Aus aktuellem Anlass: Augen auf beim Moppedkauf
Es frühlingt. Die ersten Saisonbiker sind am Start, diejenigen, die –wie ich- das ganze Jahr fahren, nehmen es gelassen, dass eine Sonntagsfahrt durchs Lautertal wieder mit einem Krampf im linken Arm endet. Es ist aber auch eine Zeit, in der zwei Spezies wie die Tulpen sprießen: Die, die gerne ein Motorrad hätten und die, die eines loswerden wollen. Davon handelt mein Beitrag:
Mist !! Drei Motorräder auf einen Schlag im Eimer. Alle drei in meinem Besitz befindlichen Kawasakis sind ganz offensichtlich defekt.
Wie das geschehen konnte ? Aus heiterem Himmel. Ich habe Verkaufsanzeigen auf den einschlägigen Internet-Seiten studiert. Eine Kawasaki klappert immer... steht da zu lesen. Dass das keinesfalls ein Defekt sei, sondern bei einer Kawasaki so sein muss. Deshalb nenne man sie auch „Klappersaki“ wie jeder halbwegs Informierte Motorradfreund wisse.
Das Ganze gipfelt in der Behauptung, eine Kawasaki, die nicht klappert, habe einen Defekt. „Kenner“ wissen das. „Kenner“ ? Nein, natürlich nur „Echte Kenner“ .
Von einer schlimmen Vorahnung erfüllt, schleiche ich zur Garage. Als Erstes zerre ich die ZX 10 auf die Straße. Dieses Motorrad hat mich seit Jahren durch halb Europa getragen, erbarmungslos behängt mit Koffern, Topcase und Tankrucksack, dazu noch den mit Montur gut 120 Kilo schweren sammler drauf und der Motor mit seinen knapp 140 PS hat mich immer begeistert. Jetzt ist er wohl hinüber.🙁
Bange Minuten: Choke durchziehen, Benzinhahn auf, kein Gas… mit der ersten Anlasserumdrehung nimmt der Motor die Arbeit auf und dumpfes Grollen entweicht der devil – Tüte. Ich lausche aufmerksam auf verdächtige Geräusche und da sind sie: Man hört:
- Nichts.
Kein Klappern, kein Rasseln, nichts. Vermutlich bin ich kein echter Kenner, wenngleich ich ziemlich genau weiß, wie es in diesem Motor aussieht: Nockenwellen ohne Einlaufspuren, Ventilspiel in Ordnung, die Schlepp -Kipphebelchen ohne Pitting.
Der Steuerkennspanner und die Steuerkette im grünen Bereich und bevor die Primärkette sich längt, um zu schlagen, müsste der Motor wohl 200.000 km auf der Uhr haben.
Dasselbe Spiel bei der GPZ 1100: Unauffällig wie es das ganze Motorrad ist, läuft auch der Motor sauber rund, leise blubbernd finden die Abgase den Weg durch die Serienpüffe alles scheint okay, nur das Klappern fehlt. Also noch ein Motor im Eimer. 😰
Bei der ZZ-R 1100 genannt „Sargnagel“ wird’s nicht besser. Giftig prötteln die 150 PS nach kurzem Druck auf den Starterknopf durch den Eagle Mach7 und der Motor lässt schon im Standgas keinen Zweifel an seinem Potential. Aber auch er klappert nicht.
Motorrad Nummer 4: Auch der Motor poltert gleich los, und hurra: Es klappert. Klappert ? Es rasselt. Rasselt ? Es hört sich an, als würden 100 Schmiede abwechselnd den Hammer auf einen Stahl krachen lassen. Na also, geht doch…
Nur: Das ist keine Kawasaki. Es ist die Ducati M 900 Monster mit der Trockenkupplung, einem Aluminium-Kupplungsdeckel und offener Rizoma-Abdeckung. Klingt wie ein kapitaler Lagerschaden, ist aber normal.
Kenner wissen das. Sofern es „echte“ sind. 😁
Der oben von sich selbst als solcher gepriesene „Kenner“ ist keiner. Eventuell bekäme der Satz mehr Wahrheitsgehalt, wenn man das „K“ gegen ein „P“ tauscht.
Es ist der tägliche Wahnsinn und die Gier. Man will so viel wie möglich herausschlagen, beim Verkauf der alten Möhre. Es ist ein Zweikampf. Verkäufer gegen Käufer. Ein Pokerspiel. Es wird gelogen und geblufft, dass sich die Balken biegen. Nur der Verkäufer aber weiß, welche Karten kommen.
Und er weiß sich zu wehren. Der potentielle Käufer fragt vorsichtig nach einem Scheckheft. Jetzt ist ein leicht höhnisches kurzes Auflachen angesagt. „Scheckheft ?“ „Hat heute keiner mehr. Das Motorrad ist 15 Jahre alt.“ Der Käufer hakt nach: „Inspektionsnachweis oder Rechnung ?“
Jetzt schnell einen wissend-mitleidigen Blick aufsetzen: „Mein Bester, Sie wissen doch… diese Werkstätten heutzutage. Tststs… Nur Pfuscher, die einen abzocken wollen. Man ist auf der sicheren Seite, wenn man das alles selbst macht“
Obwohl meine Meinung über die Werkstätten eine Bessere ist, why not. Wenn er’s kann. Ich mach ja auch (fast) alles selbst. Aber dann sollte statt des Laubsägekastens, einem mittleren Hammer und dem Werkzeugkasten mit den verchromten Nüssen von OBI, wenigstens zwei vernünftige Drehmomentschlüssel, ein Nussenkasten von Snap-on, Gedore oder wenigstens Proxxon noch vernünftige Schraubendreher, Lehren, ein Schraubstock, Ring-Gabelsatz und eine Micrometerschraube vorhanden sein. Eine Hebebühne wäre der vollendete Luxus.
Die vergnaddelten Motorschrauben am Objekt der Begierde sprechen aber eine deutliche, andere Sprache.
Und bei der angeblich immer selbst gewarteten BMW Baujahr 1999 das U-DIAG II, denn der Anschluss dieses Diagnosegeräts ist der erste Schritt zur Wartung der moderneren ABS - BMW Einspritzer. Ein Ölwechsel mit Filter ist keine Wartung.
Was gibt’s noch: „Die Schrammen sind vom Vorbesitzer ! Dem ist Motorrad in der Garage umgefallen. Im Stand – und nur ganz leicht.“
Dass der Mensch seine eigene Blödheit nicht zugeben will, verstehe ich. Ich weiß aber auch, dass Schrammen dann entstehen, wenn etwas in Bewegung ist, wenn es über den Asphalt schraddelt.
Und Alles, was lt. Inserat „für einen nur wenig begabten Schrauber eine Kleinigkeit“ ist, ist was für Schrauber mit dem schwarzen Gürtel.
„Sportauspuffanlage, weil die Serienanlage ja nichts taugt“ bedeutet übersetzt: „Ich weiß, dass der Serienauspuff das Beste ist. Aber nachdem ich die Karre draufgelegt hatte und der Händler mir den Preis nannte, habe ich mir lieber das Billigteil von Polo geholt.“
Lustig fand ich auch den Hinweis eines Händlers, der eine ZX9R anpries: „Scheinwerfer muss noch eingestellt werden“ Ja geht’s noch ? Ist der dazu zu blöd ? Natürlich und das aus einem einfachem Grund: Die Lampeneinsätze in den Verkleidungen kann man meist nur in der Höhe vestellen. Um das schielende Geleucht wieder einzunorden, muss man nämlich die beim Sturz ebenfalls verbogene Verkleidungshalterung ersetzen.
Ein gern gelesener Klassiker: „Vergaser müssten mal nachgestellt werden“
Der Mythos des Vergasereinstellens scheint unauslöschbar. Fahren die noch Mofa, wo man Schieber und Düsennadel „frisieren“ konnte ?
Moderne Unterdruck-/Gleichdruckvergaser kann man nicht „mal nachstellen“ Da sind Schwimmernadeln undicht und lassen die Karre absaufen, in den meisten Fällen ist einfach die ganze Gasfabrik verharzt und versifft, hier hilft nur Ausbau, professionelles Reinigen im Ultraschallbad, Vorsynchronisation und nochmal nachträglich bei laufendem Motor mit einem Unterdruckmessgerät nachjustieren. Kostet beim „Freundlichen“ um 300 Euro, denn wer hat schon ein professionelles US-Equipment und entsprechend Ahnung und Erfahrung mit Vergasern ?
„34 PS lt. Brief, geht aber zweihundert…“ bedeutet: „Drossel rausgebaut, Betriebserlaubnis erloschen, du fährst ohne Versicherungsschutz und meist auch ohne Fahrerlaubnis, aber ich habs Dir ja gesagt.“
Warum schreibe ich das ? Aus Erfahrung. Und weil ich einen Hals bekomme, wenn ich sowas lese, das ein Ahnungsloser vom Anderen abschreibt (sog. Zu Guttenberg-Methode)
Weil die Leutz zu mir kommen, wenn man „das Schnäppchen“ gemacht hat und nun plötzlich Zweifel auftreten. Und weil es mir immer wieder Spaß macht, Verkäufer, die völlige Ahnungslosigkeit durch sicheres Auftreten kompensieren wollen, zu entlarven.
Einen ganz wichtigen Begriff habe ich vergessen: „Lt. Vorbes.“
Der wichtigste Satzbestandteil ist „laut Vorbesitzer“ und kann mit den Begriffen „unfallfrei“ „Laufleistung“ „stets schonend gefahren“ „regelmäßig gewartet“ und zig anderen beliebig kombiniert werden. Man hat die Arschkarte damit gleich weitergereicht.
Und was wollte ich eigentlich sagen ? Achso, ja…
„Augen auf beim Motorradkauf“ oder jemand mitnehmen, der sich auskennt. Ist zwar keine Garantie, aber besser als blauäugig zu kaufen.
Hat jemand eine Kawasaki, die klappert ? Dann würde ich das Ventilspiel checken, Nockenwellen und Schlepphebel auf Einlaufspuren prüfen und evtl. den Steuerkettenspanner, im Zweifel die Steuerkette tauschen. Normal ist das nämlich nicht.
Meine Kawas klappern nicht. Und das ist gut so.
Eine schadenfreie Saison wünscht
Der moppedsammler.
Beste Antwort im Thema
Es frühlingt. Die ersten Saisonbiker sind am Start, diejenigen, die –wie ich- das ganze Jahr fahren, nehmen es gelassen, dass eine Sonntagsfahrt durchs Lautertal wieder mit einem Krampf im linken Arm endet. Es ist aber auch eine Zeit, in der zwei Spezies wie die Tulpen sprießen: Die, die gerne ein Motorrad hätten und die, die eines loswerden wollen. Davon handelt mein Beitrag:
Mist !! Drei Motorräder auf einen Schlag im Eimer. Alle drei in meinem Besitz befindlichen Kawasakis sind ganz offensichtlich defekt.
Wie das geschehen konnte ? Aus heiterem Himmel. Ich habe Verkaufsanzeigen auf den einschlägigen Internet-Seiten studiert. Eine Kawasaki klappert immer... steht da zu lesen. Dass das keinesfalls ein Defekt sei, sondern bei einer Kawasaki so sein muss. Deshalb nenne man sie auch „Klappersaki“ wie jeder halbwegs Informierte Motorradfreund wisse.
Das Ganze gipfelt in der Behauptung, eine Kawasaki, die nicht klappert, habe einen Defekt. „Kenner“ wissen das. „Kenner“ ? Nein, natürlich nur „Echte Kenner“ .
Von einer schlimmen Vorahnung erfüllt, schleiche ich zur Garage. Als Erstes zerre ich die ZX 10 auf die Straße. Dieses Motorrad hat mich seit Jahren durch halb Europa getragen, erbarmungslos behängt mit Koffern, Topcase und Tankrucksack, dazu noch den mit Montur gut 120 Kilo schweren sammler drauf und der Motor mit seinen knapp 140 PS hat mich immer begeistert. Jetzt ist er wohl hinüber.🙁
Bange Minuten: Choke durchziehen, Benzinhahn auf, kein Gas… mit der ersten Anlasserumdrehung nimmt der Motor die Arbeit auf und dumpfes Grollen entweicht der devil – Tüte. Ich lausche aufmerksam auf verdächtige Geräusche und da sind sie: Man hört:
- Nichts.
Kein Klappern, kein Rasseln, nichts. Vermutlich bin ich kein echter Kenner, wenngleich ich ziemlich genau weiß, wie es in diesem Motor aussieht: Nockenwellen ohne Einlaufspuren, Ventilspiel in Ordnung, die Schlepp -Kipphebelchen ohne Pitting.
Der Steuerkennspanner und die Steuerkette im grünen Bereich und bevor die Primärkette sich längt, um zu schlagen, müsste der Motor wohl 200.000 km auf der Uhr haben.
Dasselbe Spiel bei der GPZ 1100: Unauffällig wie es das ganze Motorrad ist, läuft auch der Motor sauber rund, leise blubbernd finden die Abgase den Weg durch die Serienpüffe alles scheint okay, nur das Klappern fehlt. Also noch ein Motor im Eimer. 😰
Bei der ZZ-R 1100 genannt „Sargnagel“ wird’s nicht besser. Giftig prötteln die 150 PS nach kurzem Druck auf den Starterknopf durch den Eagle Mach7 und der Motor lässt schon im Standgas keinen Zweifel an seinem Potential. Aber auch er klappert nicht.
Motorrad Nummer 4: Auch der Motor poltert gleich los, und hurra: Es klappert. Klappert ? Es rasselt. Rasselt ? Es hört sich an, als würden 100 Schmiede abwechselnd den Hammer auf einen Stahl krachen lassen. Na also, geht doch…
Nur: Das ist keine Kawasaki. Es ist die Ducati M 900 Monster mit der Trockenkupplung, einem Aluminium-Kupplungsdeckel und offener Rizoma-Abdeckung. Klingt wie ein kapitaler Lagerschaden, ist aber normal.
Kenner wissen das. Sofern es „echte“ sind. 😁
Der oben von sich selbst als solcher gepriesene „Kenner“ ist keiner. Eventuell bekäme der Satz mehr Wahrheitsgehalt, wenn man das „K“ gegen ein „P“ tauscht.
Es ist der tägliche Wahnsinn und die Gier. Man will so viel wie möglich herausschlagen, beim Verkauf der alten Möhre. Es ist ein Zweikampf. Verkäufer gegen Käufer. Ein Pokerspiel. Es wird gelogen und geblufft, dass sich die Balken biegen. Nur der Verkäufer aber weiß, welche Karten kommen.
Und er weiß sich zu wehren. Der potentielle Käufer fragt vorsichtig nach einem Scheckheft. Jetzt ist ein leicht höhnisches kurzes Auflachen angesagt. „Scheckheft ?“ „Hat heute keiner mehr. Das Motorrad ist 15 Jahre alt.“ Der Käufer hakt nach: „Inspektionsnachweis oder Rechnung ?“
Jetzt schnell einen wissend-mitleidigen Blick aufsetzen: „Mein Bester, Sie wissen doch… diese Werkstätten heutzutage. Tststs… Nur Pfuscher, die einen abzocken wollen. Man ist auf der sicheren Seite, wenn man das alles selbst macht“
Obwohl meine Meinung über die Werkstätten eine Bessere ist, why not. Wenn er’s kann. Ich mach ja auch (fast) alles selbst. Aber dann sollte statt des Laubsägekastens, einem mittleren Hammer und dem Werkzeugkasten mit den verchromten Nüssen von OBI, wenigstens zwei vernünftige Drehmomentschlüssel, ein Nussenkasten von Snap-on, Gedore oder wenigstens Proxxon noch vernünftige Schraubendreher, Lehren, ein Schraubstock, Ring-Gabelsatz und eine Micrometerschraube vorhanden sein. Eine Hebebühne wäre der vollendete Luxus.
Die vergnaddelten Motorschrauben am Objekt der Begierde sprechen aber eine deutliche, andere Sprache.
Und bei der angeblich immer selbst gewarteten BMW Baujahr 1999 das U-DIAG II, denn der Anschluss dieses Diagnosegeräts ist der erste Schritt zur Wartung der moderneren ABS - BMW Einspritzer. Ein Ölwechsel mit Filter ist keine Wartung.
Was gibt’s noch: „Die Schrammen sind vom Vorbesitzer ! Dem ist Motorrad in der Garage umgefallen. Im Stand – und nur ganz leicht.“
Dass der Mensch seine eigene Blödheit nicht zugeben will, verstehe ich. Ich weiß aber auch, dass Schrammen dann entstehen, wenn etwas in Bewegung ist, wenn es über den Asphalt schraddelt.
Und Alles, was lt. Inserat „für einen nur wenig begabten Schrauber eine Kleinigkeit“ ist, ist was für Schrauber mit dem schwarzen Gürtel.
„Sportauspuffanlage, weil die Serienanlage ja nichts taugt“ bedeutet übersetzt: „Ich weiß, dass der Serienauspuff das Beste ist. Aber nachdem ich die Karre draufgelegt hatte und der Händler mir den Preis nannte, habe ich mir lieber das Billigteil von Polo geholt.“
Lustig fand ich auch den Hinweis eines Händlers, der eine ZX9R anpries: „Scheinwerfer muss noch eingestellt werden“ Ja geht’s noch ? Ist der dazu zu blöd ? Natürlich und das aus einem einfachem Grund: Die Lampeneinsätze in den Verkleidungen kann man meist nur in der Höhe vestellen. Um das schielende Geleucht wieder einzunorden, muss man nämlich die beim Sturz ebenfalls verbogene Verkleidungshalterung ersetzen.
Ein gern gelesener Klassiker: „Vergaser müssten mal nachgestellt werden“
Der Mythos des Vergasereinstellens scheint unauslöschbar. Fahren die noch Mofa, wo man Schieber und Düsennadel „frisieren“ konnte ?
Moderne Unterdruck-/Gleichdruckvergaser kann man nicht „mal nachstellen“ Da sind Schwimmernadeln undicht und lassen die Karre absaufen, in den meisten Fällen ist einfach die ganze Gasfabrik verharzt und versifft, hier hilft nur Ausbau, professionelles Reinigen im Ultraschallbad, Vorsynchronisation und nochmal nachträglich bei laufendem Motor mit einem Unterdruckmessgerät nachjustieren. Kostet beim „Freundlichen“ um 300 Euro, denn wer hat schon ein professionelles US-Equipment und entsprechend Ahnung und Erfahrung mit Vergasern ?
„34 PS lt. Brief, geht aber zweihundert…“ bedeutet: „Drossel rausgebaut, Betriebserlaubnis erloschen, du fährst ohne Versicherungsschutz und meist auch ohne Fahrerlaubnis, aber ich habs Dir ja gesagt.“
Warum schreibe ich das ? Aus Erfahrung. Und weil ich einen Hals bekomme, wenn ich sowas lese, das ein Ahnungsloser vom Anderen abschreibt (sog. Zu Guttenberg-Methode)
Weil die Leutz zu mir kommen, wenn man „das Schnäppchen“ gemacht hat und nun plötzlich Zweifel auftreten. Und weil es mir immer wieder Spaß macht, Verkäufer, die völlige Ahnungslosigkeit durch sicheres Auftreten kompensieren wollen, zu entlarven.
Einen ganz wichtigen Begriff habe ich vergessen: „Lt. Vorbes.“
Der wichtigste Satzbestandteil ist „laut Vorbesitzer“ und kann mit den Begriffen „unfallfrei“ „Laufleistung“ „stets schonend gefahren“ „regelmäßig gewartet“ und zig anderen beliebig kombiniert werden. Man hat die Arschkarte damit gleich weitergereicht.
Und was wollte ich eigentlich sagen ? Achso, ja…
„Augen auf beim Motorradkauf“ oder jemand mitnehmen, der sich auskennt. Ist zwar keine Garantie, aber besser als blauäugig zu kaufen.
Hat jemand eine Kawasaki, die klappert ? Dann würde ich das Ventilspiel checken, Nockenwellen und Schlepphebel auf Einlaufspuren prüfen und evtl. den Steuerkettenspanner, im Zweifel die Steuerkette tauschen. Normal ist das nämlich nicht.
Meine Kawas klappern nicht. Und das ist gut so.
Eine schadenfreie Saison wünscht
Der moppedsammler.
96 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von moppedsammler
@miffy: Motorradteile im Zalando - Karton ? Wer macht denn sowas ?😁😁Überlegen ? Das überlasse ich Anderen. Ich handle. 3 sec vor Auktionsende.
Diese TDR ist eine 23 PS Dreckschleuder mit Zweitaktmotor. Hat nen Kolbenklemmer, das ist mit 50 Eure erledigt.
Bei der Katana habe ich seit gestern Nacht ein Dauergrinsen. Das vom VK beschriebene Problem kenne ich und weiß, wie ich es einfach beseitigen kann.Die Gummistopfen in den Mikunis sind das Problem. Man muss es nur wissen. Kosten 8 Euro.
Da werde ich mal wieder einen Ausflug zum Sammler machen, um mir seine Neuanschaffungen an zu gucken. Es ist immer wieder eine Reise wert. Die vielen Informationen über die Mopeds sind immer sehr interessant. Wenn ich mir das nur alles merken könnte. 🙄
Ich muss so wie so noch in seine Ersatzteilschachteln gucken.
Ich dachte immer Kawasaki ist die Abkürzung für "Keine Ahnung Was Alles So Am Klappern Ist"... Übrigens klappert meine KZ 440 BJ 1980 gerade gar nicht mehr - sie springt nämlich nicht mehr an.
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Das steht momentan in der hintersten Garagenecke. Ursache für die fehlende Kompression auf Zylinder 2 war ein Ventil, dem ein Stück fehlte. Das Ventil war leicht zu bekommen, aber bei der Montage neuer Ventilschaftdichtungen wurde eine gebrochene Ventilführung entdeckt.
Die wiederum ist nicht so einfach zu bekommen. Nachdem mich zwei Händler zuerst bezahlen ließen (jeweils über 25 Euro für das scheiß Stück Röhrchen) um dann nach Wochen kleinlaut zugeben zu müssen, dass sie nicht liefern können, habe ich nun auf einen Tipp von "gerhirn02" eine bei ebay gekauft. Da die allerdings aus Durban in Südafrika kommt, wirds noch ein paar Tage dauern.
Da das nächste Superschnäppchen, eine ZZR 600 mit 16200 Original-km ebenfalls auf Reinkarnation wartet, habe ich die GS solange aus der Werkstatt geschmissen und die Kawasaki dazwischen gezogen. Die wächst und gedeiht gerade, die war 10 Jahre unbewegt im Freien gestanden.
Dazwischen haben mich freundliche MT-Mitgliedern mit ihren Vergasern versorgt, für eine nette Kollegin war eine bildschöne Suzuki SV 650 (1999, 26.000 km, neue Reifen, 1400 Euro) aufzubereiten, und jetzt gehts erstmal ein paar Runden durch Oberbayern, Salzkammergut und Bayerische Seenlandschaft. Damits keine Überraschungen gibt, natürlich mit Ihro Zuverlässigkeit in persona: Der BMW K 1100 LT.