Corolla: ein Motorölmessstab, 2-Ölstände, Toyota -NIX ist unmööööööööglich
SIZE=3]An ein und demselben Motorölpeilstab gibt es 2 ÖLMESSTÄNDE abzulesen: --- N I X ist UNMÖÖÖÖÖÖÖÖGLICH --- TOYOTA
Vor einiger Zeit habe ich einen Beitrag geschrieben mit dem Titel: Inspektion- vorsätzliche versuchte Sachbeschädigung?
Ich hatte mich fürchterlich darüber geärgert, dass meine Werkstatt beim Ölwechsel einen Liter zuviel Öl im Motor gelassen hatte. Den einen Liter Öl mußte ich mühsam heraussaugen.
Vorausschicken muß ich, dass ich jahrezehntelange Erfahrung im Ölpeilstab-ablesen habe: Angefangen von Pkw, über Lkw bis zu den Öständen in Triebwerken an Flugzeugen. :-))
Das Ablesen von Messinstrumenten für die Tankfüllungen von Wassermethanol und Hydraulik und in bar von Sauerstoff und Druckluft ist mir nicht fremd. Auch die Säuredichteprüfung mittels Säureheber an Batterien beherrsche ich.
Noch nie aber habe ich bei der Ölstandsprüfung mittels Ölpeilstab so was erlebt wie beim Corolla!!
Nun zum Thema: Ich habe den Fall (ein Liter zuviel Öl im Motor nach der Inspektion) Toyota Deutschland geschildert und erhalte nach 4 Wochen folgenden Bescheid:
Ich zitiere Toyota Deutschland:
"Ein möglichst exakter Ölstandswert lässt sich auf der Seite des Mess-Stabes ablesen, die zum Fahrzeugheck zeigt. Wird dies........nicht beachtet, können sich allein daraus Toleranzen von bis zu einem halben Liter ergeben".
Das habe ich natürlich sofort geprüft: Es stimmt! auf der Vorderseite des Ölpeilstabs wird ein anderer Ölstand als auf der Rückseite des Ölpeilstabs angezeigt.
Das habe ich noch nie, aber auch noch gar nie erlebt. An ein und demselben Ölpeilstab gibt es 2 verschiedene Ölstände abzulesen!!!!!!
Jetzt habe ich einen Ölstand auf der "Rückseite des Ölpeilstabs" (mein lieber Schwan!!!), der liegt nach ca. 1.000 km seit dem letzten Ölwechsel (und nach dem Absaugen von 1 Liter Öl) ca. 3 mm unterhalb Max -Ölstand. Somit ist bewiesen: Die Werkstatt hat beim Ölwechsel geschlampt. Ob ich die Vorderseite oder die Hinterseite des Ölstabs ablese.
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Beste Antwort im Thema
Ich kann das mit dem Ölpeilstab bei den 2ad Motoren von Toyota nur bestätigen. Ein Bekannter hat einen 2.2 D4D mit DPF (2ad-ftv, 136Ps). Der Ölstand ist praktisch erst bei schwarzem Öl ablesbar. Dann zeigt der Peilstab aber auf beiden Seiten unterschiedliche Stände an. Hinzu kommt noch, das der Peilstab auf jeden Fall deutlich unter Minimum ist, wenn man wartet bis die Ölstandsleuchte angeht.
Ich denke das der Peilstab beim Herausziehen irgendwo das Öl wieder abstreift und desewgen auf einer Seite weniger ist. Dazu würde auch passen das man stets einen schmalen Streifen(2mm) mit einem Punkt am Ende hat, die nicht mit Öl benetzt sind. Dies macht es noch schwerer den Ölstand "zu erahnen", man hat also nicht mal eine klare Linie quer zum Peilstab an der der Stand abgelesen werden kann und ist sich nicht sicher wo denn nun der Ölstand auf dem Peilstab eigentlich ist. Ich werde bei Gelegenheit Bilder machen.
26 Antworten
Ich kann das mit dem Ölpeilstab bei den 2ad Motoren von Toyota nur bestätigen. Ein Bekannter hat einen 2.2 D4D mit DPF (2ad-ftv, 136Ps). Der Ölstand ist praktisch erst bei schwarzem Öl ablesbar. Dann zeigt der Peilstab aber auf beiden Seiten unterschiedliche Stände an. Hinzu kommt noch, das der Peilstab auf jeden Fall deutlich unter Minimum ist, wenn man wartet bis die Ölstandsleuchte angeht.
Ich denke das der Peilstab beim Herausziehen irgendwo das Öl wieder abstreift und desewgen auf einer Seite weniger ist. Dazu würde auch passen das man stets einen schmalen Streifen(2mm) mit einem Punkt am Ende hat, die nicht mit Öl benetzt sind. Dies macht es noch schwerer den Ölstand "zu erahnen", man hat also nicht mal eine klare Linie quer zum Peilstab an der der Stand abgelesen werden kann und ist sich nicht sicher wo denn nun der Ölstand auf dem Peilstab eigentlich ist. Ich werde bei Gelegenheit Bilder machen.
Hat Toyote denn in den letzten 9 Jahren diesen Mangel nicht nachgebessert? Das wäre bedauerlich, da der Aufwand hierfür nicht übermäßig groß sein kann.
die anderen sind auch nicht besser:
Um den Ölstand an einem Automatikgetriebe eines A4 zu prüfen, wurde bei einem großen Audi-Betrieb nach einem Messstab gefragt. Dieser fehlt am Auto, da gibt es nur einen Stopfen. Selber prüfen ist also erst mal nicht. Nach kaum zwanzig Minuten des - vergeblichen - Suchens im Computer wurde der Meister aus der Werkstatt zitiert. Nach Anhörung des Problems verschwand er wieder, nur um kurz darauf mit einer ganzen Anzahl verschiedenster Messstäbe, drapiert in Form eines Frühlingsblumenstraußes wieder zu erscheinen: "Suchen Sie sich einen heraus". Dumm nur, dass die alle sehr unterschiedlich lang waren. Weder Getriebekennbuchstaben, noch FIN ließen eine Zuordnung in der EDV zu.
Vorschlag: wir füllen nach Handbuch auf, es sollte ja ein Wechsel werden. Wieder die EDV bemüht, auch die Betriebsanleitung wurde durchsucht. Ergebnis: 4 verschiedene Angaben zum Wechsel, zum Teilwechsel versteht sich, denn es läuft nicht alles ab. Die Differenzen lagen im Bereich von etwa einem Liter, auch keine große Hilfe.
Gelöst habe ich es wie folgt: irgend einen vorliegenden Messtab definiert in die Öffnung geschoben und den Stand gemerkt/markiert. Öl abgelassen, und die kleinste gefundene Menge eingefüllt. Motor an und alle Fahrstufen durchgeschaltet, ganz nach Vorschrift. Dann den Stand mit dem Stab kontrolliert und solange nachgegossen, bis der vorab festgestellte erreicht war. Ende der Veranstaltung.
Angemerkt sei, dass Automatikgetriebe (Wandler) recht empfindlich auf auch kleine Unter- und Überfüllungen reagieren.
Wie die das Problem in der Werkstatt am Kundenauto lösen? Da fragt man besser nicht.
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Der Peilstab berührt mit der Seite, die zur Front zeigt, das Peilstabrohr. Daher kann dort der Ölstand höher erscheinen, als er tatsächlich ist. Das ist selbst bei den aktuellen Modellen noch der Fall.
Das "Problem" ließe sich ganz einfach vermeiden, wenn man Peilstäbe mit Abstandshaltern verwenden würde, oder wenn der Messbereich eingestanzt würde. Dann wäre der Peilstab im Einkauf aber 2 Cent teurer. 😁 Bei 10 Mio. verkauften Autos, spart das immerhin 200.000 € pro Jahr.
Zitat:
@remanuel schrieb am 11. Februar 2015 um 09:32:20 Uhr:
die anderen sind auch nicht besser:Um den Ölstand an einem Automatikgetriebe eines A4 zu prüfen...
Welches Modell meinst du denn hier konkret? 😕
Warum eigentlich so ein Aufriß mit Absaugen?
Ölablassschraube anlösen, was ablaufen lassen, wieder rein drehen bis nichts nachläuft, dann mit Bremsenreiniger das Gewinde entfetten und wieder fest ziehen.
Dauert 5 Minuten und ist frustfreier.
Außerdem...ist es doch egal ob hinten oder vorne kleine Unterschiede am Peilstab sind.
Wenn der Ölstand irgendwo zwischen min und max ist, ist alles gut. Solange man immer die gleiche Methode beim Messen nutzt kann man auch eine Tendenz raus bekommen.
Und selbst wenn mal ein Liter mehr drin ist. Bis die Pleuel das Öl schaumig schlagen und dadurch die Pumpe luft zieht und der Öldruck fällt, braucht es mehr als einen Liter zuviel.
Bin auch ne Weile mit zuviel Öl drin gefahren. Passiert ist garnichts. War damals beim 2 Liter Avensis T25. Der Ölstand war ca 0,5cm zu hoch auf dem Peilstab. Das Auto fährt nachweislich (wenn auch unter nem anderen Besitzer) immer noch.
Macht Euch nicht verrückt, die Motoren sind so konstruiert, das derartige Fehler sie nicht sofort ruinieren.
Die Werkstätten kippen beim Ölwechsel auch schon mal nen Schluck zuviel rein. Ich hatte mehrfach ca. 0,5 cm zuviel Öl nach der Inspektion drin. Geschadet hat es nie.
Gerade Öl gewechselt, die Erstbefüllung machte einen leicht trüben Eindruck, die Farbe ein Rot-Braun. Mit Filterwechsel 4 Liter (0W/40 PAO-Synthese) eingefüllt, Stand am Stab exakt zwischen Min und Max.
Das Problem des Ablesens ist keines, zwar ist in der Tat auf der "Rückseite" der Stand durch Rücklauföl im Steckrohr verschmiert, mit etwas gutem Willen aber erkennbar. Auf der "Vorderseite" ist der Stand perfekt ablesbar und mir reicht auch eine Seite völlig aus.
Der Stab liegt ein wenig am gebogenen Steckrohr an, das ist gut so, damit schwingt er nicht, macht keine Geräusche und bricht nicht. Es gab schon Motoren, bei denen die Messstäbe regelmäßig abbrachen und ins Kurbelhaus fallen. Ärger und Gemecker ist dann groß.
Tipp für diejenigen, welche beidseits ablesen wollen: Fahrzeug auf ebener Fläche abstellen, Motor abstellen und Haube öffnen. Dann den Ölstab etwa 10 cm hochziehen und stehen lassen. Nach längerer Zeit, z.B. über Nacht ist das Öl vollständig nach unten durchgelaufen. Zur Messung Stab nun ganz raus, abwischen, reinstecken, rausziehen, ablesen. Dann sollte es auch beidseits gut sichtbaren Ölstand geben.
re
In den Auris HSD gehört aber kein 0W-40 rein. Das weißt Du wohl?! 😉
Der Hybrid sollte immer mit 0W-20 befüllt werden.
Nach Rücksprache mit Toy-D absolut OK, wenn die Spezifikation stimmt - und das tut sie.
Bevor hier so abgeledert wird: mal ins Handbuch sehen.
re
Zitat:
Einer der Test läuft folgendermaßen ab: Motoröl-Kontrollleuchte brennt. Aufgabe: So weit wie möglich mit dem Auto fahren. So wie mir erzählt wurde, klingt zwar der Motor komisch (bestimmt zu hoher Verschleiß), aber bis zu 500km und mehr sind keine Seltenheit
Und ich hab mir Sorgen wegen 1-2 Minuten Leerlauf bei defekter Ölpumpe gemacht 😁