ForumVerkehr & Sicherheit
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Verkehr & Sicherheit
  5. Beinah Unfall - Total geschockt

Beinah Unfall - Total geschockt

Themenstarteram 19. November 2010 um 17:19

Bin neui hier und muss mir das jetzt einfach von der Seele schreiben...

Heute hätte es um Haaresbreite beinahe gekracht und zwar mit einem Motorradfahrer.

Ich fuhr auf eine Kreuzung zu die sehr übersichtlich ist und so nach rechts, dort kam ein silbernes Auto, war allerdings noch sehr weit weg... dann schaute ich nach links, dort war frei, also fuhr ich auf die Kreuzung auf.

Nicht mal 2 sekunden später kam von links ein Motorrad angeschossen und in dem Moment rutschte mir das Herz in die Hose.

Bremsen oder Gas geben?

Ich entschied mich dazu Gas zu geben und das war wohl die beste entscheidung, denn fast fuhr er mir hinten ins Heck rein, hätte ich gebremst, wäre er mir wohl an der Seite rein und was dann?

Ich hab ein scheiß schlechtes Gewissen deswegen und kann meine Gedanken dazu nicht mehr abstellen.

Kaum war die Gefahr vorbei, blendete mir hinten ein silbernes Auto auf und da ich nicht mehr weiterfahren konnte, hielt ich rechts an.

Der Mann stieg aus seinem Auto, kam zu mir und meinte: Er hat es schon krachen sehen, aber jetzt beruhigen sie sich erstmal....

Ich wollte danach um ehrlich zu sein garnicht mehr fahren , musste aber leider noch ne stunde bis nach hause fahren.

 

Ich hab einen verdammten Fahrfehler gemacht, den Motorradfahrer total übersehen und hätte beinah das Leben eines anderen Riskiert, wenn nicht sogar beendet....

Ähnliche Themen
71 Antworten

Na, ist ja noch mal für beide gutgegangen. Das ist Gott sei Dank zunächst einmal das Wichtigste. Solche Berichte wie Deiner kommen hier manchmal. Es ist gut, sich das von der Seele zu reden + schreiben, auch dafür ist MT da (sage ich einfach mal).

 

Zur Beurteilung der Sachlage an der Kreuzung haben wir hier nur Deine Schilderung und die ist natürlich subjektiv. Interessant wäre, was der Motorradfahrer oder unabhängige Zeugen dazu sagen.

 

Zwei Sachen erscheinen mir wichtig:

 

- Man muß sich in kritischen Situationen manchmal im Bruchteil einer Sekunde (richtig) entscheiden, umso wichtiger ist es, daß man z.B. am besten gar keinen Alkohol getrunken hat.

 

- Im Prinzip warst Du mit einem Unfallschock verletzt, auch wenn die Mediziner den Schock wohl streng genommen anders definieren. Es wäre eine gute Idee gewesen, sich in dieser Lage besser abholen oder mitnehmen zu lassen.

 

Du bist bestimmt Fahranfänger, da passieren eben manche Fehler (trotz begleitetem Fahren) und die Routine ist noch nicht da.

Wenn Du Dich auch nach ein paar Tagen noch nicht wieder gefangen hast, poste das ruhig, es gibt auch professionelle Hilfe von außen für so etwas.

 

Und: Den Fahrer des Wagens der angehalten hat, um seine Personlien bitten, weil er den Vorfall gesehen hat. Zeugen sind immer und für alles wichtig, diese besser einmal zuviel als zu wenig notieren.

Themenstarteram 19. November 2010 um 18:01

Ja ich bin Fahranfänger.

Danke für deine Antwort.

Aber Alkohol hatte ich keinen getrunken. Der Autofahrer der anhielt meinte eben es wäre eine typische Situation gewesen, was er damit meinte, weiß ich leider nicht....

Ist tatsächlich typisch, da der sich wohl hinter deiner A-Säule "versteckte, oder Baum, Schilder o.ä.

Sei froh das es "nur" ein Beinaheunfall war.

Das gehort zur Fahrerfahrung dazu, wie du heute gelernt hast.

Zieh deine Schlüsse draus und schau nächstes mal lieber einmal mehr hin, als zuwenig.

Das du deinen Fehler einsiehhst und dir deine Gedanken machst find ich sehr gut, daher wird wohl eher mal ein guter Fahrer aus dir, als ein schlechter.

am 19. November 2010 um 18:16

Zitat:

Original geschrieben von Manitoba Star

Na, ist ja noch mal für beide gutgegangen. Das ist Gott sei Dank zunächst einmal das Wichtigste. Solche Berichte wie Deiner kommen hier manchmal. Es ist gut, sich das von der Seele zu reden + schreiben, auch dafür ist MT da (sage ich einfach mal).

Zur Beurteilung der Sachlage an der Kreuzung haben wir hier nur Deine Schilderung und die ist natürlich subjektiv. Interessant wäre, was der Motorradfahrer oder unabhängige Zeugen dazu sagen.

Zwei Sachen erscheinen mir wichtig:

- Man muß sich in kritischen Situationen manchmal im Bruchteil einer Sekunde (richtig) entscheiden, umso wichtiger ist es, daß man z.B. am besten gar keinen Alkohol getrunken hat.

- Im Prinzip warst Du mit einem Unfallschock verletzt, auch wenn die Mediziner den Schock wohl streng genommen anders definieren. Es wäre eine gute Idee gewesen, sich in dieser Lage besser abholen oder mitnehmen zu lassen.

Du bist bestimmt Fahranfänger, da passieren eben manche Fehler (trotz begleitetem Fahren) und die Routine ist noch nicht da.

Wenn Du Dich auch nach ein paar Tagen noch nicht wieder gefangen hast, poste das ruhig, es gibt auch professionelle Hilfe von außen für so etwas.

Diese Fehler passieren aber auch Fahrern mit etlichen Jahren Erfahrung. Augenblickversagen, Gesehen aber nicht Registriert, Schnelle Beschleunigung eines Motorrades - eben noch an der Ampel weit hinten und plötzlich neben dir, evtl zu hohe Geschwindigkeit des Motorrades.

Nur Fahrer mit Erfahrung können besser mit solchen Situationen umgehen. Die haben oft schon ähnliches erlebt.

Also Bienchen, mach dir keinen Kopf. Es ist niemandem was passiert und das ist erstmal das wichtigste. Ihr beide habt wahrscheinlich einen riesen Schreck bekommen, ich denke mal, der Motorradfahrer hat sich auch nachher den Schweiß von der Stirn geputzt.

MFG Thomas

Gas geben war wahrscheinlich wirklich die beste Entscheidung. Mein bester freund ist leidenschaftlicher Motorradfahrer. Er hat mir jedenfalls erzählt das die wenigsten Dinger überhaupt ABS haben, sprich wäre der Motorradfahrer vor schreck auf die Bremse gegangen, hätte er eh nurnoch Starr auf dich zugesteuert. Ich versteh sowieso nicht, das sowas Sonderausstattung ist. Oder Helmairbags. Dazu noch die schlechte Beleuchtung an den Maschienen. Ist vielleicht keine Generalausrede, aber hier sollten die Hersteller endlich mal nachbessern und für mehr Sicherheit für ihre Kunden sorgen.

Sei froh das nichts passiert ist, denke immer an dieses Erlebniss dann wirst Du in Zukunft bestimmt genauer hinschauen ob Du fahren kannst oder nicht. Ich denke jedem hier ist eine Solche Situation schon passiert, frei nach dem Motto"Huch wo kam der denn her".

Es ist ja zum Glück nichts passiert. Du solltest den Gedanken ''was wäre wenn'' direkt wieder ausblenden. Das kann einen nämlich richtig fertig machen.

Vor 5 Jahren hat mich ein guter Freund zu hause abgeholt. Wir waren dann auf der Landstraße unterwegs als plötzlich ein entgegenkommendes Fahrzeug in den Gegenverkehr geriet und uns frontal rammte. Mein Freund ist leider auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben und ich war auch ziehmlich schwer verletzt. Ich habe mir gedacht: 'wäre ich mit dem Taxi gefahren oder zu hause geblieben, würde er noch leben' und habe mir die größten Vorwürfe gemacht.

Deswegen war ich auch Jahre lang in Psychischer Behandlung.

Das war zwar viel dramatischer aber ich will damit sagen, es ist nichts passiert und du solltest einfach nicht darüber nachdenken sondern einfach nur froh sein das dem Motorradfahrer und dir, bis auf den Schock, nichts weiter passiert ist.

lg

besser aufpassen!!!!11

Zitat:

Original geschrieben von -Wahnsinn-

Gas geben war wahrscheinlich wirklich die beste Entscheidung. Mein bester freund ist leidenschaftlicher Motorradfahrer. Er hat mir jedenfalls erzählt das die wenigsten Dinger überhaupt ABS haben, sprich wäre der Motorradfahrer vor schreck auf die Bremse gegangen, hätte er eh nurnoch Starr auf dich zugesteuert. Ich versteh sowieso nicht, das sowas Sonderausstattung ist. Oder Helmairbags. Dazu noch die schlechte Beleuchtung an den Maschienen. Ist vielleicht keine Generalausrede, aber hier sollten die Hersteller endlich mal nachbessern und für mehr Sicherheit für ihre Kunden sorgen.

ich arbeite für einen großen motorradversandhandel. airbag helme hatten wir vor einigen jahren mal im programm, die dinger sind gnadenlos gefloppt, seitdem hab ich die dinger nie wieder gesehen.

Zitat:

Original geschrieben von mircdl

ich arbeite für einen großen motorradversandhandel. airbag helme hatten wir vor einigen jahren mal im programm, die dinger sind gnadenlos gefloppt, seitdem hab ich die dinger nie wieder gesehen.

Ah jemand der aufklären kann :) Ich verstehe nicht warum. Ich habe die dinger mal im ADAC TV (?) gesehen - und da war auch nur einer von den drei getesteten überhaupt empfehlenswert. Aber das Konzept war doch aufbaufähig. Der eine, der den Nackenbereich geschützt hat, hat zumindest laut ADAC wirklich was gebracht. Keine Ahnung ob man darauf was geben kann, ich selber fahr ja auch nicht. Mittlerweile gibts ja sogar ganze Airbagvesten, die den Rücken schützen sollen. Als ich das gesehen hab hab ich nur gedacht: Sensationell .. und warum hat das keiner?

Sehr guter Tip...

In vielen neueren Autos kann man, wie bereits erwähnt, ganze VW-Busse hinter der A-Säule verstecken. Wenn jetzt das Mopped noch zu schnell fährt und man nicht ganz genau über die toten Winkel Bescheid weiß, dann geht das ganz fix. Man kann noch so gut gucken, wenn der Moppedfahrer einer der suizidalen Sorte ist und nicht weiß, dass man ihn schlechter sieht, dann kracht es ganz schnell auch bei höchster Vorsicht.

Ich weiß nicht wie schnell das Mopped war, aber wenn der z.B. mit 200 statt 100 fährt, dann kann es an bestimmten stellen gut sein dass sich der Mopedfahrer aufgrund seiner Tempos der kompletten Sicherheitsmarge beraubt. Man muss halt ein bisschen Zeit einplanen um einmal links und dann rechts zu gucken. Und in den drei Sekunden kommt man bei 200 km/h schon ein paar Meterchen....

Themenstarteram 19. November 2010 um 18:51

Ich danke euch für eure antworten.

Hätte, wenn, aber... ja das geht mir durch den Kopf....

Was, wäre, wenn.... irgendwann hört es auf...

Bin tierisch froh das es so glimpflich ausging.

Eine Lehre habe ich daraus gezogen!

beim VW Caddy hat man auch so eine aetzend dicke A-Saeule, aber dann muss man sich eben verbiegen. Bei meinem alten Audi 80 habe ich die A-Saeule noch nie als stoerend empfunden.

Aber ich sage dir, dass du in ein paar Jahren ueber sowas nicht mehr geschockt sein wirst. Du hast es ueberstanden; niemand kam zu Schaden; mach dir deinen Fehler bewusst und vergiss den Vorfall einfach. Sich jetzt darueber den Kopf zu zerbrechen bringt dir nichts.

Beim naechsten Mal einfach besser aufpassen :).

Mich hat mal ein Motorrad in einer _Links_kurve auf einer einspurigen Strasse _rechts_ ueberholt...in der Kurve...sein Glueck, dass ich ein "Stricher" bin bzw. mich immer am mittleren Strich orientiere. Haette ich das Auto in der Kurve nur etwas nach rechts ruebergezogen, waere er "platt"...ich hatte ihn nicht kommen sehen...der kam wie ein Blitz und ist mit voller Beschleunigung an mir vorbei. Zum Glueck hat er die Situation richtig _erraten_.

Du siehst; ich erinnere mich noch heute daran, aber mein Wochenende oder Tag habe ich mir deswegen nervlich nicht zerstoert :). Es ist ja nix passiert ;).

Also schnapp dir ein Bier und entspann dich :).

zuerstmal gut das nichts passiert ist.

Ich finde aber die Reaktionen auf solche Situationen eigentlich immer wieder interessant. Ich hab schon die eine oder andere wirklich knappe Sache erlebt, die sich nur um wenige cm ausgegangen ist, aber ich hab irgendwie auf nichts Nervlich reagiert, geschweige denn stehen bleiben müssen oder sowas. :confused:

Ich tu mir echt schwer das nachzuvollziehen.

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Verkehr & Sicherheit
  5. Beinah Unfall - Total geschockt