Brembo Coated Disc Gelocht

Mercedes

Hallo zusammen,

ich habe mir gelochte Brembos mit Brembo Belägen drauf gemacht.
Schon nach kurzer Zeit habe ich festgestellt, dass bei Bremsungen bei hohen Geschwindigkeiten erst Geräusche und dann Vibrationen auftreten die Teilweise richtig stark werden. Es reicht eine einzige Bremsung von 200 auf 160 kmh und man hat Vibrationen. Witzigerweise tritt dieses Problem nur auf der Autobahn bei hohem Tempo auf. Bei niedrigen Geschwindigkeiten bekommt man es praktisch nicht hin besagtes Phenomen nachzustellen. Daher fiel mir auf der Landstraße nichts auf.

Bremsleistung nimmt ebenfalls ab wenn die Vibrationen auftreten.

Ich bin heute vom Urlaub heim gefahren und musste feststellen, dass die Bremsen die Heimfahrt nicht überlebt haben.
Sie sind nur Teilweise blau angelaufen was für ein schlechtes Tragbild des belages spricht.

Kann sich darauf jemand einen Reim machen?

Die Bremsen und Beläge kommen von KFZ24, sind laut Label und Onlineprüfung Originale.

Kfz:
C320 CDI Bj. 2008
224 PS kein Allrad
Kein Sportpacket
KM: 180.000

Mfg. Cj

29 Antworten

Fahr mal den St. Bernhard oder das Stilfser Joch auf der Bremse runter, es gibt solche Idioten. Da bringst du jede Bremse klein.

Oder Jaufenpass und Timmelsjoch.

Eine alte Regel besagt das man den Berg im selben Gang hinunterfährt, indem man ihn Bergauf gefahren ist.

Wer lernt das noch in der Fahrschule? Und vor allem, wer weiß das zwei Tage nach der Prüfung noch?

Ähnliche Themen

Ich.

Zitat:

@wolfgangpauss schrieb am 15. Oktober 2020 um 22:03:34 Uhr:


Wer lernt das noch in der Fahrschule? Und vor allem, wer weiß das zwei Tage nach der Prüfung noch?

Hallo Wolfgang

Alle in unserem Alter 😉 und wie beim CGIDRIVER ist soetwas auch bei mir hängen geblieben.

Gruß Michael

Beim Schalter nehme ich das Getriebe auch immer als Bremsunterstützung. Aber Bremsen wechseln ist aber immer noch einfacher als Kupplung wechseln... 😉

Was tut die Motorbremse denn der Kupplung?

Man kann auch mit der Automatic den Motor abbremsen... Sogar fast noch einfacher als beim Schalter

Zitat:

@CGIDRIVER schrieb am 16. Oktober 2020 um 17:22:54 Uhr:


Was tut die Motorbremse denn der Kupplung?

Beim runterschalten (wieder einkuppeln) wird die Kupplung schon ein bißchen beansprucht.
Mit Zwischengas wie in alten "Zeiten" vielleicht weniger wenn man es noch beherrscht. 😉

Ja, auf die Drehzahl beim Runterschalten sollte man schon achten, wenn man den Berg runterbrennt. ':--))

Beim Abbremsen beanspruche ich die Kupplung nur kurz und weniger als beim Anfahren. Es ist aber eben eine zusätzliche Beanspruchung. Zwischengas dreht den Motor höher und muß früher runterschalten. Bremswirkung wieder geringer. Den langsamer drehenden Motor nutzt man ohne Zwischengas in der Bremsunterstützung besser aus. Kommt aber auch immer auf das Setup an. Bei meinem Colt ist das nicht dramatisch, manche Kupplungen sind aber empfindlicher. Im Motorsport nimmt man eher "ruppige" Kupplungen, die sowas ab können. Aber jetzt entfernen wir uns schon recht weit vom Eingangsthema...

Hallo

Fangen wir noch einmal bei den Radlagern an.

Vereinfachte Erklärung und vorrausgesetzt die Bremsscheiben / Klötze waren 1.Wahl und die Bremsscheiben waren 100%ig ohne Seitenschlag montiert.

Wenn du z.B. eine Gewaltbremsung von deinen 200km/h auf 160km/h ausführst muss das gesamte Fahrwerk mit Räder und Bremsen usw. einiges leisten. Sollte ein Radlagerspiel vorhanden sein, fangen über die Räder -> Radnaben und die daran fest verschraubten Bremsscheiben an zu schwingen.
Da die Bremssättel (Klötze) aber im Prinzip (bei einer Vollbremsung) fest mit dem Fahrwerk verbunden sind, liegen die Bremsklötze durch die Schwingungen nicht dauerhaft vollflächig an den schwingenden Bremsscheiben an. Es kann also wenn mehrfach diese Gewaltbremsungen ausgeführt werden zu solchen Vibrationen und mittleren Ausglühungen der Bremsscheiben kommen.

Zitat:

@CaptnDifool schrieb am 16. Oktober 2020 um 22:06:35 Uhr:


Zwischengas dreht den Motor höher und muß früher runterschalten. Bremswirkung wieder geringer. Den langsamer drehenden Motor nutzt man ohne Zwischengas in der Bremsunterstützung besser aus.

So und jetzt zum herrunterschalten.

Es ging nicht um ein herunterschalten z.B. vor einer roten Ampel. Das würde deine Bremsscheiben auch ohne Bremswirkung des Motors sicher nicht so aussehen lassen.

Ist nur ein Gedankenspiel und die Geschwindigkeiten, Drehzahlen, Gänge usw. sind frei erfunden: 🙂
Ich wollte damit erklären, wenn man z.B. mit 50Km/h im vierten Gang mit 2000 UPM Motordrehzahl einen unbekannten Berg herunterrollt und dann aber merkt das der Wagen ohne dauerhaften Bremseingriff immer schneller wird schalte ich doch lieber direkt in den 2. Gang herunter weil der 3. auch noch zu hoch wäre.
Dann müßte die Kupplung die Motordrehzahl des dann plötzlich schneller drehendem Getriebe auf meinetwegen 4000 UPM erhöhen. Mit kurzem Zwischengas vor dem einkuppeln würde der Motor aber ebenfalls die 4000 UPM drehen und die Mitnehmerscheibe (natürlich auch der Druckautomat usw.) hätte vor dem vollständigen Kraftschluß fast keinen Verschleiß.

Das letztere Thema ist auch für mich jetzt erledigt.

Gruß Michael

Im Prinzip ja, 2. Gang vermeide ich, der dreht dann oft schon gewaltsam zu hoch, weil deutlich kürzer als der 3. Zumindest in meinem Colt hat sich der 3. Gang als optimaler Bremsgang etabliert. Gleich ob an die Ampel oder einer engeren Bergabkurve auf die ich zufahre. Dadurch brauche ich spürbar weniger abbremsen.

Sind bei der Bremse evtl. Ceramik-Beläge verbaut?
Wenn ja, kann das ein Indiz für diesen sogenannten Transferfilm sein der Sich bei diesen Reibepaarungen bildet.
Ich kenne solche Verfärbungen auch und die Verzögerungsleistung war nie außerhalb der Messung!
Laufleistungsmäßig waren solche Erscheinungen auch nie ein Problem.

Hier ein Auszug aus den ATE FAQ's

Bedingt durch den Einsatz von ATE Ceramic Bremsbelägen ist eine blau-graue Schicht (Transferlayer) auf den Reibringen der Bremsscheibe normal. Diese Schicht ist für eine optimale Wirkung der Bremsbeläge – insbesondere der Bremsstaubreduktion – erforderlich. Wir empfehlen, generell bei jedem Wechsel der Bremsbeläge auch die Bremsscheibe zu wechseln. Eingefahrene oder gebrauchte Bremsscheiben können immer auch Vorschädigungen wie z.B. Auswaschungen erfahren haben. Dies kann dazu führen, dass eine Kombination aus neuem ATE Ceramic Bremsbelag und gebrauchter Bremsscheibe kein optimales Leistungsergebnis erzielt.

Vielleicht äußert sich der TE dazu nochmals...

CU
Joe

Deine Antwort
Ähnliche Themen