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Benziner vs. TDI - Was ist maßgebend?

Themenstarteram 6. Dezember 2004 um 10:48

Hallo liebe Leute!

Ich möchte mir jetzt einen Hyundai Coupe 2.0 kaufen. Klar würde ich auch gerne den 2.7 nehmen, doch dazu reicht mein Geld nicht und Sprit wird ja auch nicht billiger ;-)

Was mich aber nun mal sehr interessieren würde ist folgendes:

Meine Eltern haben einen VW Bora Variant mit einer 1.9 l TDI Maschine und 115 PS. Die Beschleunigung von 0 auf 100 lieg laut Werksangaben bei 11 Sekunden und das maximal Drehmoment bei 290 bei 1900 U/min.

Der Hyundai Coupe 2.0 schafft den Spurt von 0 auf 100 in 9.2 Sekunden, hat aber nur 186 NM bei 4500 U/min.

Was ist jetzt ausschlaggeben? Der TDI meiner Eltern zieht richtig gut an... theoretisch müsste der Hyundai doch aber noch mehr anziehen oder nicht?

Vielleicht kann mir einer von euch das mal beantworten, weil ich blick da immer nicht so wirklich durch. *schäm* Wäre echt super :-)

Danke im vorraus. MFG Stefan

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10 Antworten

Moin,

Die Beschleunigung ist maßgeblich vom Leistungsgewicht, und der Übersetzung abhängig. Genauer gesagt, ist die Zugkraft wichtig.

Der Bora hat als TDI einen TURBO und weniger verfügbare Drehzahl. Der Punch des Turbos kommt bei Drehzahl X und ist bei Drehzahl Y zuende. Daher das SUBJEKTIVE Gefühl ... da passiert was ...

Beim Sauger hast Du aber 2000 /min Drehzahl mehr, über die sich alles verteilt. Das Leistungsgefühl ist subjektiv linearer und gefühlt weniger stark, obwohl es gleich groß oder sogar größer ist, aber halt WEITER verteilt als beim TDI.

MFG Kester

P.S.: DAs war die einfache Version, ansonsten müßtest Du mal etwas googlen und dich in die dahinterstehende Physik einlesen.

oder praktischer: mehr Drehmoment zieht z.B. im

grossen Gang besser

Der Bora mit 115 PS Pumpe Düse wird im grossen Gang ca. 12 s von 80 auf 100 km/h brauchen.

Der Hyundai wird mehr Zeit benötigen.

Den TDI kann man wesentlich schaltfauler fahren und ist deshalb trotzdem sehr zügig und sparsam unterwegs

Hyundai beschleunigt besser wenn man die Gänge beim Beschleunigen voll ausdreht.

tatsächlich ist es so, dass du, wenn du nicht gerade mit 150 km/h aufwärts auf der Autobahn unterwegs bist, immer den Eindruck haben wirst, der TDI zieht besser.

Bei Stadt- oder Landstraßenfahrten ist der TDI typischerweise immer in einem Drehzahlbereich (1500-2500/min), bei dem hohes Drehmoment zur Verfügung steht. Ein Benziner ist von seinem Drehmomentmaximum dort deutlich entfernt. Um genauso zügig mit einem nominal gleichstarken (nicht-Turbo) Bnziner voranzukommen, ist es notwendig mindestens eine Ganstufe zurückzuschalten und die Leistung aus Drehzahl "herauszuqälen".

Das kürzere nutzbare Drehzahlband wird durch eine entsprechend längere Getriebeübersetzung kompensiert, die Geschwindigkeits"spreizung" je Gang bei TDI und Benziner unterscheidet sich nicht sonderlich.

Für bestimmte Einsatzbereiche (z.B. Zugfahrzeug) ist ein TDI oder Turbo-Benziner mit weit unten angesiedeltem hohen Drehmoment einem Saugbenziner in der Praxis deutlich überlegen.

Moin,

Seh Ich zwar nicht so ... aber das ist ja egal, weil dies Philosophie ist ... eines der besten Zugfahrzeuge die Ich jemals gefahren habe war ein 280TE W-123 mit 185 PS bei 6400/min und seinem max. Drehmoment bei irgendwas um die 5000 /min. (M110).

Drehmoment alleine iss genauso doof, wie KEIN Drehmoment, sonst wäre ja jeder Trecker ein ultimatives Sportgerät. Für jeden Fahrer halt das was ihm gefällt.

Und zwischen subjektivem GEFÜHL ... das der TDI gut geht ... und den MESSWERTEN liegen z.T. auch Welten, was jetzt nicht heißt, das so ein TDI lahm ist.

Und mal ehrlich ... wer aussem QUARK kommen will, der beschleunigt sicher nicht bei 50 im 5. Gang, sondern schaltet halt runter ... von daher ist sowas immer mit Vorsicht zu genießen. Solche Testkriterien sind nämlich total ausser Welt. Und wer WERT auf Schaltfaules fahren legt, kauft sich eh ne Automatik *g*

MFG Kester

Hi,

wenn es ein 1,9er PD aus dem VW Hause sein sollte, dann würde ich Dir vom dem mit 115PS(MKB weiss ich gerade nicht auswendig, AJM?) abraten. Diese haben Probleme mit den PD-Elementen. Es muss nicht bei jedem vorkommen, aber wenn, dann wirds ohne Kulanz sehr teuer. Ein PD-Element kostet soviel wie ein Reifensatz. Wenn es ein TDI sein sollte, dann den mit 101PS oder 130PS.

Gruß

Ercan

Zitat:

Original geschrieben von dieterh

Das kürzere nutzbare Drehzahlband wird durch eine entsprechend längere Getriebeübersetzung kompensiert, die Geschwindigkeits"spreizung" je Gang bei TDI und Benziner unterscheidet sich nicht sonderlich.

.

Durch die längere Übersetzung des Diesels wird aber auch das Mehr an Drehmoment "kompensiert".

Zitat:

Original geschrieben von Ricky2000

Durch die längere Übersetzung des Diesels wird aber auch das Mehr an Drehmoment "kompensiert".

Exakt so ist es, keine Frage. Wollte damit nur sagen, gleiche Motorleistung bei gleich flachem Drehmomentverlauf bringt gleiche Fahrleistungen, egal bei welchem Drehzahlniveau, mit den Vorzügen des Diesels, im unteren/mittleren Drehzahlbereich bereits "Dampf" zu haben und damit subjektiv flotter fahren zu können (...wenn der Benziner-Fahrer erst in den Gängen rührt oder automatisch rühren lässt).

Zu der Anmerkung, dass ein dicker Mercedes Benziner auch ein nettes Zugfahrzeug ist: Klar, wenn er bei niedrigen Drehzahlen bereits ordentlich Leistung hat, warum auch nicht (vom Kraftstoffkonsum mal abgesehen).

Mir persönlich ist ein mit 2200 Touren im 5. Gang bei 100 km/h laufender Diesel in einem Gespann von viereinhalb Tonnen Gewicht jedenfalls wesentlich lieber als ein Benziner der gleichen Leistungsklasse, den ich auf der Autobahn angestrengt im vorletzten Gang bei doppelter Drehzahl fahren müsste. Ist einfach ein entspannteres Fahren, wenn das Fahrzeug nicht sehr hoch motorisiert ist.

Moin Dieter,

Der 280 TE hat bei 100 auch nur 3000 /min. gedreht ... und der Wagen hat als Automat nur 4 Gänge ;)

Und mit 12-13 Litern war das auch zu verschmerzen ...

Und wenn kein Hänger dran war war man sehr flott unterwegs.

Und so ein Gerät dreht nicht so mühsam hoch wie so ein Diesel *G* Ausserdem mache Ich mir beim Benziner keine Sorgen, ob ich nachts ruhig schlafen kann ob der Partikel ... Und am Diesel stört mich vorallem, das ich erst ein Anfahrloch habe ... dann nen Tritt bekomme und der dann nach 1500-2000 /min. vorbei iss ...

Da ist ein Benziner irgendwo angenehmer das er von 2000 - 6000 sehr harmonisch zieht ... gefällt mir einfach besser. Aber wie gesagt ... das ist Philosophie, dem nächsten gefällt gerade der TRITT.

Nur leider sind ja mittlerweile viele auf dem Tripp, das der TDI die ultimative Fahrmaschine darstellt, dabei ist es eine Vernunftmotorisierung fürs flotte Langstreckenfahren.

Schönen Tag,

Kester

Zitat:

Original geschrieben von Rotherbach

Moin Dieter,

Der 280 TE hat bei 100 auch nur 3000 /min. gedreht ... und der Wagen hat als Automat nur 4 Gänge ;)

Und mit 12-13 Litern war das auch zu verschmerzen ...

Und wenn kein Hänger dran war war man sehr flott unterwegs.

Und so ein Gerät dreht nicht so mühsam hoch wie so ein Diesel *G* Ausserdem mache Ich mir beim Benziner keine Sorgen, ob ich nachts ruhig schlafen kann ob der Partikel ... Und am Diesel stört mich vorallem, das ich erst ein Anfahrloch habe ... dann nen Tritt bekomme und der dann nach 1500-2000 /min. vorbei iss ...

Da ist ein Benziner irgendwo angenehmer das er von 2000 - 6000 sehr harmonisch zieht ... gefällt mir einfach besser. Aber wie gesagt ... das ist Philosophie, dem nächsten gefällt gerade der TRITT.

Nur leider sind ja mittlerweile viele auf dem Tripp, das der TDI die ultimative Fahrmaschine darstellt, dabei ist es eine Vernunftmotorisierung fürs flotte Langstreckenfahren.

Schönen Tag,

Kester

Guten Morgen Kester,

es ist tatsächlich eine Frage der Philosophie und der Präferenzen beim Fahrstil.

Fahre derzeit als Lastesel einen Diesel-Direkteinspritzer SUV und als Geschäftswagen einen aufgeladenen Benziner. Vorher diverse Saugdiesel und Audi TDIs über mehr als 1 Mio km.

Große oder aufgeladene Benziner sind für mich Komfortmotorisierungen, aktuelle Diesel-Direkteinspritzer sind hervcrragende Alltagsmotorisierungen und schwache, kleine Benziner haben für mich nur noch eine Existenzberechtigung als Low-End/Low-Cost Lösungen für Kleinwagen.

In der täglichen Praxis des Normal-Autofahrers ist der Verbrauchsvorteil moderner Dieselaggregate > 30%. Die Testwerte von Autozeitungen haben unter Alltagsbedingungen wenig Aussagekraft (dort sind die Diesel dichter am Benziner). Selbst wenn man die höhere Dichte des Kraftstoffes in Betracht zieht, bringen diese Aggregate einen ordentlichen Beitrag zur Ressourcenschonung, ohne auch nur ansatzweise einen Nachteil bzgl. Performance zu verursachen.

Wohlgemerkt unter dem Nebensapekt, dass die Rußpartikel-Problematik vernünftig gelöst ist, was ja anscheinend (siehe PSA) machbar ist.

Nebenbei, nicht jede "TDI" Auslegung ist mit Anfahrschwäche und Diesel-Bumms à la VAG PD TDI verbunden. Unser Gespann mit "schwachbrüstigem" Korea-TDI fahre ich voll beladen mit 1000 Touren fast ohne schleifende Kupplung an.

Hallo zusammen!

Blöde Frage... müsste es nicht wie folgt lauten:

Der Diesel ist "kürzer" übersetzt?

Ich weiß, man sagt immer "lange Übersetzung".

Aber: Der Motor muß zB für eine Radumdrehung beim Diesel nur 10x drehen(weil er ja mehr Kraft hat), beim Benziner aber 15x?

Also ist doch 10 kürzer als 15?

Oder auf was bezieht sich lang bzw kurz?

:)

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