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Corolla Fehlercode P0012

Toyota Corolla 7 (E120)

Hallo,

zuerst etwas zum Auto.

Corolla E12 mit 1.6er Benziner

EZ 08/2004

119000km

Gekauft habe ich den Wagen mit 92tkm im April 2016, bis Sommer 2017 lief der Wagen einwandfrei. Dort tauchte zum ersten mal der P0012 (Nockenwellenverstellung - zu spät) auf, aber sonst gab es keine Hinweise auf irgendwelche Probleme. Ich ging erstmal von Fehlalarm aus und löschte die MKL. In den letzten 3 Monaten ist der Fehler dann noch 3 mal aufgetaucht und beim letzten mal wieder von alleine verschwunden. Dazu hat der Motor selten eine Art kurzen Ruckler im Bereich von 2000-3000rpm. Als wenn er kurz nicht zünden würde. Dieser Ruckler ist nicht reproduzierbar und der Motor macht sonst einen guten Eindruck. Läuft sonst sauber, stabil im Leerlauf und hat volle Leistung. Zündkerzen sind in 1tkm lt. Plan fällig.

Eine Toyotawerkstatt hat dann nochmal grobe Fehlersuche betrieben und nichts finden können. Weitere Fehlersuche würde halt schon deutlich kostspieliger werden.

Meine Fragen jetzt, hat jemand Erfahrung mit dem P0012? Das Toyota VVTi gilt eigentlich als sehr unauffällig, konnte im Netz fast nichts dazu finden. Ich will den Corolla weiter fahren, er hat letzte Woche frischen TÜV bekommen und bis auf den 3. Synchronring ist der Zustand sehr gut.

Wie wirtschafltich ist eine Reparatur (ca. 500€-1500€ Rep.kosten)? Sollte ich reparieren oder ihn in den Export geben und ein anderes Auto kaufen. Hätte da einen 98er Accord im Sinn...

Freue mich auf Antworten, danke.

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5 Antworten

Seltsam ist, dass P0012 nicht in der Fehlercodeliste der offiziellen Werkstatthandbücher vom E12 aufgelistet ist. Wie hast du den Fehler P0012 ausgelesen?

Was wurde bei der "groben Fehlersuche" alles untersucht?

Ich habe keine Erfahrung mit dem P0012, aber ich denke eine genauere Diagnose hilft weiter:

- über OBD2 einen VVTi-Stellertest machen

- Steuerzeiten prüfen - ist die Steuerkette übergesprungen oder gelängt? arbeitet der Kettenspanner richtig? sind die Kettengleitschienen in Ordnung?

- wurde regelmäßig das richtige Öl und -filter gewechselt - Teile des VVTis könnten verstopft/verklebt sein (Ölsieb, Stellventil, Versteller)

Für die zwei letzten Punkte muss der Ventildeckel abgenommen werden. Um an das VVTi-Ölsieb herauszuschrauben muss der Generator abgebaut werden.

Danke für die Antwort.

Ich habe den Code über OBD2 und Smartphone App ausgelesen, die Werkstatt dann über deren Profigerät.

Bei der Fehlersuche wurde der VVTi-Versteller angesteuert/getestet, erst soll es nicht geklappt haben, dann ging es aber ohne Probleme. Probefahrten danach unauffällig. Was sonst noch genau gemacht wurde, weiß ich nicht. Nicht viel jedenfalls. Das kleine VVTi-Sieb hatte ich selber mal überprüft, ging mit viel Fummelei auch ohne den Generator rauszunehmen. Das Teil war aber sauber.

Okay, Steuerkette ist eine Möglichkeit. Übergesprungen ist die aber nicht, der Wagen läuft ganz normal derzeit. Ich mache meine Ölwechsel+Filter immer nach 15tkm mit Mobil 1 5W30, das erfüllt eigentlich alle Anforderungen. Oder ist das "zu gut"?

Ah, das heißt der gesamte Zylinderkopf+Dichtung muss gar nicht runter, sondern nur der Ventildeckel?

Ich muss sagen, ich habe noch nie was größeres am Auto gehabt und ich mag den Gedanken nicht, dass der Motor "auseinander" gebaut wird. Aber ich schätze, eine Toyota Werkstatt sollte das hinkriegen.

Was schätzt du, was der WostCase (Steuerkette oder Versteller neu) kostet?

Vielleicht hängt der VVTi-Versteller ja irgendwie ab und zu, weil der Test nicht beim ersten mal geklappt hat und der Fehler auch nicht immer auftritt.

Wenn man mit der Smartphone-App auch direkt OBD-Befehle senden kann, kannst du den VVTi-Test auch selbst machen: Motor im Leerlauf und dann "30 06 02 02" senden - dann sollte es vom VVTi-Versteller her "Klack" machen und der Motor schnell ausgehen.

5W-30 ist das empfohlene, nehme ich auch - wenn das auch vom Vorbesitzer verwendet wurde sollte es nicht daran liegen.

Ich denke ein Blick unter den Ventildeckel wäre lohnend - daran kann man vielleicht schon erkennen ob der Motor innen "sauber" ist, oder doch Ablagerungen im Öl vorhanden sind. Sind nur ein paar Schrauben mehr als beim Zündkerzenwechsel (diese bleiben dazu drin). Den Ventildeckel abzunehmen ist kein großer Eingriff - wenn man sauber arbeitet (und nichts reinfallen lässt) kann man das mit Sachverstand auch gut selbst machen.

Den Kettenspanner bzw. die Kettenspannung kann man auch prüfen wenn der Deckel ab ist.

Kosten kann ich keine nennen - die Steuerkette zu wechseln ist aber eine größere Angelegenheit, weil man seitlich ran muss. Der Versteller wird samt Nockenwelle von oben ausgebaut.

Der VVTi-Steller hat die Teilenummer 13050-0D010 bzw. 13050-22011, so wie es aussieht ab 200 Euro aufwärts.

Themenstarteram 1. Dezember 2017 um 7:53

Das hilft mir schonmal weiter. Also, bis 50tkm war der regelmäßig bei Toyota in Wartung, die werden wohl auch 5W30 genommen haben. Was bis 90tkm drin war kann ich natürlich nicht sagen. Beim Kauf war neues 10W40 drin, was ich aber direkt ausgetauscht habe.

Ich bin letzten Monat wenig gefahren, aber jetzt muss er wieder täglich ran und bisher ist alles in Ordnung, vlt. mag er die Kälte :)

Ich bin zwar nicht ganz ungeschickt am Auto, aber so eine Reparatur lass ich von Fachleuten machen.

Jedenfalls verkaufe ich den nicht und warte, wie es mit dem Fehler weiter geht. Dann wird es halt repariert. Kannst du mir etwas erklären? Was ist, wenn das VVTi bei den Motoren komplett ausfällt? Läuft der Motor dann einfach weiter, halt ohne Nockenwellenverstellung, oder funktioniert dann der ganze Motor nicht mehr? Will nur wissen, ob die sporadischen Fehler den gesamten Motor in Mitleidenschaft ziehen.

Ich weiß nicht ob das was hilft, aber ich mache vor jedem Ölwechsel LM MotorClean oder ProTec Engine Flush P1001 ins Öl, um die Ölkanäle freizuhalten (in Anbetracht der Anfälligkeit fürs "Short-Block-Problem").

Wie sich ein ausgefallenes VVTi auswirkt kann ich nicht direkt sagen. Die Arbeitsweise ist ja so:

Wird das VVTi-Ventil bestromt wird die Nockenwelle vorwärtsgedreht, unbestromt rückwärts (verzögert).

Fällt der Öldruck ab, fährt der Steller in die Ruhelage (max. verzögert) und wird durch einen Arretierungsstift dort gehalten.

So wird beim Abstellen des Motors dafür gesorgt dass die Nockenwelle für den Start richtig steht.

Mit steigender Drehzahl oder Last wird die Nockenwelle in Richtung "früh" verstellt.

Zieht man beispielsweise den Stecker vom Stellventil ab, lässt sich der Motor starten und läuft ruhig im Leerlauf. Wird dann die Drehzahl erhöht, meldet die ECU den Fehler über die nicht reagierende Verstellung.

Der OBD-VVTi-Test steuert das VVTi-Ventil an, sodass die Nockenwelle auf früh gedreht wird, was im Leerlauf dazu führt dass der Motor ausgeht (oder nur ganz schlecht läuft).

Ich denke, wenn der Steller in der "spät"-Position feststeckt, fehlt dem Motor Leistung. Bleibt er in "früh" stecken, geht er im Leerlauf aus. Da aber beides wohl nicht zutrifft, könnte er schwergängig sein und nicht schnell genug ansprechen. Ob eine Verschmutzung des Nockenwellensensors durch Metallspäne solche Wirkung hat weiß ich nicht - ABS-Sensoren soll es aber beeinträchtigen (Ausfall).

Ein Problem am VVTi-Ventil oder dessen Ansteuerung wäre ja auch denkbar. Das Ventil sitzt beim VVTi-Filter und lässt sich auch seitlich demontieren. Kannst ja auch mal die Verkabelung auf Beschädigungen untersuchen.

Für eine übergesprungene bzw. gelängte Kette gibts eher Fehlercode P1346, für ein nicht reagierendes VVTi eher P1349.

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