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Abwrackprämie

Themenstarteram 20. Dezember 2009 um 18:15

Ein lesenswerter Kommentar, vielen "Petrolheads" (wie die Engländer sagen) aus der Seele gesprochen, die Ausdünnung der guterhaltenen Jahrgänge vor 2000 wird in Zukunft noch von manchem bedauert werden:(

---> www.welt.de/die-welt/motor/article5579531/Das-abgewrackte-Auto.html

Beste Antwort im Thema

Hallo,

selbstverständlich meine ich auch, dass man beim skeptischen Betrachten der Abwrackprämie natürlich fairerweise klar sehen muss, dass das nur ein sehr freundliches Angebot war, einen 2500€-Bonbon für die Verschrottung des alten beim Autoneukauf vom Staat zu bekommen. Hat ja niemand annehmen müssen.

Aber ich meine, dass es eine lange abgestufte Messlatte zwischen wirklichem Schrott und erhaltenswertem potentiellen Oldtimer gibt - und dann wären evtl. mehr als nur 2-3 rettbare Kisten pro Schrottverwerter rausgekommen - es gelten ja nicht nur die Argusaugen eines Oldtimer-Freaks, der bei jeder winzigen Delle schon die Zustands-Note runterzieht. Gab ja sicher auch verdellte - und damit als Oldie fast wertlose - Karren, die technisch in Ordnung waren. Will sagen, man hätte die abzuwrackenden Autos genauer unter die Lupe nehmen sollen, und die die noch paar Jahre hätten laufen können, halt z.B. als Entwicklungshilfe nach Afrika oder sonstwo verschenken oder gar verkaufen können, wo diese "Abwrackkandidaten" immer noch umweltfreundlicher gewesen wären als was dort vielleicht sonst so rumfährt. Wenn sie zur Gebrauchtteilegewinnung ordentlich ausgeschlachtet wurden, ist's ja auch ok; aber alle in die Presse, weil alle jammern, herrje, dieser Arbeitsaufwand und diese "fürchterlichen" Lohnkosten für den Schrotti - hätte man ja paar "Bastelschrauber" am Schrottplatz einstellen können, statt "Werte" die andere Leute mit viel Schweiß erschuftet hatten, lieblos in die Schrott-Presse zu stopfen. Wenn ich da nur an diverse absurde Verwaltungskosten für eigentlich nichts - macht ja eh alles ein Computer - denke, da können die paar Kröten für einen Schrotti oder KFZ-Mechaniker, der mal die "Abwrackkandidaten" etwas genauer durchgeguckt hätte, ob sie nicht vielleicht doch - trotz paar Kratzern und Dellen - noch bisserl fahren hätten können, bzw mit wenig Aufwand wieder flott zu machen gewesen wären, das Kraut auch nicht fett gemacht haben. Aber es wird halt hierzulande lieber Geld und Anstrengung und Anerkennung für's Verwalten investiert, als für die "Hardware"-Entwicklung/Herstellung/Erhaltung selbst. Und das finde ich traurig, und die "Abwrackprämie" ist nur eine von vielen Ausdrucksformen dieser Geringschätzung von harter Arbeit, die viel Resourcen, Gehirnschmalz, Schweiß erfordert und das obwohl sie hierzulande eigentlich sehr teuer ist und viel Geld verschlingt, jedenfalls die Verwaltung.

Gruß

PS: Die massenhafte Wegschmeißerei von (Mikro-)Elektronik Produkten ist eine andere Ausdrucksform dieser Geringschätzung, irgendwann ist das Kupfer alle und dann ist der Jammer groß....mein Laptop anno 1999 verrichtet immer noch für Standardanwendungen problemlos seinen Dienst, naja, jetzt kommt er langsam an die Grenzen...für eine große Firma und deren Mitarbeiter, die was auf sich halten, undenkbar, da muss alle 2-3 Jahre ein neuer PC/Laptop her, halt weil man sie in genau dem Zeitraum steuerlich abschreiben kann...ist doch ein Unding, und Recyclen dieser vielen Legierungen stelle ich mir unendlich schwierig vor....ist ja bei Autos auch so sehr aufwendig, siehe oben, deswegen rentierte sich ja das Ausschlachten nicht und ab ging's in die Presse meistens.

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Naja, neu ist diese Erkenntnis der Welt nicht ... Dieses Thema haben wir schon einmal kontrovers diskutiert:

http://www.motor-talk.de/.../...ackpraemie-zum-opfer-t2398373.html?...

Ansonsten: Volle Zustimmung, ich dachte auch immer, dass Reparieren vor Wegwerfen und Neukaufen geht?! :confused:

Jetzt war der "Enter-Finger" wieder schneller als das Hirn.

Also: In meinen Beständen findet sich ein Motorrad, Bj. 1920, aus Frankreich. Was hat das Gerät schon alles an Widrigkeiten hinter sich - und es ist immer noch da:

Hyperinflation 1923

Weltwirtschaftskrise 1927

2. Weltkrieg

Deutsche besetzen Frankreich

Flächenbombardements im WW II

Zusammenbruch nach 1945, Hunger, Not

Währungsreform

Wirtschaftswunder in Europa, massive Zunahme des Wohlstands

Pathologische Modernisierung in den 70er Jahren

und, und, und ...

Und: Das Mopped gibt's noch immer ... Und es ist keine Traummaschine, es ist eine einfaches Motocyclette, 2-Takter, 250 ccm, Karbidbeleuchtung ... Also: Nicht traurig sein, manche Dinger überleben alles.

 

Moin,

Bis auf wenige Ausnahmen wurde DURCHSCHNITTSWARE die Mio.-fach produziert wurde abgewrackt...

Iss zwar ne schöne Schlagzeile ... aber ob es nun weltweit noch 3 Mio. Golf mit 1.8L oder nur noch 2,95 Mio. davon gibt ... dürfte für die Oldiefans kaum Relevanz besitzen. Die GUTEN Modelle, die später mal interessant sind - wurden aus verschiedensten Gründen eh nicht abgewrackt ... die sind meistens so gut das der Besitzer keinen Grund hat sie abzuwracken. (Habs ja schließlich auch nicht gemacht...)

Und ob von 500.000 Corsa nun einer mehr oder weniger zerquetscht wird ist mir herzlich egal, genauso wie es mir Latte ist, das ein ausgebrannter Jaguar, Bentley oder ein 3mal verunfallter 924er abgewrackt wurde .... und 95% der Autos die abgewrackt ganz gleich ob in D oder sonstwo ... hätten eh kaum mehr als noch 2 oder 4 Jahre gepackt, die waren einfach FERTIG mit ihrem Leben. Verlebt, verbraucht und abgenutzt - stell ich mir nicht in die Garage ...

Und denkt immer dran ;) Ob ich mir ein Auto zum schlachten Kaufe oder es wird abgewrackt ... :D der Effekt ist der Gleiche. Und ICH freue mich grade darüber, dass viele VW/Audi Teile die ich gebrauchen kann für ein paar Cent zu haben sind :D

Wären die Abwrackprämien nicht angenommen worden - würden die Zeitungen jetzt genau das Gegenteil schreiben :D

MFG Kester

Hallo Rotherbach,

was die Abwrackprämie angeht sprechen wir uns später nochmal. Ich denke Du bist noch nicht zu alt um den Schaden persönlich zu verstehen. Sicher wirst Du nicht in der vordersten Reihe stehen, hast ja was angesammelt und übernommen ;-)

Wirklich funktionierende Autos in den Müll zu schmeißen ist wie Krieg gegen das Volk. Der wird von der Modernen Wirtschaft aber eh geführt, entweder Du kannst bezahlen oder Du bist raus :-)

Erfolgsmodell Freie Wirtschaft, Unsummen von bereits erwirtschafteter Ware in den Orkus zu schmeißen?

Da stehen mir die noch zur Verfügung stehenden Haare zu Berge.

Langes Leben ;-)

Moin,

Laut Statistik sind z.B. knapp 250.000 Golf, Jetta, Passat und Polo abgewrackt worden - von ca. 5 Mio. im Bestand. Das waren eh alles Autos die durch ihre unmengen an Gebrauchsspuren niemals zum Oldie geworden wären. So what?! Um sonstigen Müll scheren wir uns auch nicht - aber da schon?!

Die Autos die da abgewrackt wurden waren zu 90-99% Seelenverkäufer, die ihre Beste Zeit schon hinter sich hatten. Autos die wir z.T. nicht mal mehr als Schlachtfahrzeuge gekauft hätten.

Da sind keine Topgepflegten SLs, S-Klassen, 356er Porsche oder ein 30.000 km gelaufener Jaguar XJ12 abgewrackt worden - da ist Müll abgewrackt worden. Ich habe es in verschiedenen Foren hier ERLEBT:

Da wollte jemand ein Golf I Cabrio verkaufen - für 1500 Euro, wegen der vielen Mängel am Auto. Das beste was ihm von einem User angeboten wurde, waren 900 Euro. Dann hat er das Auto abgewrackt - als er dies erzählte wollte ihm auf einmal JEDER mindestens 3000 Euro für den Golf gegeben haben. DAs gleiche im Mercedes Forum - da wollte wer seinen 190er für 1800 Euro losschlagen, das Auto wollte niemand kaufen. Ich bin jede Woche einmal auf einem Schrottplatz in der Nähe - der Schrotti beklagt sich über die Unmengen an Polos, Unos, Pandas, Corsa - bei denen die interessanten Sachen wegen diverser Mängeln nicht mehr verkaufbar sind. Interessante Autos hat er ganze 3 in den letzten Monaten gehabt.

Und SCHLUSSENDLICH war es jeder FREIWILLIG der das gemacht hat - wenn die Autos die abgewrackt wurden so TOLL gewesen sind - wie Ihr das scheinbar vor Augen habt - dann HÄTTE niemand diese Autos abgewrackt. Wäre ja schwachfug gewesen - es gab schließlich keinen Abwrackzwang. Übrigens hat die teilweise schlechte Qualität der Fahrzeuge früher den Bestand viel stärker dezimiert als es die Abwrackprämie gemacht hat. Die hat ja gerade mal ein 1/50 des deutschen Fahrzeugbestandes erreichen können ... Das sind gerade mal ca. 2%...

Diese Angst ist komplett übertrieben ...

MFG Kester

Hallo Rotherbach,

erstmal einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Ich denke die Quittung kommt nicht sofort, schon gar nicht für Jeden von uns sichtbar. Die geplatzten Finanzierungen werden uns in 2010 belustigen oder hast Du schon mal ne neue Karre für 2,500,- Teuronen gekauft? Das Problem wurde nur verschoben und nicht gelöst, ich kenne viele Leute aus der Branche die 2010 keinen Arbeitsplatz mehr haben. Ich kenne drei Verwerter die auf diese Entscheidung gar nicht gut zu sprechen sind.

Es sollen auch noch bis zu 40% der bestehenden Autohändler/Werkstätten in 2010 pleite gehen, wem nutzt das?

Ich sehe sonnige Zeiten auf uns zukommen.

Stimmt, die Gebrauchtwagenpreise werden fallen. Nachdem sich herausgestellt hat das die Restwerte der Leasinggeschäfte zu hoch angesetzt wurden fallen die ja schon. Je mehr Finanzierungen platzen um so billiger kommt man 2010 an Gebrauchte.

Wird bestimmt ne schöne Zeit!

Themenstarteram 30. Dezember 2009 um 0:28

Tatsache ist trotzdem, daß es viele gesunde, erhaltenswerte Mobile erwischt hat, weil deren Eigentümer durch die Prämie ("Ei, der Staat schenkt uns was!") verführt wurden. Wieso waren in diversen Fernsehreportagen wohl viele traurig dreinblickende Autoverwerter zu sehen, die gern den Wagen weiterverkauft oder selbst behalten hätten, es jedoch nicht durften wegen der Verschrottungspflicht?

Bleibt nur zu hoffen, daß sich diese Milliardenaktion nicht noch negativ auswirkt durch Händler- und Werkstätten-Sterben wegen einbrechender Neuwagen-Verkäufe und ausbleibender Reparatur-Aufträge mangels reparaturbedürftiger Altwagen mit der Folge steigender Arbeitslosenzahlen!

Zitat:

Original geschrieben von Prussiacus

Tatsache ist trotzdem, daß es viele gesunde, erhaltenswerte Mobile erwischt hat, weil deren Eigentümer durch die Prämie ("Ei, der Staat schenkt uns was!") verführt wurden. Wieso waren in diversen Fernsehreportagen wohl viele traurig dreinblickende Autoverwerter zu sehen, die gern den Wagen weiterverkauft oder selbst behalten hätten, es jedoch nicht durften wegen der Verschrottungspflicht?

Eben. Ich hab etwas von 60% scheckheftgepflegten Exemplaren gelesen und wenn man sich anschaut, was alles abgewrackt wurde, kann das durchaus hinkommen.

Zitat:

Original geschrieben von Prussiacus

Bleibt nur zu hoffen, daß sich diese Milliardenaktion nicht noch negativ auswirkt durch Händler- und Werkstätten-Sterben wegen einbrechender Neuwagen-Verkäufe und ausbleibender Reparatur-Aufträge mangels reparaturbedürftiger Altwagen mit der Folge steigender Arbeitslosenzahlen!

Diese Hoffnung kannst Du begraben. Aber das war ja als es beschlossen wurde egal, das betrifft ja die Zeit nach der Bundestagswahl 2009...

Moin,

Klar :D ... Sorry - aber das ist unglaubwürdig, wenn die Zahlen sagen, dass ca. 250.000 Golf II + III; Polo 86C + 6N und Passat 32B und 35i abgewrackt wurden. Das werden alles scheckheftgepflegte Exemplare, mit 30.000 km aus erster Hand gewesen sein...

Mein Schrotti ums Eck sagt, das er ganze 3 Fahrzeuge gehabt hat - um die es eigentlich schade gewesen ist - von ca. 500 die er abwracken konnte. Der schimpft auch über die Abwrackprämie - zum einen weil er nicht die Zeit hatte, interessante Teile aus den Autos rauszuholen und zum anderen, weil die Preise für gebrauchte Ersatzteile ins bodenlose gefallen sind.

Auch wenn der Verbraucher vielleicht nicht bis drei Zählen mag, bei solchen Dingen ... er kann aber immer noch feststellen, ob er beim Verkauf des Autos MEHR als 2500 Euro bekommt. Was bei TOPMODELLEN für Liebhaber locker drin gewesen wäre.

Von den 1.2 Mio. Abwrackern sind vielleicht 50.000 schön und erhaltenswert gewesen ... DAS ist einfach mal Pech gewesen. Aber niemand hätte garantiert, das diese Autos auch wirklich noch 10 oder 20 Jahre weiter gepflegt worden wären und nicht vielleicht nach Afrika, Aserbaidschan oder Surinam verschickt worden wären...

Ich finde dieses rumgeheule total übertrieben ... und schlussendlich ist JEDER selbst für sich verantwortlich - wer sich wegen der Abwrackprämie selbst finanziell abwrackt - der hat halt nicht genug nachgedacht.

MFG Kester

Hallo,

selbstverständlich meine ich auch, dass man beim skeptischen Betrachten der Abwrackprämie natürlich fairerweise klar sehen muss, dass das nur ein sehr freundliches Angebot war, einen 2500€-Bonbon für die Verschrottung des alten beim Autoneukauf vom Staat zu bekommen. Hat ja niemand annehmen müssen.

Aber ich meine, dass es eine lange abgestufte Messlatte zwischen wirklichem Schrott und erhaltenswertem potentiellen Oldtimer gibt - und dann wären evtl. mehr als nur 2-3 rettbare Kisten pro Schrottverwerter rausgekommen - es gelten ja nicht nur die Argusaugen eines Oldtimer-Freaks, der bei jeder winzigen Delle schon die Zustands-Note runterzieht. Gab ja sicher auch verdellte - und damit als Oldie fast wertlose - Karren, die technisch in Ordnung waren. Will sagen, man hätte die abzuwrackenden Autos genauer unter die Lupe nehmen sollen, und die die noch paar Jahre hätten laufen können, halt z.B. als Entwicklungshilfe nach Afrika oder sonstwo verschenken oder gar verkaufen können, wo diese "Abwrackkandidaten" immer noch umweltfreundlicher gewesen wären als was dort vielleicht sonst so rumfährt. Wenn sie zur Gebrauchtteilegewinnung ordentlich ausgeschlachtet wurden, ist's ja auch ok; aber alle in die Presse, weil alle jammern, herrje, dieser Arbeitsaufwand und diese "fürchterlichen" Lohnkosten für den Schrotti - hätte man ja paar "Bastelschrauber" am Schrottplatz einstellen können, statt "Werte" die andere Leute mit viel Schweiß erschuftet hatten, lieblos in die Schrott-Presse zu stopfen. Wenn ich da nur an diverse absurde Verwaltungskosten für eigentlich nichts - macht ja eh alles ein Computer - denke, da können die paar Kröten für einen Schrotti oder KFZ-Mechaniker, der mal die "Abwrackkandidaten" etwas genauer durchgeguckt hätte, ob sie nicht vielleicht doch - trotz paar Kratzern und Dellen - noch bisserl fahren hätten können, bzw mit wenig Aufwand wieder flott zu machen gewesen wären, das Kraut auch nicht fett gemacht haben. Aber es wird halt hierzulande lieber Geld und Anstrengung und Anerkennung für's Verwalten investiert, als für die "Hardware"-Entwicklung/Herstellung/Erhaltung selbst. Und das finde ich traurig, und die "Abwrackprämie" ist nur eine von vielen Ausdrucksformen dieser Geringschätzung von harter Arbeit, die viel Resourcen, Gehirnschmalz, Schweiß erfordert und das obwohl sie hierzulande eigentlich sehr teuer ist und viel Geld verschlingt, jedenfalls die Verwaltung.

Gruß

PS: Die massenhafte Wegschmeißerei von (Mikro-)Elektronik Produkten ist eine andere Ausdrucksform dieser Geringschätzung, irgendwann ist das Kupfer alle und dann ist der Jammer groß....mein Laptop anno 1999 verrichtet immer noch für Standardanwendungen problemlos seinen Dienst, naja, jetzt kommt er langsam an die Grenzen...für eine große Firma und deren Mitarbeiter, die was auf sich halten, undenkbar, da muss alle 2-3 Jahre ein neuer PC/Laptop her, halt weil man sie in genau dem Zeitraum steuerlich abschreiben kann...ist doch ein Unding, und Recyclen dieser vielen Legierungen stelle ich mir unendlich schwierig vor....ist ja bei Autos auch so sehr aufwendig, siehe oben, deswegen rentierte sich ja das Ausschlachten nicht und ab ging's in die Presse meistens.

Moin,

Auf der einen Seite kritisierst du den hohen Verwaltungsaufwand. Auf der anderen Seite schlägst du ein Verfahren vor, das mit noch mehr Verwaltungsaufwand verbunden ist. Da hätte jeder für Geld nochmal z.B. zum TÜV rennen müssen, und sich die Abwrackfähigkeit bestätigen lassen müssen. Oder der Verwerter hätte den Gutachter regelmäßig kommen lassen müssen. Da hätte uns die Abwrackprämie locker das doppelte gekostet :-)

Das Recyclen des Kupfers und anderer Metalle aus Elektroschrott ist übrigens ziemlich simpel ;) Wird auch in großen Mengen gemacht. Aufgrund der hohen Kosten allerdings selten in Deutschland - einzig E-Artikel mit hohem Goldanteil werden hier recycled.

MFG Kester

Hallo nochmal,

aber so ein TÜV-artiger oder ADAC-artiger Gebrauchtwagencheck - was ja in dem Sinn im wesentlichen kein Verwaltungsakt ist, sondern ne technische Prüfung - kostet doch "nur" etwa 100 Euro, und das hätte der TÜV oder der ADAC doch recht rationell direkt beim Schrotti machen können, naja gut, wenn der nen Bremsenprüfstand hätte, bzw. einfach in den Autohäusern wo die Abwrackkisten ja beim Neukauf abgegeben wurden. Dann wäre halt die Abwrackprämie statt 2500 nur noch 2400 Euro gewesen, aber vielleicht hätte mit den noch brauchbaren Autos sogar noch bisserl was wieder eingespielt werden können, statt einschmelzen zum Kilopreis, und das Einschmelzen kost' ja auch viel Energie, die natürlich irgendwann sowieso anfällt.

Aber ich will ja wegen der Abwrackprämie nicht "nachkarteln", wenn hauptsächlich verkehrsunsichere Fahrzeuge rausgezogen wurden, und paar Gebrauchtteile gerettet wurden, ist's ja völlig in Ordnung und viele Leute haben sich über die Kohle gefreut, fragt sich halt wieviele Kisten mit fast neuem TÜV in die Presse kamen.

Besten Gruß

PS: Warum ist's Recyclen von Elektronikschrott teuer, wenn's einfach ist ? Werden die Leiternbahnen von Hand aus den Platinen gepfriemelt ? Ich dachte eher das aufschmelzende Trennen durch verschiedene Schmelztemperaturen der vielen Legierungen ist doch recht kompliziert, dann wieder hochreine Metalle rauszukriegen. Ich glaube, die meisten Leiterbahnen in den vergossenen Mikrochips o.ä. sind Alu-Kupfer-Legierungen..."Goldklumpen" waren nur die uralten PentiumPro Prozessoren Bj. Mitte-Ende 90iger meines Wissens, naja, ist völlig off-topic, aber so ein gepresstes Auto ist auch ein ganz schön bunter Blechsalat, den man erst mal wieder aufschmelzen und das verschiedene Zeugs trennen muss....ich weiß natürlich auch nicht genauer wie's das geht, braucht aber wohl nen mächtigen Hochofen.

Hallo Rotherbach,

Du hast natürlich Recht.

Zitat:

Das Recyclen des Kupfers und anderer Metalle aus Elektroschrott ist übrigens ziemlich simpel ;) Wird auch in großen Mengen gemacht. Aufgrund der hohen Kosten allerdings selten in Deutschland - einzig E-Artikel mit hohem Goldanteil werden hier recycled.

MFG Kester

Es rentiert sich nicht für die Massenware, deshalb lassen wir ja diese billigen Arbeiten in der Dritten Welt erledigen. Da gibt es keinen Arbeitsschutzrechtlichen Bedenken weil es den da gar nicht gibt, Seveso lebt immer noch und bei denen klappt es ja bist heute. Kleine Abfindungen nach Jahrelangen Klagen und viele Tote. Aber nicht direkt vor der Eigenen Haustür, die haben sich einfach zur Falschen Zeit an der Falschen Stelle aufgehalten.

Stellst Du selbst etwas her oder generierst Du nur Gewinne in Deinem realen Leben?

Musst mir nicht Antworten, Abgefertigt zu werden kenne ich zur Genüge.

Noch ein Forum an das man einen Haken machen kann ;-)

Zitat:

Original geschrieben von Rotherbach

Moin,

Klar :D ... Sorry - aber das ist unglaubwürdig, wenn die Zahlen sagen, dass ca. 250.000 Golf II + III; Polo 86C + 6N und Passat 32B und 35i abgewrackt wurden. Das werden alles scheckheftgepflegte Exemplare, mit 30.000 km aus erster Hand gewesen sein...

Mein Schrotti ums Eck sagt, das er ganze 3 Fahrzeuge gehabt hat - um die es eigentlich schade gewesen ist - von ca. 500 die er abwracken konnte. Der schimpft auch über die Abwrackprämie - zum einen weil er nicht die Zeit hatte, interessante Teile aus den Autos rauszuholen und zum anderen, weil die Preise für gebrauchte Ersatzteile ins bodenlose gefallen sind.

Auch wenn der Verbraucher vielleicht nicht bis drei Zählen mag, bei solchen Dingen ... er kann aber immer noch feststellen, ob er beim Verkauf des Autos MEHR als 2500 Euro bekommt. Was bei TOPMODELLEN für Liebhaber locker drin gewesen wäre.

Von den 1.2 Mio. Abwrackern sind vielleicht 50.000 schön und erhaltenswert gewesen ... DAS ist einfach mal Pech gewesen. Aber niemand hätte garantiert, das diese Autos auch wirklich noch 10 oder 20 Jahre weiter gepflegt worden wären und nicht vielleicht nach Afrika, Aserbaidschan oder Surinam verschickt worden wären...

Ich finde dieses rumgeheule total übertrieben ... und schlussendlich ist JEDER selbst für sich verantwortlich - wer sich wegen der Abwrackprämie selbst finanziell abwrackt - der hat halt nicht genug nachgedacht.

MFG Kester

Hi Kester,

also bei meinen Schrottis sieht und sah es anders aus.

Also hier stehen bzw. standen diverse gute bis sehr gute gebrauchte (BMW 02er/E12/E28/E34/E36 VW Opel Mercedes /8 / W123/ W124 usw.) rum. Teilweise wirklich mit wenigen KM und mancher sogar mit frischem TÜV. Beispiel: Mercedes W123 Bj. 81 300td (Kombi Diesel mit dem OM617 Motor) top, kein Rost, nur 190tkm gelaufen TÜV 5/2009 neu ohne Mängel, erste Hand.

Zwei Schrottis bei mir haben sogar teilweise sehr gute Autos für 2500 angekauft. Dadrunter div. BMW´s und auch einige Exoten (Bugatti, Jaguar). Den Bugatti z.b. hat er für 2500 angekauft und für fast das 10fache wieder verkauft.

Auch einige Autohäuser haben hier mitgespielt. Z.b. ein BMW Haus hier in der nähe hat gute (meistens die die bei ihm ein und ausgingen) angekauft und dann ins Ausland weiterverkauft Und das machen die bestimmt nicht weil sie solche Menschenfreunde sind.

Ein Fiat Autohaus hat hier z.b. das Angebot bis zum Ende des Jahres ausgeweitet. Egal was kommt man bekommt die 2500 trotzdem.

Du wirst es nicht glauben das er seit September nur drei Autos hatte die wirklich Schrott waren. Und die restlichen (lt. eigener Auskunft ca. 150 Stück) hat er mit 500 bis 1500 € aufschlag weiterverkauft, bzw. es stehen noch ca. 20 Stück auf seinem Hof.

Und das sind alles top Autos und alle mit frischem TÜV und 1 Jahr Garantie bei den BMW´s und Merceder gibt er sogar 1 1/2 Jahre Garantie. Aber der witz ist, das die meisten Neufahrzeuge die er verkauft hat nur kleine Puntos usw. waren.

Gruß Achim

Den meisten Leuten war es doch egal wo das Geld herkommt, hauptsache es kam.

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