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Alte reifen / Verischerungsschutz

Themenstarteram 31. Mai 2021 um 15:46

Hallo zusammen,

auch bei mir kam dann heute mal der Zeitpunkt, an dem ich meine Sommerreifen aufs Auto montieren lassen wollte.

Hab die Gummis dann heute aus dem Keller geholt und musste feststellen, dass Sie 2008 hergestellt wurden. Sie haben also schon das Ein oder Andere Jahr aufm Buckel.

Bin dann zum KFZ'ler meines Vertrauens gefahren, der mir die Reifen eben schnell montieren sollte.

Sein erster Spruch "ui, ganz schön alt die Gummis, oder?".

Letzten Endes hat er Sie mir dennoch montiert, allerdings mit der Bewertung, dass der TÜV (fällig im August) da wahrscheinlich etwas meckern könnte.

Bin dann anschließend zu einer anderen Werkstatt gefahren, wo unteranderem auch TÜV Abnahmen gemacht werden. Dort sagte man mir, dass ich den Stempel durchaus bekommen würde mit einer Bemerkung zu den Reifen. Zudem sagte man mir, dass ich im Falle eines Unfalls bzw. eines Reifenplatzers so ziemlich die Popokarte hätte, und sich die Versicherung aufgrund des Alters der Reifen weigern könnte, für irgendwelche Schäden aufzukommen.

Stimmt das so?

Hab mal ein wenig im Netz gestöbert. Wenn ich das richtig verstanden habe, gibts ja vom Gesetzgeber keine Vorgaben, wie alt ein Reifen sein darf bzw. eine Altersgrenze. Lediglich "Empfehlunen" von TÜV und Co.

Wie verhält sich das also nun in Sachen Versicherung ?

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74 Antworten

Wie ging noch mal der Werbespruch eines Reifenherstellers:

Reifen sind das einzige Sicherheitsfeature, welches direkten Kontakt zur Straße hat. :)

Im Streitfall, wenn die Reifen im TÜV-Bericht negativ erwähnt wurden, könnte es durchaus sein, dass die Gegenseite diese Karte zieht und evtl. auf Teilschuld schiielt.

Meine persönliche Meinung: Bei Reifen und Bremsen keine Kompromisse eingehen.

Es kommt auf den Zustand der Reifen an.

Wenn die keine Rissbildung oder Beulen aufweisen oder spröde sind, dann wird der TÜV die nicht beanstanden, allenfalls unter Hinweise vermerken, dass das Reifenalter beachtet werden soll.

Klar ist aber, dass Reifen mit 13 Jahren gealtert sind, weshalb man seine Fahrweise dem anpassen sollte.

Eine Reifenpanne bedeutet nicht automatisch einen Unfall.

Ich hatte schon unzählige Reifenpannen, aber noch keinen Unfall deswegen.

Sollte eine Reifenpanne aber ursächlich für einen Unfall sein, dann halte ich es für nicht ausgeschlossen, dass eine Versicherung da auf den Gedanken einer Mitschuld kommt.

Ach Oetteken....

Ja Oetti, Gummi wird halt spröde. Auch wenn die Profiltiefe noch passen sollte.

Wenn mir aber 2 Werken zu denken geben, dass es wohlmöglich nicht die beste Idee ist, die alten Pneus noch zu montieren, sollte die Murmel oberhalb des Halses anfangen zu rotieren und sich selbstkritisch fragen, ob es wirklich sein muss.

Ich würde auch keine Gummis aus 2008 mehr für den Austausch von Zärtlichkeiten benutzen, es sei denn, ich mache mir vom Vorfeld klar, dass es zu einem "Unfall" kommen kann. :)

Wenn ein Bauteil nicht mehr verkehrssicher ist, dann ist das beim TÜV ein Mangel.

Es gibt Reifen, die durch falsche Behandlung schon nach wenigen Jahren hinüber sind, es gibt aber auch Reifen, die nach 13 Jahren noch fahrbar sind.

Halter und Fahrer müssen das selbst beurteilen.

Ist man sich nicht sicher, dann runter mit den alten Reifen.

Wenn ich jetzt sage das ich noch ältere beschissenere Reifen fahre, fahren sich einfach nicht mehr ab, dann haltet ihr mich sicherlich für bekloppt. Da es aber ein rein schön Wetterauto ist, ist ein Cabrio, und den nur zum Cruisen habe ist mir das wurscht.

Hat im Trockenen auch noch gute Haftung, im Regen muss man sehr gut aufpassen. Die Seitenführungshaftung ist ist dann sehr bescheiden.

Würde ich aber täglich AB fahren und auch drauf angewiesen sein dann hätte der schon lange neue Pellen drauf.

Rechtlich ist es wie beschrieben, Alter ist egal, sie dürfen nur nicht defekt, rissig, porös oder beulig sein.

Mein Prüfer schimpft mit mir immer bei der HD, da sind die Reifen auch gut über 6 Jahre alt aber er muss mir die Abnehmen da sie einwandfrei im Aussehen sind. Das Ding fahr ich aber auch so gut wie nie, max 500-1000 km im Jahr.

Das Auto auch nicht viel mehr, so 1500-3000 im Halbjahr, Winter abgemeldet.

 

So, ob es die Versicherungen interessiert weiß ich ehrlich gesagt nicht, frag ich aber nach. Gehört aber derlei aber nie etwas.

Ja, das mag so stimmen. Ich bezog mich auf dei Eingangsfrage, da eben 2 Werken den Einsatz der Reifen fraglich sehen.

Und es ging in der Eingangsfrage um den Versicherungsschutz. Dazu habe ich etwas geschrieben. Im Zweifel wird an der falschen Stelle gespart.

Ich sagte auch oben, dass ich bei Reifen und Bremsen keine Kompromisse mache. Warum? Versicherung ist mir in dem Fall recht egal. Aber ich bin in dem Fall sehr egoistisch und möchte im Zweifel das Beste an Unfallvermeidung aus meinem Auto herausholen. Ist wohlmöglich eine ganz langweilige Einstellung.

Käptn, wenn die Sache vor den Kadi geht, dann wird ein cleverer Anwalt eben genau die Karte ziehen, wenn im Prüfbericht die Reifen bereits bemängeld wurden. Das kann dann u. U. zu einer Quotenverschiebung führen.

Der Prüfingenieur, der Fahrzeugtechnik studiert hat, wird wissen ob er eine Plakette zuweist oder nicht. Es gibt die verrücktesten Auslegungen auch so manchen Werkstattmeisters... und Jungfacharbeiter sowieso.

Nur ein Reifenalter sagt noch nichts über den Allgemeinzustand eines Reifens aus.

Außer bei Anhänger mit 100 km/h Zulassung gibt es keine "Altersbeschränkung".

Dann bleibt dem TE halt nur, den Prüfinnenieöööör zu fragen, statt im Forum nach der Glaskugellösung zu fragen :)

Themenstarteram 31. Mai 2021 um 17:09

Also, offiziell wurden die Reifen bisher noch nicht bemängelt. Zumindest nicht beim TÜV. Die letzte HU ist knapp 2 Jahre her. Im August ist er wieder fällig.

Das einzige, was am Auto vor 2 Jahren bemängelt und auch vermerkt wurde, ist die Hinterachse. Dort hat sich an ein paar Stellen Rost gebildet.

Das Auto ist inziwschen 20 Jahre alt. Ich fahre sehr wenig und wenn, dann vorausschauend. Die Reifen wurden also nie wirklich hart beansprucht. Neben den Reifen gibts sicher auch noch das Ein oder Andere kleine "Wehwehchen", welches ich vor der HU noch behandelnt lassen sollte.

Ich würd halt vermeiden wollen, dass ich mir jetzt extra neue Reifen kaufe und die ein oder andere kleine Macke noch beseitigen lasse und ich das Auto im August dann, aufgrund der Hinterachse, nicht mehr über den TÜV bekomme.

Denn ich glaub aus rein finanzieller Sicht dürfte eine neue Hinterachse nicht mehr Verhältnismäßig mit dem Wert des Autos sein.

Dann geh halt zum TÜV und lasse den entscheiden in diesem Fall. :)

Ich war schon Beifahrer als bei 140 ein Hinterreifen verabschiedet hat.

Hat was, wenn sich der Wagen auf der AB um 360° dreht und man auf einmal den Lkw,den man gerade überholt hat in den Kühler gucken kann.

Der Einschlag in die Leitplanke war zwar nur leicht, aber wäre sie wie 30 Meter zuvor nicht da gewesen,dann wäre es 10m die Böschung hinab gegangen. Und ob der Civic Generation 5 den 4 Personen beim Abrollen übers Dach genug Schutz geboten hätte,wage ich zu bezweifeln.

Und alles nur weil der Besitzer zu geizig war, sich paar neue Gummis in 0815 Größe 155R13 zu kaufen,die damals schon nicht viel gekostet haben.

So gab es zum Satz Reifen, noch einen neuen Kotflügel, Blinker, Scheinwerfer und Richten des rechten Seitenblechs.

Gesundheitliche Schäden gab es keine, bis auf eine kurze Ohnmacht einer Mitfahrerin, die nach dem aussteigen wohl realisiert hat,was für Glück wir hatten und sich dann unfreiwillig neben das Auto gelegt hat.

An Reifen sparen kann gut aber auch in die Hose gehen.

Die 13 Jahre alten Pellen müssten schon überhaupt keine Risse haben,dass ich es in Betracht ziehen würde,sie drauf zu lassen.

Zitat:

@NDLimit schrieb am 31. Mai 2021 um 16:31:47 Uhr:

Käptn, wenn die Sache vor den Kadi geht, dann wird ein cleverer Anwalt eben genau die Karte ziehen, wenn im Prüfbericht die Reifen bereits bemängeld wurden. Das kann dann u. U. zu einer Quotenverschiebung führen.

Ja, wenn die bemängelt werden dann ist das was anderes.

Aber berechtigter Mangel oder die Aussage "oh, die sind aber alt" ist für mich ein riesen Unterschied.

Und komischer weise hat noch keine einziger Prüfer, unterschiedliche und nicht immer der Selbe, meine alten Reifen je bemängelt.

Die haben eher die Vorderachse bemängelt die aber vor 10T gerade erst komplett neu rein kam. Bis dann 5 Prüfer um meinen Wagen standen und die Vorderachse beurteilten. Natürlich war sie in Ordnung. Der wollte bei der alten Kisten nur einen geringen Mangel für die Statistik hervorbeschwören. Nix da. Ohne jeglichen Mangel und das schon seid Jahrzehnten.

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