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Abgasuntersuchung bei Magermotoren, wie sieht das aus?

Themenstarteram 21. Mai 2012 um 12:02

Guten Tag,

hab ja Kfz - Mechaniker gelernt, auch viele AU gemacht, allerdings nie bei benzinbetriebenen Magermotoren, daher die Frage: Wie wird das gehandhabt bei diesen Motoren? Der Lambdawert muss ja zwischen 0.97 und 1.03 liegen, ein Magermotor (z.B. ein früher VW FSI oder Mitsubishi GDI) dürfte ja weit darüber liegen. Bei den bei BMW noch aktuellen Motoren (z.B. N43 und N53), welche Magerbetrieb haben, dürfte ja das Auslesen über die OBD - Buchse erfolgen, aber wie sieht es bei den älteren Modellen aus?

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13 Antworten

Bist du sicher, dass bei der AU ein Lambda Wert von 1 +/- 0.03 gefordert wird?

Ich denke eher, dass von den Normwerten des Motors abhängt. Ein FSI hat nunmal einen deutlich höheren Lambdawert.

am 21. Mai 2012 um 16:08

Zitat:

Original geschrieben von bbbbbbbbbbbb

Der Lambdawert muss ja zwischen 0.97 und 1.03 liegen

... sofern keine abweichenden Herstellervorgaben vorliegen. Ford grenzt bei vielen Motoren z.B. auf 0,98-1.02 ein. Im Rahmen der AU hatte ich bisher keinen Motor der nicht im Bereich von Lambda 1 lief, die Magermotoren arbeiten ja auch nur in bestimmten Lastbereichen mager und ansonsten auch bei Lambda 1.

Die GDIs hab ich extrem selten zur AU (UMA), die FSIs laufen alle bei Prüfdrehzahl auf Lambda 1.

Die ganzen magermix Motoren laufen im Stand Lambda 1.

Also einfach Rüssel rein, messen, Rüssel raus, Plakette drauf.

Themenstarteram 21. Mai 2012 um 22:13

Wie jetzt, die FSI / GDI laufen bei erhöhter Teillast mit Lambda 1? Kann doch nicht sein, wenn die nicht bei Teillast mager laufen, wann dann?

Die AU wird im Leerlauf und erhöhten Leerlauf gemacht, du hast ja keine Last auf dem Motor, weil du ja nicht fährst, oder auf ner rolle steht. d.h. ist das keine Teillast sonder leerlauf.

am 22. Mai 2012 um 0:13

Zitat:

Original geschrieben von snooopy365

Die ganzen magermix Motoren laufen im Stand Lambda 1.

Also einfach Rüssel rein, messen, Rüssel raus, Plakette drauf.

soetwas in der Art gibt es beim Krad, aber nicht beim Pkw.

Motoren die mit Lambda > 1 betrieben werden können, befinden sich bei der AU im Homogenbetrieb, d.h. Lambda = 1. Zum Teil wird das erreicht durch höhere Messdrehzahlen für die Messung bei erhöhter Leerlaufdrehzahl (ist Herstellervorgabe).

Grüße

Die Magermix Motoren verfügen ja über einen NOX Speicherkat.

Das heißt das sie immer abwechselnd im Teillastbereich (nicht im stand) zwischen Lamda 1,3+ und lambda 1 wechseln.

Quasi: NOXe sammeln, NOXe abbrennen, sammeln, abbrennen... usw.

Hallo ins Forum,

m.W. laufen alle Direkteinspritzer, die Magermix können, im leerlaufnahen Bereich homogen. Dies ist der Bereich - je nach Modell - bis ca. 1.100 - 1.300 u/min. Da haben die also Lambda = 1 und sollten daher beim Messen kein Problem machen.

Ist der erhöhte Leerlauf eigentlich immer noch bei der AU dabei? Bei meinen letzten Erfahrungen erfolgte die Messung im Leerlauf und fertig (ok, waren alles Fahrzeuge mit OBD II).

Wenn der Test noch dabei ist, dürfte dies jedoch kein Problem sein, da m.W. die Motoren auch bei höherer Drehzahl homogen bleiben, wenn das Fahrzeug steht. Dies erfolgt zum Schutz des Motors, da Magerverbrennung heißer ist und dies nicht erfolgen soll, wenn die Kühlung durch den Fahrtwind fehlt.

Also sollte die AU bei Fahrzeugen mit Magermix kein Problem sein.

Eine generelle Anmerkung: Gibt es eigentlich tatsächlich Fahrzeuge mit Magermixmotoren, die keine OBD haben? Diese war ja für Benziner ab Anfang 2001 Pflicht und war - da z.B. in den USA schon viel früher Pflicht - meist schon sehr viel früher verbaut, um beim Export keinen Unterscheidung haben zu müssen. Wenn OBD da ist, wird die AU ohnehin über die Diagnose gemacht.

Viele Grüße

Peter

Ne, nur weil OBD da ist wird noch lange nicht damit die AU gemacht, Ford hatte das schon in den 90ern eingeführt, die Autos werden aber trotzdem klassisch gemessen. Erst ab dem es Pflicht war also 2001 bzw 2004 werden die OBD AU durchgeführt.

Zitat:

Original geschrieben von 212059

m.W. laufen alle Direkteinspritzer, die Magermix können, im leerlaufnahen Bereich homogen. Dies ist der Bereich - je nach Modell - bis ca. 1.100 - 1.300 u/min. Da haben die also Lambda = 1 und sollten daher beim Messen kein Problem machen.

Aus dem Diagramm (Fahrzyklus, BMW N53-Motor) geht eigentlich klar hervor dass nach der Aufwärmphase der Motor im gesamten Teillastbereich, also auch im Leerlauf, im Schichtladebetrieb läuft, natürlich mit Ausnahme der kurzen Kat-Regenerationsphasen:

Schichtbetrieb-leerlauf
am 25. Mai 2012 um 9:42

Zitat:

Original geschrieben von 212059

Ist der erhöhte Leerlauf eigentlich immer noch bei der AU dabei? Bei meinen letzten Erfahrungen erfolgte die Messung im Leerlauf und fertig (ok, waren alles Fahrzeuge mit OBD II).

Die letzten Erfahrungen stammen noch aus der Zeit wo Autos keine Kats hatten, oder? :D

Auch mit OBD II werden Benziner bei erhöhter Drehzahl gemessen - oder ggf. ab Baujahr 2006 gar nicht mehr.

am 25. Mai 2012 um 10:41

Zitat:

Original geschrieben von Noris123

Zitat:

Original geschrieben von 212059

m.W. laufen alle Direkteinspritzer, die Magermix können, im leerlaufnahen Bereich homogen. Dies ist der Bereich - je nach Modell - bis ca. 1.100 - 1.300 u/min. Da haben die also Lambda = 1 und sollten daher beim Messen kein Problem machen.

Aus dem Diagramm (Fahrzyklus, BMW N53-Motor) geht eigentlich klar hervor dass nach der Aufwärmphase der Motor im gesamten Teillastbereich, also auch im Leerlauf, im Schichtladebetrieb läuft, natürlich mit Ausnahme der kurzen Kat-Regenerationsphasen:

Der Hersteller könnte in das Motorsteuergerät auch einen AU Modus einbaut haben. Zu erkennen ist die AU ja sehr einfach: Räder stehen still, Motordrehzahl in einem bestimmten Bereich (erhöhte Leerlaufdrehzahl) und schon wird der Motor in den Homogenbetrieb geschickt... nur als Beispiel...

Grüße

Das gibt es wirklich, Motorhaube offen und schon gehen die in den AU Modus und machen das sauberste Abgas. Das gleiche gilt für den Normzyklus. Da die Rechenpower im den Steuergeräten immer weiter zu nimmt, kann man den Fahrzyklus erkennen und entsprechend die Einspritzung auf besseren Verbrauch trimmen. Das ist aber mittlerweile untersagt.

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