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Balkan-Tour

Themenstarteram 1. Juni 2016 um 8:34

Hallo zusammen!

Wie sind Eure Erfahrungen am Balkan. Wo muss man gewesen sein?

Ich überlege im Sommer eine 14 Tage Balkan-Tour mit ein paar Kumpels und da wir die Gegend noch kaum kennen wollt ich fragen, ob von euch jemand schon mal dort war und ein paar Tipps bzgl. Strecken und/oder Orte, Städte hat, die man gemacht haben muss.

Wir würden über Kärnten nach Slowenien, Kroatien, Bosnien, ev. bis Serbien rüber, Montenegro bis Nordalbanien. Entweder über die Berge runter und Küste rauf, oder kreuz und quer runter und mit der Fähre retour...Alles Straßenbikes!

Danke!!

Flo

Beste Antwort im Thema

Hier mal so ein paar Anlaufpunkte die sich wunderbar durch kurvenreiche Strecken durch Gebirge und Täler verbinden lassen.

Montenegro: Die wunderschöne Bucht von Kotor und das Inselchen Sveti Stefan. Durmitor Nationalpark.

Bosnien Hercegovina: Mostar, in der Altstadt fühlst dich wie im Orient. Von der alten Brücke finden am 16.08. (wenn mich nicht alles täuscht) spektakuläre Sprünge in die smaragdgrüne Neretva statt.

Die Kravice Wasserfälle,der Nationalpark Sutjeska,Sarajevo, Bihac - Wildwasserrafting/Kanufahren, ein Feeling wie im Grand Canion ;), die Buna Quelle. Die Strecke an der Neretva entlang ist traumhaft.

Vrbas Canyon und Jajce.

Krotien: Ohje, wo anfangen und wo aufhören :).

Dubrovnik ist natürlich interessant. Mir pers. zu überlaufen. ( von oben am schönsten). Opuzen bei Dubrovnik ist malerisch. Die halbinsel Peljesac. Diokletianpalast in Split. Omis an der Makarska Riviera - da kannst 500 m ins Meer laufen und das Wasser kommt dir bis zu den Knien , Starigrad, Crikvenica in Rijeka Nähe - Rijeka selber würd ich auslassen, Pula - das kroatische Rom.

Im Landesinneren das Dinarische Gebirge, den Velebit, Slunj an der Korana, Lokvarsko Jezero,Senj, Karlovac .... könnt unendlich aufzählen.

Die Landschaft in der "Lika" ist wunderschön.

Je nachdem wie ihr fahrt ist auch Vukovar vllt. geschichtlich interessant.

Wenn ihr über Villach fahrt, den Wurzenpass,Kobarid an der Socia,Vrsic Pass - Nova Gorica, den Alan Pass mitnehmen.

Viel Spass beim Stecknadel stecken :D

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Vielleicht hilft Dir das ein wenig.

Montenegro und Serbien bereiste ich mit meiner R 100 S noch zu einer Zeit, als das "Jugoslawien" hieß. Diese Infos dürften überholt sein. :rolleyes:

Man muss in Dubrovnik, der alten Seerepublik Ragusa gewesen sein. Und in Zadar. Zadar ist in dem Reisebericht oben beschrieben, Dubrovnik habe ich vor und nach dem Balkankrieg besucht. Ohne die ganzen Granateneinschläge sah es besser aus.

Eindrucksvoll sind die Plitvicer Seen, nicht gesehen haben muss man die Krka - Fälle.

Auch schon 30 Jahre her, aber unvergessen der Besuch in der riesigen Karsthöhle von Postojna, einst als Adelsberger Grotte bekannt.

Es ist die zweitgrößte für das Publikum offene Tropfsteinhöhle weltweit.

Im Sommer läufst du in Dubrovnik durch die Gassen wie eine Sardiene in der Dose. ;) Bei Temp. über 35° im Schatten schaust du dir die Stadtmauer lieber aus einem Cafe an statt auf ihr zu laufen.

So Touristenüberlaufene Städte sind im Frühjahr/Herbst sehenswerter.

Genauso Plitvice. Da sind die Wasserfälle nicht so mächtig und eindrucksvoll. Außer es regnet eine Woche vorher. Um alles sehen zu können reicht es nicht aus sich von der Strasse in den Park zu schleichen, Eintritt ca. 15€.

Wieviel wollt ihr denn täglich fahren und wie übernachten?

Hier mal so ein paar Anlaufpunkte die sich wunderbar durch kurvenreiche Strecken durch Gebirge und Täler verbinden lassen.

Montenegro: Die wunderschöne Bucht von Kotor und das Inselchen Sveti Stefan. Durmitor Nationalpark.

Bosnien Hercegovina: Mostar, in der Altstadt fühlst dich wie im Orient. Von der alten Brücke finden am 16.08. (wenn mich nicht alles täuscht) spektakuläre Sprünge in die smaragdgrüne Neretva statt.

Die Kravice Wasserfälle,der Nationalpark Sutjeska,Sarajevo, Bihac - Wildwasserrafting/Kanufahren, ein Feeling wie im Grand Canion ;), die Buna Quelle. Die Strecke an der Neretva entlang ist traumhaft.

Vrbas Canyon und Jajce.

Krotien: Ohje, wo anfangen und wo aufhören :).

Dubrovnik ist natürlich interessant. Mir pers. zu überlaufen. ( von oben am schönsten). Opuzen bei Dubrovnik ist malerisch. Die halbinsel Peljesac. Diokletianpalast in Split. Omis an der Makarska Riviera - da kannst 500 m ins Meer laufen und das Wasser kommt dir bis zu den Knien , Starigrad, Crikvenica in Rijeka Nähe - Rijeka selber würd ich auslassen, Pula - das kroatische Rom.

Im Landesinneren das Dinarische Gebirge, den Velebit, Slunj an der Korana, Lokvarsko Jezero,Senj, Karlovac .... könnt unendlich aufzählen.

Die Landschaft in der "Lika" ist wunderschön.

Je nachdem wie ihr fahrt ist auch Vukovar vllt. geschichtlich interessant.

Wenn ihr über Villach fahrt, den Wurzenpass,Kobarid an der Socia,Vrsic Pass - Nova Gorica, den Alan Pass mitnehmen.

Viel Spass beim Stecknadel stecken :D

Zitat:

@Nette Hexe schrieb am 4. Juni 2016 um 10:05:21 Uhr:

Von der alten Brücke finden am 16.08. (wenn mich nicht alles täuscht) spektakuläre Sprünge in die smaragdgrüne Neretva statt.

Die zu diesem Zeitpunkt 423 Jahre alte Brücke (1566 erbaut) von Mostar haben die Kroaten am 9.11.1993 mit ihrem Artilleriefeuer gezielt zerstört.

Die jetzige "stari most" wurde von einer türkischen Baufirma für 15 Millionen Euro wieder original nachgebaut, dabei wurden Fragmente der alten Brücke verwendet.

2004 wurde sie eingeweiht.

Ich kannte noch die wahre alte Brücke. Auf der rechten Seite der Neretva war ein schönes Künstlerviertel.

Solltet ihr nach Sv. Stefan kommen, empfehle ich das Hotel "Mare Nostrum" . Da war ich schon. Ist prima.

Wenn du schon denkst die Geschichte, oder meine zwei Heimaten (mal wieder typisch für dich :( ) besser zu kennen,dann bitte richtig.

Die Brücke wurde 1566 fertiggestellt. Gebaut wurde sie von 1557- 1566.

Damals war sie die als größte Brücke weltweit.

1993 war die Brücke 427 Jahre alt. Wer sie zerstört hat ist - laut Gericht - nicht bewiesen.

Ich bereise die ehem. sozialistische Republik Jugoslawien, sowie das heutige Slowenien, Kroatien, Montenegro, Bosnien-Hercegowina und Serbien seit 1982. Das sind 34 Jahre. Da lernt man viel kennen. Außerdem beschäftige ich mich immer mit der Geschichte und den Hintergründen der von mir bereisten Länder. Ich kenne auch das bosnische Hinterland um Banja Luka, die Berge des Montenegro und nicht nur die Küstenstraße. In Bosanska Gradiska gibt es eine Siedlung der "Jugoschwaben" wie die sich selbst nennen. Ehem. jugoslawische Staatsbürger, die in Sindelfingen bei Daimler arbeiten und da ihre Häuser gebaut haben. Ein Stück schwäbische Idylle mitten in Bosnien. :D

Und ich kenne eben noch die wirklich "alte" Brücke. Ich war in den 80er Jahren mit meiner BMW R 100S mehrmals in Mostar.

Ich habe auch noch schreckliche Bilder der vor der Stadt hausenden Sinti und Roma in Erinnerung.

Das nackte Elend und Armut.

1993 musste ich im Fernsehen mit ansehen, wie irgendwelche Arschlöcher die -wie ich schrieb- 1566 erbaute (=fertig gestellte, was ist daran anders ?) "alte" Brücke mit den uralten, von Millionen Füßen abgewetzten Steinen in Schutt und Asche legten. Aber natürlich habe ich heute Nacht im Kopf falsch gerechnet: 1566 bis 1993 sind 427 Jahre. In diesem Punkt hat die "Nette Hexe" natürlich Recht. Das ist auch wichtig.

Das war für mich ein wirklich trauriger Moment, denn da war schon klar, egal wie die (in dem Fall Türken) das wieder aufbauen, die alte Brücke wird es nicht mehr geben.

Letztlich ist es egal, welche Seite von Idioten das getan hat. Ein vollkommen sinnloser Krieg eines von Josip Bros Tito mit Gewalt zusammengewürfelten Vielvölkerstaates, in dem ständig die Lunte brannte, nur das Pulverfass wurde hin- und hergerollt. Man muss sich nur aktuelle Bilder kroatischer Fussballfans vor Augen halten, um das Aggressionspotential einiger dieser Menschen zu erkennen.

"Fans" ein- und derselben Mannschaft, die sich untereinander prügeln. Eine Minderheit, zweifellos, aber es war auch eine Minderheit, die diesen Krieg entfachte.

Im Mai 2013 verurteilte der Strafgerichtshof sechs Verantwortliche der Kroatischen Republik Herceg-Bosna wegen schweren Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, aber auch wegen Zerstörung der Brücke erstinstanzlich zu langjährigen Haftstrafen. (Wikipedia)

Wenn jetzt jemand von der "alten" Brücke schreibt, kommt man schon auf den Gedanken, der- bzw. diejenige hat irgendwas nicht mitbekommen. Kann ja mal vorkommen.

Aber zum Thema:

Was die Halbinsel Peljesac betrifft, kann ich die Euphorie nicht teilen. Ich habe mehrfach in einer kleinen Bucht namens Prapratna in der Nähe der Salzfelder von Ston Urlaub gemacht.

Eher öde und karg habe ich Peljesac in Erinnerung, ein Traum dagegen die Inselstadt Korcula auf der gleichnamigen Insel, die man mit der Fähre von Orebic erreicht.

Die Plitvicer Seen habe ich in sehr schöner Erinnerung, mehr kann ich dazu nicht sagen, die Postoijna Jama waren mega-beeindruckend. Leider fehlte mir 2009 die Zeit, nochmal einzufahren.

Was Dubrovnik betrifft, gibt es sicherlich zwei Sichtweisen. Natürlich ist die Stadt überlaufen. Auch ein Grund, 2009 den Besuch von Dubrovnik zu cancellen, zumal wir keinen sicheren Platz für unsere Bikes mit Gepäck gefunden hätten. Und was nicht niet- und nagelfest ist, wird dort geklaut.

Aber Dubrovnik ist eben sehr geschichtsträchtig. Auch hier blutete mir das Herz, als ich die Stadt nach 2000 wieder besuchte. Ich kannte noch das alte, das schöne Dubrovnik, mit den uralten Fassaden. Auch hier hatte der Krieg seine Spuren hinterlassen.

Ein Land, zwischen dem alten Europa und dem Balkan wird gnadenlos unterschätzt, das ist Slowenien.

Ursprünglich wollten wir dieses Jahr mit Enduros dorthin reisen, es gibt tolle offroad-Strecken, eine extrem abwechslungsreiche Landschaft, die z.B. der Küstenstaat Kroatien so nicht zu bieten hat, aber das kann man in dem oben verlinkten Reisebericht, gerne hier nochmal, nachlesen.

Da ist mir im Übrigen noch ein fataler Fehler unterlaufen. Das empfohlene Hotel "Mare Nostrum" liegt in Sveti Petar na Moru, südlich Zadar. Sveti Stefan kenne ich nur als eine kleine Insel mit Landverbindung südlich von Budva in Montenegro.

Meines Wissens (ist auch noch aus Vorkriegszeiten, als wir 2 Wochen in Budva waren) eine Hotelanlage.

Allerdings kenne ich den nordwestlichen Bereich zwischen Zagreb und Osijek (noch) nicht.

Das Hinterland war auch Jahre nach dem Krieg nicht sicher.

Der alpine touch, den Slowenien auch zu bieten hat, ist hier naturgemäß nicht vorhanden.

Den Wurzen sind wir früher immer gefahren, noch zu Zeiten, in der fernreisende Türken zu dritt am überladenen Transit schoben, dass der im ersten Gang den Berg raufkommt. :p Ein Nadelöhr mit Megastau gab es immer zwischen Jesenice und Kranj. Ob es das noch gibt, keine Ahnung, 2009 sind wir über das Friaul nach Slowenien eingereist, über den verwaisten Passo Tanamea. Das war einfach klasse.

Ich bekomme schon bein Schreiben Lust, mal wieder dorthin zu reisen. Südlicher als Ulcinj war ich noch nicht, da wehte auch noch der Rote Stern von den albanischen Grenzbefestigungen. Ich habe mit 2 Leuten persönlich gesprochen, die Albanien bereisten, allerdings beide mit Reiseenduros, Triumph Tiger und Honda Africa Twin. Die waren sehr angetan. Es fehlt eben an Infrastruktur.

Auch ein Video von mimoto bei youtube ist sehenswert.

Ansonsten gibt es viele Infos im Netz.

Aber wenn man die Möglichkeit hat, an Insiderinfos von Einheimischen oder dort Gebürtigen zu kommen, wie das bei "Nette Hexe" offensichtlich der Fall ist, ist das natürlich weitaus besser. Daher auch von mir einen grünen Daumen für den (sachlichen) Beitrag von Nette Hexe.

Sammler,der TE möchte dieses Jahr im Sommer fahren, was nutzt es ihm da wenn du Geschichten von vor

20-30 Jahren erzählst. Es hat sich so viel verändert.

Jedes Land auf Erden hat sein Für und Wieder, seine Schönheiten sowie auch Grausamkeiten.

Willst dem TE vllt. noch erzählen wie es im 2. Weltkrieg im Schwarzwald oder in Frankreich war. :(

Man lebt im Heute und jetzt,als Motorradfahrer vllt. mehr als manch anderer.

Die Länder die er bereisen möchte haben so viele versteckte ( OK, ein paar hab ich aufgezählt ;) ) Naturschönheiten die es lohnt zu fahren.

Kroatien besteht ja nicht nur aus dem im Sommer überlaufenen und teuren Meer.

Ich habe versucht ihn nur von den überfüllten Tourimagneten fernzuhalten. Mitten im Sommer ist das der reinste Horror.

Ich gönn mir da immer den Frühjahr und den Herbst mit'm Möpp meines Schwagers.:)

Lass den TE und seine Freunde einfach die Länder vorbehaltlos bereisen und Land und Leute kennenlernen ( nicht wie es mal war ) und drück deine Antiphatie mir gegenüber (trotz dem grünen) per PN an die kroatische "Nette Hexe" aus.

(Oder im Bikertreff - Laberfred etc.)

@TE ... wann seid ihr denn unten?

Es wäre schön, wenn Du einfach Deine Tipps geben könntest und mich schreiben lassen, was ich erlebt habe.

Du musst das weder lesen noch kommentieren. Es gibt auch unterschiedliche Sichtweisen, dass Du immer nur Deine anerkennst, ist schade.

Ich habe Dich in keinster Weise angegriffen, kein Grund also, mich andauernd anzustänkern.

Auch gute Ratschläge, was ich zu tun und zu lassen hast, kannst Du Dir getrost sparen. Das steht Dir nicht zu.

Im Gegenzug zu den anderen,unbeteiligten kann ich sehr gut zwischen den Zeilen lesen. ;)

In Kroatien gibts für solche Fälle ein gutes Sprichwort:

Kad si gotov pusti vodu. :D

Ich habe ja eine Schwäche für Sprachen.

Also, sag' schon, Hex' - was bedeutet das?

 

 

Hoffe, das hat nichts mit dem Götz von Berlichingen zu tun? :D:D

:eek: @TDIBIKER .... never ever ... solch verlockende Angebote bekommt nur mein Mann :D :D

Ergockel's doch :p

Mal zur Erklärung. Sammler's Geschichten und Touren sind ja wirklich nett zu lesen und auch informativ, aber in diesem Fall eben sehr weit zurückliegend. Ich würd micht jetzt auch nicht zu ES oder FR äußern nur weil ich da vor 25 Jahren war.

Das er da ein Problem mit mir hat ist seine Last, nicht meine. Ich hab keine Probleme mit mir. :D

Ich auch nicht...:)

*wimperklimper :D

@Flo_Rentin

auch wenn es schon zu spät ist, oder du schon auf der Balkan Tour bist,

pass bloss auf wenn die alten Küstenstrassen in Kroatien nass sind

das ist wie Schmierseife, ich konnte nicht einmal im 2 Gang anfahren

und noch was, ich hatte das Vergnügen, die Krankkenhäuser sind Katastrophal

Operieren können sie sehr gut, vom Essen rede ich schon gar nicht ( Krankenhaus)

Also Augen auf, Handgelenk locker und das Essen in einer "Konoba" wird dir sicher besser schmecken als im Krankenhaus

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