4,3 S210 extreme Motorprobleme, läuft unrund, keine Leistung, geht aus

Mercedes E-Klasse W210

Hallo,

habe einen MB E-Klasse 1998 V8 4,3l T-Model und der ärgert mich richtig. Wärend der Fahrt fing der Motor plötzlich an zu stottern. War mehrfach beim frundlichen Vertreter des Sterns, der nichts auslesen konnte ausser ca. 10 Fehler die er löschte und die dann auch alle wiederkamen. Alsodas erste war LMM. Habe ich gewechselt. Das zweite war laut MB die Kats. Habe ich gewechselt. Dann sagte man mir es koennen auch die Kerzen sein. Habe ich gewechselt. Dann den Nockenwellensensor, dann den Kurbelwellensensor. Jetzt bin ich am Ende. Der Motor springt an aber laeuft nicht rund und geht kalt wieder aus. Keine Leistung. Warm ist er einigermasen fahrbar aber nur mit ca. 30% Leistung und extremem hohen Spittverbrauch. Brauche jetzt mehr als einen guten Rat, den MB hat fleisig Tests gemacht, die alle sehr teuer waren und es hat alles nichts gebracht. Bitte um fachmaennige Hilfe. Bessten Dank im Voraus!

Beste Antwort im Thema

Hm, das Protokoll zeigt eine Vielzahl von verschiedensten Fehlern. Jedoch sind die relativ häufigen elektrischen Probleme (wie Masseunterbrechungen, Stromaussetzer und Unterspannungen auffällig).

Ich gebe mal davon aus, dass der Wagen relativ leicht anspringt, die Batterie also immer ausreichend geladen ist. Weiter gehe ich davon aus, dass die vielen Kabelbäume trotz ihres Alters in einem recht guten Zustand sind, der Motoraum einigermaßen sauber und trocken ist und noch keine Marder etc. Wohnungsbau betrieben haben.

Da das Stottern plötzlich und unvermittelt auftrat und wohl seitdem nicht mehr verschwindet, zudem die Fehlermeldungen allesamt bereits kurz nach Löschen wieder auftreten, habe ich so ganz aus der Ferne eine Vermutung. Sie ist vage, aber als nächster Schritt empfehlenswert, um genau zwei Fehler auszuschließen, die beide jeweils diese Vielzahl Folgeeffekte erzeugen kann.

Zur Erläuterung:
1. Das Stottern trat unvermittelt auf und hörte seitdem nicht mehr auf.
2. Alle relevanten Teile für die Gemischbildung und Zündung sind bereits erneuert oder zumindest geprüft (auch die Zündspulen).
3. Speziell die Zündspulen werden spannungshöhengesteuert; das ist wichtig zu wissen !!
4. Bei Unterspannung treten massiv Fehlermeldungen der elektrischen Art wie oben auf.
5. Die Batterie ist aber offensichtlich ausreichend geladen, sonst würde der Anlasser nicht gestartet.
6. Also liegt ein "Laufproblem" vor, kein "Stehproblem".

Mögliche Ursachen:
1. Batterie hat einen Zellkurzschluss, der durch Vibration oder Temperatur entsteht, also während des Fahrens.
2. Eine der Gleichrichterdioden des Lichtmaschinenreglers ist am Durchbrennen, lässt also spontan mal Strom korrekt durch, mal schließt sie den Ladestrom "mit sich selbst kurz" (ist sehr laienhaft dargestellt 🙂).

In beiden Fällen ist die Bordspannung nicht konstant, sondern zeigt in schneller Folge deutliche Spannungseinbrüche, denen alle elektronischen Bauteile Schwierigkeiten machen, den "trägen" Elektrikbauteilen hingegen nicht.

Speziell Punkt 2 wäre gut plausibel, wenn der Stottereffekt mit steigender Drehzahl "proportional" zunimmt, weil sich die mittlere Ladespannung ansenkt und dann zB. die Zündspulen speziell im Teillastbetrieb nicht mehr genügend Zündspannung erzeugen können.

Also:
Erstmal Batterie und Lima prüfen lassen. Am besten von jemand mit Oszillografen und ohne den unbedingten Willen, gleich alles auszutauschen.

Du wirst nicht umhin kommen, sukzessive vorzugehen. Ergo: reine Nervensache 🙂🙂

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Nein kein wenig. Es war trocken 5 grad plus. Landstrasse, langsam...ca.80-90 mit Familie und ploetzlich fing er an zu spinnen! Das wars!!!

Also laut Bosch kommen falsche Signale vom Steuergeraet. Obwohl Bosch sagte, dass das Steuergeraet eigentlich fasst nie die Hufe hochklappt. Die vermuten, dass da ein falscher input von aussen kommt. Was konnten die mir auch nicht sagen. Meinten das Steuergeraet waere zu 99% OK. Wuerde nur falsche Werte bekommen....von woher...nicht einmal Gott weiss es das..... und ich werde immer irrer.....

Von hier; anhang!?

und noch eins.

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Und wenn doch Deine neuer LMM auch einen Schuss hat ...?
Hast Du nochmal einen anderen angeschlossen?

Zitat:

Original geschrieben von craze


Und wenn doch Deine neuer LMM auch einen Schuss hat ...?
Hast Du nochmal einen anderen angeschlossen?

Hatte ich auch schon gedacht. Da waren inzwischen zwei andere neue drin...Einer nochmals von DB und eier vom Bosch Dienst. Keine Aenderung!

Zitat:

Original geschrieben von db-fuchs


und noch eins.

Vielen Dank...arbeite ich jetzt sofort auf, obwohl er einen neuen Kurbelwellensensor hat. Genau nach deiner Anleitung. Bericht folgt!!!

Über die Bosch-VERMUTUNG-Aussage wundere ich mich ein wenig. Es gibt nicht viele Eingangsgrößen, die die Motronik braucht.

Wenn nun:
- die Sensoren allesamt verbindlich okay sind
- die sog. Akuatoren ebenso okay sind (dazu gehört auch den Benzindruckregler
- das Steuergerät selbst okay ist Wovon typischerweise ausgegangen werden kann)

bleibt nur der Kabelbaum mitsamt seinen vielen Steckverbindungen sowie Massepunke.

Das Zusammenspiel Steuergerät - Sensoren - Aktuatoren kann MB/Bosch messen. Wird bei laufendem Motor gemacht, bei passender Werkstattausstattung sogar während der Fahrt.

Jede Eingangskenngröße hat einen sog. Kennfeldkorridor, innerhalb dessen sich die Eingangswerte gewegen MÜSSEN. So kann ein betriebwarmer Motor unmöglich von der Steuerung als dauerhaft kalt gemessen werden, oder Volllast (also Pedalvollgas) als zB nur 20%Teillast gesehen werden, oder Brennlufttemperatur (die während des Fahrens typischerweise nur gering überhalb der Außentemperatur liegt) mit stautypischen 90-110 Grad angegeben sein. Solche Beispiele führen zu Steuerungsverirrungen mit entsprechenden Folgen.

Der Fehlerspeicher zeigt solche "Fehler" leider nicht an; das steht immer nur "geht" oder "geht nicht". Der Speicher beinhaltet keine "Korridorabweichungen" (so gelten rund 3/4 aller defekten LMM lt. Fehlerspeicher als okay !!).

P.S.: Die Fernseh-Autodoktoren zeigen zuweilen die dafür typische Vorgehensweise - mit oft überraschenden Ergebnissen. Die Anleitung von db-fuchs geht genau in diese Richtung .......

Zitat:

Original geschrieben von Rengteng


Über die Bosch-VERMUTUNG-Aussage wundere ich mich ein wenig. Es gibt nicht viele Eingangsgrößen, die die Motronik braucht.

Wenn nun:
- die Sensoren allesamt verbindlich okay sind
- die sog. Akuatoren ebenso okay sind (dazu gehört auch den Benzindruckregler
- das Steuergerät selbst okay ist Wovon typischerweise ausgegangen werden kann)

bleibt nur der Kabelbaum mitsamt seinen vielen Steckverbindungen sowie Massepunke.

Das Zusammenspiel Steuergerät - Sensoren - Aktuatoren kann MB/Bosch messen. Wird bei laufendem Motor gemacht, bei passender Werkstattausstattung sogar während der Fahrt.

Jede Eingangskenngröße hat einen sog. Kennfeldkorridor, innerhalb dessen sich die Eingangswerte gewegen MÜSSEN. So kann ein betriebwarmer Motor unmöglich von der Steuerung als dauerhaft kalt gemessen werden, oder Volllast (also Pedalvollgas) als zB nur 20%Teillast gesehen werden, oder Brennlufttemperatur (die während des Fahrens typischerweise nur gering überhalb der Außentemperatur liegt) mit stautypischen 90-110 Grad angegeben sein. Solche Beispiele führen zu Steuerungsverirrungen mit entsprechenden Folgen.

Der Fehlerspeicher zeigt solche "Fehler" leider nicht an; das steht immer nur "geht" oder "geht nicht". Der Speicher beinhaltet keine "Korridorabweichungen" (so gelten rund 3/4 aller defekten LMM lt. Fehlerspeicher als okay !!).

P.S.: Die Fernseh-Autodoktoren zeigen zuweilen die dafür typische Vorgehensweise - mit oft überraschenden Ergebnissen. Die Anleitung von db-fuchs geht genau in diese Richtung .......

Vielen Dank fuer deine super Erklaerunung. MfG, Robert

Die Massepunkte hatte ich ja auch schon in Verdacht. Wieviele gibt es davon eigentlich?

Keine Ahnung wie viele. Brauchte dafuer einen Schaltplan oder eine Liste der Massepunkte!!!

Probier doch mal an allen, die Du im Motorraum siehst, die Schrauben loszudrehen und wieder anzuziehen. Bei der sprichwörtlichen Rostanfälligkeit ist es ja sehr wahrscheinlich, dass eine oder mehrere keinen richtigen Kontakt mehr haben.

Vielleicht bricht Dir sogar eine der Schrauben aus dem Rost raus.

Hauptproblem bei Dir ist ja wohl der Achtender und die Enge. Bei meinem Vierzylinder ist viel mehr Platz im Motorraum 😉

Zitat:

Original geschrieben von craze


Probier doch mal an allen, die Du im Motorraum siehst sie Schrauben mal loszudrehen und wieder anzuziehen. Bei der sprichwörtlichen Rostanfälligkeit ist es ja sehr wahrscheinlich, dass einer oder mehrere keinen richtigen Kontakt mehr haben.

Vielleicht bricht Dir sogar eine der Schrauben aus dem Rost raus.

Hauptproblem bei Dir ist ja wohl der Achtender und die Enge. Bei meinem Vierzylinder ist viel mehr Platz im Motorraum 😉

Das ist richtig. Nur das da ein Problem von einen Augenblick auf den anderen kommen sollte ist eigentlich kaum vorstellbar. But Nobody knows!!!

Zitat:

Original geschrieben von Daimler999


Das ist richtig. Nur das da ein Problem von einen Augenblick auf den anderen kommen sollte ist eigentlich kaum vorstellbar. But Nobody knows!!!

Wer weiß, vielleicht hat der eine wichtige Punkt da gerade den Kontakt verloren, weil die Schraube im korrodierten Blech nicht mehr elektrisch leitend sitzt ...

Du hast in einem anderem Beitrag geschrieben, daß Du gern "Motoroptimierung" machst. Hast Du das bei diesem Motor auch gemacht???? Und dabei eventuell etwas gefrittet????? Habe noch nie von solchen Problemen bei einem 8-Zylinder gehört. Vor allen Dingen daß der 🙂 und der Boschdienst nichts gefunden haben ist schon sehr sehr komisch. Ich habe ja mit meinem Dicken auch so manches Problem gehabt, aber noch nie so massiv. Fahr doch mal zu jemand der Taxis in Deiner Umgebung repariert. In Bonn kenne ich da jemand der hat nen richtigen Plan.....

Was für ein Benzin hast Du eigentlich drin??? Vielleicht etwa E10??

Sven

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