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WMCBolle's Fahrzeugstammbaum

In diesem Blog möchte ich den Werdegang und die Abenteuer meiner Autos, die ich mit meinen 26 Jahren gefahren habe, erzählen.

13.05.2014 13:55    |    WMCBolle    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: Golf, Stammbaum, VW

Hi und Hallo,

 

ich möchte in diesem Blog erzählen, was ich während meiner doch schon 8 jahren als Autofahrer mit meinen Autos (und das waren nicht wirklich wenige) erlebt habe.

Aber erst mal zu meiner Person:

Mein Name ist Hannes, bin 26 Jahre alt und komme aus dem raum heidelberg. von beruf bin ich gelernter elektroniker für geräte und systeme. doch nun zum wichtigen :D

 

als ich kurz vor den prüfungen für den führerschein stand, habe ich mich intensiv mit dem thema auto beschäftigt. welches sollte mein erster sein? ich wollte etwas, womit ich auffalle, aber nicht zu sehr, dass ich nicht dauernd angehalten werde. es sollte was besonderes sein. ich wollte auf keinen fall zu den leuten gehören, die die 08/15 marken á la "Opel, BMW, Renault oder ähnliches" fahren. ein asiate sollte es allerdings auch nicht sein. Volkswagen kam erst mal überhaupt nicht in Frage. ich wollte nicht zu den idioten gehören, die mit ihren 2er golfs an der tankstelle rumstehen und über die "normale" leute nur den kopf schütteln.

2 tage nachdem ich meinen führerschein abgeholt hatte, hat mich ein kumpel angerufen und gemeint, er hätte ein auto für mich gefunden. nur 400€. also mit ihm hingefahren zum angucken. unterwegs erzählte er mir, dass von seinem bruder jemand (über ein paar ecken) ein auto hätte. auf meine frage, was für eines grinste er nur.

wir kamen in dem dörfchen, das quasi nur aus einer hauptstraße bestand an und ich sah ein einziges auto ohne kennzeichen rumstehen. einen dunkelblauen 2er golf mit rostigen stahlfelgen, mittlerweile mattem lack und etwas moos in den kanten. es stellte sich heraus, dass dieser (aus meiner damaligen sicht) blaue schrotthaufen der grund war, warum wir hier waren.

 

 

er hatte einen hubraum von 1,8 litern und 90ps wurde 1989 gebaut und bis auf einige kleinere kratzer und dellen war er erstaunlich gut in schuss. tüv war neu und bremsen wurden auch gemacht, was wollte ich mehr? ich konnte damit zur arbeit fahren und musste nicht mehr mit dem zug fast 2 stunden durch die wallachei gondeln. also schlug ich ein und nahm das gölfchen mit nach hause. die erste reaktion meiner eltern: "willst du dich umbringen?" aber ich tat so, als wäre ich stolz, obwohl mich immer noch störte, dass es ein VW war.

nach eingehender untersuchung und vielen fragen an den einzigen menschen, den ich kannte, der ahnung von autos hatte, meinen vater, stellte sich heraus, dass mein erstes auto eine kaputte zylinderkopfdichtung hatte und munter auf die straße pinkelte, dass es in allen regenbogenfarben schillerte. naiv wie ich war, dachte ich mir "der hört schon wieder auf" was nach 2 wochen auch der fall war. ich machte mir großartig keine gedanken darüber und fuhr in einem halben jahr fast 40000 kilometer. ohne spuren ging diese strecke nicht vorüber.

ein ebenso junger fahrer fuhr mir mit seinem citroen AX hinten drauf. der golf hat diesen treffer allerdings bemerkenswert gut weggesteckt, während der AX einen totalschaden hatte.

 

 

eines morgens kam das resultat meiner sorglosigkeit. schlüssel rumgedreht, knirschen, klicken, "schnapp", "peng", tot. diese lange und nicht eben langsame strecke ohne öl hatte ihren tribut gefordert. diagnose kolbenfresser, dadurch gerissener zahnriemen und ein kaputter anlasser.

ich habe ihn dann voller trauer, trotz dass er ein VW war, für 100€ an einen schrotthändler verkauft.

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