Amerikanischer Porsche - schlechter?

Porsche

Hallo Leute,
bin auf der Suche nach einem jungen gebrauchten 911er mit PDK. Im Internet sind jede Menge Porsche aus Amerika angeboten zu echt guten Preisen. Aber ist das noch so bis der zugelassen ist? Fracht, Mehrwertsteuer, Umbau, Zulassung etc. Und kann diese Technik überhaupt im deutschen STraßenverkehr mit halten - oder ist es dieselbe wie hier? Hat da einer von Euch schon mal Erfahrung gesammelt?

Beste Antwort im Thema

Hallo

seit dem 944Turbo sind alle neuen Porsche Abgastechnisch auf dem selben Stand.
Sprich die US Versionen entsprechen den ROW Leistungen. Einige Jahre haben sich die US Abgasnorm mit den Euronormen gedeckt ausser man hat die OBD Funktionalität nur bei den US Versionen vollständig angelegt. Ab 1989 haben die wenigen Posche in den Ländern ohne Abgasreinigung die selbe Leistung wie die Kat Versionen auch wenn der Kat wegen Bleisprit nicht verbaut wurde.

Seit mitte der 90er driften die ECE und die US Abgasnormen wieder Auseinander und man muss Marktspezifische Variationen übernehmen. So sind zB die Geräuschnormen in der Schweiz am höchsten und in denn US relativ lasch dafür haben US Autos einen anderen Kurzstreckenabgaszyklus was dazu führt das Schweiz, ROW und USA oft verschiedene Getriebeübersetzungen bekommen.
In den USA ist die Benzingasdampf-Rückgewinnung und der Tankstutzen anderst ausgelegt.
ECE Autos haben beim Tanken eine aktive Gaspendelung bei dem die Benzindämpfe aktiv vom Tankstutzen zurückgesaugt werden. In den USA gibt es nur eine Passivpendelung wobei ein Gummischlauch um den Tankrüssel den Überdruck beim Tanken zur Gaspendelung nutzt.
Dafür muss man die Aktivkohlefilteranlage anderst und grösser auslegen ( auch weil in Californien oder Arizona viel höhere Endtemperaturen den Sprit im Tank schneller ausgasen lassen und der US Sprit eine andere Plöre als der Euro Sprit ist) und es ist auch eine Gewichtsfrage.
So kommt es das einige Porsche in den US Versionen grössere oder doppelte Aktivkohlefilter haben.
Auch bei der OBD II hat Porsche zuerst USA und ROW ab 993 Turbo gleich behandelt auch weil die ECE die selbe Schnittstelle übernommen haben aber in den USA ( zumindest in den Tri Staates ) muss jeder KFZ Hersteller/Importeuer garantieren dass die Abgasanlage 6 jahre funktioniert und bei einer Fehlfunktion muss jeder Hinterhofmechaniker den Fehler leicht und zügig ( Sprich mit Onboard mitteln ) erkennen können um dann bei einer Fehlfunktion die Mängel auf Kosten des Herstellers zu beseitigen. Im Zweifel muss der Hersteller in Vorleistung gehen und kann dann nachträglich die Teile und die Protokolle untersuchen und bei einem Fehlverhalten des Benutzers sehen wie er zu seinem Geld kommt. Abgasrelevante oder Sicherheitsrelevante Fehler werden inden USA der DOT/EPA bzw dem NHSTA gemeldet und die entscheidet dann bei Häufungen ob der Hersteller zurückruft oder bei unkooperativen Herstellern wird die US Behörde sehr ungemütlich. Meist wird sofort die Betriebserlaubniss entzogen und sämtliche Neuwagen sind damit Standzeuge bis der Hersteller "einlenkt".
Die EPA/DOT/NHSTA hat sich im Laufe der Reagen Administration zu einem Imorteurfeindlichen Instrument ausgebaut und zB die Sicherheitsgesetze und Abgasauflagen so gestaltet das die Domestics die problemloser und billiger efüllen können als die Importe.
Und speziele Loopholes gab es auf dem Kleinlastermarkt der dazu führte das man aus Kleinlastern sogennante SUV entwickelte und wegen der SUV Population die US Crashnormen andere Prämissen setzte wodurch sich dann die Europer auf einen anderen Standard einigten (NCAP).
Die bekanntesten US Besonderheiten sin durch die Versicherer gestaltete 8mph Regeln und die Mindeststosstangenhöhe die bei Sportwagen meist ein "Höherlegen" des Aufbaus erfordert.
Da Sportwagen mit einer guten Bremse bei Vollbremsungen vorne Abtauchen hat man in den 70ern Antidivesysteme entwickelt die wiederum nachteile im Handling erzwangen. Bei den US Herstellern gab es deswegen selten Probleme weil die in den USA geforderten Mindestverzögerungswerte noch aus der Zeit stammten als Henry Ford sich weigerte 4 Rad Bremsen in sein T-Modell zu bauen 😉. Sprich ein US Auto taucht vorne bei einer Vollbremsung einfach weniger tief ein.

So jetzt hör ich besser auf weil es sonst bis 1956 zurück geht...

Grüsse

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Mir ist nicht bekannt, daß der Hersteller für seine Exportmärkte minderwertigere Produkte produziert. Die Gefahr einer Rufschädigung wäre viel zu groß.

Warum sollen die denn schlechter sein???
Die laufen schließlich alle vom selben Band! Und wenn man mal bedenkt das Amerika Porsches größter Markt ist wäre es ja schon blöd wenn die da ne schlechtere Qualität verbauen würden.

Ich denke das die nur so günstig sind weil die meisten wegen der Krise jetzt verkaufen mussten auch unterm Wert.

Das für Europäer auch gerade recht günstige Dollar-Euro-Wertverhältnis kommt da auch noch hinzu.

DAnke für die Antworten: Ich meinte nicht die Qualität sondern die ganze Abstimmung. Da im Amiland niemand länger über 100 mph fährt sondern eher nur 70 mph, könnte der Motor und der ganze Wärmehaushalt anders abgestimmt sein? Bremsen kleiner, Übersetzung, Federung, etc.. (Von der MB E-Klasse weiß ich das.)

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Zitat:

Original geschrieben von Lutz7a


DAnke für die Antworten: Ich meinte nicht die Qualität sondern die ganze Abstimmung. Da im Amiland niemand länger über 100 mph fährt sondern eher nur 70 mph, könnte der Motor und der ganze Wärmehaushalt anders abgestimmt sein? Bremsen kleiner, Übersetzung, Federung, etc.. (Von der MB E-Klasse weiß ich das.

Hallo

das ist normalerweise nicht der Fall. Bremsen und Getriebe/Übersetzung sowie Motor sind baugleich mit den europäischen Modellen. In der Regel gilt das auch für das Fahrwerk, doch da gehen die Meinungen auseinander (nach Meinung einiger soll es wohl weicher abgestimmt sein).

Der Kurs ist günstig, die Autos sind gut & bei einem vertrauenswürdigen Händler kann man da nicht viel falsch machen. Man sollte halt nur damit rechnen, dass evtl. Kosten für die Umrüstung entstehen und Du den Wagen noch versteuern/verzollen musst.

Grüße

Ich denke, hier kann man keine Reise-Limousine mit einem Sportwagen vergleichen. Ein Speedlimit ist doch kein Grund, bei einem Sportwagen die sportliche Fahrwerksabstimmung und die Sicherheitsphilosophie zu verwässern.

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke


Ich denke, hier kann man keine Reise-Limousine mit einem Sportwagen vergleichen. Ein Speedlimit ist doch kein Grund, bei einem Sportwagen die sportliche Fahrwerksabstimmung und die Sicherheitsphilosophie zu verwässern.

Es sind die gleichen Autos.

Der Grundpreis ist in den USA schon geringer.

Der Turbo kostet dort 90000 Euros, hier 146000.

Da kommen dann zwar nochmal 30000 drauf für die Extras, aber das ist 'ne andere Geschichte.😉

Gruß

Rolf

Zitat:

Original geschrieben von turbo996



Zitat:

Original geschrieben von Drahkke


Ich denke, hier kann man keine Reise-Limousine mit einem Sportwagen vergleichen. Ein Speedlimit ist doch kein Grund, bei einem Sportwagen die sportliche Fahrwerksabstimmung und die Sicherheitsphilosophie zu verwässern.
Es sind die gleichen Autos.

😰

Ich kann mir kaum vorstellen, daß die E-Klasse von MB und der 911er von Porsche irgendwelche Gemeinsamkeiten haben (außer vielleicht, daß beide Fahrzeuge aus Deutschland kommen).

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke



Zitat:

Original geschrieben von turbo996



Es sind die gleichen Autos.
😰
Ich kann mir kaum vorstellen, daß die E-Klasse von MB und der 911er von Porsche irgendwelche Gemeinsamkeiten haben (außer vielleicht, daß beide Fahrzeuge aus Deutschland kommen).

Stell dich nicht dümmer, als deine Beiträge es vermuten lassen.

Wollte mir auch einen aus USA mitbringen, und hatte mich deshalb etwas intensiver damit beschäftigt.
Mir wurde im PZ Orlando FL. gesagt das Motor,Getriebe und Bremsen genau so sind wie bei Deutschen Fahrzeugen.
Was wohl anders sein soll ist das Fahrwerk, laut PZ ist es 20mm höher wie bei Deutschen Fahrzeugen.
Die Airbag Steuerung ist wohl langsamer eingestellt, wegen der geringer gefahrenen Geschwindigkeit.
Natürlich auch Tacho , Beleuchtung und Stosstangen aber nur die hintere.
Für mich wäre es sehr leicht gewesen ein Auto zu importieren da wir unseren zweit Wohnsitz in Fl. haben.Wir haben uns aber dann
doch für ein Deutsches Fahrzeug entschieden, da ein Wiederverkauf weniger Verluste mitbringt.
Für meine Infos übernehme ich keine Gewähr, da ich sie auch nur von dritten habe.

mir wurde gesagt, dass die amis es nicht so genau mit der wartung usw nehmen und des öfteren papiere die z.b. das scheckheft fehlen. weiss nicht ob´s stimmt. Ich hab mich auch mal damit beschäftigt und es wurde mir davon abgeraten.
ich sehe auch oft bei mobile.de, dass in den anzeigen extra groß: deutsches auto, kein us-import steht

So als wäre man stolz drauf.

ich persönlich würde ein deutsches auto kaufen.

Hallo

US Autos haben oft wegen dortiger Zulassungsbestimmung andere Bauteile in Beleuchtung, Fahrwerk und Abgassystem und einige ROW Extras sind in den USA nicht verfügbar.

Der typische US Privatkäufer behandelt seinen Porsche ähnlich Pfleglich wie in Europa es gibt auch einen grossen Käuferkreis der sich das Auto jeden Monat neu Kaufen kann und dort ist die Fahrzeugpflege nicht das Problem des Fahrers sonder der von Ihm beauftragen Werkstatt und deren Arbeitsgüte ist nicht zwingend mit der Höhe der Rechningsbeträge koreliert.
Es gibt dann auch noch eine kleinen Porsche Fahrer Kreis aus der Q-Tipp Fraktion.
Der typische Porsche Besitzer in den USA hat um 3-6 verfügbare Alternativfahrzeuge in der Garage womit man nicht zwingen die Kinders mit dem 911 in die Schule gurken muss (OK die Kids wollen natürlich nur per Porsche oder Ferrari in die Schule, wer nicht ? ) oder die Grosseinkäufe ins Auto stopfen.

Grüsse

Zitat:

Original geschrieben von IXXI


Hallo

US Autos haben oft wegen dortiger Zulassungsbestimmung andere Bauteile in Beleuchtung, Fahrwerk und Abgassystem und einige ROW Extras sind in den USA nicht verfügbar.

In grauer Vorzeit war das sicher so, aber heute ?😕

Zumindest das Abgassystem erfüllt die Anforderungen in allen Ländern.

Selbst für Kalifornien und da geht die Hälfte der US-Importe hin, soll das gelten.

Die rideheight war mal 'n inch höher, und heute?

Gruß

Rolf

Hallo

seit dem 944Turbo sind alle neuen Porsche Abgastechnisch auf dem selben Stand.
Sprich die US Versionen entsprechen den ROW Leistungen. Einige Jahre haben sich die US Abgasnorm mit den Euronormen gedeckt ausser man hat die OBD Funktionalität nur bei den US Versionen vollständig angelegt. Ab 1989 haben die wenigen Posche in den Ländern ohne Abgasreinigung die selbe Leistung wie die Kat Versionen auch wenn der Kat wegen Bleisprit nicht verbaut wurde.

Seit mitte der 90er driften die ECE und die US Abgasnormen wieder Auseinander und man muss Marktspezifische Variationen übernehmen. So sind zB die Geräuschnormen in der Schweiz am höchsten und in denn US relativ lasch dafür haben US Autos einen anderen Kurzstreckenabgaszyklus was dazu führt das Schweiz, ROW und USA oft verschiedene Getriebeübersetzungen bekommen.
In den USA ist die Benzingasdampf-Rückgewinnung und der Tankstutzen anderst ausgelegt.
ECE Autos haben beim Tanken eine aktive Gaspendelung bei dem die Benzindämpfe aktiv vom Tankstutzen zurückgesaugt werden. In den USA gibt es nur eine Passivpendelung wobei ein Gummischlauch um den Tankrüssel den Überdruck beim Tanken zur Gaspendelung nutzt.
Dafür muss man die Aktivkohlefilteranlage anderst und grösser auslegen ( auch weil in Californien oder Arizona viel höhere Endtemperaturen den Sprit im Tank schneller ausgasen lassen und der US Sprit eine andere Plöre als der Euro Sprit ist) und es ist auch eine Gewichtsfrage.
So kommt es das einige Porsche in den US Versionen grössere oder doppelte Aktivkohlefilter haben.
Auch bei der OBD II hat Porsche zuerst USA und ROW ab 993 Turbo gleich behandelt auch weil die ECE die selbe Schnittstelle übernommen haben aber in den USA ( zumindest in den Tri Staates ) muss jeder KFZ Hersteller/Importeuer garantieren dass die Abgasanlage 6 jahre funktioniert und bei einer Fehlfunktion muss jeder Hinterhofmechaniker den Fehler leicht und zügig ( Sprich mit Onboard mitteln ) erkennen können um dann bei einer Fehlfunktion die Mängel auf Kosten des Herstellers zu beseitigen. Im Zweifel muss der Hersteller in Vorleistung gehen und kann dann nachträglich die Teile und die Protokolle untersuchen und bei einem Fehlverhalten des Benutzers sehen wie er zu seinem Geld kommt. Abgasrelevante oder Sicherheitsrelevante Fehler werden inden USA der DOT/EPA bzw dem NHSTA gemeldet und die entscheidet dann bei Häufungen ob der Hersteller zurückruft oder bei unkooperativen Herstellern wird die US Behörde sehr ungemütlich. Meist wird sofort die Betriebserlaubniss entzogen und sämtliche Neuwagen sind damit Standzeuge bis der Hersteller "einlenkt".
Die EPA/DOT/NHSTA hat sich im Laufe der Reagen Administration zu einem Imorteurfeindlichen Instrument ausgebaut und zB die Sicherheitsgesetze und Abgasauflagen so gestaltet das die Domestics die problemloser und billiger efüllen können als die Importe.
Und speziele Loopholes gab es auf dem Kleinlastermarkt der dazu führte das man aus Kleinlastern sogennante SUV entwickelte und wegen der SUV Population die US Crashnormen andere Prämissen setzte wodurch sich dann die Europer auf einen anderen Standard einigten (NCAP).
Die bekanntesten US Besonderheiten sin durch die Versicherer gestaltete 8mph Regeln und die Mindeststosstangenhöhe die bei Sportwagen meist ein "Höherlegen" des Aufbaus erfordert.
Da Sportwagen mit einer guten Bremse bei Vollbremsungen vorne Abtauchen hat man in den 70ern Antidivesysteme entwickelt die wiederum nachteile im Handling erzwangen. Bei den US Herstellern gab es deswegen selten Probleme weil die in den USA geforderten Mindestverzögerungswerte noch aus der Zeit stammten als Henry Ford sich weigerte 4 Rad Bremsen in sein T-Modell zu bauen 😉. Sprich ein US Auto taucht vorne bei einer Vollbremsung einfach weniger tief ein.

So jetzt hör ich besser auf weil es sonst bis 1956 zurück geht...

Grüsse

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