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Anhänger Bordwanderhöhung und TÜV?

Themenstarteram 24. Juni 2011 um 0:42

Hallo,

ich hab da mal ne Frage.

Ich hab einen Anhänger, der "große kleine" vom Bauhaus, d.h Stema mit 2,50 Innenlänge 750kg ungebremst offener Kasten.

Dafür hab ich mir jetzt eine Bordwanderhöhung selbst gebaut, besteht aus Edelstahl Vierkantrohren mit angeschraubten U-Profilen die jeweils in die Ecken eingesteckt werden, in die U-Profile wird dann pro Seite eine Siebdruckplatte eingeschoben.

Das ganze ist ca 66cm hoch, sodass ich jetzt eine Kastenhöhe von ca 1m habe. Die 2 Vierkantrohre am vorderen Teil sind noch jeweils an einem Punkt mit dem Anhänger verschraubt. Könnte ich auch noch mit Flügelmutter oder irgendwas anderem lösen falls die Verschraubung irgendwie ein Problem darstellen sollte - das ist nur dasses nicht so rumpelt, stabilitätstechnisch gäbs auch ganz ohne Verschraubung kein Problem, wenn man von Achse und Zugeinrichtung mal absieht ist die Konstruktion vermutlich sowieso stabiler als der gesamte Rest vom Anhänger^^

Meine eigentliche Frage jetzt: interessiert das den TÜV in irgendeiner Weise bzw muss ich das noch irgendwie abnehmen lassen?

Wenn ich das logisch überlege eigentlich nicht, ich habe ja am Anhänger selbst nichts verändert, ist ja nun immernoch ein offener Kasten, nur höher. Und - zumindest wenn ich die 2 erwähnten Schrauben noch durch Schraube + Flügelmutter ersetze - ist ja auch alles ohne Werkzeug und größeren Aufwand wieder abnehmbar sodass die ganze Erhöhung eigentlich ja nur "Ladung" wäre.

Im Fahrzeugschein (bzw eben Zulassungsbescheinigung Teil I) hab ich unter Punkt 22: RÜSTZUST.: PL. U. SPR.* eingetragen, bei Punkt 20 (Höhe) steht deshalb 870-2370mm.

Plane und Spriegel hab ich nicht, max eingetragene Höhe überschreite ich auch nicht.

Also eigentlich kein Problem, oder?

Nur Logik und Vorschriften sind ja bekannterweise nicht immer wirklich erkennbar miteinander verbunden, vielleicht kennt sich da ja jemand ganz genau aus :)

Merci und Gruß

wack

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22 Antworten

Aus dem Gefühl heraus betrachte ich die Bordwanderhöhung als Ladungssicherung. Auf jeden Fall ist die Bordwanderhöhung erheblich besser, als ringsherum senkrecht gestellte Bretter.

Auch kann man die Teile der Bordwanderhöhung selbst als Transportgut betrachten, das gut gesichert ist.

Das zul. Gesamtgewicht muß natürlich berücksichtigt werden.

Aber es werden sich sicherlich noch Spezialisten zu diesem Thema melden.

Viele Grüße

quali

ich würde mit dem ding mal beim tüv vorbei und den mal fragen was er zu meint.

Erhöhte Bordwände, dazu noch lösbar angebracht, fallen, wie schon gesagt, unter Ladungssicherung.

Erst, wenn Du die Bauart des Anhängers änderst, vom "offenen Kasten" zum "geschlossenen Kasten", mit festem Dach und Türen, dann muss das eingetragen werden.

Sag ich mal so...;)

Zitat:

Original geschrieben von Lewellyn

Erhöhte Bordwände, dazu noch lösbar angebracht, fallen, wie schon gesagt, unter Ladungssicherung.

 

Erst, wenn Du die Bauart des Anhängers änderst, vom "offenen Kasten" zum "geschlossenen Kasten", mit festem Dach und Türen, dann muss das eingetragen werden.

 

Sag ich mal so...;)

Ich habe einen offenen 750 KG Hänger.

Habe mir einen Klappdeckel selbst gebaut und war damit schon mehrfach beim TÜV.

Kein Prüfer hat was dazu gesagt.

Eingetragen muss es auch nicht werden.

Themenstarteram 24. Juni 2011 um 19:06

Ok, dann sollte das ja kein Problem sein.

Ne mit Gummiseil drüber gespannte LKW Plane soll noch als Deckel drüber kommen, evtl wenn ich mal Lust hab mach ich die hintere Platte noch als Tür zum aufklappen dass ich sie nicht immer rausnehmen muss wenn ich die Heckklappe vom Hänger aufmachen will, aber das ändert ja prinzipiell nix an der Konstruktion, bleibt ja weiterhin alles abnehmbar.

Danke euch!

Gruß

wack

Zitat:

Original geschrieben von Lewellyn

Erhöhte Bordwände, dazu noch lösbar angebracht, fallen, wie schon gesagt, unter Ladungsischerung

Nein, tuen sie nicht!

Die selbstgebauten "Bordwände" erfüllen keine DIN bzw. EG-Norm und sind somit bei der Berechnung der notwendigen Zurrkräfte nicht von Bedeutung.

Es werden nur die serienmässigen Bordwände gewertet und diese bringen bei zGG 750 kg nicht wirklich viel Sicherheit für die Ladung.

Hinzu kommt noch der Fakt, dass die Konstruktion einiges an Zuladungsmasse schlucken dürfte.

Aber an sich eine klasse Idee und besser als lose aufgerichtete Bretter / Platten.

Themenstarteram 28. Juni 2011 um 21:50

So, hab heute bei der Arbeit mal den TÜVi angehauen.

Scheint so als ob meine Überlegung gar nicht so falsch war, er meinte solange das alles ohne Werkzeug abnehmbar bleibt ist die ganze Konstruktion offiziell einfach Ladung und somit kein Problem.

Also bei Gelegenheit noch die 2 Muttern gegen Flügelmuttern tauschen und gut ist :)

 

Edit: Ladungssicherung sollte soweit eigentlich kein Problem darstellen, hauptsächlich wird mit dem Ding wohl Gartenschnitt transportiert werden, da interessieren Zurrkräfte usw wohl eher wenig. Wenn gelegentlich das Motorrad aufgeladen wird kommt die Erhöhung sowieso runter und das Möpp wird mittels Motorradschiene und Zurrösen am Boden gesichert.

Vom Gewicht her gehts sogar noch, grob mit Personenwaage nachgewogen wiegt die Karre jetzt 266kg, d.h die Bordwanderhöhung wiegt so um die 50kg etwa, da bleibt noch gut was übrig.

Hallo, Du hast das alles richtig gemacht.

So lange die Bordwand abnehmbar ist und der Anhänger nicht verändert wird geht das in Ordnung. Wenn Du noch mal jemanden hast, der seinen Anhänger mit einer Bordwanderhöung versehen will

kann ich Euch nur die Firma Metallbau Egon Bar in Jüchen empfehlen.

Für einen guten Preis gibt es da 100% Maßarbeit . Astrein ich habe meinen Anhänger dort auch mit einer Bordwanderhöung versehen lassen. So genau wie die dort arbeiten kannst Du das nirgends kaufen.

Zitat:

Original geschrieben von WACK_DONALDS

Wenn ich das logisch überlege eigentlich nicht, ich habe ja am Anhänger selbst nichts verändert, ist ja nun immernoch ein offener Kasten, nur höher. Und - zumindest wenn ich die 2 erwähnten Schrauben noch durch Schraube + Flügelmutter ersetze - ist ja auch alles ohne Werkzeug und größeren Aufwand wieder abnehmbar sodass die ganze Erhöhung eigentlich ja nur "Ladung" wäre.

Ich denke nicht, dass es eine Rolle spielt ob mit Werkzeug abzuschrauben oder mit Flügelmutter, im Gegenteil: wenn die neue Konstruktion den Eindruck erwecken soll, dass sie bei Fahrt und/oder Zuladung nicht vom Fahrtwind "rausgezogen" wird und die Gefahr besteht, dass Teile auf die Straße fallen können ... wie bei jeder Ladungssicherung halt.

Flügelmuttern halte ich persönlich für die schlechtere Wahl, was nur handfest angezogen wird und keine weiteren Sicherungsmerkmale aufweist, dürfte gg. einer festen (aber lösbaren) Montage riskanter sein. Bedenke, du kommst auf sehr schlechte Straßen und das Transport rüttelt und zerrt an den Seitenteilen, es kommt starker Seitenwind dazu (insgesamt worst case) - wie lange bleibt dann alles dort wo es sein soll ? So ähnlich dürfte ein TÜVler die Sache angehen.

Klar ist auch, hält dich unterwegs die Polizei auf, bewertet sie den status quo, wie fest ist alles tatsächlich, ungeachtet der prinzipiellen Qualität der Befestigung. Sogar professionelle Hänger nutzen sich ab, Teile lösen sich usw. Der Eindruck zählt oft mehr als ein Name drauf oder eine TÜV-Abnahme. ;)

Moin, moin, ich hab nen offenen Anhänger (Stedele) mit Plane.

Da diese während der Fahrt bei Regen immer ein wenig Wasser auf die Ladefläche zieht, soll da für solche Fahrten (z.B. mit Urlaubsgepäck) ein Deckel drauf.

Es gibt natürlich Nachrüstdeckel (500€ +) zu kaufen, aber die werden immer fest verschraubt.

Ich will den Deckel aber in der flachen Variante und auch mit montierter Erhöhung nutzen können.

Bei Nichtgebrauch kommt der Deckel dann einfach in den Schuppen.

TÜV scheint kein Problem zu sein, denn nach deren Auskunft ist alles was nicht fest montiert ist, schlicht Ladung.

Hat jemand sowas schon mal gemacht und passende Tipps zu Material, Sicherung etc?

Gruss aus HH, Gaan

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Deckel für Anhänger selber bauen' überführt.]

Hol dir ein passendesT Profil . Das sägst du auf Gehrung und legst es rundum auf die Anhängerbordwand. Dann eine passende Wasserfeste Siebdruckplatte zuschneiden und auf dem Profil verschrauben. Vorher bitte etwas dichkitt z.b.Sikaflex 221 einbringen. Befestigung entweder mit 2 Scharnieren an der vorderwand und 2 mal Klappenverschluss Hinten

oder an aller 4 Ecken mit jeweils einem Klappenverschluss.

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Deckel für Anhänger selber bauen' überführt.]

Zitat:

@stand21 schrieb am 15. Januar 2018 um 20:19:29 Uhr:

Hol dir ein passendesT Profil . Das sägst du auf Gehrung und legst es rundum auf die Anhängerbordwand. Dann eine passende Wasserfeste Siebdruckplatte zuschneiden und auf dem Profil verschrauben. Vorher bitte etwas dichkitt z.b.Sikaflex 221 einbringen. Befestigung entweder mit 2 Scharnieren an der vorderwand und 2 mal Klappenverschluss Hinten

oder an aller 4 Ecken mit jeweils einem Klappenverschluss.

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Deckel für Anhänger selber bauen' überführt.]

Moin Stand21,

johh, das hört sich praktikabel an mit den Winkeln und ner Siebdruckplatte.

Scharniere kommen nicht in Frage, weil dann müsste ich ja immer die Verschraubungen umbauen, wenn ich die aufgesteckbare Bordwanderhöhung nutzen möchte.

Hast Du Erfahrungen welche Stärke die Platte bei ca. 210 x 110 cm Fläche haben müsste?

Ich könnte mir vorstellen eine 9er zu nehmen und die vielleicht von unten mit Leisten zu versteifen damit sie nicht flattert. Oder muss die dicker sein?

Gruss Gaan

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Deckel für Anhänger selber bauen' überführt.]

Lass dir einfach ne zusätzliche Tiefe Kante an deine Plane machen! Dann kommt kein Wasser mehr beim fahren auf die Ladefläche!

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Deckel für Anhänger selber bauen' überführt.]

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