Depotzahlung Rückzahlungsdauer von VW Leasing
Hallo,
ich habe meinen Skoda Octavia am 4. November an den Händler zurückgegeben. Die Minderkilometer wurden auch rasch verrechnet und erstattet. Da ich das Auto über mein relativ junges Gewerbe geleast hatte, wurde eine Depotzahlung vereinbart. Auf die Erstattung der Depotzahlung in Höhe von 6.200 € warte ich allerdings noch heute.
Nachdem ich zweimal telefonisch nach der Erstattung gefragt habe, habe ich vor einer Woche VW-Leasing per Mail eine Frist bis heute gesetzt mit folgendem Nachsätzen:
"Sollte Sie dieser Forderung nicht nachkommen, so fühle ich mich unter Beachtung eines Verzugzinses in Höhe von 9% über den Basiszinssatz, diese einzutreiben.
Bei Rückfragen oder Zahlungsschwierigkeiten stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung."
Seitdem habe ich nichts mehr gehört.
Wie lange dauert die Rückzahlung in der Regel?
Gibt es Möglichkeiten VW stärker unter Druck zu setzen?
Wie hoch schätzt ihr die Wahrscheinlichkeit ein, dass mir VW pro Tag rund 1,50 € Zinsen überweist?
Wer sitzt am längeren Hebel?
Was kann ich noch machen?
Viele Grüße
Benni_LDK
PS: Für das Nachfolgefahrzeug wurde keine Depotzahlung vereinbart, die Abbuchung der Leasingrate ist jedoch bereits eingestellt - aber noch nicht abgebucht.
Beste Antwort im Thema
Hallo,
sorry, ich sehe die Sache aus meiner beruflichen Perspektive. Da habe ich gelernt habe, was ernsthafte und "Möchtegern"- Forderungen sind, achte ich immer auf den genauen Wortlaut. Eine seriöse Firma wird mit Sicherheit Ihre Forderung zwar " eintreiben", es aber nicht so benennen. Der Engländer hat dafür den netten Ausdruck: "feel free... ".
Ein erfolgreiches Forderungsmanagement setzt ein ernst zunehmendes Handeln voraus.
Wie würde ich dies machen, bei einer Firma, mit welcher ich weiterhin in geschäftlichem Kontakt bleiben will.
Zuerst würde ich die Zahlungsgrundlage, also den Vertrag so gestalten, dass dort ein eindeutiges Zahlungsziel festgeschrieben ist. (gesetzlich: nach 30 Tagen = Verzug) Wird diese Frist nicht unerheblich überschritten, gibt es eine freundliche Zahlungserinnerung, mit klarer Fristsetzung und Ankündigung der Konsequenzen. 40.- Euro sind an Kosten jetzt zusätzlich fällig. Eine Mahnung ist im B2B zwar nicht notwendig, gibt dem Geschäftspartner aber die Möglichkeit, ohne Gesichtsverlust zu zahlen. Die Frist setze ich auf 7 Werktage fest. Ankündigung von 8,125% Verzugszinsen und Mahnverfahren.
Ist nach 10 Tagen kein Geldeingang feststellbar, leite ich entweder das gerichtl. Mahnverfahren ein, oder beauftrage ein Inkassobüro.
Bei Allem muss ich mir aber absolut sicher sein können, dass die Forderung berechtigt, unbestritten und überfällig ist. Ansonsten wird das zum Bummerang.
Greift das auch nicht, geht die Forderung zur gerichtlichen Beitreibung, also mit Titel und, wenn es sein muss, mit Vollstreckung.
So würde ich vorgehen. Andere sind zahmer oder auch forscher. Ist aber nicht meine Art.
Gruss vom Asphalthoppler
16 Antworten
Zitat:
@SCR_190iger schrieb am 30. November 2019 um 11:45:42 Uhr:
Sorry, abe die Story ist für mich immer noch lückenhaft. Es fehlen informationen.
Zitat:
@SCR_190iger schrieb am 30. November 2019 um 11:45:42 Uhr:
Zitat:
@Benni_LDK schrieb am 27. November 2019 um 11:15:37 Uhr:
Da ich das Auto über mein relativ junges Gewerbe geleast hatte, wurde eine Depotzahlung vereinbart. Auf die Erstattung der Depotzahlung in Höhe von 6.200 € warte ich allerdings noch heute.
--> Für was ist die Depotzahlung als Kaution für die Zahlung der Leasingraten? Kilometerleasing?
Ja, das ist so eine Art Kaution. Ich hatte im Kilometerleasing insgesamt 5.322 € an Leasingraten zu zahlen und eben die Depotzahlung.Nachdem ich zweimal telefonisch nach der Erstattung gefragt habe, habe ich vor einer Woche VW-Leasing per Mail eine Frist bis heute gesetzt mit folgendem Nachsätzen:
"Sollte Sie dieser Forderung nicht nachkommen, so fühle ich mich unter Beachtung eines Verzugzinses in Höhe von 9% über den Basiszinssatz, diese einzutreiben.
Bei Rückfragen oder Zahlungsschwierigkeiten stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung."
--> Was war Inhalt des Gespräche? Wie lautet die inhaltlich vereinbarende Zusammenfassung am Ende der jeweiligen Gespräche?
Im ersten Gespräch hieß es, dass die Depotzahlung normalerweise nach 2 Wochen kommt, Sie es nun aber manuell anstoßen würden. Im zweiten Telefonat, dass es nochmal manuell angestoßen wird. Ich finde es komisch, dass eine fixe Rückzahlungssumme 4 Wochen braucht, während die Abrechnung der Minderkilometer innerhalb von einer Woche abgerechnet und überwiesen ist.
Hinweis: Dein Satz war natürlich auch nicht sehr charmant. Ein Konzern wie VW zu drohnen oder zu unterstellen, dass er Zahlungsschwierigkeiten bei 6.000 hat, wird auf jeden Fall zu Gelächter beim Sachbearbeiter geführt haben. Heißt menschlich: dein Anliegen wird nicht ernst genommen.Seitdem habe ich nichts mehr gehört.
Und seitdem haben beide seiten kein Kontakt mehr aufgenommen?
Ich habe dem Unternehmen jeweils Zahlungsaufforderungen geschrieben, aber keine Antwort erhalten.Wie lange dauert die Rückzahlung in der Regel?
--> k.A.
Gibt es Möglichkeiten VW stärker unter Druck zu setzen?
--> Anrufen oder gerichtliche Durchsetzung, wie angekündigt anstreben. "ernst machen".
Ob meine Mails nun gewirkt haben oder nicht, werde ich wohl nie erfahren.
Hinweis: das gilt eigentlich überall im Leben. Wenn man etwas "androht" oder konsequenzen anmahnt und dann eben nicht konsequent ist, verliert man die Glaubwürdigkeit. Wenn ein Mitarbeiter drohnt, dass er das Unternehmen zu verlassen, wenn keine Gehaltserhöhung bekommen, und es dann nach negativer Prüfung nicht tut ist, ist er unten durch. Hier genauso. Wenn Du androhst die Forderung einzutreiben, und es dann nicht tust, nimmt man dein Anliegen nicht mehr ernst.Wie hoch schätzt ihr die Wahrscheinlichkeit ein, dass mir VW pro Tag rund 1,50 € Zinsen überweist?
--> Wenn VW veruteilt wird, hat das nichts mit Wahrscheinlichkeit zu tun. Außerprozessual wohl eher schlecht.
Mir ging es ja auch darum, wenn VW 1 oder 2 Wochen zu spät zahlt.Wer sitzt am längeren Hebel?
--> Grundsätzlich immer potentielle Forderungsschuldner, weil er sich erstmal zurücklehnen kann.
Was kann ich noch machen?
--> Wie gesagt, so richtig ein tipp geben, gehtn icht, weil die Story mir zu undurchsicher ist.Viele Grüße
Benni_LDKPS: Für das Nachfolgefahrzeug wurde keine Depotzahlung vereinbart, die Abbuchung der Leasingrate ist jedoch bereits eingestellt - aber noch nicht abgebucht.
Zitat:
@SCR_190iger schrieb am 30. November 2019 um 11:45:42 Uhr:
Zitat:
@Benni_LDK schrieb am 28. November 2019 um 09:39:17 Uhr:
Hallo Asphalthoppler,danke für diese ausführliche Antwort.
Im eigentlichen Leasingvertrag steht nichts zur Depotzahlung und gererell zum Rückzahlungsziel. Daher denke ich, dass VW mit Rückgabe des Autos prinzipiell direkt in Verzug gerät.
--> Nö, warum auch Ihr habt nichts vereinbart im Leasingvertrag--> Habt ihr ernstlich nichts schriftlich zur Depotzahlung festgehalten?
Es wurde nur festgehalten, dass es eine Depotzahlung über 6.200 € geben muss.Viele Grüße
Benni_LDKAlles sehr undurchsichtig.
Zitat:
Das Geld ist zurück auf meinem Konto.
Also brauchen sie knapp 4 Wochen um das Geld zurückzuzahlen.
Hallo,
ist doch super und, wenn die Depotzahlung nicht ausführlich vertraglich verankert worden ist, könnte auch ein konkretes Zahlungsziel nicht vereinmbart worden sein. Damit würde die gesetzliche 4 Wochen- Frist greifen, bevor der Schuldner in Verzug gerät. " Knapp 4 Wochen" = pünktliche Zahlung. Manchmal lösen sich Probleme ganz einfach auf. Sei glücklich, Du hast Dein Geld und keine weitergehenden Sorgen in dieser Sache. Es gibt gewiss andere baustellen für Dich- oder ??
Don´t worry- be happy!
Gruss vom Asphalthoppler