Campingbus zum Reisen gesucht
Hallo Leute,
ich bin relativ neu im Autobusiness und dementsprechend auch recht ratlos, daher hoffe ich, dass ihr mir hier weiterhelfen könnt 🙂
Zu meinem Problem: in den letzten Jahren bin ich häufiger mit einem geliehen 72er Transit in Urlaub gefahren und habe mich dabei in das Reisen mit Bus verliebt - nun möchte ich mir selbst einen zulegen. Da ich nun so praktisch gar keine Ahnung habe, hoffe ich hier ein paar Empfehlungen zu bekommen, wonach ich überhaupt suchen soll. Ich stelle mir etwa folgendes vor:
1. Es sollte ein Bus, Kastenwagen oder was auch immer sein, der Platz für 2 Leute bietet (auch zum Schlafen)
2. Im Gegensatz zu meinem geliebten Transit sollte er auch für längere Reisen tauglich sein. Also durchaus mal 3 Wochen durch Europa oder so. Für den Alltag brauche ich ihn eigentlich nicht.
3. Leider kann ich mir nichts neues leisten (und mag ohnehin ältere Autos), der Preis sollte also schon noch im vierstelligen Bereich liegen. Auch der Unterhalt sollte demnach nicht allzu hoch ausfallen.
4. Daraus resultiert dann die Frage, ob es sich preislich lohnt auf ein H-Kennzeichen abzuzielen oder ob ich vllt. in der Gesamtrechnung billiger dran bin, wenn ich einen etwas neueren kaufe.
Was ich dazu bisher rausgefunden habe, ist, dass die meisten (gerade älteren) Angebote aus dieser Kategorie VW T3 sind. Dazu sagen nun die einen, dass er das beste Auto aller Zeiten ist, die anderen dass er einem unterm Arsch wegrostet. Ich persönlich mag ja eher alte Amis (zB Chevy G20 oder Dodge Ram), allerdings habe ich dazu gehört, dass sie nicht so langlebig sind und die Ersatzteilbeschaffung mitunter schwierig werden kann. Zudem ist der Verbrauch wohl recht hoch.
Also die kurze Zusammenfassung: Ich suche einen möglichst preiswerten, langlebigen Bus für längere Reisen und wüsste nun vor allem gerne, nach welchen Modellen ich suchen sollte und ob sich ein Oldtimer preislich lohnt.
Das war jetzt recht viel und ich bin natürlich auch für Teilantworten dankbar 🙂
Viele Grüße
Marcus
13 Antworten
Ein Dodge Ram verbraucht ca. 20 Litter auf 100KM, da musst du Gas reinbauen. Ersatzteile sind jedoch kein Problem das ist amerikanische Massentechnik, und wenn man direkt in den USA bestellt auch nicht allzu teuer. Ich brauchte letztens einen Anlasser der hat kein 100€ neu gekostet, dann waren noch Spurstangenköpfe fällig, die haben pro Seite keine 20€ gekostet.
Selbst wenn ich langsam (80KM) Autobahn fahre lande ich bei 17l - 18l.
Ich würde mich nach einem alten Wohnmobil umschauen.
Mit H Kennzeichen kann man viel sparen, jedoch gibt es Gute+Günstige Oldi´s die keinen Wanderdünen sind?
Bei Budget bis 9999€ hätte ich an einen Fiat Ducato ab 2007 mt Klima gedacht.
Selbst die kleinen 120PSér laufen gut und man bekommt Bett quer rein, wenn man keine 2m ist!
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/.../926789677-216-7472
T3 ist wie eine alte Transe, immer was zu tun und in Anschaffung sehr teuer und alle teile sind längst nicht mehr zu bekommmen!
...bei einem geliehenen Bus hat man bisher keine laufenden Jahreskosten für so etwas kennen gelernt...
Du hast das schon komplett durchkalkuliert, für ein Auto was nur ein- zweimal im Jahr verwendet wird und sonst nur rumsteht und oder kostet? Eine Vergleichsrechnung mit temporärer Miete würde ich empfehlen. Ebenso eine Vergleichsrechnung, wenn man sich nur vor Ort was anmietet und mit den Billigangeboten anreist.
@ marcusL24:
Der Markt für (gebrauchte) Wohnmobile ist aktuell sehr heißgelaufen!
Im vierstelligen €uro-Bereich ist da reichlich Schrott auf dem Markt.
Da braucht man schon viel Sachverstand und einen Blick für modellspezifische Problemzonen, um die Spreu vom Weizen zu trennen.
Hierzulande (bzw. in good old Europe) würde ich keinen alten Ami zum Reisen nehmen, der Verbrauch in Kombination mit den aktuellen (und weiter steigenden) Benzinpreisen wäre da dann doch etwas zu teuer.
Ähnliche Themen
Ganz ähnliche Themen sind hier dauerbrenner und dieses hier hatten wir vor Kurzem satt beraten.............
https://www.motor-talk.de/.../...van-bulli-anfaenger-t6438045.html?...
Zitat:
@marcusL24 schrieb am 14. November 2018 um 12:09:49 Uhr:
Hallo Leute,..................
Was ich dazu bisher rausgefunden habe, ist, dass die meisten (gerade älteren) Angebote aus dieser Kategorie VW T3 sind. Dazu sagen nun die einen, dass er das beste Auto aller Zeiten ist, die anderen dass er einem unterm Arsch wegrostet.........................
Ich hatte davon von 1983 bis 2010 insgesamt 7 Stück...............die Aussagen oben stimmen beide.
Hi!
Bei diesem Budget bleibt nur der Selbstausbau auf Basis eines vernünftigen gebrauchten Kastenwagens aus einigermaßen schonendem Vorbesitzer, wenn es ein Van sein muss.
Wirklich gute fertig ausgebaute Campingbusse sind unter 18-20.000 Eur wirklich schwer zu finden.
Vom VW T3 rate ich kategorisch ab, denn die guten Camper sind heillos überteuert und einfache, leere Kasten zum Selbstausbau in gutem Zustand zu einem vernünftigen Preis sind eigentlich nicht auf dem Markt. Das ist eben mittlerweile ein Liebhaberauto, weshalb auch immer.
Fährt mies, ist nicht sonderlich haltbar, unsicher, keine nennenswerte Heizung. Ich habe das Ding verflucht.
Wenn Du das Auto nur selten brauchst, empfehle ich, eines zu mieten bei Bedarf.
Ansonsten: noch etwas warten und das Budget aufstocken. Dann kommen für 18-20K die Ford Nugget in Frage.
Zum Campen das beste Innenraumkonzept, solide, nicht so heillos überteuert und anfällig wie VW California T5. Wenn man nach der mittleren Leistungsstufe des Motors sucht (120 PS glaube ich) ist man sicher.
Manchmal finden sich VW T4 Benziner. Die will eigentlich niemand, sind zwar meist auch überteuert, aber ggf. im Budget. Der T4 war technisch noch einigermaßen solide. Ist aber heute auch ein altes Auto, das viel Zuwendung benötigen wird.
Wir fuhren 7,5 Jahre lang einen 2010er Ford Nugget. Ein super Alltagsauto, toll für große Reisen und technisch völlig unauffällig.
Für 35k neu gekauft, für 25k verkauft. Fast 8 Jahre alt! Etwas Rost musste ich vor dem Verkauf bereits entfernen lassen. Trotz ordentlicher Pflege. Für uns ein super Deal. 10.000 Eur Wertverlust in 7 Jahren geht sonst nur mit billigen Kleinwagen.
Der Käufer aber hat einen alten Gebrauchtwagen für den Preis eines neuen Kombis bekommen.
Wie es dann bei Kastenwagen nach 20 Jahren und 200.000 Km aussieht, kann man sich vorstellen. Das ist es aber, was man bis ca. 15-17 kEur bekommt.
Und dies gilt für alle Marken, denn allesamt basieren sie auf den Handwerkerversionen, die für unter 20.000 Eur über den Tisch gehen müssen, weshalb u.a. an Rostschutz gespart wird. Selbst ein nagelneuer VW T6 California für 75.000 Eur hat qualitativ nichts mit einem PKW für dieses Geld zu tun.
Eine Alternative, an die nur wenige der leidensfähigen Menschen denken, die mit einer Matratze in einem Kastenwagen auskommen, ist ein Dachzelt auf einem vernünftigen Kombi.
Für 9.000 Eur findet man gute Mondeo, Passat, Mercedes C/E T oder auch Hyundai Tucson 2.0 4WD. Letzterer ist ein völlig unterschätzter Dauerläufer und sogar für kleines Geld als 2.7 V6 4WD zu finden.
Ein Dachzelt i.V.m. einer Küchenbox (Bauanleitungen gibt es reihenweise im Web) ist für Camping kaum schlechter.
Ein 3x3m Pavillon mit Teleskopsystem passt verpackt locker wie eine große Sporttasche in den Kofferraum und man kann damit auch bei Regen draußen sitzen.
Nur die Sitzbank mit Tisch im Auto fehlt dann. Wie wichtig einem das ist, muss man sich eben überlegen.
Man ist dann auch in Innenstädten (Euro 4 Benziner bekommt man auf jeden Fall für das Geld) sicher und hat ein Alltagsauto.
Die Kasten gibt es seit vielen Jahren fast nur noch als Diesel.
HC
...die in Frage kommenden Fahrzeuge hängen auch von deiner Reparaturfähigkeit ab: bist du der Schrauber und Macher, dann kannst du ehemalige Behörden- oder Feuerwehrfahrzeuge die alt aber wenig Kilometer haben, für deinen Zweck verwenden...
Wenn nicht, dann könnte eher ein neuerer Hochdachkombi oder Kleinbus (Nissan NV200) was sein.
Bei den Hochdachkombis gibt es auch schon eine Fangemeinde, die selbst sich die Betten reinbasteln - aber auch kommerziell gibt es hierfür Campinglösungen zu kaufen.
Zitat:
@hellcat500 schrieb am 17. November 2018 um 06:37:20 Uhr:
Eine Alternative, an die nur wenige der leidensfähigen Menschen denken, die mit einer Matratze in einem Kastenwagen auskommen, ist ein Dachzelt auf einem vernünftigen Kombi.
...
Ist halt weniger unauffällig als ein Ducato/außen neutral gehaltener VW- oder sonst was -Transporter, wenn man einfach mal diskret auf nem Supermarkt-/Friedhofs-/usw.-Parkplatz übernachten will.
OHNE in alle Welt hinauszuplärren, dass der Wagen ein Campingbus ist 😉
Hi!
Zitat:
@camper0711 schrieb am 18. November 2018 um 11:45:21 Uhr:
Zitat:
@hellcat500 schrieb am 17. November 2018 um 06:37:20 Uhr:
Eine Alternative, an die nur wenige der leidensfähigen Menschen denken, die mit einer Matratze in einem Kastenwagen auskommen, ist ein Dachzelt auf einem vernünftigen Kombi.
...Ist halt weniger unauffällig als ein Ducato/außen neutral gehaltener VW- oder sonst was -Transporter, wenn man einfach mal diskret auf nem Supermarkt-/Friedhofs-/usw.-Parkplatz übernachten will.
OHNE in alle Welt hinauszuplärren, dass der Wagen ein Campingbus ist 😉
Dieses Argument hörte ich über die Jahre desöfteren.
Allerdings flogen wir mit unseren stets als Camper zu erkennenden Vans noch nie irgendwo raus.
Andererseits erkennt man die umgebauten Kastenwagen meist doch an Nachrüstfenstern oder Belüftung.
Am Ende muss man ja selbst wissen, wie potentiell gefährlich die geplanten Reiseziele sind.
In richtig fiesen Ecken wäre ein übersichtliches, stabiles Auto gut. Und eine handliche Schusswaffe.
In Europa hingegen sollte ein Dachzelt schon passen, insbes. wenn man die Leiter einholt.
HC
Hast du schon mal über einen Ford Econoline/E-Series nachgedacht? Dir scheinen Amis ja sympatisch zu sein.
Der 7.3l Powerstroke-Diesel gilt als nahezu unkaputtbar bei einem Durchschnittsverbrauch auf der Autobahn von ca 11l.
Halllo Leute,
danke erst mal für die vielen Antworten. Also mieten kommt eigentlich nicht in Frage. Ich brauch das Auto zwar nicht im Alltag aber schon mal ab und zu am Wochenende und so.
Was Reparaturen angeht, kann ich zwar selbst (noch) nicht so viel ausrichten, kenne aber ein paar Leute und würde dann versuchen, es mir anzueignen.
Ich hätte auch prinzipiell nichts gegen was neueres (Ford Econoline/E-Series), dachte eben nur, dass es sich eventuell preislich mehr lohnt, wenn man auf H-Kennzeichen abzielt. Ist halt die Frage, inwiefern die Reparaturkosten dann die Versicherungsersparnis wieder aufwiegen...
Ich würde aus alledem jetzt schließen, dass ich weiter Ausschau halte, dann aber ggf. jemanden mit mehr Ahnung drüberschauen lasse. Ich muss auch dazu sagen, dass ich kaum Ansprüche habe und jetzt nicht unbedingt nach einem Auto fürs Leben suche. Wenn er mich die nächsten paar Jahre sicher durch den Urlaub bringt, bin ich ja schon zufrieden 🙂 Daher dachte ich auch, dass die T3 zB nicht allzu schlecht sein können, so oft wie man die sieht.
Ich würde selber ausbauen und einen noch Kastenwagen in annehmbaren Zustand kaufen. Für einen minimalen Ausbau mit zb Multiplex kommst du mit ca 1000 Euro hin.