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Tour Provence / Cote d'Azur / Ligurien

Themenstarteram 15. Februar 2006 um 13:33

Hallo -

Gerade Autoreisezug fürs Mopped gebucht von Hamburg nach Narbonne

und dann von Livorno wieder zurück.

Hat jemand von Euch Tips für die obige Strecke ?

Gruß

Wetandi

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10 Antworten

Ich war 2004 in Süd-Frankreich und muss zum Autoreisezug mal was Grundsätzliches sagen:

Der Autoreisezug heißt Autoreisezug, weil er für Autos gedacht ist. Motorräder werden zwar mitgenommen, sie sind aber wegen des höheren Aufwandes eher nicht so gern gesehene Gäste. Die mit vier bis sechs Spanngurten befestigten Motorräder fallen dann auch beim Beladen schon mal um (bei mir passiert) oder die Schnalle des Spanngurtes schubbert über ein Verkleidungsteil und hinterlässt Spuren.

Häufig fahren die Motorräder entgegen der Fahrtrichtung! Das bedeutet, dass die Verkleidung oder die Scheibe einen Winddruck von bis zu 160 km/h rückwärts aushalten muss! Schon mal daran gedacht, dass die Verkleidung für Kräfte in die falsche Richtung nicht gebaut wurde? Da kann eine Scheibe schon mal flöten gehen.

Das Gleiche gilt für Gepäck, das auf/am Bike gelassen wurde. Es wurde befestigt mit dem Gedanken, dass der Wind von vorne kommt !!! – Ist aber falsch gedacht.

Eine am Fahrzeug gelassene Grundplatte für den Tankrucksack kann durch „Rückwärtsfahren“ den Lack des Tankes in einer Nacht vollständig ruinieren.

Der 65-jährige Audi 80 – Fahrer, der von Berlin nach Verona fährt, dessen 15 Jahre alter Wagen 56.000 km runter hat, ist die eigentliche Zielgruppe des Autoreisezuges. Das Gepäck bleibt sicher im Kofferraum, während er sich nur mit einer kleinen Tasche bewaffnet in sein Schlafabteil begeben kann.

Nicht so Motorradfahrer. Neben dem Helm tragen wir den Tankrucksack und die Rolle bzw. einen/zwei Koffer mit uns rum. Das Abteil ist so klein, dass – ist man mit mehreren Gleichgesinnten unterwegs – arge Probleme mit dem Gepäck bekommt. Es ist einfach nicht genügend Platz da. Die Stiefel werden ausgezogen, die Jacken können nicht aufgehangen werden.

Denkt daran, für die Nacht geeignete Kleidung / Schlappen extra leicht griffbereit zu haben (Jogginghose + Badelatschen). Das gilt auch für die Rückfahrt. Die Toiletten sind von erträglich bis ekelerregend zu klassifizieren.

Gegen 23.30 Uhr macht der Schaffner das Licht aus.

Man versucht zu schlafen. Es ruckelt aber doch sehr. Dazu muss man wissen, dass der Autoreisezug als Güterzug gilt und nicht auf den Gleisen des ICE fährt. Wer in der Nacht mehr als 3 Stunden Schlaf bekommt kann sich glücklich schätzen.

Das Frühstück kann – je nach Anbieter – recht gut sein.

Bei der Rückfahrt ist es möglich, dass man am Verladeort nicht die nötige Hilfe vom Personal bekommt. So mussten wir einmal unsere Motorräder bei völliger Dunkelheit (22.30 Uhr) ohne Bahnpersonal selbst befestigen, weil der Mann, der das kann, an diesem Tag nicht da war! Man sollte sich auch in Deutschland am Verladeort mal eine Woche vorher umsehen und zusehen, wie so eine Verladung abläuft (sofern man es noch nie gemacht hat). Dann sollte man sich auch die Punkte der Verzurrgurte am eigenen Motorrad suchen.

Der vom Verladepersonal angerichtete Schaden wird über die „Europäische Reiseversicherung“ abgewickelt. Und die benehmen sich halt so, wie sich Versicherungen benehmen – sie zahlen erst mal nicht – oder nur teilweise. Man setzt sich leider nicht mit dem Schadenverursacher auseinander, sondern mit der Haftpflichtversicherung. In meinem Fall war der angerichtete Schaden höher als der Preis für die Hin- und Rückfahrt. Verdient hat die Bahn an mir sicher nichts.

Noch einmal fahren würde ich mit dem Autoreisezug tatsächlich nur die Strecke nach Narbonne, weil das halt Scheiße weit weg ist (von Berlin aus gesehen). Kürzere Strecken (Frejus, Bozen, Verona, Innsbruck, Livorno) würde ich als Tour mit einplanen.

Viel Spaß und gute Heimkehr

Themenstarteram 15. Februar 2006 um 21:55

@ kandidatnr2

Danke für Deinen Erfahrungsbericht vom Autoreisezug ...

Ich kann das nicht bestätigen, aber ich bin auch erst einmal vor

zwei Jahren von Hildesheim nach Verona und zurück gefahren.

Ich hatte erst drei Tage vor Verladung meine Lappen bekommen,

daher war das auffahren noch ein rechtes Abenteuer.

Aber die Moppeds waren in Fahrtrichtugn angebracht und mit

Gurten gabs auch keine Probleme - Verkleidung ? Wir fahrn

Chopper ...

Aber trotzdem Danke, man weiß so etwas besser worauf man

acten muss, falls der Italiener nicht spurt ...

Gruß

Wetandi

Hallo "nasser andreas" :D

Ich weiss nicht wann du fahren willst, aber wir waren grade dort, auch mit Chopper.

Ich kann dir nur sagen: Nimm zwei Extratage Zeit und fahre mit dem Mopped. Wir starteten in Köln durch die Eifel nach Luxemburg durch die Vogesen bis zum 1, Stopp über Nacht. Das war auch sehr schön.

Ich verzichte so lange wie es geht auf den Zug!

Schau mal auf www.me-koeln.de nach der Route, war einfach genial und die nächste Tour ahbe ich schon im Hinterkopf!

am 4. Juni 2006 um 8:52

Cote d' Azur/Provence

 

Hi Andi,

Autozug hat bei mir 2x ordentlich gefunzt.Keine Probleme weder in Deutschland noch in Frankreich,na ja außer eigene Dussligkeit aber das ist ne andere Geschichte.Wenn du da unten bist als Empfehlung,Avignon (alter Papstsitz),Grand Canon du Verdon,falls du mit Frau fährst, Grasse mit seinen Parfümmanufakturen(Werksverkauf)oder die Daluis- und die Cians Schluchten.Ist zwar etwas weiter weg aber wenn man schon mal da ist würde ich noch den Cole de Bonette empfehlen,ist die höhste Passstraße in Europa mit fast 2800 Meterchen.Viel Spaß und gute fahrt.

Themenstarteram 4. Juni 2006 um 11:09

HI BigBad ...

Danke - in zwei Wochen sind wir ja schon da *freu*

Avignon und Grand Canon sind auf jeden Fall geplant, die Cians auch.

Werd mal sehen wo der Cole de Bonette ist und ob wir das noch

zwischenschiebn können ...

Gruß

Wetandi

Hi wetandy,

Livorno habe ich vor zwei Jahren anlässlich eines Kurztrips nach Elba erlebt. Mit "deutscher Reiseleitung", sprich: vor Ort in Livorno war ein deutscher DB-Mensch, der die komplette Einweisung/Anordnung übernahm. Vollkommen schmerzfrei :).

Probleme gab's lediglich mit Dosenfahrern, die noch niemals eine Steigung wie die zum Erklimmen des oberen Decks gefahren waren, sich gemeinhin wohl immer nur auf Straßen doppelter Breite und Höhe eines Autozugwagens bewegt hatten etc. Von den üblichen Nörglern mal abgesehen (vergiss sie einfach: "warum muss ich jetzt warten, ich war doch viel früher da" etc. Idioten findest Du immer. Technische Notwendigkeiten gehen diesen Leuten mangels Kapazität an geeigneter Stelle, ganz oben gemeinhin, beim "homo erectus", an der Rückseite vorbei).

Was das "nicht mögliche Schlafen" im unruhigen Zug angeht: natürlich ist das kein *****-hotel. Ein oder zwei Bierchen, ein bischen Wein oder so helfen aber :-) (und unsere Zugbegleitrin war einfach extrem süß, für das Mädel hät ich mir mehr als eine Nacht um die Ohren geschlagen).

Und immerhin, bevor ich, für 7 Tage Urlaub auf Elba, 4 Tage auf Autobahnen mit zusätzlichen Übernachtungen unterwegs bin (im September, Regen bis/von den Alpen, nach/bis Hannover, ebenda so etwa 10°C, wärmer war's wohl nirgends nördlich der Alpen :(), schlaf ich lieber 2 Nächte etwas schlechter.

Wir sind übrigens mit bis zu 6 (sechs!) Leuten in einem Abteil untergekommen. Normalerweise haben wir auf unseren Italientouren immer nur 5 Personen pro Abteil gebucht, anlässlich der Elbatour habe ich aber, im Einverständnis mit anderen Touteilnehmern, mein nur mit 3 Personen belegtes Abteil dem aleinseinwollenden Pärchen überlassen. Und, mit 5 anderen, also zu sechst, in einem Abteil geschlafen. Geht, wenn alle mitspielen, problemlos. Stauraum gibts sowohl unter den unteren Betten als auch auf der Gangseite an den oberen Betten. Und da passten sowohl die Windshields der Komfortfahrer als auch die Jacken und Helme aller hin. Den kläglichen Rest des Gepäcks (auch einige Gepäckrollen finden Platz über und neben der Tür) brachten wir auch unter.

Kein wirkliches Problem.

Und wenn tatsächlich kein Platz mehr für meine Jacke sein sollte, nehm ich sie einfach unter/als Kopfkissen, so wie beim Zelten auch. Und schon ist "Alles gut" :).

Gruß aus H

Uli

Themenstarteram 11. Juni 2006 um 21:25

Hi Uli -

vielen Dank ...

HD Fat Boy aus Hanno ?

Meine Süsse ist auch aus Hanno - fährt ne Virago 1100 und ist gut

bekannt mit Hotte (Elektriker) und so ner HD Gang ...

Kennst Du die vielleicht ?

Kommst Du am 14/17 Juli zu den Harley Days nach HH ?

Wir fahrn die Parade am Sonntag selbstverständlich wieder mit.

Zurück zum Zug - wir hatten damals nach Italien (von Hildesheim

nach Verona ...) vierer Belegung gebucht -

Hatten aber hin und zurüch das Abteil für uns allein ..

Ach ja .- der Trick mit ner Pulle Rotwein funktionierte auch bei uns!

Gruß aus HH

Wetandi

Hi wetandy,

ich bin in HH auf dem Stand von HD Hannover zu finden (aushilfsweise, als "Gastarbeiter" sozusagen :)).

Hotte? weis ich nicht, aber ich kenne zu viele Leute und habe ein zu schlechtes Namensgedächtnis. Dafür erkenne ich aber noch nach Jahren die Gesichter (und lass mir bzgl. der Namen dezent auf die Sprünge helfen ;)).

Fatboy aus H ist korrekt

Gruß aus H

Uli

Themenstarteram 12. Juni 2006 um 11:54

Weist Du, wo der Stand von HD Hanno sein wird ?

Dann schaun wir mal vorbei und berichten kurz von unserer Tour.

Sind am 1.7. wieder in HH zurück ...

Gruß

Wetandi

Hi wetandi,

äähhh..irgendwo, unter den Ständen der anderen vertretenen Harleydealer an den Landungsbrücken. Da aber Hannover, Frankfurt und Wiesbaden zusammen gehören, ist's ganz sicher nicht eines der kleinsten Zelte :).

Viel Spaß auf eurer Tour

Gruß aus H

Uli

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