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Bremen Classic Lackzustand der Ausstellungsfahrzeuge!

Themenstarteram 8. Febuar 2016 um 21:07

Am letzten Wochenende war ja wieder die Bremen Classic. Wie auch 2015 habe ich für einen Anbieter die Fahrzeuge vorbereitet (leider diesmal nur Sparprogramm)

Als ich nun vor Ort noch etwas gereinigt und auch poliert habe, war ich doch milde ausgedrückt erschrocken, in welchem Zustand die Fahrzeuge dort ausgestellt werden.

Natürlich hatte ich nicht viel Zeit zum gucken, aber ich habe kein Fahrzeug gesehen, welches poliert war. Schlimmer noch, auch "Neulackierungen" waren völlig zerkratzt, da es geregnet hatte, waren natürlich auch Wasserlfecken überall, die Scheiben schmierig etc....

Jetzt zu meiner Frage : Interessiert das wirklich niemanden ? Ich verstehe das nicht.

Als am Nachbarstand beim Scheiben "reinigen" mit einem Papierfetzen und Scheibenreiniger die Dose auf das Dach gestellt wurde, musste ich mal nachfragen, warum das so ist. Mein Auftraggeber erkärte mir, das die Fahrzeuge so oder so am Sonntag alle verkauft sind. Mit Kratzer oder ohne. Verstanden habe ich das trotzdem nicht. Konnte mir aber nicht verkneifen, wenigstens ein Foto von der Dose auf dem Dach der Pagode zu machen....das lade ich natürlich nicht hoch.

Typisch war ein Gespräch mit einem Interessierten, als ich gerade versuchte, mit meiner Festool Rotex noch ewas aus dem leider zerkratzten Lack einer anderen Pagode zu holen.

Er fragte, ob man die Politur auch auf seinen Wagen auftragen könnte. Sein Lack sei allerdings schwarz.

Er trägt immer was von Sonax auf, benutzt seine Poliermaschine, die mit den beiden großen Griffen, nicht.

Dann habe ich wirklich versucht, zu erkären, was polieren ist....und mich später über mich selbst geärgert.

Habe ich schon gesagt, das ich das alles nicht verstehe ? Ich meine, da kommt ein Restaurierer von alten Mustangs angefahren, mit 6 komplett durchrestaurierten Fahrzeugen, alle soweit sehr schick, Innen alles neu, außen neuer Chrom (Wasserflecken) neu lackiert....und die haben es geschafft, den neuen Lack vorher derart zu zerkratzen, das es mich jetzt noch gruselt. Hammer.

So, jetzt geht es mir besser, das musste mal raus.

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8 Antworten

als ich auf der Tuningworld war, sah keines der ausgestellten Fahrzeuge anderst aus als wie du es hier beschreibst.

Du hast nicht richtig geschaut! :p Mein Arbeitskollege war auch da. Der Wagen war auf Hochglanz poliert und die Scheiben waren kristallklar. :o

MfG

Die meisten Leute sehen ihr Auto anders als jmd. der sich intensiver mit der Lackpflege beschäftigt. Es fängt doch schon damit an, das den meisten eine 2 Eimerwäsche oder Rinsless Wäsche schon zu viel arbeit ist, bzw. das Verständnis fehlt warum nutzt man nun mehrere Waschhandschuhe etc. Da gibt es bei mir in der Familie genug Leute die mich ein wenig belächeln und für bekloppt erklären. Anders wird es bei Oldtimern mitlerweile auch nicht mehr gesehen, die wenigsten kaufen das Auto weil sie Spass daran haben, das Auto wird mehr als Wertanlage gesehen. Da drück ein nicht ganz perfekter Lack den Preis. Eine Aufbereitung kostet gut und gerne 500€+, das Geld muss erstmal wieder reinkommen durch den Verkauf und da macht man dann halt ein wenig abstriche und lässt es lieber den neuen Besitzer machen. Die Wertschätzung für Autos sinkt leider immer mehr.

ist schon alles so richtig, aber wenn ich mit meinem frisch aufgebauten Fahrzeug oder einem Showcar auf eine Ausstellung gehe, so gehört ein fast makelloses Aussehen auch dazu.

Hatte gerade die letzten Tage auch so ein Erlebnis als mir jemand seinen so super gepflegten Ferrari Sitz gezeigt hat, den der gute erst mit Lederpflege behandelt hat. Ich hab nur die Augen verdreht und mir gedacht, so einen dreckigen roten Sitz habe ich schon lange nicht mehr gesehen, man sah sogar deutlich die Abnutzung von den Druckknöpfen der Jeans sowie deren Verfärbung. Da der gute aber so von sich überzeugt war habe ich nichts gesagt. So ist dann die Einstellung zum Thema Fahrzeug/ Pflege!

Zitat:

@Preile schrieb am 8. Februar 2016 um 22:27:04 Uhr:

Die meisten Leute sehen ihr Auto anders als jmd. der sich intensiver mit der Lackpflege beschäftigt. Es fängt doch schon damit an, das den meisten eine 2 Eimerwäsche oder Rinsless Wäsche schon zu viel arbeit ist, bzw. das Verständnis fehlt warum nutzt man nun mehrere Waschhandschuhe etc. Da gibt es bei mir in der Familie genug Leute die mich ein wenig belächeln und für bekloppt erklären....

Ich kenne beide Seiten.

Die letzten zehn Jahre war ich ebenfalls "Enthusiast" und die meisten hier kennen das ja:

-Nur 2 Eimer/Handwäsche

-Nie neben anderen Autos parken, wenn dann nur bei größerem Sicherheitsabstand

-Auto muss am besten immer im Blick sein

-Beim Supermarkt die letzte Ecke suchen

-Ständige Sichtprüfungen am Auto auf Defekte

-Steht doch mal einer sehr Nahe neben einem, wird schnellstmöglich auf Defekte geprüft

-Den ganzen Schrank voller teurer Mittelchen

-Man kriegt die Krätze, wenn Madame mit der Handtasche die Innenverkleidung streift

-Jedes kleinste Geräusch am Fahrzeug, was auf "irgendeinen Treffer" hinweist...gleich wieder checken, egal ob das nun wirklich ein Steinchen oder nur ein Blatt von einem Baum war oder ein "härterer Regentropfen"

-Hört man draußen irgendwas...sofort Prüfen, nicht das da irgendwas am Auto ist.

-Wehe, da streift einer mit den Schuhen beim Einsteigen irgendwo an

Die Liste ist beliebig erweiterbar.

Und da man versucht, sein Auto in einem Zustand zu halten, den man nur halten kann wenn es eingepackt im Wohnzimmer stehen würde....ist so etwas ein Endlos-"Projekt", es gibt immer und immer und immer was zu tun.

Das kostet aber im Fazit unglaublich viel Energie und das Auto nimmt eine abartig zentrale Rolle im Leben ein.

Früher empfand ich das auch als "normal", der Anschaffung war teuer und man will sein "Schätzchen" nun einmal perfekt erhalten.

Nur auch in meinem Fall - und damit war ich nicht alleine - nimmt das Auto fließend irgendwann eine zentrale Rolle ein...das Auto fleucht irgendwie immer mit rum, egal wo und wie und was.

Und da ist es doch absolut nachvollzierbar, wenn andere ein Auto einfach nur als "Gebrauchsgegenstand" sehen. Krätzerchen und Defekte lassen sich nicht vermeiden und wenn man nicht so "das Auge" darauf hat, dann tangieren einen auch diese Defekte nicht...weil sie dem Besitzer nie auffallen.

Jemand, der nur Waschanlage fährt und Defekte erst dann bemerkt, wenn sie 20cm lang sind und bis auf die Grundierung gehen...lebt doch "glücklicher" als der, der bei 2cm Krätzerchen schon die Krätze bekommt, obwohl man diesen nur bei schrägen Sonneneinfall sieht.

Ich spreche den Enthusiasmus auch gar nicht ab, ich kenne das - wie genannt - selber.

Aber ich kenne auch die andere Seite, wenn das Auto irgendwann "egaler" wird....es macht überhaupt keinen Unterschied, außer das man mehr Zeit hat^^

Ich bin damals auch für "bekloppt" gehalten worden und ich konnte den Umgang mit dem Auto anderer nie nachvollziehen....^^

Und auch die Defekte, die einem Enthusiasten wie an den hier genannten Beispielen auffallen...unter Garantie würden viele davon 80% allen anderen Fahrzeugbesitzern niemals auffallen, weil der Blick dafür nicht da ist.

Defekte, die für einen Enthusiasten soooooooooooooooo groß sind und einem Meteroiteneinschlag gleichkommen... sind für den "Normalo" nicht mal eines Blickes wert^^

Das hat auch nichts mit "Wertschätzung" zu tun mMn....aber den "Kampf gegen Windmühlen", der unglaublich viel Zeit frisst, dafür ist den meisten einfach die Zeit zu schade...auch nachvollziehbar.

Denn wenn man den "perfekten Lack" haben möchte, hängt man irgendwie immer und beständig am Auto.

Und wie "schätzt" denn der ein oder andere bspw. sein Smartphone...kostet auch im höheren dreistelligen Bereich...wird das auch jeden Abend 30 Minuten lang zerlegt und mit dem Q-Tip gereinigt....oder achtet man nur "halbwegs" drauf?......wie beim Auto ;-)

 

 

Ich sehe das ganze etwas anders ... für mich gibt es zwei Arten Mensch.

- Welche, die auf ihre Gegenstände aufpassen. Wie wir. Ein Auto ist meist der teuerste Besitzt, warum sollte es vernachlässigt werden ?

- Und welche, die alles als Gebrauchsgegenstände ansehen und denen es egal ist wie etwas aussieht, solange es funktioniert.

 

Auch ist die Fahrzeugpflege, wie wir Sie betreiben ein Hobby. Nicht jeder setzte sich somit mit diesem Hobby auseinander. Für andere ist das Schrauben am Auto ein Hobby, die Optik allerdings nicht. Für andere ist das reine Fahren das Hobby. Das ist doch auch alles vollkommen in Ordnung. Wir können ja nicht alle Samstags Morgen mit zich Artikel gewaffnet an der SB-Box stehen, ganz abgesehen davon, dass Aufbereiter (oder wir Hobby-Pfleger) nichts mehr zu tun hätten.

Auch glaube ich das sich unser Hobby - man könnte auch sagen, Pflegetick - auf andere Gegenstände überträgt. Ich persönlich kann es ebensowenig haben, dass in meinem Smartphone, Fernseher und co. Kratzer befinden. Oder in der Couch, im Teppich oder sonnst wo Flecken sind. Oder Staub ganz Schlimm ...

Es sinkt nicht nur die Wertschätzung für Autos, sondern für alle Materiellen Gegenstände. Das wird jeder im jeweiligen Beruf kennen.

 

Zitat:

Und wie "schätzt" denn der ein oder andere bspw. sein Smartphone...kostet auch im höheren dreistelligen Bereich...wird das auch jeden Abend 30 Minuten lang zerlegt und mit dem Q-Tip gereinigt....oder achtet man nur "halbwegs" drauf?

Also ich schon :p

 

PS: Auch scheint es immense Unterschiede von Region zu Region zu heben. Wenn bei uns im Ort als die jährliche Oldtimershow gepaart mit dem Verkaufsoffenen Sonntag stattfindet, sind alle Oldtimer bis ins letzte Detail auf Hochglanz Poliert

Themenstarteram 9. Febuar 2016 um 20:29

Vielen Dank, auf diese Diskussion hatte ich gehofft. Natürlich kann das jeder für sich entscheiden, wie wichtig ihm die Optik des Fahrzeugs, oder auch andere Dinge, sind. Allerdings geht es mir natürlich mehr um das Auftreten der Aussteller auf der Messe in Bremen.

Ich persönlich würde es so machen : Alle Fahrzeuge auf den möglichsten Glanz aufpolieren. Dann auf dem Stand noch zusätzlich zu den (zugegeben wirklich guten) LED Scheinwerfern an der Decke, weitere installieren, und die Fzge entsprechend ausleuchten. Damit würde ich mich von den anderen abheben, und würde einen Wettbewerbsvorteil erzielen. Dann würde ich auch dem Kunden gegenüber so argumentieren, das MEINE Fzge so perfekt restauriert sind, das natürlich auch der Lack entsprechend perfekt ist. Der Golf 1 GTI würde wahrscheinlich trotzdem nicht 2000€ mehr erzielen, aber wenn ich entsprechend hochpreisige Fahrzeuge anbiete, könnte das funktionieren, und zudem hebe ich mich von den Wettbewerbern ab, gewinne so vielleicht neue Kunden, als der Perfektionist unter den Restaurierern.

Meint ihr nicht ?

Ich war auch in Bremen, bei den Preisen für die dort ausgestellten Klassiker würde ich als Interessent schon eine spitzenmäßige Aufbereitung erwarten.

Meinen Alltagswagen pflege ich eher bescheiden bis garnicht, der Oldie muß genauso wie mein Mopped topp aussehen .

Der ist jetzt 30 Jahre und der Erstlack kann sich noch gut sehen lassen .:)

Dscn1539-edited
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