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Auffahrunfall auf abgesperrtem Privatgrundstück - welche Versicherung zahlt?

Themenstarteram 6. Juli 2020 um 7:52

Hallo zusammen,

folgender Sachverhalt:

auf einem Privatgrundstück gibt es Familienbesuch. Der Hausbesitzer parkte sein Auto in der Garage welche offen war.

Dahinter, in der Grundstücksfläche, parkte der Familien-Besuch. Der erste Gang dieses Autos war eingelegt, vermutlich aber nicht richtig. Daher setzte sich nach einiger Zeit das Auto in Bewegung, und rollte auf der leicht abschüssigen Einfahrt auf den Wagen welcher in der Garage stand. Dieser wurde durch den Aufprall nach vorne gegen die Garagenwand geschoben.

Es ist nicht viel passiert, lediglich die Stoßstange des beschädigten Fahrzeuges weißt Lackkratzer und eine leichte Verschiebung der Stoßstange auf, an der Front des geschädigten Fahrzeuges gibt es ebenfalls Lackkratzer und einen aus der Halterung gesprungenen Kühlergrill.

Nun meine Frage: Welche Versicherung kommt hier auf? Ich meine die Privathaftpflicht, da es sich wie gesagt um ein umzäuntes abgeschlossenes Privatgrundstück handelt.

Daher fällt doch meiner Ansicht nach die StVO hier raus.

Gruß

Harry

Beste Antwort im Thema
am 6. Juli 2020 um 7:55

Die Versicherung hat mit der StVO nichts zu tun. Entsteht durch einen Pkw ein Schaden, muss dessen Haftpflichtversicherung den übernehmen.

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am 6. Juli 2020 um 10:07

Doch, solche Fälle kann man durchaus gegen Aufpreis einschließen, das ist die sogenannte Eigenschadendeckung.

https://vdmf.de/lexikon/eigenschadenversicherung/

am 6. Juli 2020 um 12:03

Egal wo, Schuld hat der Verursacher. Hier ist es wurscht ob

auf der Straße oder auf dem Feld.

Vorteil des Grundstücks für den Verursacher, Er kann nicht

für die mangelhafte Sicherung des Fahrzeugs zur Kasse gebeten

werden. Die Haftpflicht des Verursachers muß für den Schaden

aufkommen. Eine Privat-Haftpflicht wird hier nicht zahlen, schon,

weil eine andere Versicherung dafür leisten muß.

Ihr solltet die Kosten gegen die Hochstufung gegenrechnen.

Vielleicht ist selber zahlen günstiger............

Das Auto in der Garage kann sich aussuchen, welcher Versicherung es den Schaden melden will.

Entweder der eigenen Vollkasko oder der Kfz-Haftpflicht des Autos, das "geparkt" war.

Das Auto das drauf gerollt ist, hat einen Vollkaskoschaden erlitten.

Teilkasko und private Haftpflicht spielen hier keine Rolle.

Das muss die KFZ-Haftpflicht des runter gerollten Autos/Besucher bezahlen, Verursacher ist doch "ermittelt".

Ja, richtig.

Heißt aber nicht, dass ich nicht trotzdem die Möglichkeit habe, den Schaden auch meiner Vollkasko zu melden, falls ich das möchte.

Ob es sinnvoll ist, ist eine andere Frage.

Zitat:

@manvo schrieb am 6. Juli 2020 um 10:06:45 Uhr:

ja und "Bagatellschaden" ist auch schnell teurer als man denkt, vorne und hinten "leicht" beschädigt = 3.000€ (Fachwerkstatt)

Wenn der Schaden innerhalb der Familie ist (und nicht unbedingt nur dann), kann man ja versuchen, über Smart Repair eine günstige Lösung zu erreichen, um den Schaden in einer Grössenordnung zu lassen, der den Rückkauf des Schadens ermöglicht und so eine Rückstufung im SF vermeidet. Hängt natürlich auch davon, ab wie harmonisch die Beziehung innerhalb der Familie ist.

Wenn man sich dann einen KVA bei einem Smart Repair holt, sollte man auf keinen Fall erwähnen, dass es sich um einen Haftpflichtschaden handelt. Das wird sonst gleich teurer.

Die Frage ist auch bei "leichter Verschiebung der Stossstange", ob da Technik hinter ist.

Völlig irrelevant bei der Frage, wer die Rutsche zahlt

Themenstarteram 8. Juli 2020 um 19:11

Ich erfahre demnächst mehr von ihm, da der oder das geschädigte Familienmitglied diese Woche noch in eine Werkstatt fährt um den "Schaden" zu begutachten.

Ich persönlich finde es, vor allem bei dem was passiert ist, schon bisschen beschämend was da innerhalb einer Familie abläuft.

Aber na ja - ist halt überall anders.

Warte erst mal, bis es was zum erben gibt.

Da wirds dann erst lustig ;)

Zitat:

@aMieX schrieb am 8. Juli 2020 um 19:26:57 Uhr:

Warte erst mal, bis es was zum erben gibt.

Da wirds dann erst lustig ;)

Oh ja! Da fliegen dann die Fetzen.:eek:

am 9. Juli 2020 um 0:31

Zitat:

@birscherl schrieb am 6. Juli 2020 um 08:13:30 Uhr:

Bei jedem Haftpflichtschaden findet eine Hochstufung statt, es sei denn, man hat einen "Freischuss" in seinem Vertrag stehen. Wenn der Schaden z.B. mit SmartRepair zu beheben ist, wird es vermutlich günstiger sein, das aus der eigenen Tasche zu bezahlen. Das kann dir die Versicherung gern ausrechnen, bis zu welcher Schadensumme sich das rentiert.

du hast die moeglichkeit nach regulierung immer noch den schaden selbst zu bezahlen.

peso

am 9. Juli 2020 um 0:33

Zitat:

@Beethoven schrieb am 6. Juli 2020 um 09:34:35 Uhr:

Ich hoffe, dass die Fahrzeuge auf verschiedene Versicherungsnehmer laufen, da eine Haftpflichtversicherung nicht den Versicherten begünstigen kann, wenn er sich selbst schädigt.

bei der huk ist es moeglich. dort werden auch die schaeden zwischen zwei fahrzeugen des gleichen halters uebernommen

peso

am 9. Juli 2020 um 0:37

nur mal so. wer bezahlt den schaden, wenn der aufrollende wagen nicht zugelassen ist. kommt dann, unter umstaenden, die privathaftpflicht dafuer auf?

peso

Zitat:

@tcsmoers schrieb am 9. Juli 2020 um 00:33:44 Uhr:

bei der huk ist es moeglich. dort werden auch die schaeden zwischen zwei fahrzeugen des gleichen halters uebernommen

Nur mit kostenpflichtigen Zusatzbaustein.

Zitat:

@tcsmoers schrieb am 9. Juli 2020 um 00:37:31 Uhr:

nur mal so. wer bezahlt den schaden, wenn der aufrollende wagen nicht zugelassen ist. kommt dann, unter umstaenden, die privathaftpflicht dafuer auf?

peso

Nein, denn die Benzinklausel unterscheidet nicht ob an- oder abgemeldet.

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