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1984er GPZ 550 Ist es legal, die Steuerzeiten zu ändern?

Kawasaki GPZ 550
Themenstarteram 28. August 2018 um 16:33

Hallo Leute,

ich habe eine 1984er GPz 550 mit 65 PS bei (ca.) 10500 Upm.

Da ich Koffer dran habe, die nur bis 130 km/h erlauben, und ich deswegen und überhaupt die maximale Geschwindigkeit (196 km/h ohne Koffer) nicht benötige,

überlege ich, beide Nockenwellen um je einen Zahn nachlaufen zu lassen.

Ich hatte mal das Experiment mit einer Gpz 305 gemacht, die hat nur 1 obenliegende Nockenwelle,

diese um 1 Zahn nachlaufen zu lassen.

Effekt: Vmax sank um 20 km/h, aber das Drehmoment im unteren-mittleren Bereich wurde besser und der Verbrauch verringert.

Die 550er hat eh nicht besonders viel Anzug. Daher halte ich das für sinnvoll.

Möglich ist es; im Zweifelfall natürlich Motor mit Schraubenschlüssel langsam durchdrehen.

Ist es legal, verliere ich dadurch meinen Versicherungsschutz oder Ähnliches?

Danke für eure Meinung

Uwe

Dscn4987
Dscn4988
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41 Antworten

Zitat:

@madin20VT schrieb am 30. August 2018 um 22:18:21 Uhr:

Wieder wie immer... einer will was ungewöhnliches wissen und 95% sagen es geht nicht.

Ich würde es einfach ausprobieren. Wenn's geht, so lassen.

Ich denke es wäre schlimmer andere Nockenwellen

Einzubauen, gesetzestechnisch.

1. Mit anderen Nockenwellen veränderst Du die Abgaswerte und mußt damit

streng genommen ein entsprechendes... neues Abgasgutachten vorweisen können.

Das ist etwas ganz anderes. Und als Einzelanfertigung sind schon die Nockenwellen

bestimmt nicht billig.

2. Ich hoffe, der Fragende hat die Tips richtig verstanden und erkannt:

So etwas macht man schlicht und einfach nicht.

-> Was bestimmt mehr bringt ist eine genaue Untersuchung des Auspuffs,

bzw. der unbedingte Austausch des Original- Versuchs.

Aber da stand ja ein einer Antwort auch was 4in1...

Was für eine Anlage war / ist das?

 

3. Es gibt keinen Grund, den kleinen Motor so zu bestrafen.

In der GPz 550 Uni mit 65 PS läuft der doch echt gut...

 

Aber das alles führt hier vermutlich zu nichts.

Wenn Du den Umbau bei der Laufleistung probierst:

Imho ist es schade für den Motor / um das Moped.

Der ist halt so drehfreudig ausgelegt.

Hub wird ja auch nicht geändert.

 

Ernst gemeinter Tip: Wenn Du mehr Drehmoment suchst:

Es gibt auch ne GPz 750 Unitrak ... nie getestet / selbst gefahren.

Es gibt auch ne GPz 750 Turbo ... macht Spaß, den Rahmen krumm zu fahren ;-)

Es gibt auch ne GPz 1100 Uni... bei der ist das Drehmoment wirklich OK.

Allerdings sucht man von der 550er kommend bei der 1100er immer den 6. Gang...

(So eine steht hier noch immer herum.)

 

BTW: Ein ganz anderes Thema ist das Drehmoment der Zylinderschrauben bei der 550er.

Aber da mußt "Du" ja eigentlich bei Deinem geplanten Anschlag auf den Motor nicht ran...

Nachtrag.

Bin früher mal Stoppelfeldrennen gefahren. Motor war ein 55ps Passat LS Bj 77 oder so. War der damals große 1,6 Liter (wie GTI) Block mit kleinen Buchsen + Kolben.

Davor gebastelt hatte ich einen 4 in 1 Krümmer von einer CB 750 Four.

Die Abstände passten mit sanfter Gewalt gut.

 

Allerdings hatte ich die Krümmerrohre noch ein klein wenig gekürzt.

Das Teil lief damit erst bei höheren Drehzahlen gut. Bei niedrigen

Drehzahlen ging erstaunlich wenig.

Dann hatte ich mir einen Auspuff vom Kollegen ausgeliehen, der extrem

lange einzelne Rohre hatte und sogar unter dem Motor unter durch ging.

(Die Motoren hingen hinter dem Stoppelauto am Käfergetriebe / an

einer kompletten Käfer- Hinterachse.

Mit diesen langen Krümmerrohren war das Drehmoment komplett

verändert. Das Auto legte gleich über Standgas sehr sehr gut los,

drehte aber nicht mehr so gerne über 5500.

Für Stoppelrennen, wo man aus engen Kehren oder Löchern

im Acker heraus beschleunigen mußte, nicht schlecht.

Du kannst Dir das wie beim Stiefeltrinken vorstellen

Das Bier schwappt je nach Schluck hin und her...

So schwingen die Gase auch vor dem Zylinder im Ansaugtrakt

und eben auch in den Krümmerrohren, bevor sie im Sammler

Verwirbelt werden - nur schneller :)

Soll heißen:

Vielleicht war der Sebring- Krümmer mit seinen Rohrlängen

und dem gut geformten Sammler der Grund dafür, daß meine

GPz 550 Uni damals mit dem Auspuff so viel besser lief.

An dieser Stelle mal ein wenig zu testen würde auf jeden Fall

mehr bringen, als mit den Steuerzeiten herum zu spielen.

Ich habe meine 550er in so guter Erinnerung...

vermutlich versuche ich daher, "deine" Kleine

vor dem drohenden Unsinn zu bewahren.

Die sache geht... Haben wir bei Autos auch gemacht. Allerdings konnte dort die Zündung leicht verdreht werden.

Angesichts der 84tkm würde ich mich an dem oldie nicht zu schaffen machen. Solche Änderungen kann man machen, wenn der motor komplett aufgearbeitet wurde oder neu ist.

Die Ergebnisse waren durchaus deutlich.

Krümmerlängen sind das eine, rohrdurchmesser das andere. Und auch die bauart 4-1 bzw 4-2-1 tut seinen teil. Daher ist selbst der krümmer durchaus komplex zu betrachten.

Themenstarteram 31. August 2018 um 8:32

Ich glaube der 4-in-1-Auspuff war eine Sebring-Anlage.

Meinen Auspuff möchte ich behalten, da er einen gleichmäßigen Drehmomentenverlauf bewirkt, nicht zu laut ist und original dazugehört.

Ich bekomme nicht für jede ANtwort eine Emaill, dass jemand geantwortet hat, daher gab es von mir auch keine zeitnahe Rückmeldung.

"Sorry"

Zitat:

@Papstpower schrieb am 31. August 2018 um 08:06:13 Uhr:

Die sache geht... Haben wir bei Autos auch gemacht. Allerdings konnte dort die Zündung leicht verdreht werden.

Sehe ich das richtig, dass Du die Zündung rein nach Gefühl "korrigiert " hast? Das heißt, die Pistole war dann eher überflüssig?

Die Pistole ist ja nur für die standarteinstellung. Sobald du irgendwas änderst ist das eh gegessen.

Das hat damals ein kfz-meister eingestellt. Die motoren hatten glaube ja auch noch per unterdruck gesteuerte zzp-verstellung. Das musste bei volllast alles passen.

Ob die grobe verstellung um einen zahn "gut" passt, würde ich aber auf die waageschale legen... Verstellbare nw-räder sind da wohl eher angebracht...

Ich persönlich sage erstmal danke und lese nur noch mit.

Zitat:

@Papstpower schrieb am 1. September 2018 um 14:29:21 Uhr:

Die Pistole ist ja nur für die standarteinstellung. Sobald du irgendwas änderst ist das eh gegessen.

Das hat damals ein kfz-meister eingestellt. Die motoren hatten glaube ja auch noch per unterdruck gesteuerte zzp-verstellung. Das musste bei volllast alles passen.

Ob die grobe verstellung um einen zahn "gut" passt, würde ich aber auf die waageschale legen... Verstellbare nw-räder sind da wohl eher angebracht...

Die Markierung ist doch aber auf dem Rad der Kurbelwelle - und OT bleibt doch immer OT, egal was du wie verstellst. Und OT ist doch markiert, ZZP ist x Grad vor OT, mit Glück gibt es dafür eine zweiten Markierung, wenn nicht, entweder schärtzen oder es gab früher mal so Gradscheiben.

Aber egal wie, geht doch mit der Blitzelampe.

Die Flammfront blidet sich doch auch immer gleich schnell aus, egal wann und wie die Zylinder befüllt werden. Also müsste man den ZZP ja gar nicht zwingend verändern. Gut, auch hier könnte man versuchen, etwas zu optimieren. Ändert aber nichts an x Grad vor OT, nur kann man mit dem Wert für x experimentieren.

Na und son Unterdruck ZZP Versteller klemmt man doch eh zum Einstellen ab.

Wie auch immer, das ist ja Zündung, eigentlich gehts doch um die Ventile - andere Baustelle ;)

Richtig. Beim anblitzen siehst du auch den verstellten zzp. Früher waren die motoren auf 91oktan ausgelegt. Man kann also mit super+ durchaus was erreichen.

Um die Zündverstellung zu messen, gibt es Stroboskoplampen, wo man sich in der entsprechenden Drehzahl den OT sucht, und den Verstellwinkel ablesen kann.

Die habe ich, ist von Optilux.

Ablesen ist das eine, es muss zum rest passen...

Jedenfalls ist die Geschichte sehr komplex, das geht mit heutigen chiptuning wesentlich einfacher...

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