Bin ich verantwortlich für die Sicherheit der Kinder anderer?
Guten Abend,
habe folgende Situation bei mir dieses Wochenende:
Meine Frau passt gerade auf ein Kleinkind einer Freundin auf. Ihr Mann ist mit dem Auto (das auch einen Kindersitz hat) verreist, besagte Freundin hat kein Auto. Sie hat ihr Kind zu meinem Erschrecken ungesichert hinten im Auto einer anderen Bekannten hergebracht und wird es wahrscheinlich auch so morgen Abend wieder abholen.
Meine Frage ist, wenn wir die Mutter ihr eigenes Kind von unserem Hause so wegfahren lassen, bin ich dann verantwortlich falls was passiert? Natürlich steht es ausser Frage daß ich der Mutter sagen werde was ich davon halte aber ich kann auch gerne freundlich anbieten das Kind in meinem Auto (welches drei Kindersitze installiert hat wegen meines eigenen Nachwuchses) zu ihr zu bringen. Ich weiss daß sie die Erziehungsberechtigte ist aber mein Verstand schlägt bei mir halt gerade Alarm.
Danke für eure Antworten.
Beste Antwort im Thema
Eltern haben es besonders gern, wenn sie von außen auf ihre Fehler festgenagelt werden. Aber es ist natürlich eine gute Gelegenheit, die zukünftigen Kontakte zu reduzieren ... 😉
27 Antworten
Zitat:
@ConnectedDrive-Fan schrieb am 1. Oktober 2018 um 14:40:04 Uhr:
Oder du gibst ihr ein Sitzkissen leihweise mit, sofern du es entbehren kannst. Da tust Du ihr vermutlich den grössten Gefallen 🙂🙂🙂
So handhaben wir das. Die Kindersitze sind in unseren Autos fest installiert. Zusätzlich haben wir für die größeren beiden Kinder Sitzerhöhungen. Die kosten nur ca. 15 Euro und man /Kind kann sie sich unter den Arm klemmen. Wenn Kind von anderen Eltern abgeholt wird, vom Sport o.ä., nimmt es die Sitzerhöhung einfach mit.
Ich denke, sich hier offen und direkt richtig aufzuregen (also nicht nur eine dezente Bemerkung am Rande), über so ein dämliches Verhalten, ist die beste Methode um die Freundin auf den richtigen Weg zu führen ohne die Freundschaft zu belasten.
Wie bereits beschrieben ist es wie bei einem Betrunkenen => Reagieren und den Schlüssel wegnehmen!
[X] Du sollst Ironie kennzeichnen.
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...und ist auf jeden Fall günstiger als die zu erwartende Strafe von 30-60 €
https://www.bussgeldkatalog.org/anschnallpflicht/
Aber meist passiert halt doch nix, weder Kontrolle noch Unfall . . . das muß die Mutti letztendlich entscheiden, was sie macht . . . der Hauptgewinn in dieser Lotterie wär "Kind im Rollstuhl" oder "Kind tot" . . . 1000x is nix passiert . . . 1001 Fahrt . . . und es hat Booom gemacht . . .
Grad wieder gelesen (auch wenn man's wohl schon weiß) : Lady Di hätt's angeschnallt wohl auch überlebt :
https://www.ok-magazin.de/.../...nis-um-ihren-tod-gelueftet-54102.html
Ein ehemaliger Mitarbeiter von mir könnte auch noch leben. Der ist vor ein paar Jahren mit ca. 30-40 Km/h in ein Stauende gefahren. Demn wäre vermutlich überhaupt nichts passiert. Leider war er nicht angeschnallt. Kopf gegen Scheibe, Genick gebrochen. Tot.
Noch ein paar Jahre länger her. Ein Opa hat seine drei Enkel unangeschnallt durch die Gegend gefahren. Ihm kam eine junge Frau entgegen, die am Handy rumgespielt hat. Frontalcrash, zwei der Kinder wurden rausgeschleudert. Ebenfalls tot.
Ich würde der Mutti ein paar Takte erzählen und sie daran erinnern, daß sie verdammt nochmal die Verantwortung für die Unversehrtheit ihres Kindes hat, so lange es diese Aufgabe noch nicht selbst übernehmen kann 😠
Gruss
Jürgen
Zitat:
@berlin-paul schrieb am 30. September 2018 um 21:59:24 Uhr:
Eltern haben es besonders gern, wenn sie von außen auf ihre Fehler festgenagelt werden. Aber es ist natürlich eine gute Gelegenheit, die zukünftigen Kontakte zu reduzieren ... 😉
Wenn der Kontakt so eng ist, dass man ein paar Tage auf das Kind aufpasst, dann sollte man soviel Offenheit schon ertragen können. Und wer das nicht kann und partout darauf besteht, dass es nicht schlimm ist, das Kind ungesichert zu fahren....ja, den Kontakt kann man dann schon mal reduzieren.
Von der Größe des Kindes wissen wir aber nichts, soweit ich das lesen konnte.
"Kleinkind" kann ja alles mögliche sein. Wie alt? Wie groß?
Etwaig reicht ja schon eine anständige Sitzunterlage und die Dame hatte davon eine im Einsatz.
Wir hatten unseren Sohn auch schon in ner Taxe auf dem Kindernotsitz wo der kleiner war. Da saß der Gurt wirklich gut.
Kann man mal machen, ist aber natürlich kein Vergleich zu einem richtigen Kindersitz.
Kurz mal ein Laptop zur Hand nehmen, die Mutter mit der Bitte ein paar Minuten Zeit zu opfern, kurz rein in die Bude und ein Mal kurz ein Video eines Crashtests mit einem unangeschnallten Kinderdummie zeigen und den Spruch absondern: ich weiß, "Schicksal" passiert eh immer nur den anderen, aber...
Zitat:
@BMWRider schrieb am 2. Oktober 2018 um 12:27:43 Uhr:
Zitat:
@berlin-paul schrieb am 30. September 2018 um 21:59:24 Uhr:
Eltern haben es besonders gern, wenn sie von außen auf ihre Fehler festgenagelt werden. Aber es ist natürlich eine gute Gelegenheit, die zukünftigen Kontakte zu reduzieren ... 😉Wenn der Kontakt so eng ist, dass man ein paar Tage auf das Kind aufpasst, dann sollte man soviel Offenheit schon ertragen können. Und wer das nicht kann und partout darauf besteht, dass es nicht schlimm ist, das Kind ungesichert zu fahren....ja, den Kontakt kann man dann schon mal reduzieren.
Solche freundschaftlichen Beziehungen sind am Thema "verantwortungslose Mutter / verantwortungsloser Vater" meist dennoch sehr fragil und ich denke halt, dass in der Situation des Abholens vor dem Kind keine gesunde Erörterung möglich sein wird. Sich als engagiert empfindende Eltern sind für solche Kritik oft nicht so direkt zugänglich. Drum würde ich diese Situation des TE erstmal vermeiden, einfach handeln statt quatschen und das Problem zu einem anderen Zeitpunkt dann thematisieren.
Man könnte, wenn man den gleichen Weg eh täglich zur gleichen Zeit fährt und eh einen Sitz übrig, bzw. frei hat, auch gleich anbieten, das andere Kind regelmäßig mitzunehmen; warum sollen 2 Autos an den gleichen Zielort fahren, wenn es eines auch tut?
Ich würde weder der Mutter was erzählen noch mich aufregen. Ist ihr Kind und Ende.
Lächerlicher Thread.