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Barkauf vs. Finanzierung vs. Leasing

Themenstarteram 25. Juli 2017 um 0:03

Hi Zusammen,

ich bin Freiberufler und benötige ein Fahrzeug. Dies soll hauptsächlich geschäftlich und nur selten privat genutzt werden. Sagen wir 80% vs. 20%. Das Fahrzeug soll als Geschäftswagen angemeldet werden.

Ich stehe nun vor der Entscheidung ob ich das Fahrzeug kaufen, finanzieren oder leasen soll. Leasing scheint mir attraktiv, da ich sowohl die Leasingraten wie auch die Sonderzahlung von der Steuer absetzen kann. Eine hohe Sonderzahlung (30% oder 40%) ist grundsätzlich steuerlich vorteilhaft.

Stand jemand vor der gleichen Frage und wenn ja, wie habt ihr euch entschieden?

Da ich selten aus dem Bauch entscheide habe ich mir mal die Zeit genommen und die Varianten durchgerechnet (siehe Excel in der Anlage). Für Finanzierung bzw. Leasing habe ich das Angebot von Sixt zugrunde gelegt.

Ergebnis:

Wenn ich das Fahrzeug "am Ende" besitzen möchte, kommt nur ein Barkauf bzw. Vario-Finanzierung mit Kauf in Frage. In diesem Fall ist die Vario-Finanzierung mit 40% Anzahlung dem Barkauf vorzuziehen. Für ein Fahrzeug mit Listenpreis 39.070 EUR zahle ich nach Abzug aller Ausgaben und Steuern 20.380 EUR.

Wenn ich das Fahrzeug "am Ende" abgeben möchte, ist klassisches Leasing (Laufzeit 36 Monate, 20km/Jahr) mit Sonderzahlung 40% mit 10.137 EUR vorzuziehen. Die Vario-Finanzierung kostet mich nur 20,- EUR mehr, also 10.154 EUR.

Meine Kaufstrategie würde nach aktuellen Stand wie folgt aussehen: Ich entscheide mich für Vario mit 40% Anzahlung. Dies bietet mir die Flexibilität (für nur 20,- EUR mehr!) das Fahrzeug zu übernehmen, was z.B. dann sinnvoll, wenn ich weniger km gefahren bin.

Sind meine Berechnungen korrekt? Decken sich meine Ergebnisse mit den allgemeinen Erfahrungen?

 

 

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19 Antworten

Ich weiß nicht, wie die steuerlichen Regelungen bei Selbstständigen aussehen, aber normalerweise liegen Leasing und Varii-Finanzierung immer dicht beisammen. Wenn du Nicht unbedingt alle 2 Jahre ein neues Auto möchtest, dann wäre die Finanzierung vielleicht die bessere Wahl, weil das Fahrzeug irgendwann abbezahlt ist. Da dein Einkommen ja in der Regel schwankt, ist es schon vorteilhaft, wenn man nicht für immer eine Rate bezahlen muss.

Bezüglich steuerlichen Fragen kann der Steuerberater sicherlich besser helfen.

Warum musst du dafür eigentlich 2 Threads auf machen? :rolleyes:

Ganz einfach gefragt, kann man nicht alle Kosten steuerlich gelten machen egal wie man finanziert?

Es sind ja Aufwendungen die du für deine selbständige Tätigkeit verwendest.

Soviel ich weiß, ist die Summe der Anzahlung gedeckelt. Wie der TE im anderen Threas schrieb auf 30%, meine das auch schon mal gehört zu haben.

Ich denke, das FA will so vorbeugen, bei einem besonders guten Jahr, keine Steuereinnahmen zu verschenken.

Andersrum darf der selbständige Barkäufer die Summe auch nicht in einem Jahr komplett absezten, sonder muss das Fahrzeug über mehrere Jahre abschreiben.

Zitat:

@benprettig schrieb am 25. Juli 2017 um 07:40:04 Uhr:

Soviel ich weiß, ist die Summe der Anzahlung gedeckelt. Wie der TE im anderen Threas schrieb auf 30%, meine das auch schon mal gehört zu haben.

Ich denke, das FA will so vorbeugen, bei einem besonders guten Jahr, keine Steuereinnahmen zu verschenken.

Andersrum darf der selbständige Barkäufer die Summe auch nicht in einem Jahr komplett absezten, sonder muss das Fahrzeug über mehrere Jahre abschreiben.

Das mit über mehrere Jahre war mir bekannt. Ich meinte nur ob es eben nicht grundsätzlich egal ist wie man finanziert.

Im Prinzip ja. Aber dafür gibt es die Steuerberater.

Meine Meinung ist aber, das Leasing Vorteile hat. Es gibt keine Einnahmenbuchung bei Verkauf. Und gerade bei kurzen Laufzeiten oder vorzeitigen Wechsel gibt es keine Rechnerei bezgl. Abschreibung.

Beispiel: Keine Anzahlung, 36 Moante Leasing. Nach 20 Monaten will man ein anderes Auto. 20 mal die Leasingrate abgesetzt, für den neuen Wagen wieder die Leasingrate absetzen. Keine anteilige Abschreibung, keine Einnahmenbuchung - nix.

Themenstarteram 25. Juli 2017 um 8:43

Zitat:

@bermuda.06 schrieb am 25. Juli 2017 um 07:13:38 Uhr:

Ich weiß nicht, wie die steuerlichen Regelungen bei Selbstständigen aussehen, aber normalerweise liegen Leasing und Varii-Finanzierung immer dicht beisammen. Wenn du Nicht unbedingt alle 2 Jahre ein neues Auto möchtest, dann wäre die Finanzierung vielleicht die bessere Wahl, weil das Fahrzeug irgendwann abbezahlt ist. Da dein Einkommen ja in der Regel schwankt, ist es schon vorteilhaft, wenn man nicht für immer eine Rate bezahlen muss.

Bezüglich steuerlichen Fragen kann der Steuerberater sicherlich besser helfen.

Die Vario-Finanzierung ist gewissermaßen ja eine Finanzierung, wenn man sich für den Kauf entscheidet. Macht man das nicht, bleibt es beim Leasing.

Durch eine hohe Sonderzahlung (wenn es im Jahr der Anschaffung gut läuft) habe ich relativ niedrige Raten, so dass sich die finanzielle Belastung in ggfs. schlechteren Jahren im Rahmen hält.

Themenstarteram 25. Juli 2017 um 8:46

Zitat:

@bermuda.06 schrieb am 25. Juli 2017 um 07:17:57 Uhr:

Warum musst du dafür eigentlich 2 Threads auf machen? :rolleyes:

Danke für die Kritik. Ich habe mich für 2 Threads entschieden, weil der eine sich mit der allgemeineren Frage welche der 3 klassischen F.-Arten für FB attraktiver ist, beschäftigt. Der andere Thread ist sehr spezifisch und bezieht sich konkret auf das Leasing. Für einen anderen Leser ist es möglicherweise so einfacher das für ihn passende Thema auszuwählen.

Als Freiberufler sollte man sich, meiner Meinung nach, für's Leasing entscheiden. Die steuerlichen Vorteile sollte man nicht außer acht lassen. Wenn du das Auto am Ende der Leasingzeit behalten möchtest, nimm doch die Klausel auf, dass du das Auto am Ende der Vertragslaufzeit übernehmen darfst.

Gruß Dirk

Immer wieder. Es gibt bei Leasing keine steuerlichen Vorteile von gesparten Euros.

Und auch immer wieder, so eine Klausel macht aus dem Leasing eine Finanzierung, was das FA nicht gerne sieht.

Wenn man keine Ahnung hat, besser nichts dazu schreiben.

Ich würde mir an deiner Stelle mal durchrechnen lassen, ob du mit einem Invedtitionsabzugsbeträgen (Einkommensteuergesetz Paragraph 7g) und Sonder-/Normalabschreibungen in Verbindung mit einer Finanzierung nicht günstiger kommst.

 

Also einfach mal deinen Steuerberater drauf ansprechen.

 

 

http://www.hannover.ihk.de/.../investition0.html

Themenstarteram 25. Juli 2017 um 16:30

Zitat:

@benprettig schrieb am 25. Juli 2017 um 14:33:50 Uhr:

Immer wieder. Es gibt bei Leasing keine steuerlichen Vorteile von gesparten Euros.

Und auch immer wieder, so eine Klausel macht aus dem Leasing eine Finanzierung, was das FA nicht gerne sieht.

Wenn man keine Ahnung hat, besser nichts dazu schreiben.

Verstehe ich das richtig, dass schon die Möglichkeit zur Fahrzeugübernahme, wie das bei der Vario-Finanzierung der Fall ist, aus dem Leasing eine Finanzierung macht und daher über 6 Jahre abgeschrieben werden muss und die Leasingrate z.B. bei 36 Monaten Leasingslaufzeit nicht in voller Höhe abgesetzt werden kann?

Alles wo auch Leasing drauf stehen kann, es aber den Sinn einer Finanzierung zum Eigentumserwerb dient, wird als Finanzierung vom FA gewertet.

Wie genau das bei der Vario-Finanzierung von Sixt ist weiß ich nicht. Da die Leasing anbieten, müsste die Vario-Fianzierung ein Darlehen sein, wo du am Ende lediglich die Möglichkeit hast, das Auto zu kaufen oder abzugeben.

Leasing ist eine Miete mit fester Laufzeit und OHNE Eigentumserwerb und Absicht.

Es mag Tricks am Ende geben, aber da wie schon erwähnt den Steuerberater fragen, der kennt auch das zuständige FA.

Zitat:

@Scholle833 schrieb am 25. Juli 2017 um 16:30:54 Uhr:

Verstehe ich das richtig, dass schon die Möglichkeit zur Fahrzeugübernahme, wie das bei der Vario-Finanzierung der Fall ist, aus dem Leasing eine Finanzierung macht und daher über 6 Jahre abgeschrieben werden muss und die Leasingrate z.B. bei 36 Monaten Leasingslaufzeit nicht in voller Höhe abgesetzt werden kann?

Wie heisst es immer so schön? Kommt drauf an.

 

Wenn die Leasing-Laufzeit zwischen 40 und 90 % der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer liegt (bei PKW somit zwischen 28,8 und 64,8 Monaten) und der vereinbarte Kaufpreis nicht unterhalb des Restbuchwertes bei linearer Abschreibung liegt, dann wird das Fahzeug dem Leasinggeber zugerechnet. Es wird dann bei dem in der Bilanz aktiviert und abgeschrieben, du kannst die Leasingraten als Aufwand geltend machen. Das Problem ist hier somit meist der Restkaufpreis.

 

Wenn dein Auto 30.000 Öcken kostet und du nach 3 Jahren Leasing 16.000 bezahlen musst; alles i.o.

 

Sind es nur 14.000, dann hast du Pech gehabt.

 

Aber wie gesagt, schau dir mal die Geschichte mit dem Investitionsabzugsbetrag und der Sonderabschreibung an.

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