AS 1600 er mit Einkanal Zylinderkopf
Kurze Vorstellung meinerseits:
Bin der Sigi aus Stuttgart, habe nen 64er VW Buggy seit 2 Jahren.
Folgendes ! habe meinem AS Motor 1600er neue Zylinder und Kolben gegönnt, möchte nun auch die Doppelkannal-Zylinderköpfe tauschen oder revidieren lassen (Ahnendorp) macht es Sinn auf Einkanalköpfe um zu stellen ?
Da der Buggy nur 580kg wiegt, suche ich eher einen sauberen Drehmomentverlauf als Leistung.
Sprich, ruckelfreies Beschleunigen aus dem Teillastbereich.
Leider ist der Motor nie sauber gelaufen,trotz diverser bekannter Fehlerbeseitigung,dazu gehörte Vergaserrevision(mit neuen Drosselklappenwellenbüchsen) Tauschvergaser neu Bocar Saugrohrmanschetten, ect, er zieht definitiv keine Falschluft. Ventiele öfters eingestellt, auf Transistorzündung umgestellt ect.
Daher die Überlegung auf EinkanalzylKöpfe mit passendem Saugrohr und 30 pict ? Vergaser.
Habe noch 30 pict 1 und 30 pict 2 Vergaser im Regal, vermutlich passt aber die Bedüsung nicht.
Meines Wissens gab es mal einen 1600 er mit Einkanal, jedoch finde ich im Netz nichts bzgl. Vergaserdaten.
Freue mich auf eure fundierten Kenntnisse.
38 Antworten
Wenn der Motor obenrum dermaßen gut geht, dann gibt es mehrere Möglichkeiten:
- er hat eine sehr scharfe Nockenwelle drin, die einfach für einen Einzelvergaser VIEL zu scharf ist. Dann sollte man prüfen, ob er nicht mit einer Doppelvergaseranlage gut bedient wäre... 2 satte Weber drauf.
- oder die Nocke wurde ganz simpel um einen Zahn falsch zusammengebaut. Das sind an der Kubelwelle etliche Grad mehr... nicht 3,6 Grad... ich zähle jetzt nicht die Zähne extra um irgendeinen Wert zu bekommen.
Die Ölpumpe muss raus. Den Motor dann durchdrehen, dann kommt die Markierung am Nockenrad beim richtigen 360 Grad der Kurbelwelle unten durch... und sollte dann auf der Gehäusefuge stehen.
hab mal gezählt:
NW-Antriebsrad hat 25 Zähne.
demnach hat das NW-Rad doppeltsoviele, also 50. (Übersetzung 2:1)
360/50 = 7,2
Wenn die NW um 1 Zahn falsch drin sitzt, ist sie also um 7,2° verdreht.
Alternativ bei der Kurbelwelle 14,4°.
Vlt hilfts euch ja bei der Analyse weiter. 😉
Flo
@bugpe genau das mein ich ja wie du siehst, ist deine maximale ventilüberschneidung ja nicht genau im OT sondern schon einige Grad daneben.... Ich habs natürlich nicht ausprobiert aber ich kann mir nicht vorstellen dass du dass um einen Zahn versetzte Nockenwellenrad so feststellen kannst denn der eine Zahn entspricht ja gerade ein mal 3,5 Grad Kurbelwelle
Besonders wenn man nicht mal das Nockenwellendiagramm der verbauten Nockenwelle zur verfügung hat. Mir fehlt da irgendwie der anhaltspunkt zum ausmessen!
Selbst wenn ich jetzt den punkt der maximalen ventiüberschneidung ermittle, wie viel Grad neben dem OT liegt der? Auf Deinem Bild 5 tippe ich mal auf 3, 4, 5, 6 Grad? Un da wirds schwierig auf 3,6 Grad das ganze genau ein zu schätzen.
Was ich sagen kann ist, dass der Schlitz für die Ölpumpe genau ein einer Flucht mit dem Markierungspunkt auf dem Nockenwellenrad liegt. Und der Makierungspunkt auf dem Kurbelwellenzahnrad genau auf den OT von zylinder XY zeigt.Die Idee war jetzt, ob man mit blick auf den Schlitz und den OT das nicht vielleicht exakt einschätzen kann, ob das Nockenwellenrad richtig eingebaut ist, ...nur ne Idee, verstehst Du?
Zitat:
Original geschrieben von bugpe
@ janpeterstahlsieh Dir doch mal diese Seite an.
Spätestens bei Bild 5 sollte dir klar werden wie ich es geht.LG Peter
Hallo! Ich komme aus Markgröningen / Unterriexingen Kr Ludwigsburg! Wenn das Fahrzeug läuft und du mal Samstag oder so mal bei mir vorbei kommen möchtest kann su du dich ja mal melden! Habe noch viele Typ1 Vergaser Saugrohre Motorteile usw rumliegen! Würde aber mal selber den Motor anhören und dann können wir weiter machen! Hatte auch mal so einen Fall da war eine Tuning Nocke verbaut da ging mit dem Leerlauf gar nichts mit der originalen Vergaserbedüsung! Hätte auch noch ein Paar 40 Weber die man probehalber verbauen könnte da man ja gut ran kommt an so einne Buggy!Wie gesagt einfach mal melden fals du selber nicht weiter kommst! Grüsse
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Ic habe mal etwas recherciert, um heraus zu finden, wie Du mit möglichst einfachen mitteln rausfinden kannst, ob die Nockenwelle richtig verbaut ist. Etwas kompliziert zu erklähren aber ich denke, Du verstehst, was ich meine...
Der Sicherungsfeder auf der Kurbelwelle für das Nockenwellenantriebsrad und für die Riemenscheibe ist exakt in einer Flucht mit dem Markierungspunkt auf dem Nockenwellenantriebsrad (s. Bild 1)
Auf der Riemenscheibe ist die Ausspaarung für die Sicherungsfeder genau 90 Grad vor OT (s. Bild 2)
Auf dem Nockenwellenzahnrad ist der Markierungspunkt exakt in einer Flucht mit dem Schlitz für die Ölpumpe (s. Bild 3)
Das heißt jetzt, wenn Du den Motor Auf 90 Grad vor OT stellst (die Sichrungsfeder für die Riemenscheibe zeigt jetzt genau nach unten, dann muss der Schlitz für den ölpumpenantrieb genau senkrecht stehen.
Um das zu überprüfen müsstest Du nur die Ölpumpe ausbauen und die Kurbelwelle auf 90 Grad vor OT stellen (Sizze Bild 4)
Grüße
P.S. und vielleicht reicht es da ja auch schon, wenn Du nur den Ölpumpendeckel abnimmst, denn da sieht man den Schlitu ja auch schon, wenn das pumpenzahnrad raus gezogen wird... Währe dann noch einfacher.
Zitat:
Original geschrieben von typ4-driver
Hallo! Ich komme aus Markgröningen / Unterriexingen Kr Ludwigsburg! Wenn das Fahrzeug läuft und du mal Samstag oder so mal bei mir vorbei kommen möchtest kann su du dich ja mal melden! Habe noch viele Typ1 Vergaser Saugrohre Motorteile usw rumliegen! Würde aber mal selber den Motor anhören und dann können wir weiter machen! Hatte auch mal so einen Fall da war eine Tuning Nocke verbaut da ging mit dem Leerlauf gar nichts mit der originalen Vergaserbedüsung! Hätte auch noch ein Paar 40 Weber die man probehalber verbauen könnte da man ja gut ran kommt an so einne Buggy!Wie gesagt einfach mal melden fals du selber nicht weiter kommst! Grüsse
Danke für Dein Angebot, jedoch ist der Motor nicht im Buggy verbaut.
Komme evtl. später nochmal auf Dein Angebot zurück.
Gruss Sigi
Unfassbar was ich hier losgetreten habe.....
Erstmal Vielen Dank an alle Topfachmänner hier, ihr seit alle wirklich Spezialisten.
Klingt alles logisch und fundamentiert.
Werde die Tage mal die Ölpumpe demontieren und laut Euren Tips nachschauen.
Nicht böse sein wenns ein bischen dauert, melde mich jedoch auf jeden Fall wieder.
Sollte die Nockenwelle im richtigen Zahn stehen,kann es ja nur eine scharfe NW sein. Dann wäre nur ein Austausch gegen eine orginale sinnvoll.
Möchte nicht mit 40er Weber und anderen Kipphebeln ect. anfangen,es sollte alles einfach bleiben.
50Ps sind für einen leichten Buggy genug,ausserdem ist dann die Wartung und Instandsetzung einfacher.
Sollte jemand am derzeitigen Motor interesse haben,kann er sich gerne bei mir melden,vielleicht auch Tausch mit Wertausgleich.
Mache aber trotzdem an der Nockenwellen Geschichte weiter, meinen F-Motor habe ich ja auch zum laufen bekommen, kann ich nicht auf mir sitzen lassen (Schrauberehre).
Gruss Sigi
Na toll ich hab da in meiner beschreibung gerade noch mal einen Fehler gefunden und in der Skizze auch!
Ich hab das jetzt mal korigiert. Hier also die richtige Version :-)
Etwas kompliziert zu erklähren aber ich denke, Du verstehst, was ich meine...
Der Sicherungsfeder auf der Kurbelwelle für das Nockenwellenantriebsrad und für die Riemenscheibe ist exakt in einer Flucht mit dem Markierungspunkt auf dem Nockenwellenantriebsrad (s. Bild 1)
Auf der Riemenscheibe ist die Ausspaarung für die Sicherungsfeder genau 90 Grad nach OT (s. Bild 2)
Auf dem Nockenwellenzahnrad ist der Markierungspunkt exakt in einer Flucht mit dem Schlitz für die Ölpumpe (s. Bild 3)
Das heißt jetzt, wenn Du den Motor Auf 90 Grad nach OT stellst (die Sichrungsfeder für die Riemenscheibe zeigt jetzt genau nach oben, dann muss der Schlitz für den ölpumpenantrieb genau senkrecht stehen.
Um das zu überprüfen müsstest Du nur die Ölpumpe ausbauen und die Kurbelwelle auf 90 Grad nach OT stellen (Sizze Bild 4)
Grüße
P.S. und vielleicht reicht es da ja auch schon, wenn Du nur den Ölpumpendeckel abnimmst, denn da sieht man den Schlitu ja auch schon, wenn das pumpenzahnrad raus gezogen wird... Währe dann noch einfacher.
So, jetzt sollte es stimmen!
Zitat:
Original geschrieben von janpeterstahl
@bugpe genau das mein ich ja wie du siehst, ist deine maximale ventilüberschneidung ja nicht genau im OT sondern schon einige Grad daneben.... Ich habs natürlich nicht ausprobiert aber ich kann mir nicht vorstellen dass du dass um einen Zahn versetzte Nockenwellenrad so feststellen kannst denn der eine Zahn entspricht ja gerade ein mal 3,5 Grad Kurbelwelle, verstehst Du?
Deshalb schrieb ich Anfangs auch von asymmetrischen Steuerzeiten und habe extra einen Link gesucht
in dem ein Motor mit solchen behandelt wird.
Dass beim Typ1-Motor mit Seriennocke die Überschneidung nicht genau bei OT ist habe ich Dir ja schon
im Ventileinstellunsbeitrag versucht klar zu machen. Vielleicht besteht ja doch noch Hoffnung🙂😁
Jetzt aber zu Thema.
Wenn ich den Verdacht habe, dass die Nockenwelle um einen Zahn versetzt eingebaut wurde,
oder es sich gar um scharfe Welle handelt,
bringe ich eine Gradscheibe an der Riemenscheibe an, überprüfe vorher evtl. die vorhandene OT Markierung
(Kolbenstopper) drehe die KW und notiere wann die Ventile öffnen/schließen.
Dann kann ich mit den Werten hier
vergleichen. So, und nur so habe ich dann die Gewissheit, dass die Welle nicht versetzt eingebaut ist
und ob es sich um eine Serienwelle handelt. Letzteres sehe ich nicht wenn ich die Ölpumpe ausbaue🙄
Na wenn Du die Ölpumpe ausbaust und auf die Nockenwelle schaust, dann steht da doch drauf, was das für eine Welle ist!
Das steht da bei eigentlich allen tuningnockenwellen - macht ja auch Sinn!
Bei Engle, Schleicher, Scat!
Aber mann kann natürlich auch Nockenwellendiagramme runterladen, Steuerzeiten ausmessen, vergleichen, orakeln
...…....oder einfach drauf schauen, was drauf steht....
S.Bild
Original geschrieben von bugpe
Jetzt aber zu Thema.
Wenn ich den Verdacht habe, dass die Nockenwelle um einen Zahn versetzt eingebaut wurde,
oder es sich gar um scharfe Welle handelt,
bringe ich eine Gradscheibe an der Riemenscheibe an, überprüfe vorher evtl. die vorhandene OT Markierung
(Kolbenstopper) drehe die KW und notiere wann die Ventile öffnen/schließen.
Dann kann ich mit den Werten hier
vergleichen. So, und nur so habe ich dann die Gewissheit, dass die Welle nicht versetzt eingebaut ist
und ob es sich um eine Serienwelle handelt. Letzteres sehe ich nicht wenn ich die Ölpumpe ausbaue🙄
Anscheinend ist doch Hopfen und Malz verloren.
Ich habe geschrieben wie es ein Profi macht, hat mit orakeln nichts zu tun.
Die Steuerzeiten stehen in jeden WHB (das brauchen manche sogar zum Ventile einstellen)
Hier tummeln sich die Tuningprofis, aber am Grundwissen mangelt es doch gewaltig.
Was ist wenn die Welle umgeschliffen wurde???
Frage mich jetzt was umständlicher ist.
Weisst du, wenn du ventilspiel einstellst, guckst du auf die ventilüberschneidung und ich gucke auf die OT Markierung;
Wenn Du feststellen willst, welche Nockenwelle drin ist, dann misst du die Steuerzeiten aus; ich gucke, was drauf steht;
Wenn Du sehen willst ob die nockenwelle richtig drin ist guckst Du auf die ventiüberschneidung und vergleichst das mit dem OT; ich versuche einen einfachen und absolut sicheren Weg zu finden
Ich würde mal sagen, dass geht beides, mein tipp währe aber, dass ich jedesmal ein keines bisschen schneller zum Ergebniss komme - seis drum...
Was mich aber ärgert ist dieser kleine Unterton, der den nach Deiner Definition den Profi (Dich) vom Laien ( mich) unterscheidet. Muss doch nicht sein.
Zitat:
Original geschrieben von janpeterstahl
Ich würde mal sagen, dass geht beides, mein tipp währe aber, dass ich jedesmal ein keines bisschen schneller zum Ergebniss komme - seis drum...
Ich glaube das mal nicht.
Mit den Methoden von bugpe, die ich übrigens auch bevorzuge ist man bei eingebautem Motor im Käfer auf jeden Fall schneller. Von einem unerfahrenen Schrauber verlangst Du ziemlich viel, Janpeterstahl...
Ölpumpe ausbauen, bei eingebautem Motor...
Dass er sich damit alle leidigen Probleme, angefangen bei der dünnen Dichtung besorgen, einen platzsparenden Abzieher für die Riemenscheibe bauen, Ölpumpenauszieher kaufen, bis hin dass die Ölpumpe vieleicht nicht wieder ansaugt und er einen kapitalen Motorschaden erleidet, das ist Dir klar, dass Du das gerade empfielst.
Kopfschüttel.
...das der Motor ausgebaut und im Prüfstand hängt, hast Du überlesen, oder Rudi? Und, dass es vermutlich reicht, das Pumpenzahnrad zu ziehen auch, oder?
Hallo,
Da hast Du noch nicht einmal das Werkzeug besorgt, die Riemenscheibe runter (oder verbogen 😛), die Verblechung ab, da weiss ich schon gleich nach den Ventildeckeln demontieren, ob auf OT ein Zylinder genau auf Ventilüberschneidung steht. Mein Motor läuft schon wieder, da murkst Du noch mit dem gezogenen Stehbolzen von der Ölpumpe herum, weil es nicht aufhören will zu tropfen.😛😛😛
Es gab hier übrigens mal ein Thema, wo ein Motor mit Serien-Nockenwelle auch nicht laufen wollte und ich diese Überprüfung empfohlen hatte. Der Fehler, dass die Nockenwelle um einen Zahn versetzt war wurde anhand dieser Prüfung festgestellt.
Bei meinem Motor mit Sport-Nockenwelle ist im übrigen der Überschneidungspunkt ganz genau auf OT.
Grüsse.