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Cash Allowance anstelle eines Firmenwagens

Themenstarteram 30. April 2021 um 10:16

Hallo zusammen,

nachdem ich in den vergangenen 10 Jahren im Außendienst für meinen Arbeitgeber tätig war, hat sich bei mir kürzlich eine berufliche Veränderung ergeben welche dazu führt, dass ich anstelle von ca. 70.000 dienstlichen Kilometern pro Jahr in Zukunft wohl nur noch ca. 15.000 km dienstlich unterwegs sein werde.

Nun stehe ich vor einer Wahl, die bisher für mich nicht in Frage gekommen ist nämlich der, eine Cash-Allowance zu wählen.

Bisher fahre ich eine E-Klasse mit einem Listenpreis von 90.000 Euro, wenn ich für die Cash-Allowance optieren würde, so läge diese bei 1.100 Euro pro Monat. Eine Abrechnung von dienstlich gefahrenen Kilometern ist nicht möglich, ich könnte aber bei weiteren Strecken das Flug- bzw. Zugticket sowie den Mietwagen vor Ort über die Spesen abrechnen. Zusätzlich steht für die kleinen Strecken zu Hause ein Zweitwagen zur Verfügung.

Grob gerechnet hätte ich also bei Verzicht auf den Firmenwagen ca. 1.030 Euro mehr netto (Cash Allowance + Verzicht auf Geldwerten Vorteil) zur Verfügung. Wenn ich jetzt ein 3 Jahres-Leasing beispielsweise für einen Leon Cupra Kombi als Plug-In inklusive Wartungspaket rechne, lande ich bei ca. 400 Euro/Monat mit 25.000 km pro Jahr auf 3 Jahre.

Dazu noch Steuern, Versicherung, Kraftstoff und Verschließ mit rund 200 Euro/Monat (Kurzstrecken werden zu Hause über die PV abgedeckt) würde eine ganze Menge Geld über bleiben. Die ca. 15.000 dienstlichen Kilometer pro Jahr könnte ich ja als Vollkosten absetzen, da hier kein Weg zur Arbeitsstätte (Homeoffice) vorliegt, korrekt?

Vergesse ich hier etwas Wichtiges oder schlägt das Pendel in meinem Fall doch sehr deutlich in Richtung der Cash-Allowance aus?

p.s. der Status den ein teureres Auto mit sich bringt ist mir relativ egal, da gibt es andere Dinge die wichtiger sind im Leben.

Beste Grüße,

Timberwood

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10 Antworten

Du hast übersehen, dass sich beim Wechsel auf Elektroantrieb oder auf einen vernünftigen Hybrid (mind. 40 km rein elektrisch) die Versteuerung von 1% auf 0,5% oder sogar auf nur 0,25% vom BLP pro Monat reduziert.

Das ist eine akzeptable Möglichkeit, die eigenen Kosten zu drücken.

Themenstarteram 30. April 2021 um 11:38

Zitat:

@Deloman schrieb am 30. April 2021 um 11:07:42 Uhr:

Du hast übersehen, dass sich beim Wechsel auf Elektroantrieb oder auf einen vernünftigen Hybrid (mind. 40 km rein elektrisch) die Versteuerung von 1% auf 0,5% oder sogar auf nur 0,25% vom BLP pro Monat reduziert.

Das ist eine akzeptable Möglichkeit, die eigenen Kosten zu drücken.

Leider bietet mein AG weder einen Plug-In noch einen BEV an, das wäre für mich tatsächlich noch eine dritte Option, wird so aber nicht kommen.

Ansonsten bringt mir als Privatperson der PlugIn oder BEV ja keinen direkten steuerlichen Vorteil oder?

Einen steuerlichen Vorteil nicht, aber häufig günstigere Leasingraten, da die Bafa-Prämie in der Regel als Sonderzahlung eingesetzt wird.

Richtig, eingesetzt als Sonderzahlung verringert das in deinem Fall die monatliche Leasingrate um 125€ (+ ggf Zinseffekt).

 

Ansonsten kann ich deinen Gedankengang nachvollziehen und habe es genauso gehandhabt bei meinem alten AG. Vor allem der Ansatz zu Vollkosten pro km ist nicht zu unterschätzen.

Themenstarteram 2. Mai 2021 um 16:24

Zitat:

@TTFan1 schrieb am 2. Mai 2021 um 14:39:49 Uhr:

Richtig, eingesetzt als Sonderzahlung verringert das in deinem Fall die monatliche Leasingrate um 125€ (+ ggf Zinseffekt).

Ansonsten kann ich deinen Gedankengang nachvollziehen und habe es genauso gehandhabt bei meinem alten AG. Vor allem der Ansatz zu Vollkosten pro km ist nicht zu unterschätzen.

Die Prämie ist bereits in den Leasingkonditionen inkludiert, eventuell werden es auch nur 350 € pro Monat aber ich rechne hier lieber initial großzügig als dann im Nachhinein draufzahlen zu müssen.

Der ADAC gibt den Cupra Leon mit 51,7 Cent pro km an, ich meine mal gehört zu haben, dass sich das FA auf diesen Ansatz einlässt.

Naja, die 51,7 Cent pro km ist ja nicht pauschal zu betrachten.

 

Ich habe bei der Herleitung alle Tankbelege des Jahres addiert, alle Fahrten zur Waschstraße, Verbrauchsflüssigkeiten, Radwechsel, Service und Leasingraten. Am Ende dividiert durch die Fahrleistung des Jahres.

 

Kosten für Diesel und km waren einfach zu tracken mit der App Road Trip. Ist dann auch einfach als csv exportierbar.

 

Die Ermittlung + die Ermittlung der dienstlichen km war das aufwendigste der ganzen ESt-Erklärung, aber immer das lohnendste. Lag in der Regel zwischen 50 und 56 Cent pro km. Das FA hat im ersten Jahr dazu die Belege angefordert (nur meine Überleitung, keine Tankbelege im Detail) und durchgewunken. Die Jahre danach haben die gar nicht mehr nachgefragt.

 

Sobald das FA eine Rate (wenn auch implizit) akzeptiert, darfst du die die kommenden zwei Jahre auch vortragen und müsstest nicht jährlich aktualisieren oder nachweisen. Habe es aber dennoch jährlich gemacht und mit den aktuellsten Kosten gerechnet.

Bist Du sicher, dass Dir der Wechsel von E Klasse auf Seat nichts ausmacht? Wer E Klasse als Dienstwagen wählt hat bestimmte Prioritäten?

Zitat:

@roland44 schrieb am 4. Mai 2021 um 21:05:46 Uhr:

Bist Du sicher, dass Dir der Wechsel von E Klasse auf Seat nichts ausmacht? Wer E Klasse als Dienstwagen wählt hat bestimmte Prioritäten?

Naja, aber nur dann hat er eine Chance dass sich das rechnet - wenn er dem Apfel Mercedes E die Birne Seat Leon gegenüber stellt.

Themenstarteram 5. Mai 2021 um 12:13

Tatsächlich habe ich damit kein sonderlich großes Problem. Im Zweifel sind mir die 400-500 Euro mehr netto pro Monat mehr wert als der Stern auf der Haube und die Massagesitze unterm Hintern. Da fallen mir schöne Dinge ein um das Geld besser zu nutzen ;-)

Gerade wenn man bedenkt, dass eben keine 70.000 km mehr zu fahren sind wäre es unverschämt zu sagen, dass man die kürzeren Strecken nicht auch in einem günstigeren Fahrzeug gut hinter sich bringen kann.

Kann jemand eine Aussage dazu treffen, ob es beim Verhältnis Dienstfahren zu Privatfahrten Mindestwerte gibt? Im Netz finde ich nur Fälle für Unternehmer die einen Firmenwagen bei 50% oder mehr Dienstfahrten ins Betriebsverögen übernehmen müssten. Da ich angestellt bin, trift dieser Fall ja für mich vermutlich nicht zu.

Was passiert, wenn ich von den 25.000 km pro Jahr 15.000 km oder mehr dienstlich unterwegs bin? Kann ich dann meine Steuer um 15.000 x Kilometerkosten drücken? (Wären ja dann mindestens 4500 Euro bzw. nochmal 375 Euro pro Monat)

Nein, keine Mindestwerte.

 

Dienstliche km können vom AG mit 30 Cent pro km steuerfrei erstattet werden, wenn er das nicht (oder nur zum Teil) macht kannst du diese Summe bei der Steuererklärung angeben (senken dein zu versteuerndes Einkommen, du bekommst diese Summe also nicht ausgezahlt).

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