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Bremsscheibenmontage

Themenstarteram 12. April 2015 um 20:21

Wenn die Bremsscheibe runter gebaut ist, hat man ja die Radnabe vor sich. Diese entrostet man dann ja zunächst und reinigt sie. Aber schmiert man dann bevor man die Bremsscheibe wieder drauf macht, noch irgendetwas auf die flache Flächen beziehungsweise an das heraus stehende Stück der Nabe in der Mitte? Oder lässt man das blank? Oder was macht man am besten nach der Reinigung und bevor man die Bremsscheibe wieder drauf macht?

 

Ich habe von Rostschutzspray (Sprühöl) gelesen, woanders empfahl man gar nichts drauf machen und wieder anderen schreiben in Posts von Keramikspray. Dieser Artikel hier hat mich dazu dann auch noch irritiert Link.

Aber ich bin generell bei manchen Texten und Posts nicht sicher, ob die nicht die Fläche der Außenseite der montierten Bremsscheibe meinen, an der die Felge anliegt. Ich meine aber die Fläche, an die die Bremsscheibe wieder darauf kommt, wenn man sie abmontiert hat....

Also wo muss da konkret etwas gemacht werden? Und wo muss was hin geschmiert werden? Oder blank lassen?

Beste Antwort im Thema

Unterstützt die Sache nebenbei, ist aber nicht die eigentliche Rückstellung. Die funktioniert wie oben beschrieben.

Bremsscheiben sollten grundsätzlich ohne Schlag laufen, sie werden nicht extra mit Schlag produziert damit sich dein Kolben freistellen kann.

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Da muss gar nix hin.

Du kannst die Nabe mit Graphitfett oder ähnlichen leicht einfetten, damit die Felgen dort nicht festsetzen.

Aber hinter der Bremsscheibe gehört nichts gefettet. Für was auch?

Man wechselt ja nicht alle halbes Jahr die Scheiben.

Und nur mal so zur Überlegung:

Wenn der Fettauftrag z.B. 0,02 mm unterschiedlich stark ist, dann ergibt sich schon eine Ungenauigkeit von 0,1 mm am äußeren Rand der Bremsscheibe. Zusätzlich zur werkseitigen "Ungenauigkeit" der Bremsscheibe zur Selbstrückstellung der Bremsklötze.

Dann noch das AluRad mit seiner breiten Auflagerfläche montiert, ggf ebenfalls mit Fett drunter und schon haben wir über den Strahlensatz ein lautes, periodisches oder unangenehmes Abroll-/Bremsverhalten und ein unruhiges, "flatterndes" Lenkrad.

Alles sauber!! saubermachen, die Rostnarben planieren und alles entfettet zusammensetzen.

vernünftige bremsscheiben haben eine zinkstaublackierung oder sind galvanisch verzinkt

da hat öl, was ob der hitze günstigstenfalls verdampft und ungünstigerweise sich durch die rotation und erwärmung über die scheibe verteilt, eh nix zu suchen.

wichtig ist nur, die nabe gründlichst zu reinigen. jeder krümel darauf führt zu 'schief' stehenden bremsscheiben und zu rubbeln

1. Fläche und Zentrierung entrosten (metallisch blank)

2. Zentrierung aber NICHT die Fläche mit Heißschrauben-Compound (z.B. Keramikpaste) einschmieren

Warum nicht die Fläche? Weil die Kraftübertragung darüber statt findet. Schmiert man das mit Fett ein, ist die Chanche groß, dass es zum Rutschen kommt. Dann darf man den Schwingbruch an der Radschraube bestaunen.^^

Zitat:

@ladafahrer schrieb am 12. April 2015 um 20:43:37 Uhr:

Und nur mal so zur Überlegung:

Wenn der Fettauftrag z.B. 0,02 mm unterschiedlich stark ist, dann ergibt sich schon eine Ungenauigkeit von 0,1 mm am äußeren Rand der Bremsscheibe. Zusätzlich zur werkseitigen "Ungenauigkeit" der Bremsscheibe zur Selbstrückstellung der Bremsklötze.

Dann noch das AluRad mit seiner breiten Auflagerfläche montiert, ggf ebenfalls mit Fett drunter und schon haben wir über den Strahlensatz ein lautes, periodisches oder unangenehmes Abroll-/Bremsverhalten und ein unruhiges, "flatterndes" Lenkrad.

Alles sauber!! saubermachen, die Rostnarben planieren und alles entfettet zusammensetzen.

Das was Du da schreibst ist absoluter unsinn, "Zusätzlich zur werkseitigen "Ungenauigkeit" der Bremsscheibe zur Selbstrückstellung der Bremsklötze.". Der Bremskolben wird von einer speziell geformten Dichtung im Bremssattel rückgestellt .

Zitat:

@i-bose schrieb am 13. April 2015 um 21:53:26 Uhr:

Zitat:

@ladafahrer schrieb am 12. April 2015 um 20:43:37 Uhr:

Und nur mal so zur Überlegung:

Wenn der Fettauftrag z.B. 0,02 mm unterschiedlich stark ist, dann ergibt sich schon eine Ungenauigkeit von 0,1 mm am äußeren Rand der Bremsscheibe. Zusätzlich zur werkseitigen "Ungenauigkeit" der Bremsscheibe zur Selbstrückstellung der Bremsklötze.

Das was Du da schreibst ist absoluter unsinn, "Zusätzlich zur werkseitigen "Ungenauigkeit" der Bremsscheibe zur Selbstrückstellung der Bremsklötze.". Der Bremskolben wird von einer speziell geformten Dichtung im Bremssattel rückgestellt .

Richtig, dass die Bremse schlägt um die Beläge zurückzustellen ist großer Unsinn.

Am Kolben sitzt ein vierkantiger Trapez-Dichtring, das Vierkant wird beim ausfahren des Kolbens verdreht und zieht ihn danach zurück. Da reden wir zwar nur von Millimeter-Bruchteilen, aber das reicht aus.

 

Zum eigentlichen Thema:

Wichtig ist eine gründliche Reinigung, damit die Scheibe gut anliegt. Aus technischer Sicht muss nichts zwischen Radnabe und Bremsscheibe, es gibt aber z.B. von HTX spezielles "Bremsenschutzspray", das kann man dafür verwenden. Der einzige Vorteil wäre dann vermutlich, dass die Scheibe nicht zu sehr auf der Nabe festgammelt. Aber auch sowas wird wenn überhaupt nur hauchdünn aufgetragen.

Gegen ein Festgammeln der (Alu)felge kannst du dann Radnabenpaste o.Ä. an die Radnabe schmieren. Aber nur das rausstehende Teil der Nabe, nicht zwischen Bremsscheibe und Rad.

Danke für die Erklärung. :)

Zitat:

Richtig, dass die Bremse schlägt um die Beläge zurückzustellen ist großer Unsinn.

der scheibenschlag unterstützt die einstellung des lüftspiels.

Unterstützt die Sache nebenbei, ist aber nicht die eigentliche Rückstellung. Die funktioniert wie oben beschrieben.

Bremsscheiben sollten grundsätzlich ohne Schlag laufen, sie werden nicht extra mit Schlag produziert damit sich dein Kolben freistellen kann.

Das ist reine Fleißarbeit.

Ich mache die alte Scheibe runter, putze die Nabe gründlichst sauber und schmiere da nichts drauf. An die Enden der Beläge in den Führungen und auf der Metallseite zum Sattel hin mache ich dünn Servicepaste drauf und die NEUEN Führungsbolzen schmiere ich mit Silikonpaste ein, aber hinter die Bremsscheibe schmiere ich nichts.

Das kann nämlich bei Leuten, die "viel hilft viel" machen, auch dazu führen, dass die Scheibe nicht satt aufliegt und dann geht das Geflatter beim Bremsen los. Nein danke.

Edit: Siehste wohl, haben die Fachleute hier schon alles erklärt. Liege ich wohl nicht so falsch :)

cheerio

Zitat:

@där kapitän schrieb am 14. April 2015 um 19:58:51 Uhr:

... die NEUEN Führungsbolzen schmiere ich mit Silikonpaste ein ...

Machst du die immer neu? Warum?

Gruß Metalhead

Weil die z.B. bei meinem Astra 35 Euro gekostet haben für beide Sättel vorne. Und dafür, dass die 120.000 km drinbleiben, fand ich 35 Euro lächerlich, als nicht einfach neue zu nehmen.

Bei dem Avensis meiner Frau habe ich die Bolzen letztens wegen Verfügbarkeit gesäubert und neu gefettet, das ging auch... klar... aber wenn man es zur Hand hat und die Bolzen raus sind... einfach neue rein und gut.

cheerio

Zitat:

@där kapitän schrieb am 14. April 2015 um 20:06:19 Uhr:

Weil die z.B. bei meinem Astra 35 Euro gekostet haben für beide Sättel vorne.

Ja gut, aber über den Bolzen ist in der Zeit schlappe zwei mal der Bremssattel rüber gerutscht.

Belastet sind die ja nicht großartig (irgendeinen Verschleiß hab ich da auch noch nicht gesehen) und ich bin noch nie auf die Idee gekommen die auszutauschen. Meine gehen auf die 300Tkm zu. :)

War jetzt nur mal neugierig.

Gruß Metalhead

Die Bolzen gammeln gerne mal fest, besonders auf der Hinterachse. Das kann im Extremfall zu verminderter Bremswirkung oder einer hängenden Bremse führen.

Deshalb bauen wir sie jedes Mal aus (ok, man muss sie ja nur rausziehen), säubern sie gründlich und schmieren sie.

Neu machen muss man sie nicht jedes Mal, aber sie kosten ja wirklich nicht viel. Schaden kann es nicht.

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