D+ Simulator oder bestehende Trennrelais Ansteuerung für Votronic Laderegler?
Hallo,
Das Fahrzeug ist ein VW T6 2.0 TDI Caravelle von 2016 (EURO6). Es hat bereits eine Bordbatterie (ab Werk) unter dem Fahrersitz verbaut. Die wird mit einem Trennrelais geschaltet.
Das Trennrelais soll jetzt raus, und durch ein Votronic VCBS Kombi Laderegler ersetzt werden. Ich frage mich, wie das original Trennrelais gesteuert wird, und ob ich es direkt als D+ Signal für den Laderegler benutzen kann? Oder hätte ein Votronic D+ Simulator Pro (geschaltet durch Motorvibration, und evtl. Spannung und Zeit) Vorteile?
Ausserdem bin ich auf der Suche nach Hinweisen, wie ich am besten das bestehende dicke Kabel des Pluspols aus dem Motorraum zum Ladebooster verlängere. Also was eignet sich als sichere mechanische bzw. elektrische Verbindung? (Die Frage gilt auch für kleinere Kabelquerschnitte! Wo bekomme ich passendes Montagematerial?)
Vielen Dank!
24 Antworten
Zitat:
@wpp07 schrieb am 16. April 2022 um 02:12:26 Uhr:
Zitat:
@navec schrieb am 15. April 2022 um 13:17:01 Uhr:
Ich würde die Einheit "ccm" als Kubikzentimeter, also eine Volumeneinheit, deuten.....
Für die Angabe des Kabeldurchmessers, die du eigentlich machen wolltest, benötigt man eher eine Längeneinheit.
Für die Dimensionierung von Kabeln benötigt man dagegen häufig den Kabelquerschnitt, wofür eine Flächeneinheit hilfreich ist. Dafür gibt es meist die Angabe in mm².
Die "Faustformel" besagt daher, dass max. 10A pro 1mm² fließen sollten.
Bei 30A nimmt man dann halt mindestens 4mm², was zudem den Spannungsabfall etwas kleiner hält.
Hallo Navec.
Ja, mit qualitativer Kritik kann ich umgehen. Danke für die Richtigstellung. Ans Ladegerät angeschlossen vollführt mein Tablet ein lustig Eigenleben, aus qcm machte es fleißig ccm was natürlich falsch ist.
Den Kabelquerschnitt im Verhältnis zur Stromstärke habe ich an der verwendeten Sicherung und nicht am Verbraucher festgemacht. Die Sicherung muss einfach das schwächste Glied in der Kette sein. Somit reichen 2,5qcm allemal für eine 30A Sicherung.Gruß
Die Einheit qcm, die immerhin eine Flächeneinheit aber keinesfalls gebräuchlich ist, führt in deinem Fall trotzdem zu einem falschen Ergebnis, an dem dein Tablet keine Schuld trifft.
Ein (Q)uadrat-zentimeter entspricht 100mm².
Sicherlich, auch 2,5qcm, also 250mm² Querschnitt, reichen allemal für eine 30A Sicherung nur wird man bei einer 30A Sicherung in den seltensten Fällen eine derart dicke Zuleitung für maximal 30A wählen.
Bei 2,5mm² würde ich normalerweise keine 30A-Sicherung mehr wählen.
Verwende doch schlichtweg mm² für die Querschnittsangabe von Kabeln......das ist üblich, wird bei einer Bestellung verstanden und führt i.d.R. zu keinen Missverständnissen.
Zitat:
@Chemnitzsurfer schrieb am 16. April 2022 um 07:07:07 Uhr:
2,5mm² würde ich nicht mit mehr als 15A absichern, sonst bleibt zu viel auf der Strecke.
Die Sicherung dient normalerweise dem Leitungsschutz und muss daher mit der tatsächlichen Stromstärke die im Regelfall durch die Leitung fließt gar nichts zu tun haben.
Wenn man eine relativ dicke Leitung haben will, um den Spannungsabfall möglichst klein zu halten, wie z.B. bei Ladegeräten/Boostern (Votronic...) im 12V-Ladestromkreis der Fall, ist das eine berechtigte Forderung.
Wenn z.B. 6mm² bei z.B. max. 2m-12V-Zuleitungslänge für ein 30A Ladegerät vom Gerätehersteller gefordert wird, bedeutet das aber trotzdem nicht, dass mit mit deutlich mehr als 30A abgesichert werden muss.
Es könnte in dem Fall z.B. auch mit 50A abgesichert werden. Als Leitungsschutz wäre das bei 6mm² in Ordnung. Dann würde genau so viel oder wenig "auf der Strecke bleiben", weil trotzdem, begrenzt durch das Ladegerät, maximal nur 30A fließen können.
Zitat:
In der Gebäudeinstallation ist bei 32A 6mm² Standard, bei 12-14V und 3m Leitungslänge bräuchte man rechnerisch schon 10mm² um unter 0,5V Spannungsfall zu bleiben.
Bei z.B. 32A und 6mm² Zuleitung ist der Spannungsabfall pro Längeneinheit immer gleich, egal, ob es sich um Gebäudeinstallation (also mindestens 230V) oder 12V handelt.
Die Wirkung ist nur eine andere....
0,5V Spannungsabfall wären bei 12V schon eine Menge und führen bei ohmschen Verbrauchern (z.B. bei Absorber-Kühlschränken im Campingbereich) bereits zu einem deutlichen Leistungsabfall und bei Ladegeräten, ohne Sense-Messleitung, eventuell sogar zu einem unvollständigen Vollladevorgang.
0,5V in einem 230V-Netz spielen dagegen kaum eine Rolle.
Zitat:
@navec schrieb am 16. April 2022 um 10:08:56 Uhr:
Zitat:
@wpp07 schrieb am 16. April 2022 um 02:12:26 Uhr:
Hallo Navec.
Ja, mit qualitativer Kritik kann ich umgehen. Danke für die Richtigstellung. Ans Ladegerät angeschlossen vollführt mein Tablet ein lustig Eigenleben, aus qcm machte es fleißig ccm was natürlich falsch ist.
Den Kabelquerschnitt im Verhältnis zur Stromstärke habe ich an der verwendeten Sicherung und nicht am Verbraucher festgemacht. Die Sicherung muss einfach das schwächste Glied in der Kette sein. Somit reichen 2,5qcm allemal für eine 30A Sicherung.Gruß
Die Einheit qcm, die immerhin eine Flächeneinheit aber keinesfalls gebräuchlich ist, führt in deinem Fall trotzdem zu einem falschen Ergebnis, an dem dein Tablet keine Schuld trifft.
Ein (Q)uadrat-zentimeter entspricht 100mm².
Sicherlich, auch 2,5qcm, also 250mm² Querschnitt, reichen allemal für eine 30A Sicherung nur wird man bei einer 30A Sicherung in den seltensten Fällen eine derart dicke Zuleitung für maximal 30A wählen.Bei 2,5mm² würde ich normalerweise keine 30A-Sicherung mehr wählen.
Verwende doch schlichtweg mm² für die Querschnittsangabe von Kabeln......das ist üblich, wird bei einer Bestellung verstanden und führt i.d.R. zu keinen Missverständnissen.
Hallo Navec.
Jetzt siehst du wie kirre du mich gemacht hast. Gewöhnlich benutze ich am Rechner auch das „Quadratzeichen“. Am Tablet tippst du dir aber einen Wurm, da war das qmm schneller (denke ich zumindest weil verwendet habe ich es ja nicht wirklich). Das ccm ist mir vom Motorhubraum einfach geläufig. Gelobe Besserung.
Gruß und schöne Ostern
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Hallo,
Ich würde ein USB-Ladegerät mit LED an dem Plus-Signal für das Trennrelais anschließen (und auch an Masse), um zu erkennen, wann das Trennrelais geschlossen wird (bei Zündungsplus oder wenn die Lima die Starterbatterie lädt usw.). Meinen Ladebooster von Votronic für den WoWa hatte ich zuerst mit Stiftkabelschuhen angeschlossen, was laut Votronic falsch war, da zu große Übergangswiderstände. Kabel nur abisoliert in die Schraubklemmen einführen.
Der D+-Simulator auf Vibrationsbasis ist eine gute Alternative für WoMo.
Man kann den D+ Anschluss auch einfach ignorieren, dann arbeitet der Laderegler automatisch ab 13,8 Volt. Steht sogar so in der Bedienungsanleitung drin.
Zitat:
@u2682 schrieb am 19. April 2022 um 10:51:14 Uhr:
Hallo,
Ich würde ein USB-Ladegerät mit LED an dem Plus-Signal für das Trennrelais anschließen (und auch an Masse), um zu erkennen, wann das Trennrelais geschlossen wird (bei Zündungsplus oder wenn die Lima die Starterbatterie lädt usw.). Meinen Ladebooster von Votronic für den WoWa hatte ich zuerst mit Stiftkabelschuhen angeschlossen, was laut Votronic falsch war, da zu große Übergangswiderstände. Kabel nur abisoliert in die Schraubklemmen einführen.
Der D+-Simulator auf Vibrationsbasis ist eine gute Alternative für WoMo.
Welcher D+ Simulator funktioniert denn auf "Vibrationsbasis"?
die neueste Serie von Votronic
https://www.votronic.de/.../d-simulator
"
Der VOTRONIC D+ Simulator Pro erzeugt das Steuer-Signal durch Erkennung der Vibrationen des laufenden Motors. Er arbeitet vollautomatisch und unabhängig vom Ladebetrieb der Lichtmaschine und ist somit besonders für Fahrzeuge geeignet die über ein Lichtmaschinen-Management verfügen, dies können z.B. Fahrzeuge nach Euro-6-Norm sein. Mit seiner geringen Stromaufnahme von weniger als 3mA erfüllt er die Anforderungen der DIN EN 13976.
Schaltausgang: max. 0,3 A (+ schaltend, überlastungssicher und kurzschlussfest)
Einschaltverzögerung ca. 4 Sekunden zum Vermeiden von Fehlansteuerungen
Einstellbare, zusätzliche Spannungsüberwachung und Abschaltverzögerung
Anzeige des Gerätestatus über dreifarbige LED
Geringer Eigenverbrauch
Für 12 V- und 24 V-Systeme geeignet.
"
Zitat:
@4Takt schrieb am 19. April 2022 um 11:05:15 Uhr:
Man kann den D+ Anschluss auch einfach ignorieren, dann arbeitet der Laderegler automatisch ab 13,8 Volt. Steht sogar so in der Bedienungsanleitung drin.
beim VCBS ist ein Eingang ab 8V, so wie ich es verstanden habe, grundsätzlich nötig, damit die Boosterfunktion überhaupt aktiviert wird.
Die Ladeleistung ist danach dann abhängig von der Starterbatteriespannung.
Das ist bei anderen Boostern meist anders. dann muss aber i.d.R. zwischen D+ und reiner spannungsabhängiger Einschaltung des Boosters vorher gewählt werden.
Zitat:
@Chemnitzsurfer schrieb am 19. April 2022 um 15:37:11 Uhr:
die neueste Serie von Votronic
https://www.votronic.de/.../d-simulator"
Der VOTRONIC D+ Simulator Pro erzeugt das Steuer-Signal durch Erkennung der Vibrationen des laufenden Motors. Er arbeitet vollautomatisch und unabhängig vom Ladebetrieb der Lichtmaschine und ist somit besonders für Fahrzeuge geeignet die über ein Lichtmaschinen-Management verfügen, dies können z.B. Fahrzeuge nach Euro-6-Norm sein. Mit seiner geringen Stromaufnahme von weniger als 3mA erfüllt er die Anforderungen der DIN EN 13976.Schaltausgang: max. 0,3 A (+ schaltend, überlastungssicher und kurzschlussfest)
Einschaltverzögerung ca. 4 Sekunden zum Vermeiden von Fehlansteuerungen
Einstellbare, zusätzliche Spannungsüberwachung und Abschaltverzögerung
Anzeige des Gerätestatus über dreifarbige LED
Geringer Eigenverbrauch
Für 12 V- und 24 V-Systeme geeignet.
"
Wieder was gelernt. Den Sinn habe ich aber gerade in Bezug auf Ladebooster nicht so ganz verstanden......warum aktiviert man D+ nicht schlichtweg dann, wenn die Spannung zum Laden reicht?
Bei z.B. 12,7V und weniger wird die Starterbatterie auch bei laufendem Motor nicht geladen, dann möchte ich eigentlich auch nicht, dass sich der Ladebooster aus der Starterbatterie bedient.