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Sat Jun 16 16:57:03 CEST 2018    |    Snoopmasta    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: D, Facelift, LED, Spiegel, Umbau, Volvo, XC60

Hallo liebe Gemeinde,

 

zu allererst muss ich jedem Bastler mit 2 linken Händen und dort alles Daumen von diesem Unterfangen abraten.

Oder etwas gefälliger ausgedrückt: Wenn das Geld nicht die ganz große Rolle spielt, kann man auch anders herangehen. Einen Facelift-Außenspiegel im Ganzen zu verbauen, wäre deutlich leichter gewesen.

 

Da das aufgrund des alten BLIS (mit den Kameras) bei mir aber nicht geht, habe ich mich dazu entschieden mit Spiegelkappen und Blinkern den alten Spiegeln zu neuem Glanz zu verhelfen.

Wie lief der Umbau ab?

 

1. LED-Blinker vorbereiten (Stecker)

2. Spiegelglas raushebeln

3. Spiegelheizung abstecken

4. alte Spiegelkappe abnehmen

5. Gehäuserahmen lösen

6. untere Spiegelschale lösen

7. Blinker ausbauen

8. Spiegelbasis und LED-Blinker bearbeiten

9. untere Spiegelschale montieren

10. LED-Blinker einstecken und ggf. verkleben

10. Anschlusskabel alt/neu verlöten

11. Gehäuserahmen montieren

12. neue Spiegelkappe montieren

13. freuen

 

Nun aber zu den einzelnen Schritten noch etwas mehr an Kommentaren.

 

1. Die neuen Blinker kommen mit einem völlig anderen Anschlussstecker als die alten, in denen ja nur eine kleine orange Glaslampe sitzt. Hier muss man sich entweder den originalen Volvo Stecker besorgen oder wie ich mit kleinen Jumperkabeln aus dem PC-Zubehör und Heißkleber einen Behelf bauen.

Die Polarität der ganzen Schaltung ist auf der im Blinker sichtbaren Leiterplatte aufgedruckt und so habe ich mich gleich gut unterscheidbar für + = rot und - = schwarz als Farben für die Kabel entschieden.

 

2.+3. Der eigentliche Umbau beginnt natürlich mit der Demontage des gesamten Spiegels. Hierzu kann man zuerst das Spiegelglas rausziehen. Dazu den Spiegel in Richtung Tür bis auf Anschlag fahren und dann beherzt zugreifen. Ich habe das Volvo-Plastik-Werkzeug zur Hilfe genommen. Hier ist es ausnahmsweise aber nicht zwingend notwendig, da man einfach mit den Fingern hinter dem Glas behutsam aber bestimmt ziehen kann. Da die Gläser bei mir beheizt sind, musste ich natürlich noch die beiden Flachstecker lösen und konnte die Spiegelgläser dann im Fahrzeug verstauen.

 

4.+5. Nun kann man an die beiden oberen Haupthalter bzw. deren Befestigung kommen und dort auch einfach mit dem Kunststoffwerkzeug freihebeln. Die Spiegelkappe dann vorsichtig Stück für Stück nach vorn abziehen. Je nach Alter und Zustand der Teile kann das etwas Nachdruck erfordern. Infolge dieser Aktion ist nun der dem Heck des Fahrzeugs zugewandter Teil des Spiegels bereit für seine Demontage.

Dieser "Rahmen" ist über 4 kleine Torx Schrauben und 3 Klemmhaken mit der Spiegelbasis verbunden. Also erst schrauben, dann hebeln und ab damit.

 

6.+7. Die untere Schale des Spiegels, die sowohl die Umfeldbeleuchtung, als Auch den Temperaturfühler und den Blinker enthält, kann man an 3 Stellen lösen. Einmal ist die rechts und links des Drehgelenks mit der Basis verbunden. Zum Anderen gibt es noch eine kleine Klemmbefestigung Richtung der äußeren Spitze des Spiegeln. Dort ist ein kleiner Kunststoffbügel eingeklipst. Den kann man von Seiten der Tür durch ein kleines rechteckiges Loch freimachen.

Ist die untere Schale gelöst, fällt einem der Blinker quasi schon entgegen. Wieder etwas geschafft.

 

8. Nun kommen wir zum schwierigsten Teil der Arbeit und einem, den ich leider nur beschreiben kann, da ich vergessen habe davon Bilder zu machen (ich Idiot).

Am neuen LED-Blinker und der Spiegelbasis müssen einige Veränderungen vorgenommen werden. Die vom Händler getroffenen Aussagen, dass die neuen Teile nicht mit dem alten Spiegel kompatibel sind, stimmen somit leider.

Aber es ist nicht unmöglich. ;)

Am Blinkergehäuse selbst muss in jedem Fall der Teil etwas kleiner geschliffen werden, der sich auf der Seite des Drehgelenks in der unteren Schale befindet. Macht man das nicht, steht der Blinker später zu weit draußen und verläuft nicht in einer Linie mit dem Ausschnitt an den neuen Spiegelkappen.

Oderhalb dieser Stelle steht bei mir auch ein kleiner weißer Stecker senkrecht im Gehäuse eingehangen. Den musste ich noch etwas reinsetzen. Also gleich mal die Halterung bearbeiten und Stecke danach einkürzen, damit der Blinker dort etwas mehr Platz bekommt. Das erschließt sich an der Stelle leicht von selbst.

Auf der Rückseite der neuen Blinker befindet sich ein kleiner Arm, der auch an der alten Spiegelbasis einhakt. Leider ist die Basis an genau der Stelle etwas zu dick und man bekommt der Blinker dort nicht in die untere Schale eingesteckt.

Hier muss einiges an Material weggenommen werden. Dazu am Besten eine Feile bemühen oder einen Proxxon/Dremel.

Wo wir gerade bei der unteren Spiegelschale sind. Diese muss ebenfalls bearbeitet werden. Dazu am Besten schon wieder an der Spiegelbasis montieren. Sie hat eine Kante mit Langlöchern, die mit den alten Spiegelkappen eine Verbindung einging. Da hier aber in Zukunft der neue Blinker seinen Platz fordert, muss diese etwa 10 cm lange Kunstoffkante weichen. Also raugeschnitten und abgeschliffen. Nun hat der neue Blinker die gerade Kante von vorn bis hinten entlang der unteren Schale als Auflagepunkt zur Verfügung.

 

9.+10. Jetzt noch die untere Schale wieder an die Spiegelbasis anklipsen. Die Bearbeitung der Kante (bei 8. beschrieben) habe ich im angebauten Zustand vorgenommen. Den Blinker nun an seine Position stecken und besonders darauf achten, dass die Lichtaustrittsfläche mit der Kante der unteren Spiegelschale an der Außenseite des Spiegels bündig steht.

Falls das noch nicht so 100%ig stimmt, den Blinker lieber nochmal raus nehmen und nachsehen woran es liegt. Wenn alle Teile nachgearbeitet sind, habe ich den Blinker mit etwas Heißkleber an seiner Position Fixiert, da die Verschraubungspunkte des Facelifts leider so in der alten Version nicht existieren.

Zu guter Letzt habe ich noch die Anschlusskabel des neuen Blinkers mit den Anschlüssen des alten Blinkers verlötet. Dazu gab es bei mir kurzen Prozess und die Schere trennte die alte Lampenfassung ab.

 

 

 

 

 

 

11.+12. An den Spiegelkappen wurde bei mir noch etwas modifiziert. Zur besseren Passgenauigkeit am Blinker mussten die Halterahmen, welche auf der Rückseite der Kappen mit angegossen sind raus. Dort legt sich normalerweise der Blinker saugend und gut rein. Leider hat das bei mir nicht auf den letzten halben Milimeter geklappt. Macht nix - ist eh verbastelt. ;)

Nun noch einmal alles rückwärst wieder zusammenbauen und sich dann über die neuen Spiegel und das frischere Auftreten freuen.

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Thu Apr 09 17:01:50 CEST 2009    |    Snoopmasta    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: Bremssattel, Bremssattellack, Foliatec, lackieren

*Update: Die vorderen Bremssättel wurden mit einem kleinen Audilogo versehen (2 neue Bilder).

 

Achtung!!! Das Folgen der Anleitung geschieht auf eigene Gefahr! Bewegliche Teile der Bremsanlage dürfen in keinem Fall mit dem Lack in Berührung kommen. Dies gilt beispielsweise für Führungsschienen, Bremszylinder und die Entlüftungsschraube!

 

Nach langem Warten auf meinen "Neuen" war die erste Tat eine, die mehr mit Arbeit als mit finanziellem Aufwand zu erledigen war.

 

Dazu benötigt man folgende Materialien.

 

  1. Foliatec Bremssattellack - in meinem Fall "schwarz glänzend"
  2. eine Drahtbürste
  3. eine Rolle Küchenpapier
  4. ein leeres Gefäß zum Anrühern des Lacks - man sollte keinen Kunsstoff verwenden, deshalb nahm ich eine Dose aus dem Baumarkt
  5. etwas zum Vermischen von Lack und Härter - habe hierfür ein handelsübliches Holzstück verwendet ;)
  6. ein Pinsel, möglichst Naturhaar
  7. evtl. etwas Malerkrepp zum Abkleben, falls man zwei linke Hände und alles Daumen hat
  8. ein paar Stunden Zeit

 

Ausgestattet mit all diesen Utensilien und Tugenden geht es frisch ans Werk.

 

Zu allererst sollte man: Nein, nicht die Drahtbürste verwenden. Das Rad entfernen! :p

Danach und erst danach geht es, etwas rabiat aber durchaus präzise, mit dem Bürstenwerkzeug der Korrosion an den Kragen.

Hier darf man ruhig etwas Zeit einplanen, denn je besser die Vorarbeit, desto schöner ist das Ergebnis vielleicht auch noch in 5 Jahren.

Ist das soweit geschehen, nimmt man sich den im Paket enthaltenen Bremsenreiniger und sprüht alles ordentlich ein. Obacht! Das Zeug verfliegt schneller als manch einer nen Tequila in die ewigen Jagdgründe befördert.

Also schnell mit dem Küchenpapier nachgewischt.

Jetzt könnt ihr den Lack mischen und "vorreifen" lassen. Das heißt anmischen und einfach stehen lassen.

Nun den Bremssattel nochmal ordentlich mit dem Foliatec Bremsenreiniger belegen und dann in aller Ruhe verfliegen lassen.

Nach 10-15 Minuten "Vorreifen" kann nun die Arbeit beginnen.

 

Die Ängstlichen unter Euch und die, die ganz auf Nummer-Sicher gehen wollen, kleben nun die Teile ab, die sie nicht mit lackieren sollten.

Wer über eine ruhige Malerhand verfügt (so wie ich als Hobby-Airbrusher), der kann sich das Abkleben im Groben auch sparen.

Ich empfehle es aber an kritischen Stellen dennoch!

Tragt am Anfang nur eine ganz dünne Schicht auf. nur so, dass ihr den Lack gerade so verteilt bekommt und alles erwischt habt.

Lasst euch nicht davon abschrecken, wenn der Lack an einigen Stellen schnell matt wird (wenige Stellen).

Das sehr dünne Auftragen hat den fantastischen Vorteil, dass es in der Regel genauso lange dauert, dass ihr dort wo ihr begonnen habt schon wieder die zweite Schicht, die "Glanzschicht", aufbringen könnt, ohne ewig warten zu müssen. Auch das Trocknen der dünnen Schicht ist natürlich von der schnelleren Sorte.

 

Ist die zweite Schicht erst einmal aufgetragen, ist ein wenig Gedult angesagt.

Die Montage der Räder empfielt sich erst ein paar Minuten nach dem letzten Pinselstrich.

Schließlich möchte niemand seinen alten Bremsstaub auf der frisch lackierten Bremse, oder? ;)

 

Alles zusammen dann zumeist 4mal pro Auto und man ist gut und gerne 4 Stunden beschäftigt, wenn man die Pausen halbwegs einhält.

 

Ich wünsche viel Erfolg bei dem Unterfangen, über dessen Sinn und Unsinn man vortrefflich streiten kann. Aber das sollte jeder mit sich selbst ausmachen.


Blogautor(en)

Snoopmasta Snoopmasta

Volvo

 

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