Betrug beim Gebrauchtwagenkauf? eine Mama sucht schnell Hilfe...
Hallo zusammen, ich bin neu hier und suche dringend Rat.
Ich habe mir letzte Woche einen Gebrauchten Suzuki Swift gekauf...
Laut Inserat der Werkstatt: Baujahr 2010
92122km
Von 1500€ auf 1300€ gehandelt
Tüv und AU neu, am Abholtag
Inspektion neu
Also bin ich hin und habe den Wagen angezahlt. Da mir das mit dem Alter komisch vorkam, fragte ich mehrfach nach, ob 2010 stimmt. Es wurde jedes Mal bejat.
Also habe ich den angezahlt.
Es hieß, der Wagen sei technisch einwandfrei.
Abends fand ich unter dem BJ ein anderes Model im Netzt, also fragte ich nach und es hieß wieder, ja 2010.
Am nächsten Mittag holte ich den Wagen und fragte erneut, Ja: 2010. Als ich mir den Schein zeigen ließ: 10.2000!!!!!! Nachfrage: das sei Händlersprache!!
Ich war so geschockt, dass ich kaum denken konnte. Als ich nach dem Schein für die Inspektion fragte: Ist im Motroraum? Wie jetzt? Ja beim Öl- Inspektion hieß also Öl gemacht, aha....
Ich wollte wissen, was jetzt sei, dass ich den Wagen eigentl. unter anderen Daten gekauft habe, also bekam ich: Wenn etwas ist, komm her, wegen so einem Auto will ich ja meinen Ruf nicht ruinieren.
Also zahlte ich, weil ich völlig durcheinander war. Er machte mir noch den halben Tank aus Kulanz voll.
Beim Holen: shit, der ist mega laut. zurück gefahren, Auspuff geschweißt.
Weiter gefahren, 2 Tage später (Samstag) hin, wurde mit einer Paste bearbeitet. Ich sah Öl am Motor lecken. Das käme vom Drehzahl einstellen, da dieses wegen dem Tüv verstellt und wieder zurück gesetzt wurde. abgeputzt und fester geszogene Schrauben.
Ab nach Hause... Immer noch laut. Heute sollte ich hin, wenn der Chef da ist. Bekam eine Mail, kommt heute nicht, morgen. Ab Mittwoch ist der übrigens im Urlaub.
Also ist ein Bekannter mit mir los zur Probefahrt. Er glaubt, es liegt nichtm Auspuff oder Motor, sondern eher Achse oder etwas anderes hinten links, da der Wagen leiser wird, wenn man links lecnkt. Und die remsen sind wohl auch nicht, wie behauptet, vor kurzem neu gemacht worden.
Jetzt meine Frage: Habe ich eine Chance auf Rückgabe wegen arglistiger Täuschung? 2 fehlgeschlagenen Reparaturversuchen?
Ich bin total fertig, ich bin auf den Wagen angewiesen, da ich allein erziehende Mama einens kleinen Jungen bin und dem Typen keinen cm mehr traue... LG Nadine
Beste Antwort im Thema
Also Update...
Nachdem die Prüfstelle gestern diverse Mängel festgestellt hat, die einen Tüv nicht hätten durchgehen lassen, hat die Dame mit Ihrem Chef gesprochen und der wiederum mit dem Herren, der für mein Fzg. zuständig war. Ich habe auch mit dem Chef gesprochen. Alles sehr nett und hilfsbereit.
Heute morgen zum Händler, der wollte nachbessern, was aber ja zumindest bei einem Teil schon 2 mal versucht wurde. War nur das falsche. Ich habe ihn daran erinnert, dass Er mir ja sagte, der Wagen war immer bei Ihm in Reparatur und nur Verschleis. Dann wäre aber sicher aufgefallen, dass das Radlager defekt ist.
Wir vereinbarten, nachdem Er mit dem Plakettengeber Geredet hat, einen späteren Termin. Als ich ankam lief alles friedlich ab. Es wurde zugegeben, dass Er einige Punkte übersehen hat. Daumen hoch....
Und der Händler nimmt den Wagen morgen zurück. Ich habe Ihm angeboten, als wir morgens da waren, dass ich ihm 100€ erlasse, da jetzt ja eine Hand mehr im Papier steht und ich rund 100km gefahren bin... mit An/Abmelden habe ich so ein Lehrgeld von 150€ etwa bezahlt, aber ich kann wieder schlafen und mir ist nicht Dauerübel...
Ich bin froh, dass es dnn morgen zuende ist mit dem Stress, aber mir graut ehrlich gesagt davor wieder einen Wagen zu suchen. Bei uns in der Ecke sind soviele Expoteure, dass ein halbwegs vernünftiger Gebrauchter bis 2000€ ein 6er im Lotto ist. Es gibt zu wenige und die werden leider oft unter Vortäuschung falscher Tatsachen verkauft. Ich habe Glück im Unglück.
Vielen lieben Dank an Euch, einige Tipps waren sehr hilfreich. Und an die, die sagen: warum hast du keinen mitgenommen, der Ahnung hat? Ich habe leider keinen Schrauber im Bekanntenkreis. Und da ich schnell wieder mobil sein mußte (und auch muß) war ich dankbar überhaupt jmd. dabei zu haben. Ich habe jetzt noch mehr Punkte, die ich überprüfen werde beim nächsten Kauf und einen Kaufvertrag nehem ich auch selber mit... LG
66 Antworten
Zitat:
@Erwachsener schrieb am 5. März 2018 um 15:51:33 Uhr:
TE, auch von mir die Frage: Was steht im Kaufvertrag?
Zitat:
@Olle6777 schrieb am 5. März 2018 um 15:51:32 Uhr:
.... Einen Vertrag bekam ich nicht, nur 2 Quittungen, ohne Stempel.....
😉
@ TE
Bleib friedlich und sprich mit dem Verkäufer darüber, dass er das Auto zurücknimmt und Dir den Kaufpreis wieder zurückgibt. Danach dankst Du deinen Schutzengeln und lässt das mit dem unversierten Autokauf einfach mal sein.
Zitat:
@TomF31 schrieb am 5. März 2018 um 15:55:48 Uhr:
Zitat:
@Erwachsener schrieb am 5. März 2018 um 15:51:33 Uhr:
TE, auch von mir die Frage: Was steht im Kaufvertrag?
Zitat:
@TomF31 schrieb am 5. März 2018 um 15:55:48 Uhr:
Zitat:
@Olle6777 schrieb am 5. März 2018 um 15:51:32 Uhr:
.... Einen Vertrag bekam ich nicht, nur 2 Quittungen, ohne Stempel.....😉
Aber echt, da serviert man ihm die Fakten und just 1s später stellt er nochmal die gleiche dumme Frage.
Nicht mal mehr das Kurzzeitgedächtnis funktioniert. 😁
Gruß Metalhead
Zunächst mal ist es ganz wichtig was im Kaufvertrag festgehalten wurde, besteht eine Rechtschutz? Wenn ja ab zum Anwalt....
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Zitat:
@berlin-paul schrieb am 5. März 2018 um 16:07:54 Uhr:
@ TE
Bleib friedlich und sprich mit dem Verkäufer darüber, dass er das Auto zurücknimmt und Dir den Kaufpreis wieder zurückgibt. Danach dankst Du deinen Schutzengeln und lässt das mit dem unversierten Autokauf einfach mal sein.
so ist der Plan... ich hoffe, der spielt mit... ich habe keine Ahnung, daher mit Mann dabei, hilft nix. Ich bin ein Pechvogel
Der Händler freut sich, dass er die alte Schleuder vom Hof hat...!
Als gewichtigen Rückgabegrund würde ich nur unerwähnte Unfallschäden + eine Tachoverjüngung sehen...!
Hier würde ich noch mal ansetzen + prüfen!
-🙂
bei 1.300.- € Autos kannst Du nur der Pechvogel sein - diese Autos haben alle Mängel. Steck noch 1.000.- € rein, dann passt es, wenn Du eine gute Ausgangsbasis nimmst. Erfahrung aus deutlich über 10 Winterautos.
Zitat:
@Audi2k15 schrieb am 5. März 2018 um 16:15:54 Uhr:
Zunächst mal ist es ganz wichtig was im Kaufvertrag festgehalten wurde, ....
Den es nicht gibt .... 😉
(Was) ist denn das überhaupt (für) ein "Händler" ? Beschreibe den Laden doch mal anonymisiert; Marken-Vertragshändler, Hof / Gebäude mit Autos, Gewerbe vom Küchentisch aus, etc. Hat der noch andere Autos inseriert ? Wie tritt er dort auf ? Ich denke, dass sich daran auch das weitere Vorgehen ausrichtet.
Zitat:
@Olle6777 schrieb am 5. März 2018 um 16:16:12 Uhr:
...
Ich bin ein Pechvogel
Nee, so einfach kannst Du es Dir da nicht machen. Als Kaufmann würde ich sagen, das war fahrlässig. Wenn der Eindruck erweckt wird, ein Auto sei von 2010 und dann ist es von 2000 und der Verkäufer kommt mit "Das ist Händler-Sprech", dann gibt es nur eines: Aufstehen und gehen. Ich kann gar nicht begreifen, was es danach noch zu bereden gegeben hat. Dann wärst Du gar nicht mehr zu der Stelle des nicht vorhandenen Kaufvertrages gekommen, spätestens da wäre wirklich endgültig Schluss gewesen.
Ich schreibe das hier auch als Hinweis für spätere Mitleser.
Zitat:
@Erwachsener schrieb am 5. März 2018 um 15:51:33 Uhr:
TE, auch von mir die Frage: Was steht im Kaufvertrag?
Da haben sich wohl zwei Postings überschnitten.
Wahrscheinlich wähnt er sich ohne Vertrag auf der sicheren Seite und wird freiwillig nix machen.
Klar wäre eine falsche KM-Angabe ein guter Hebel, aber ein offensichtlich getürkter TÜV ist ebenfalls eine Täuschung.
Wenn ihr zu Zweit ein Auto ohne Vertrag kauft, dann kann Dein Kumpel auch keine große Hilfe sein. Wenn Du den Verkäufer aufsuchen solltest, dann brauchst Du zur Unterstützung eine seriöse, eloquente und durchsetzungsstarke Person. Die muss dem Verkäufer klar machen, dass er ganz offensichtlich Leichen im Keller hat, diese sehr leicht nachweisbar sind und er KEINESFALLS gewillt ist, dieses durchgehen zu lassen. Das der Verkäufer weiß, dass eine Rücknahme des Wagens weniger Nerven kostet als alles Andere.
Ansonsten hilft dir wohl nur eine anwaltliche Beratung. Als Verkehrsteilnehmer braucht man eh eine Verkehrsrechtschutz. Ich habe eine ohne SB beim ADAC und die hat sich bewährt.
Nur noch ein Tipp: selbst bei der Angabe "gekauft wie gesehen" gilt, dass der Kunde etwaige Mängel erkennen können muss. Hier war die Rede von einem "technisch einwandfreien" Auto, was ja offensichtlich nicht im Geringsten der Fall ist. Noch dazu sehe ich durchaus den Tatbestand der arglistigen Täuschung erfüllt, denn 10 Jahre lassen sich nicht wegdiskutieren. Dennoch: Du hättest nicht zahlen und/oder einwilligen dürfen, wenn dir so eine grobe Abweichung auffällt. Erkundige dich vorher im Netz, welche Modelle, wann produziert und verkauft wurden (Wikipedia), vergleiche gleiche Modelle und deren Laufleistung - kann das plausibel sein? Natürlich kann es immer Exemplare geben, die aus der Masse hervorstechen, aber das ist in der Regel sehr selten und wenn ein Auto im Vergleich zu anderen besonders gut dastehen soll und dabei auch noch günstig ist, sollte man besondere Skepsis walten lassen.
Zitat:
@Olle6777 schrieb am 5. März 2018 um 15:51:32 Uhr:
Ein Problem scheint das Radlager zu sein, was aber beim Tüv nicht unbedingt erkannt wird, wenn das nur beim Fahren zu hören ist.
Zudem Ölverlust mit Tropfenbildung, Gurt hinten nicht nutzubar, Licht vorn nicht ok, Wischerblätter mehr als runter.
Also Licht, Wischerblätter und Gurt sind Kleinigkeiten und kosten nicht viel, deswegen würde ich das Auto jetzt nicht zurückgeben, wenn es sonst gut dasteht.
Das Radlager ist auch noch kein Riesenthema bei so einem Auto.
Nur der Ölverlust ist in meinen Augen kritisch.
Hier würde ich in eine freie Werkstatt gehen und das untersuchen lassen.
Kann auch nur ne Kleinigkeit sein ...
Wenn es einfach zu beheben ist, würde ich mit der To-Do-Liste zum Verkäufer gehen und ihn die Sachen reparieren lassen.
Zitat:
@Olle6777 schrieb am 5. März 2018 um 16:16:12 Uhr:
Zitat:
@berlin-paul schrieb am 5. März 2018 um 16:07:54 Uhr:
@ TE
Bleib friedlich und sprich mit dem Verkäufer darüber, dass er das Auto zurücknimmt und Dir den Kaufpreis wieder zurückgibt. Danach dankst Du deinen Schutzengeln und lässt das mit dem unversierten Autokauf einfach mal sein.so ist der Plan... ich hoffe, der spielt mit... ich habe keine Ahnung, daher mit Mann dabei, hilft nix. Ich bin ein Pechvogel
...da war dann wohl der falsche MANN dabei 😮 😁
Zitat:
@Vollgasfuzzi schrieb am 5. März 2018 um 17:52:07 Uhr:
...
Also ... Gurt sind Kleinigkeiten und kosten nicht viel,
...
Hast Du 'ne Ahnung, je nachdem was dran ist ? Versuche mal, den für einen 18 Jahre alten Japaner als Ersatzteil zu bekommen. Das kann teuer bis problematisch werden, Gurte sind ja selbst für deutsche Youngtimer manchmal schwer aufzutreiben.
Hey, wenn ein Händler das Auto ohne Vertrag, mit TÜV trotz TÜV relevanter Mängel verhökert, das Auto 20 Jahre jünger macht etc. Auf was willst du dann noch hoffen?
Radlager einpressen ist auch nicht sehr billig, billiger Scheibenwischer taugen nix und Bosch kostet auch.