Alles verzollt! – Zöllige Schrauben und das Wissen drumherum

Da es mittlerweile hier im Forum kaum noch echte Schrauberthemen gibt, sich gefühlt nur noch alles um Preis und Ausstattung der neuen Plastikmustangs oder Elektronikprobleme dreht und man die wenigen wirklich interessanten Technik- und Resto-Threads für uns Gearheads mit der Lupe suchen muß, wird es Zeit für etwas gutes, altes Basiswissen.

Teil 1
Einleitung
Jedes amerikanische Auto bis in die frühen 80er hinein hat zöllige Schrauben. Komplett und ohne Ausnahmen (naja, bis vielleicht auf die 14mm-Zündkerzengewinde). Danach wurde schrittweise und bei Einzelaggregaten auf metrische Verbinder umgestellt. Allerdings ist die Umstellung bis heute nicht vollständig abgeschlossen, da das SAE-System in Nordamerika stark verankert und überall präsent ist. Der Grund für das zöllige Maß ist die Herkunft aus der angelsächsischen Maßwelt – obwohl gerade diese kurioserweise heute längst größtenteils metrisch mißt. So sind England oder auch Australien längst metrisch. Kanada ist ein Mischfall. Eigentlich wird metrisch gemessen, aber durch die Nähe zu den USA sickern viele Einflüsse des SAE-Systems durch tägliche Gegebenheiten wie den Autoverkehr ein. Speziell in den USA (und in einigen wenigen kleineren Ländern) hat sich das metrische System bis heute nicht durchgesetzt und ist lediglich durch Importgüter wie Autos oder Haushaltsgeräte präsent.

Auch bei uns ist das metrische System in Bezug auf Schrauben nicht omnipräsent. Z.B. durch die amerikanisch geprägte Computertechnik kommt zölliges Schraubengut zu uns. Zöllig ist nicht gleich zöllig, da gibt es noch Varianten. Ich werde mich hier aber auf die im US-Autobereich gebräuchliche Schrauben beschränken. Auch britische Gewindevarianten wie das Whitworth-Gewinde werde ich weglassen.

Beste Antwort im Thema

Da es mittlerweile hier im Forum kaum noch echte Schrauberthemen gibt, sich gefühlt nur noch alles um Preis und Ausstattung der neuen Plastikmustangs oder Elektronikprobleme dreht und man die wenigen wirklich interessanten Technik- und Resto-Threads für uns Gearheads mit der Lupe suchen muß, wird es Zeit für etwas gutes, altes Basiswissen.

Teil 1
Einleitung
Jedes amerikanische Auto bis in die frühen 80er hinein hat zöllige Schrauben. Komplett und ohne Ausnahmen (naja, bis vielleicht auf die 14mm-Zündkerzengewinde). Danach wurde schrittweise und bei Einzelaggregaten auf metrische Verbinder umgestellt. Allerdings ist die Umstellung bis heute nicht vollständig abgeschlossen, da das SAE-System in Nordamerika stark verankert und überall präsent ist. Der Grund für das zöllige Maß ist die Herkunft aus der angelsächsischen Maßwelt – obwohl gerade diese kurioserweise heute längst größtenteils metrisch mißt. So sind England oder auch Australien längst metrisch. Kanada ist ein Mischfall. Eigentlich wird metrisch gemessen, aber durch die Nähe zu den USA sickern viele Einflüsse des SAE-Systems durch tägliche Gegebenheiten wie den Autoverkehr ein. Speziell in den USA (und in einigen wenigen kleineren Ländern) hat sich das metrische System bis heute nicht durchgesetzt und ist lediglich durch Importgüter wie Autos oder Haushaltsgeräte präsent.

Auch bei uns ist das metrische System in Bezug auf Schrauben nicht omnipräsent. Z.B. durch die amerikanisch geprägte Computertechnik kommt zölliges Schraubengut zu uns. Zöllig ist nicht gleich zöllig, da gibt es noch Varianten. Ich werde mich hier aber auf die im US-Autobereich gebräuchliche Schrauben beschränken. Auch britische Gewindevarianten wie das Whitworth-Gewinde werde ich weglassen.

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*kopfkratz*
Wofür braucht man das? Ich kann da keinen Sinn reininterpretieren. Wenn ich was mit dem Hammer wo reinhauen will, nehme ich Nägel. Dafür haue ich doch nicht aus Schrauben das Gewinde raus...
Strange!

Hast Du mal geschaut, was es bei Etel-Tuning sonst noch gibt? Dann geht Dir sicher ein Licht auf 😉

Gruß SCOPE

;^)

Oh, ich hielt das für echt...😰
Im Zeitalter von Pfusch und Murks ist alles möglich und mich wundert gar nichts mehr!
Ich hatte die anderen Sachen voher nicht angeschaut. Da sind ja spannende Sachen dabei wie Toleranzspray oder IPhone-Starthilfekabel...

Ein Produkt, das dort fehlt, würde amerikanische Autos vielleicht für Kunden mit deutschem Premiumanspruch attraktiver machen. Daher mein Vorschlag, Spaltmaßcreme ins Programm aufzunehmen. Einfach die Karosseriespalte eincremen und nach 20 Minuten Einwirkzeit hat man Mercedes-Spaltmaße!

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Oberflächenhaptikkaloderma

Auch von meiner Seite aus ein Danke für den interessanten Thread. Dazu darf ich anmerken das auch an amerikanischen Autos mittlerweile metrische Schrauben die Norm sind. An meinem Caprice beispielsweise gibt es nur noch eine einzige zöllige Schraube und die ist am Bremssattel zu finden. Alles andere lässt sich problemlos mit metrischem Werkzeug bearbeiten 🙂

Da sind noch mehr, das garantiere ich Dir! Die meisten davon wirst Du aber wohl nie losschrauben. Das gesamte Bremssystem ist mit Sicherheit zöllig. Angefangen bei den Leitungen, bis hin zu den Überwurfmuttern, Führungsstiften, etc.
Die Schrauben am Fahrwerk werden aber sicherlich vollständig metrisch sein. Wie sieht es mit Radbolzen und Radmuttern aus? Die waren traditionell immer 1/2" (Bolzen) und 13/16" Radmutter. Sind die auch schon metrisch?

Sagen wirs mal so: Mein Spezl für den Caprice wird mit Sicherheit schon jede Schraube von den Dingern in der Hand gehabt haben und er hat mir versichert das bis auf diese eine alle anderen metrisch sind.

Bisher haben wir an meinem an folgenden Komponenten rumgeschraubt:

Bremsen vorne und Hinten (Scheiben, Trommelln, Handbremsseile etc. pp), Stoßdämpfer hinten, Innenverkleidungen, Radio, Beleuchtung und Fensterheber.

Bis auf die 2 3/8 Zollschrauben die den Bremssattel in Position halten war wirklich alles metrisch. Selbst bei den Radmuttern bin ich mit ner zölligen Nuss und nem Drehmomentschlüssel wunderbar ausgekommen. Größe hab ich leider nicht mehr im Kopf. An den Bremsen gab es zugegebenermaßen nicht viel was verschraubt ist. Die vordere Bremsscheibe incl. der dort eingesetzten Radlager ist im Prinzip nur durch einen dicken Splint gesichert der von einer Staubschutzkappe geschützt wird. Wenn der ab ist, kann man die Scheibe einfach von der Achse ziehen. Verschraubt sind da nur die Räder sowie der Sattel.

Die Bremsscheibe und die darin eingesetzten Radlager werden am Caprice mit Sicherheit von einer Kronenmutter in ihrer Position gehalten. Der Splint sichert die Mutter nur gegen losdrehen. Ein Splint alleine könnte niemals Scheibe, Lager und Rad dauerhaft in Position halten.
Nochdazu glaube ich ist die Bremsanlage am Whale Body fast genau die selbe wie am Boxy. Die Kronenmutter ist zumindest bei mir zöllig: 3/4"-20 Gewinde

Kann gut sein, so genau hab ich das nicht mehr im Kopf. Ich bin mir allerdings sicher das ich das Ding nicht mit zölligem Werkzeug losgemacht habe. Ich besitze ja nicht mal welches 😁

Sicherlich ganz unkorrekt mit einer 27mm Nuss aufgemacht. 😉 Der Sechskant hat 1 1/16" = 26,9875mm. Perfekt für eine etwas ausgeleierte 27er Nuss.

Da muss ich mal meinen Spezl fragen ob die Mutter zöllig oder metrisch ist.

Danke für den Thread. Spechti, wenn ich noch ein paar passende Unterlagen finde, lass ich dir die mal zukommen. Dann kannst das hier mit einpflegen.

Könnten wir dafür sorgen dass der Thread einigermaßen sauber bleibt?

Zitat:

@falloutboy schrieb am 13. Februar 2015 um 14:03:00 Uhr...könnten wir dafür sorgen dass der Thread einigermaßen sauber bleibt?

Aber sicher doch. 😎

Vielen Dank für diese super interessanten Ausführungen. Einen Großteil wusste ich noch nicht, beispielsweise die Gewindesteigungen und die Abkürzungen.

Ist schon echt verwirrend hier in Kanada mit dem metrischen und zölligen System. Entfernungen werden mit Metern / Kilometern angegeben aber auf Arbeit messen wir noch mit Inch / Fuß / Pound...

Was werden bei den zölligen Schrauben denn für Schraubenköpfe verwendet / welche Bits braucht man? Ist das überwiegend Schlitz / Phillips oder gibts da auch so viele viereckige Robertson Köpfe wie hier (die ich gar nicht leiden kann 😠 )?

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