sprich der Prüfer selber keine Reparaturen verkaufen will. Derzeit haben wir aus gutem Grund die (wirtschaftliche) Unabhängigkeit des Prüfers von der Werkstatt und Reparatur festgeschrieben. Und das wird hoffentlich so bleiben. IMHO müsste auch bei der SP die Trennung erfolgen dass keine betriebseigenen Fahrzeuge geprüft werden dürften damit der Meister hier nicht intern unter Druck gesetzt werden kann. Aus dem Grund hat man die Eigenüberwacher ja auch aufgehoben, es gibt nur noch einige die noch Bestandsschutz geniessen.

Und egal ob jetzt Ingenieure und ob zukünfitg "Bätscheler" oder Meister, Prüfer die sich bestechen lassen oder Pfusch betreiben gehören aus dem Verkehr gezogen, fertig. Das ist aber den Aufsichtsbehörden zuzuschreiben die an der Stelle (mit Ausnahme von Hessen) ihrer Aufsichtspflicht nur unzureichend nachkommen.

@ TE,
was weißt Du über EU-Richtlinie und deren Umsetzung in deutsches Recht? Und was weißt Du über die Zulassung sog. ZÜS? Und kennst Du auch nur ansatzweise die Anforderungen und das Prozedere an das Zulassungsverfahren als "zugelassene Überwachungsstelle" (ZÜS)?
Ich habe beruflich sehr eng mit solchen Dingen zu tun - nicht auf dem KFZ-Sektor, sondern bei "Dampf-Druck" (Kesselbetrieb, Druckgeräte usw.). Auch nicht als Prüfer, sondern als Betreiber...

Da haben wir die EU-Gesetzgebung schon seit 2004 (Druckgeräterichtlinie, Betriebssicherheitsverordnung). Es liegt seitdem viel mehr Verantwortung beim Betreiber, aber die Qualität der Prüfungen hat darunter nicht gelitten.
Die Prüforganisationen werden mit Sicherheit nicht den Bach runtergehen.
Vielleicht wird es so kommen, dass auch Unternehmen wie z.B. ATU den ZÜS-Status erreichen können - das wird sie aber viel Aufwand und noch viel mehr Geld kosten. Es wird an jedem Halter selbst liegen, ob er dann eben eine solche "werkstattanhängige" ZÜS mit "weiterführendem Verdiensthintergrund" wegen vielleicht 10€ Einsparpotential bei der Prüfung mit der Prüfung beauftragt und nachfolgend 1000€ Werkstattkosten aus kommerziell gesteuertem Reparaturaufwand löhnen muss oder die HU lieber weiterhin einer unabhängigen Prüforganisation überlässt.

LMKS

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