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Brauche Hife Wirtschaftlich Totalschaden (Restwert)

Themenstarteram 12. Juli 2008 um 0:05

Hallo,

ich hatte vor 5 Wochen einen Unfall. Ich Stand bei rot an der Ampel und plötzlich und unwerwartet ist mir einer in den Heck gefahren und durch den Prall auf ein weiteres Auto vorgeschoben und Berührt. So das Auto ist jetzt Wirtschaftlich Totalschaden. Laut gutachten Wiederbeschaffungswert 3850€-1650€ Restwert= 2200€ die ich noch bekommen würde. Die Gegnerische Versicherung hat das Auto in eine Auto Börse gesetzt und ein Händler hat 2100€ geboten. Und ich hätte 3 Wochen Zeit das Auto abzugeben. Der Restwert beträgt jetzt 2100€ ist das erlaubt. Ich würde von der Versicherung jetzt nur noch 1750€ bekommen.

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von Celal

 

Wenn ich das Auto Privat verkaufen würde, würde ich mehr bekommen.

Und hier steht in entwaffnender Deutlichkeit worum es bei dieser ganzen Restwertdebatte eigentlich geht:

Wie kann ich verhindern, dass ich nur meinen Schaden ersetzt bekomme und nichts an dem Unfall, für den ich ja nichts kann, verdiene.

 

@HCING: Du weißt genau, dass Schreddi mit seinem Einwand vollkommen recht hatte.

Will der TE tatsächlich im Wege der Ersatzbeschaffung abrechnen, entsteht ihm kein Schaden, wenn bei der Abrechnung kein fiktives, sondern ein real existierendes Angebot zugrundegelegt wird.

 

Will er reparieren, steht dem (bis 130%) nichts entgegen, so dass er auch hier keinen Nachteil hat.

 

Das höhere Gebot schadet keinem Geschädigten, wenn er tatsächlich seinen Schaden ersetzt bekommen will.

 

Es schadet nur demjenigen, der an einem Unfall verdienen will.

 

Und diesen Verdienst zu finanzieren, ist eben nicht Aufgabe der Versicherer.

 

Hafi

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Man kann hier auch eine Menge lernen, von Leuten die echt Ahnung haben, finde ich.... :D

Zitat:

Original geschrieben von Hafi545

Gestatte mir noch eine Frage:

Du setzt voraus, dass die vorgelegten Angebote zu hoch sind.

Liegt es nicht näher anzunehmen, dass die anderen  Angebote zu gering sind?

Denn die Aufkäufer sind durchaus in der Lage zu rechnen und geben ein Angebot nur ab, wenn sie sicher sind, an dem Wrack noch etwas zu verdienen.

In den seltensten Fällen gibt nur ein einziger Restwertaufkäufer ein Gebot ab. Je interessanter ein Restwert, desto zahlreicher die Gebote.

 

Steht im Gutachten des vom Geschädigten beauftragten Sachverständigen ein Restwert von bspw. 2000 Euro und bewegen sich die ersten 10 Gebote aus einer Restwertbörse oberhalb von 5000 Euro, dann kann nein dann muss man daraus schliessen, dass das Restwertgebot des vom Geschädigten beauftragten Sachverständigen nicht so ganz richtig sein kann und am Markt vorbei "ermittelt" wurde.

 

Und das Vertrauen gegenüber den Sachverständigen, gerade auch bei den Restwertermittlungen, wird leider durch eine Vielzahl von "schwarzen Schafen" getrübt. Erst kürzlich beschwerte sich ein Restwertaufkäufer, dass sich das Fahrzeug nicht mehr in dem vom Sachverständigen beschriebenen Zustand befand (der Geschädigte hatte bereits selbst Teile ausgebaut). Er war aber nicht Höchstbieter der Restwertbörse, die vom Sachverständigen des Geschädigten mitgeteilt wurde. Hier hat der Sachverständige mehrere Restwertbörsen bedient und wollte so seinem Auftraggeber einen wirtschaftlichen Vorteil von 1.350 Euro verschaffen.

am 16. Juli 2008 um 22:02

Zitat:

Original geschrieben von Hafi545

 

Deine Argumentation ist daher dogmatisch sicher gut vertretbar.

Solange ich aber Karlsruhe im Rücken habe, fühle ich mich auf meinem Standpunkt auch nicht schlecht

 

Welcher ist denn der reale Restwert?

Eine mehr oder weniger gut belegte Schätzung des Gutachters oder ein konkretes Angebot?

Wie kann eine Schätzung, die u.a. auf anderen Angeboten für vergleichbare Fahrzeuge in der Vergangenheit basiert, genauer oder zutreffender sein, als ein heute und genau zu diesem Fahrzeug abgegebenes, konkretes und verbindliches Kaufangebot?

Hallo Hafi,

 

was die Schadensminderungspflicht betrifft, hast Du ganz richtig gesagt, dass beide Ansichten gut vertretbar sind. Vielleicht folgt mir der BGH irgendwann noch mal!:D

 

 

Die Frage nach dem "realen Restwert" ist des Pudels Kern. Nach meiner Ansicht sind weder die Restwertangebote noch der Restwert lt. Gutachten der "reale Restwert". Ich hab ja auch schon geschrieben, dass beides nur Schätzgrundlagen für das Gericht bei der Schadensfeststellung sein können.

 

 

Und da ist es natürlich schwierig, sich nur auf Angebote zu verlassen. Ein Gutachten, in dem der Restwert nur ermittelt wird durch Einholung von 3 Kaufangeboten aus der Umgebung ist natürlich auch nicht mehr wert als eine Handvoll Aufkäuferangebote. Da kann ich ja gleich selbst telefonieren!

 

 

Ich erwarte von einem richtigen Sachverständigen schon, dass er den Wert des Fahrzeuges selbst einschätzen kann und auch den regionalen Markt so gut kennt, dass er den dort erzielbaren Erlös zutreffend bestimmen kann. So hat das auch schonmal Delle beschrieben, und so gehört sich das auch. Leider weis ich auch, dass doch so mancher Sachverständiger diese Ansprüche nicht erfüllt. Deswegen kann man die Heranziehung von Gutachten zu Restwertermittlung aber nicht grundsätzlich in Frage stellen. Die meisten Gutachter liefern ja anständige und verläßliche Arbeiten ab!

 

 

Bei Kaufangeboten ist das so eine Sache: Da geht es ja jeweils um das konkrete Angebot, das durch eine Vielzahl von Umständen beeinflusst sein kann, die mit dem realen Fahrzeugwert nichts zu tun haben. So könnte ein Händler einen besonders hohen Preis bieten, da er schon einen Abnehmer hat, der das konkrete Fahrzeug undedingt haben will. Dann mag es Händler geben, die mit Gebrauchtteilen handeln, und Teile dieses Typs konkret benötigen. Auch können gebrauchte Teile einzeln zu höheren Preisen verkauft werden als das ganze Fahrzeug - man kann aber nicht alle Unfallwagen auf so einen Markt bringen, da dann die Preise für Gebrauchtteile zusammenbrechen.

 

 

Ich hatte mal eine Fall, dar war ein Fahrzeug für 5.900 gekauft worden und nach ein paar schlampigen Reparaturen, etwas Putzarbeit und einer Halbierung der Laufleistung durch Tachodrehen (deswegen hatte ich den Fall) für 15.600 verkauft worden. Selbst wenn die vorgetäuschte Laufleistung gestimmt hätte, wäre der Wagen nie soviel wert gewesen! Auch deswegen genieße ich konkrete Kaufangebote eher mit Vorsicht.

 

Zitat:

Original geschrieben von xAKBx:

 

Steht im Gutachten des vom Geschädigten beauftragten Sachverständigen ein Restwert von bspw. 2000 Euro und bewegen sich die ersten 10 Gebote aus einer Restwertbörse oberhalb von 5000 Euro, dann kann nein dann muss man daraus schliessen, dass das Restwertgebot des vom Geschädigten beauftragten Sachverständigen nicht so ganz richtig sein kann und am Markt vorbei "ermittelt" wurde.

Sehe ich ganz genauso! Spätestens hier wird der Richter auch begründete Zweifel an der Richtigkeit des Gutachtens haben. Dann muß man den "realen Restwert" im Verfahren eben feststellen, und dazu eventuell ein gerichtliches Gutachten einholen.

 

Meines Erachtens müßte die Versicherung aber auch Schadenersatz von einem Sachverständigen verlangen können, wenn dessen Gutachten inhaltlich falsch ist. Das mag im Einzelffall schwer nachzuweisen sein, in dem hier beschriebenen Fall ist das aber ja fast ein Selbstläufer!

Servus,

sry, dass ich den alten thread hoch hole. Aber es geht mir genau um das Thema.

Mein Auto hatte einen Totalschaden.

Der Gutachter wird soweit bekannt das Auto in eine Restwertbörse einstellen und denn Restwert im Gutachten festhalten.

Soweit so gut.

Nun möchte ich natürlich gern das Fahrzeug selber verkaufen. Bei mir hat sich nun ein tscheche gemeldet, der bereits ein gleiches Auto fährt allerding mit schlechter Ausstattung, vil Kilometern etc.

Deswegen will er gern mein Auto zum umrüsten.

Frage:

Darf ich einfach selber verkaufen und eventuell mehr verlangen als im Gutachten ausgewiesen???

Moin,

 

klar kannst Du machen, die Versicherung wird Dir aber nur die Differenz zum WBW ersetzen.

 

aus welcher rechtsquelle??

woher wissen die zu welchem preis ich verkaufe?

ich glaube Corsadiesel meinte, dass du eben nicht mehr bekommst als den WBW minus des im Gutachten genannten Restwertes.

Klar kannst du die Kiste behalten oder anderweitig verkaufen

das Auto ist und bleibt deine Eigentum und nur du kannst und darfst es verkaufen.

Wichtig ist nur, dass du den Restwert erlöst, den die Versicherung abziehen wird.

Der Rest ist nicht von Bedeutung.

@Dellenzähler ich glaube ich habe dich verstanden ^^ "Kaufvertrag muss die richtige Summe ausweisen..."

Zitat:

Original geschrieben von b6turbo

@Dellenzähler ich glaube ich habe dich verstanden ^^ 

Das glaube ich nicht...

Zitat:

Original geschrieben von Hafi545

Das glaube ich nicht...

und ich erst Recht nicht.......

also darf ich nicht für mehr verkaufen??

Sicher kannst du das Auto für mehr Geld verkaufen.

Du must dir aber den höheren Erlös anrechnen lassen und den Kaufreis offenbaren, wenn es zu einen Streit

bezüglich des Rerstwertes kommt.

Wenn die Versicherung des Restwert deines Sachveständigen akzeptiert, wird sicher nichts passieren.

Wo keine Kläger, da kein Richter.

Aber da würde ich nicht unbedingt drauf Bauen.....

Also das Gutachten wurde anerkannt und die Differenzsumme soll diese Woche ausgezahlt werden

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