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Bremsbeläge mit besserer Wirkung - Wo?

Chevrolet

Liebe Experten,

kürzlich erlebt, bei regennasser Fahrbahn auf eine Ampel zugerauscht, die hektisch auf rot schaltet. Da mußte ich in die Eisen und habe die 1,6 to dann auch noch so gerade auf dem Absprungbrett zum Stehen bekommen. Puh ...

Vielleicht kennt das ja der ein oder andere. Mitunter wirken unsere 70 Jahre alten Gefährte ja nicht mehr so ganz kompatibel zum schnell-hektischen Alltagsgeschiebe - und gebrause.

Irgendwo erzählt mir jemand, es gäbe für die guten alten Trommelbremsen mittlerweile Bremsbeläge, die um den Faktor 3 bessere Bremseigenschaften garantieren würden. Vielleicht ein Lebensretter. Das könnte es werden!

Weiß jemand mehr?

In meinem Falle ist das Fahrzeug ein Chevrolet Styleline Deluxe Sportcoupe mit Trommelbremsen vorn und hinten (H-konform).

Danke für Eure Hilfe!

Pit

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16 Antworten

Wäre interessant... also mir und meinem 75er Impala ist sowas nicht bekannt. Die Frage wäre, ob die nicht letztlich die Trommeln "fressen", je nach Materialmix.

Mein Rezept ist immer eine an das Fahrzeugalter angepaßte Fahrweise, auch bei meinen über 30 Jahre alten Motorrädern. Schließlich fahren wir die Kisten ja auch für ein persönliches "Slow Down".

Aber interessant wäre es tecnisch dennoch - vielleicht weiß ja jemand was...

Beläge gibt es es als Meterware mit verschiedenen Reibwerten.

Frag doch mal bei der Fa.Theodor Brand GmbH

die sind auf Bremsbeläge spezialisiert undmachen die auch drauf.

 

https://www.itb-brandt.de/.../?...

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 13. Dezember 2021 um 14:39:18 Uhr:

Beläge gibt es es als Meterware mit verschiedenen Reibwerten.

Sag mal eben, wo, bitte.

DANKE!

Pit

Zitat:

@ploecki schrieb am 13. Dezember 2021 um 13:47:03 Uhr:

Wäre interessant... also mir und meinem 75er Impala ist sowas nicht bekannt. Die Frage wäre, ob die nicht letztlich die Trommeln "fressen", je nach Materialmix.

Mein Rezept ist immer eine an das Fahrzeugalter angepaßte Fahrweise, auch bei meinen über 30 Jahre alten Motorrädern. Schließlich fahren wir die Kisten ja auch für ein persönliches "Slow Down".

Aber interessant wäre es tecnisch dennoch - vielleicht weiß ja jemand was...

Du hast es erfaßt. Mir geht es ja genau so. Aber für den Fall der Fälle muss das Ding auch stehen. Die Gefahrenlage nach 70 Jahren ist einfach eine andere geworden. "Nur wer sich verändert, bleibt sich treu."

Weiß einer was?

Danke Euch!

Pit

Meine Meinung:

VORSICHT:

Wenn die Bremsanlage verbessert wird,

Blockieren die Räder viel früher und es kann passieren,

dass der Wagen nicht mehr fahrbar ist.

Da würde ich bei Meterware direkt verschiedene Reibwerte kaufen,

dann kann man sich an das Optimum herantasten.

Zuerst mal das bestehende Bremssystem gründlich überprüfen. Arbeitet alles wie es sollte? Bremsöl wie alt? Justierung der Backen ok?

Auch mit 4 Trommeln ohne Servo kann man so bremsen, dass alle Räder blockieren - wenn denn alles passt.

Die Qualität der Ersatzteile ist leider jämmerlich geworden, billigster Mist wird hier verschnitten.

Grundlegend ist zu sagen, dass originale Trommeln gut und gerne 30 Jahre halten. Im Vergleich dazu, die hardware heutiger Autos ist nach wenigen Jahren reif zum Tausch - das ist der besseren Bremswirkung geschuldet.

Also wenn *bessere* Beläge, dann auch gleich *bessere* Trommeln, die gibt es aber nicht. Der Stahlguss ist nicht kompatibel mit modernen Belägen, wird heiss, verzieht sich, rumpeln ist die Folge.

Also nur mit Belägen allein wird man nicht glücklich.

Ich hab alles probiert, was so angeboten wird. Die relativ besten Ergebnisse hatte ich meist mit AC Delco, und hier die teuerste Variante nehmen (Rockauto bietet viel Auswahl von billig bis gut).

Die speziellen Beläge hatten meist vorzeitig verschlissene Trommeln oder schlechtes Verhalten in kaltem Zustand zur Folge.

Bevor Ihr euch weiter Gedanken macht,

habt ihr den Pit schon gefragt wie alt seine Beläge sind ?

Die können wenn sie zu alt sind verglasen, sehen zwar noch gut aus

haben aber keine Reibewirkung mehr.

Zitat:

@Carlssonclk380 schrieb am 14. Dezember 2021 um 17:14:11 Uhr:

Bevor Ihr euch weiter Gedanken macht,

habt ihr den Pit schon gefragt wie alt seine Beläge sind ?

Die können wenn sie zu alt sind verglasen, sehen zwar noch gut aus

haben aber keine Reibewirkung mehr.

Beläge sind 3 Jahre alt. Gefahrene km allerhöchstens 400 km.

Tatsächlich sollte ich den Bremskraftverstärker mal kritisch checken. Die Mühle steht einfach zu häufig und wenn man sie fährt, dann treibt sie mir jedenfalls den blanken Angstschweiß auf den Rücken. Das hört mir jetzt auf oder das Coupe muß gehen...

Wer könnte denn mal da reinschauen? Anfänger und Besserwisser gibt es ja viele. Es müßte jemand sein, der weiß, worum es geht und durch Erfahrung geadelt wurde. Ernstgemeinte Empfehlungen höflich für dieses diffizile Terrain erbeten!

Danke Euch!

Pit

Zitat:

@mc.drive schrieb am 14. Dezember 2021 um 09:25:53 Uhr:

 

Ich hab alles probiert, was so angeboten wird. Die relativ besten Ergebnisse hatte ich meist mit AC Delco, und hier die teuerste Variante nehmen (Rockauto bietet viel Auswahl von billig bis gut).

Die speziellen Beläge hatten meist vorzeitig verschlissene Trommeln oder schlechtes Verhalten in kaltem Zustand zur Folge.

Magst Du kurz erzählen?

Ist ja sehr spannend!!!!

Danke Dir,

Pit

Zitat:

@Pit-PB schrieb am 15. Dezember 2021 um 23:47:58 Uhr:

Zitat:

 

Wer könnte denn mal da reinschauen? Anfänger und Besserwisser gibt es ja viele. Es müßte jemand sein, der weiß, worum es geht und durch Erfahrung geadelt wurde. Ernstgemeinte Empfehlungen höflich für dieses diffizile Terrain erbeten!

Danke Euch!

Pit

Jede Fachwerkstatt die auf US-Cars spezialisiert ist.

Oder meinst Du jemand der den vollen Blicker hat, evtl. die Garantie übernimmt

und das für ganz kleines Geld im Rahmen der Nachbarschaftshilfe macht ?

Neben verglasten Belägen (nach drei Jahren unwahrscheinlich) und einem undichten BKV/HBZ würden mir noch die Versteller (Nachsteller) einfallen, die vielleicht falsch montiert sind. Dann wird die Bremswirkung auch durch jedes Bremsen weniger.

Hast Du die Bremsen vor drei Jahren selber gewechselt oder machen lassen? Wenn's 'ne Werkstatt war, würde ich da einfach nochmal vorbeifahren...

Zitat:

Magst Du kurz erzählen?

Gibt nicht viel zu sagen.

Zusammengefasst, die meisten *Sport* oder *High Performance* Beläge entwickeln den besten Reibungskoeffizienten erst ab einer gewissen Betriebstemperatur, das muss aber mit den Trommeln bzw. Scheiben zusammenspielen. Also im Winter in der früh bremst es schlechter als vorher, wennst eine Pass-Strasse runterbremst, wird es immer besser ...... bis zum fading bei Trommeln.

Meist ist Erstausrüsterqualität die goldene Mitte, aber die heutige Qualität ist unter Sau. Deswegen die Ansage mit den teuersten von AC/Delphi/GM.

Aber am allerwichtigsten bei Trommeln ist die richtige Grundeinstellung:

Zuerst alles gut gereinigt/gefettet zusammenbauen.

Für hinten, gilt für GM und Artverwandte.

Tragbild der Beläge prüfen, muss sich frei drehen lassen. Mit dem Rändelrad unten mal auf spielfrei dann etwas zurück einstellen. Dann die Verstellung vom Handbremsseil hernehmen, ebenfalls auf spielfrei und etwas zurück. Jetzt muss sich das Rad frei drehen lassen ohne Schleifen.

Nun 3 Klicks auf die Feststellbremse. Das Hinterrad muss sich in Fahrtrichtung mit Muskelkraft gerade noch bewegen lassen, entgegen dieser überhaupt nicht mehr.

Nun auf 5 Klicks erhöhen. Rad muss bombenfest in beide Richtungen sein.

Für vorne:

Genauso nur ohne die Feststellbrems-Sache.

Nun sollte nicht allzuviel Totgang im Bremspedal sein und das Auto, auch ohne BKV, sicher abgebremst werden können.

Achja, die Bremsbeläge haben eine *lange* und eine *kurze* Seite, wenn das falsch eingebaut ist, können die Beläge fressen und das Rad blockiert - nicht gut.

Kann jetzt sein, dass das Auto vom TE die Sache technisch anders gelöst hat, aber ab den späten 50ern war es zumindest so.

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