Biodiesel bei nicht freigegebenen Fahrzeugen

Hallo Gemeinde der alternativen Kraftstoffe,

ich wollte mal Fragen, wer seinen (nicht offiziell freigegebenen) Wagen mit dem so oft verteufelten Biodiesel betankt.

Hintergrund ist, daß ich mir in ferner Zukunft irgendwann ein neuen gebrauchten zulegen werde; mein Passat TDI MKB AFN ist zwar immernoch gut in Schuß, aber es juckt mir seit längerem in den Fingern ein anderes Auto ebenfalls so günstig zu bewegen. Zur Info: Der Passat hat gerade die ca 100000km mit Biodiesel überschritten und hat nunmehr 187000km auf dem Buckel; mit Biodiesel hatte ich bei dem Wagen bisher nicht das geringste Problem).

Beim Passat stört mich vor allem die mangelhafte Verarbeitungsqualität, die ich bisher bei noch keinem meiner Autos so erlebt habe.

Zurück zum Thema:

Wenn ich hier in die Signatur verschiedener User schaue (z. B. Omega_Opa), so hat er mit wenig Umbauten viele km problemlos mit Biodiesel abgespult. Es bleibt offen, was mit seinem Signum passiert, wenn dieser aus der Gewährleistung ist.

Und von anderen Leuten liest man immer wieder, daß ein Betrieb mit BD von nicht freigegebenen Fahrzeugen ebenfalls zu keinen Komplikationen geführt hat. (Es soll aber auch durchaus Schäden gegeben haben).

Also, würdet Ihr es riskieren - allen Unkenrufen zum Trotz ein nicht freigegebenes Fahrzeug mit BD zu betanken (nachdem der Wagen aus der Gewährleistung ist) oder würdet Ihr generell die Finger davon lassen?

Ich für meinen Teil würde das Fahrzeug dann ausschließlich mit BD betanken-da ich diesen Saft seehr günstig beziehe (derzeit ca. 25ct/l Differenz). Nur bei längeren Strecken, wenn der Tannk fast leer gefahren wird, tanke ich bis ausreichend bis zur Stammtanke Dino Diesel.

Was ich weiß ist, daß eine (eingebaute) Standheizung BD nicht verträgt, was ist allerdings mit den Zuheizern, die ja mitunter eingebaut werden? Welche Leitungen muß ich gegebenenfalls tauschen, damit ein Betrieb möglich ist? Wie bekomme ich heraus, ob die ESP die Betankung dauerhaft mitmacht?

Achso - es geht bei mir nicht um PÖL. Das wäre die andere Alternative, die bitte hier nicht diskutiert werden soll.

So. Ich denke, ich habe fürs erste genug geschrieben.

Wäre schön, wenn sich der eine andere hier äußert.

Viele Grüße

stevi_saab

17 Antworten

Hi djstifft.

Ich würde nicht anfangen zu basteln.
Du müsstest alle Teile, und das sind einige, die mit RME in Berührung kommen auf deren RME-Tauglichlkeit prüfen können.
Ich vermute, dass kannst du (man) nicht.
Das Risiko ist deshalb unkalkulierbar.
Wenn vom Hersteller freigegeben, ok.
Sonst würde ich die Finger davon lassen.

Gruß, eine RME-Fahrer

Hi,

Du kannst es natürlich wie ich einfach ausprobieren. Bis jetzt mußte ich nur die Leckölleitungen erneuern, wozu man kein Werkzeug (außer Schere/Messer) benötigt.
Schlimmstenfalls mußt Du dann die Dichtungen in der ESP austauschen. Manchmal machen auch die Geber für die Tankanzeige schlapp. Die Kraftstoffleitungen am Wagenboden sind heute nicht mehr aus Gummi, sondern aus PVC o.ä. Die werden nicht angegriffen.

Mein Auto gilt auch als nicht nachrüstbar für RME.
Biodiesel ist aber nur was für Vielfahrer.

Gruß
Stefan

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