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louk

Um- und Anbauten sowie Wagenpflege Golf 6

16.10.2017 00:18    |    louk    |    Kommentare (34)

Keine Ahnung was die sich bei VW so denken aber scheinbar nicht viel. Mit dem T-Roc hat die Entfeinerung alle erträglichen Grenzen gesprengt. Jetzt reicht es.

Viele haben sich auf den T-Roc gefreut und sind tief enttäuscht darüber, was uns VW hier vorsetzt.

Man ist wieder voll auf den Spuren von Lopez, muss dringend die schmerzliche Lernkurve durchlaufen, um sich eines besseren zu besinnen und wieder die Haptik und Ausstattung zu liefern, die beim Golf 6 Ihren Zenit erreicht hatte.

Zudem erwartet man bei einem neuen Modell Fortschritt und keinen Rückschritt. Daher muss das Ziel sein, immer besser zu werden und nicht schlechter.

 

Hier die aktualisierte "Mängelliste", wer sich an VW wenden möchte:

 

  1. Armaturentafel, A-, B-, C-Säulen- und sämtliche Seiten- Verkleidungen aus Hartplastik
  2. Blenden in den Türen sind nur vorne farbig (außer Sport), kein Softlack oder Gummierung in der Mittelkonsole
  3. Die Farben der Blenden sind zu grell und wirken wie Kinderkram. Kinder kaufen sich aber keine Autos für mehr als 40.000 €. Der Wagen ist falsch positioniert. Wie schlecht soll denn der T-Cross werden damit sich der T-Roc sein Dasein noch rechtfertigen kann?
  4. Kein TGI-Motor (wirtschaftlichstes und umweltfreundlichstes Antriebskonzept). Ebenso kein GTE im Angebot. Aber wenn, dann nicht wieder mit so vielen Einschränkungen bei der Auswahl von Optionen wie beim Golf. Durch mehr Raum im Unterboden, sollten auch größere Gas-Tanks möglich sein.
  5. Noch keine Motoren nach EURO 6 c und d Temp Norm verfügbar. Damit höherer Wertverlust zu erwarten und höhere Wahrscheinlichkeit für Fahrverbote. Erste Ausnahme 1.5 TSI ACT 110 kW = Euro 6 ZD = Euro 6c: Quelle: VW Konfigurator -> Modell und Motor wählen, auf i klicken und unter Emissionsklasse nachschauen KBA (PDF) => Euro 6 ZD = Euro 6c. Hat aber keinen Rußpartikelfilter. Gerüchten nach wird im Juni 2018 die Umstellung der TSI Motoren, mit OPF (Otto Partikelfiler) ausgestattet, nach EURO 6 d Temp erwartet. Hier ein aufklärendes Video zum Thema: https://www.youtube.com/watch?v=DKJv-Il8gCo&feature=youtu.be
  6. Schlecht gedämmt (https://youtu.be/HuNQw82vh1E?t=1020) und mehr Windgeräusche. Zitat: "Man merkt, dass Volkswagen mit Dämmmaterial sparsam umging: sowohl der Dieselmotor als auch die Windgeräusche ab 120 Km/h sind lauter, als bei einem vergleichbaren Golf."
  7. Schwache Eigenfederung des Aufbaus, härter abgestimmt und weniger Komfortabel als ein Golf. Vor allem bei den 19 Zoll Rädern die somit nicht empfohlen werden können
  8. Ruckelndes DSG, dass einen beim Anfahren an der Ampel wie einen Anfänger aussehen lässt. Als wenn das nicht genug wäre, gesellen sich ruckelnde Motoren bei unter +10°C dazu, wohl als Folge der strengeren Abgasormen und des damit verbundenen Magergemisches.
  9. Beim 190 PS Benziner mit DSG und Allrad geht der Verbrauch schnell über unzeitgemäße 9,2l/100km
  10. Kein Teppich in der Türverkleidung
  11. Keine Beflockung im Handschuhfach und nicht gekühlt
  12. Keine Abdeckung der Getränkeablage in der Mittelkonsole und keine dynamische Fixierung der Flaschen
  13. Kein Brillenfach
  14. Kein Ausklappfach unter Lichtschalter und keine Schublade unter Fahrersitz
  15. Sonnenblende wie beim Golf immer noch zu kurz für seitlich einfallendes Sonnenlicht. Müsste einen Teleskopauszug haben oder einen zusätzlich ausziehbaren Schieber.
  16. Rückspiegel könnte etwas höher sein und ist nicht der neue Rahmenlose
  17. Keine ERGO-Sitze im Angebot
  18. Kein dynamisches Fahrlicht (nur Auf-\Abblendend)
  19. Kein richtiges Kurvenlicht, nur Abbiegelicht
  20. Keine Akustik-Frontscheibe bzw. beheizbare
  21. Beats Audio minderwertiger als Dynaudio. Besser Dynaudio anbieten und falls der Sub aus Platzgründen (4WD, TGI) nicht möglich ist, dann eben ohne Subwoofer. Der Sub ist bei weitem nicht alles, wenn man an Hifi mit fein auflösendem , dynamischen Klang interessiert ist
  22. Active Info Display schlecht ablesbar wegen entfernter Skalenstriche beim hochdrehen
  23. Navigationskarte nicht parallel im Active Info Display und Media System darstellbar
  24. Es wäre gut wieder davon wegzukommen, den Subwoofer in der Reserveradmulde zu verbauen. So verschenkt mal viel Stauraum und Kombinationsmöglichkeiten. Optionaler Einbau im Unterboden wie beim Active Tourer. Da scheppert dann auch nix.
  25. In Verbindung mit Standheizung, keine Nebelscheinwerfer und damit auch kein Abbiegelicht
  26. Keine Scheinwerferreinigungsanlage verfügbar
  27. Im Kofferraum hinter den Radkästen keine Abtrennung, um Kleinkram zu verstauen
  28. Keine 12V Steckdose und keine 2te Leuchte im Kofferraum
  29. Batterie nicht in einen Thermoschutz eingepackt
  30. Anhängerkupplung zum Aufstecken statt Ausklappen
  31. Verschiebbare und in der Neigung verstellbare Rückbank nicht verfügbar um innen mehr Platz und Komfort bereitzustellen zu Lasten des Kofferraums. Rückenlehne der Rückbank steht zu steil für längere Fahrten. Beifahrersitz sollte ebenfalls klappbar sein. Neben dem Transport von langen Gegenständen würde das auch bei einem Camping Urlaub das Übernachten ermöglichen.
  32. 3 zusätzliche Jahre Garantie muss extra bezahlt werden. Bei anderen ist sowas inklusive.
  33. Kein dynamisches Blinklicht
  34. Kein Lift für die Motorhaube
  35. 360 Grad Kamera könnte auch mal angeboten werden und dynamische Hilfslinien für das Rückwertsfahren auch
  36. Ebenso könnte mal zum Standard werden, dass sich die Uhrzeit per RDS- und wo nicht verfügbar per GPS-Signal automatisch einstellt.
  37. Memory Funktion für die Sitzposition wird nicht geboten
  38. Ledersitze nicht perforiert
  39. Kühler der Klimaanlage nicht vor Steinschlag geschützt und damit erhöhtes Risiko für eine teure Reparatur und das wegen einem Cent Artikel
  40. Einen schwarzen Dachhimmel (Sport) will noch lange nicht jeder haben. Das sollte wählbar sein. In manschen Länder wird der Sport sogar mit hellem Dachhimmel geliefert.
  41. Bei vielen Optionen (Beats-Audio, Allrad, Reserverad, Anhängerkupplung) ist der Kofferraumboden nicht mehr in der Höhe verstellbar. Dann ist es nicht mehr weit her mit dem großen Kofferraum. Dabei ist der Wagen höher gebaut als ein Golf. Eine intelligentere Lösung ist wohl auch dem Rotstift zum Opfer gefallen.
  42. Ein im Nummernschild integrierte Fahrradträger wie ihn Opel hat, könnte auch mal angeboten werden
  43. Boden im Kofferraum in der Basisversion minderwertig (kein richtiger Griff und labberig)
  44. Mittelarmlehne nicht Serie
  45. Kein Pro-Navi
  46. Neuer Polo wirkt innen viel frischer und wertiger

 

Wer bei VW protestieren will und sollte, kann das hier angehen bzw. gleich den Feedback formulieren.

 

Nicht nur das der deutsche Kunde für den Dieselskandal nicht entschädigt wurde und dringend Wiedergutmachung geboten wäre. Nein, man legt nach und bietet statt mehr, um Vertrauen wieder herzustellen, so ein faules Ei.

Kein wunder, dass man in den Gesichtern der Verantwortlichen bei der Präsentation des T-Roc keine strahlende, überzeigende Mimik beobachten konnte. Und das bei einem neuen, voll im Trend liegenden Fahrzeug, dass das Potential eines Shooting Stars hätte. Dabei verlangt man gesalzenen Preise. Das Angebot ist der reinste Kulturschock. So wollen wir das nicht haben.

 

Einige wenige Tester erwähnen den Umstand der Materialqualität beiläufig. Man will ja schließlich weiter von VW gesponsert werden. Der eine und andere traut sich aber seinen Unmut deutlicher zu formulieren:

 

https://youtu.be/PI53lvJE5XI?t=201

https://youtu.be/PZ2rZ2Zo1gI?t=1266

https://youtu.be/-yb_tlp0F8I?t=231

https://youtu.be/gFJW6i8PSlk?t=350

https://youtu.be/v90tTV74QZE?t=158

https://youtu.be/8qkM3adVGCE?t=589 , https://youtu.be/8qkM3adVGCE?t=2086

Auch in dieser aktuellen Dauerwerbesendung vom 01.2019 lässt der Tester dann aber doch raus: Lauter Motor, ruckelndes DSG und harte Federung:

https://www.youtube.com/watch?v=EpzySIkIkCI&feature=youtu.be&t=1930

 

Ein Erfarungsbericht von einem Besitzer eines T-Rocs, der einiges von dem bestätig, dass hier steht:

"Das größte NoGo (und das stört mich immer mehr) sind die vielen Billigstkunstoffteile. Sie sind alles andere als kratzfest - wirklich Schrott. Für 38.000€ enttäuschend ....... Der Ladeboden ist nicht variabel (bei 4motion) da würde ich mir eine bessere Lösung wünschen. Ich habe mir selbst einen Boden konstruiert.

 

Nun noch ein Negativpunkt: die Hinterachse. Viel zu hart und unharmonisch. Man hat zeitweise das Gefühl, dass die Haftung bei schnell gefahrenden Landstraßen verloren geht. Die Achse ist auch schnell am "poltern". "

 

T-Roc vom Marketing falsch positioniert

Es sind denke ich mehrere Faktoren die bei VW zum desolaten Ergebnis beim T-Roc geführt haben.

 

- Der Wagen sollte so positioniert werden, dass er weniger oder nicht überwiegend Golf Fahrer anzieht.

- Es sollten jüngere Käuferschichten angesprochen werden.

 

Der Wagen wurde dabei aber vom Marketing so positioniert, dass er für die jüngere Käuferschicht zu teuer und für die mit der größten Finanzkraft, die auf so einen kompakten SUV gewartet haben, zu minderwertig für die aufgerufenen Preise ist.

 

Folge wird sein, dass sich einige wo anders umschauen oder warten, bis es ein passenderes Angebot gibt. Damit hat sich VW ein schönes Eigentor geschossen. Es werden weniger Gölfe verkauft, der T-Roc wird das nicht kompensieren und man verliert Marktanteile.

 

Den Golf Fahrern, die auf ein Kompakt-SUV in Golf Qualität wechseln wollen, den T-Roc vorzuenthalten, mit dem Ziel das die weiterhin Golf kaufen sollen, ist eine Bevormundung und am Bedarf vorbei gedacht.

Die Leute werden nach anderen Lösungen suchen. Die heißen auch nicht Tiguan, weil der viel zu groß ist, wenn einem der T-Roc ausreicht. Ebeso sind Sportsvan, Ateca und Karoq zu groß. Aber alle drei sind wertiger als der T-Roc. Beim Ateca nervt die harte Federung.

 

VW hat im Konzern genug andere Möglichkeiten einen Billigheimer zu vermarkten. Die haben doch schon einen Arona und es kommt noch der T-Cross. Da hätte man den T-Roc besser zur Differenzierung auf Golf Niveau getrimmt. Gerüchten nach soll der T-Cross die geschäumte Armaturentafel vom Polo bekommen und VW dämmert jetzt wohl die Falschpositionierung. Der T-Roc soll angeblich auch eine geschäumte Armaturentafel bekommen.

 

Das der T-Roc so minderwertig ausgestattet ist, ist weniger eine Preisfrage als viel mehr eine Marketingmaßnahme. Wenn eine geschäumte Armaturentafel um die 48 € kostet, viele der anderen Mängel (z.B. fehlende Ablagen) sich ähnlich günstig abstellen lassen, ist das anders nicht zu erklären. Für das was der T-Roc kostet und wenn man bedenkt wo der gebaut wird, ginge das alles sogar ohne Aufpreis.

 

Belohnt würde man zudem mit einem viel größerer Kreis an Abnehmern.

 

Das Marketing sollte auch mal umdenken bei dem Punkt, dass kleinere Autos minderwertiger sein müssen als große. Es ist unsinnig sich ein zu großes Auto zu kaufen, wenn man den Platz nicht braucht. Und es kann weitere Gründe dafür geben wie verfügbare Stellfläche in Garagen oder Tiefgaragen, geringerer Verbrauch und einfacheres Handling. Das heißt aber nicht, das man auf Annehmlichkeiten, Wertigkeit, Sicherheit und Komfort verzichten will. Also stellt doch bitte ein entsprechendes Angebot her. Das kann auch in Kooperation mit Veredlern erfolgen.

 

Innenraumdesign des T-Roc nicht eigenständig

Beim Innenraumdesign des T-Roc wurde nichts aus der Studie übernommen, sondern alles aus bestehenden Baukästen oder schon bekannten Designelementen. Das Inneraumdesign der Studie war alles andere als ausgearbeitet oder Serienreif. Dennoch, damit ist der T-Roc weniger eigenständig und wird schneller alt aussehen, da das Basis-Design schon einige Jahre im Markt ist. Die Armaturentafel ist der des Sportsvan sehr ähnlich.

Neu ist hingegen das Sitzdesign, was vom neuen Polo stammt.

Nicht mal die Sonnenblende, die für seitlich einfallendes Sonnenlicht zu kurz ist wurde optimiert.

 

Farbindividualisierung in der Praxis weniger variantenreich

Für den Innenraum gibt es zwar diverse Farben zur Auswahl. Allerdings werden die meisten Farben kaum Anklang finden, da viel zu grell. Das rot schreit einen schier an. Wählt man beim Orange die Ledersitze dazu, überlädt das Orange den wagen. Schon der orange Ton der Blenden ist zu grell. Auch das Gelb und Blau sind eher auf das Farbempfinden von Kindern abgestimmt oder auf andere Kulturkreise wie Indien oder China. In der Praxis bleiben überwiegend nur die tristen Farben übrig, so dass es mit der Individualisierung nicht weit her ist, zumindest in unseren Breitengraden.

Prinzipiell ist es eine gute Idee Farbakzente zu setzen, weil bisher die Autos in dem üblichen schwarz sehr trostlos und eintönig wirken. Aber es gleich so zu übertreiben ist dann über das Ziel hinaus geschossen.

 

Schon beim Golf 7 hat die Entfeinerung einen Sprung vollzogen

Beim Bild vom Golf 7 reicht die Auflösung zwar nicht aus um die Anmutung der Plastikblenden zu erfassen (die beim Comfortline in diesem gebürsteten Imitat gehalten sind und auch nicht gerade vor Scharm und Anziehungskraft strotzen) aber man sieht ganz klar, dass die Plastikflächen enorm groß sind und auch als Plastik wahrgenommen werden.

 

Der Golf 6 hat wesentlich weniger Plastikflächen und die sind zudem mit mattem Softlack versehen oder sogar gummiert, womit sie dezent in den Hintergrund treten und edler aussehen.

 

Die schwarzen Einlagen des G7 machen einen etwas besseren Eindruck, wirken aber immer noch plastikhaft. Erst im GTI\GTD\GTE, wo nicht nur die seitlichen Blenden eine aufgedruckte Prägung haben, wirken die Blenden wertig.

 

Klavierlack ist das übrigens nicht, sondern einfach gespritztes Plastik. Klavierlack hat einen Tiefenwirkung und man sieht minimale Welligkeiten oder noch etwas von der Holzstruktur, was dann authentisch wirkt.

 

Das reine, schwarze Plastik wirkt dagegen flach und bei so großer Fläche wirkt das weniger wertig.

 

B und C-Säule und obere Abdeckung der hinteren Türen sind beim Golf 7 auch schon aus Plastik. Der 1.6 TDI ist schlechter gedämmt als beim Golf 6, der hinten noch standardmäßig eine Mehrgelenker-Konstruktion hatte, die es beim Golf 7 er ab 150 PS Motoren gibt.

Der Golf 6 CL hat noch richtige Sitzwangen. Die sind beim Golf 7 CL ebenfalls dem Rotstift zum Opfer gefallen.

Die Sparmaßnahmen gibt es, obwohl der Golf 7 schon auf der MQB Plattform basiert, die kostengünstiger ist. Das sich der Golf seit seiner Erstauflage mit jeder neuen Generation immer weniger verkauft, hat vielschichtige Gründe aber solche Maßnahmen tragen sicher nicht zur Verbesserung bei.

 

Die Einsparungen waren beim Golf 7 schon grenzwertig aber beim T-Roc ist jetzt der Vogel abgeschossen. Beim Golf 7 konnte man durch Linien und Optionswahl die Mankos teils umgehen, beim T-Roc nicht.

Kann sich jemand im Premium Sektor so eine Kunststoffwüste vorstellen? Wohl kaum, dann kann die aber auch nicht so toll sein wie einige einen das glauben machen wollen, die jedwede Kritik abweisen.

Wirkt bei Möbeln ein Echtholzfurnier behaglicher und authentischer als eine bedruckte Folie? Das Holz fasst man auch nicht ständig an, sondern in der Regel nur die Griffe.

Der T-Roc sieht mit seiner Plastikwüste im Innenraum genau danach aus und wirkt einfach nur billig. Wer das nicht sieht, kann sich gleich einen Dacia kaufen und spart noch viel Geld ein. Der bringt einen genauso von A nach B.

Der T-Roc ist dafür einfach überteuert.

 

Geräuschdämmung und Motorakustik

Der ADAC hat den T-Roc ebenfalls unter die Lupe genommen und einen Testbericht verfasst.

Zu den Innengeräuschen wird festgestellt:

"Federung

... Ausgeprägte Unebenheiten wie Geschwindigkeitshügel schluckt das Fahrwerk gut, Querfugen dringen vor allem akustisch bis zu den Insassen."

 

"Innengeräusch

Bei 130 km/h liegt der gemessene Geräuschpegel im Innenraum bei 69,9 dB(A) - es geht also alles andere als leise zu.

Der Motor ist stets zu hören, unter Last recht dominant; seine akustische Dämmung sollte deutlich besser sein, im Golf beispielsweise ist der Motor mit all seinen Betriebsgeräuschen signifikant leiser. Bei höheren Geschwindigkeiten werden Windgeräusche im Bereich der A-Säulen hörbar.

Die allgemeinen Fahrgeräusche liegen im zufriedenstellenden Bereich."

 

"Laufkultur/Leistungsentfaltung

Der TDI mit zwei Liter Hubraum und 150 PS ist ein weit verbreiteter Geselle im VW-Konzern. Er zeichnet sich auch im T-Roc durch sein gutes Ansprechen und seine gleichmäßige Leistungsabgabe aus.

Selten schlecht dagegen fällt die Entkoppelung und Dämmung des Motors aus. Er ist nicht angemessen vom Innenraum abgeschottet, leichte Vibrationen sind an Lenkrad, Pedalen und Sitz zu spüren.

Deutlich störender ist aber die akustische Präsenz, nicht nur beim Kaltstart. Man hört den Motor deutlich, es ergibt sich zwar kein dominantes Brummen oder Dröhnen im Innenraum, aber die Lautstärke insgesamt ist zu hoch und wirkt sich negativ auf den Eindruck zur Laufkultur aus. "

 

Kofferraumvolumen

Beim Vergleich des verfügbaren Kofferraumvolumens zur Werksangabe klafft auch eine große Lücke. Wer anspruchsvolle Transportaufgaben zu erledigen hat, sollte sich das genau anschauen:

Werksangabe: Kofferraumvolumen normal/geklappt 445/1.532 l

ADAC Messwerte: Kofferraum normal/geklappt/dachhoch 245/615/1.015 l

 

Beats Audio im Vergleich zu Dynaudio

Dynaudio ist ein renommierter Hersteller mit Jahrzehnte langer Erfahrung im Bau von Lautsprechern von Weltruf, die sich mit dem Besten messen können was es im Hifi Bereich gibt.

 

Beats Audio hingegen sind von chicky micky Kopfhörern her bekannt und wenn man die Stereoplay Bestenliste aufschlägt, liegen die durchweg im letzten 1/4 des Feldes.

 

Normale Lautsprecher baut Beats Audio keine, sondern nur diese kleinen aktiven kompakten Lautsprecher zum Anschluss an ein Smart Phone. Aber selbst da gibt es nur Durchschnittsware von Beats Audio.

 

In Grenzen können Dellen im Frequenzgang mit einem DSP und durch Einmeßen ausgeglichen werden. Neben geringen Verzerrungen, was heute eher nicht das problematische ist, zeichnen sich gute Lautsprecher durch ein übersichtliches Zerfallsspektrum und einer schnellen Beruhigung nach einer Anregung aus. Darin trennt sich die Spreu vom Weizen. Da können nur die allerbesten Chasis Hersteller mithalten, die sich genau mit der Physik und den Materialien auskennen die da zum Einsatz kommen. Dazu kommt noch eine hohe Dynamik bei Dynaudio.

 

Beides ist bei Dynaudio gegeben. Die klingen extrem sauber, begeistern auch noch bei komplexen Signalen. Die hohe Dynamik macht sich vor allem positiv bemerkbar, wenn man fährt und mithin allerlei Störgeräusche dazu kommen. Den Dynaudios im Golf kann man allenfalls etwas mangelnde Wärme im Mittenbereich vorwerfen, da es ein 2 Wege System ist. Dafür gibt es nicht den Nachteil von Mehrwegesignalen bei denen die Präzision leidet. Und generell ein Problem bei VW ist die Dämmung. Bei kräftigeren Tieftönen, schwingt schon mal die Einrichtung mit.

 

Das Beats Audio arbeitet mit 6+1 Lautsprecher statt 8+1. Hinten werden nur Mitteltöner verbaut. Auch so eine Sparlösung, die sicher nicht für ausgewogenen, quadrofonen Sound gut ist. "Welligkeiten" in der Raumakustik lassen sich damit nicht gut ausgleichen und hinten sitzt man zweiter Klasse.

Das hier Beats Audio eine vergleichbare Qualität und Zuverlässigkeit anbietet wie Dynaudio ist eher unwahrscheinlich.

 

Als Sub wird ein 13 cm Chassis mit billigem Blechkorb und einfacher Membrane verwendet.

 

Hatte die Gelegenheit in einem T-Roc mit Beats-Audio und eingebautem Subwoofer zu sitzen und mir den Sub anzuhören.

 

Einige haben eine völlig falsche Erwartungshaltung beim Hören. Dieser Sub ist nur für die ganz tiefen Töne zuständig und nicht für die bum bum Bässe. Dafür ist der Sub zu abgeschirmt verbaut. Der Sub hinten ist sehr wohl zu hören und im nicht fahrenden Fahrzeug ist der mir sogar zu stark und zu dröhnig. Müsste aber vom Pegel her während der Fahrt ok sein, da Verdeckungseffekte durch die Fahrgeräusche zu kompensieren sind.

 

Habe den Sub beim gleichen Musikstück abgeklemmt und der Unterschied war zu hören. Wenn Ihr den Bass hinten wahrnehmen wollt, müsst Ihr bei Musik mit einem Beat auf so eine Art Flattern in den Ohren achten. Bei Musik mit sehr tiefen Tönen erweitert der Bass die Tiefe des Raumes, fügt mehr Dramatik und Volumen dazu. Zudem kann bei einigen nicht ausgeschlossen werden, dass die so tiefe Frequenzen nicht mehr hören, sei es altersbedingt, weil man sich das Gehör durch zu laute Musik geschädigt hat oder weil man nicht zu den glücklichen gehört, die so weit runter hören können.

 

Soweit kann Entwarnung gegeben werden, dass der Sub schon funktioniert. Aber was die Klangqualität des Beats Audio angeht, wurde die schon von T-Roc Besitzern bemängelt, was für mich nachvollziehbar ist. Während das Dynaudio-System lebendig, dynamisch und präzise klingt ist das Beats eher auf dem Niveau einer 0815 Standard Anlage, wie die früher verbaut wurde.

 

In 2019 wird der Vision X den T-Roc technisch alt aussehen lassen

Die Studie Vision X von Skoda (https://www.youtube.com/watch?v=r40915A02Z4) wird den T-Roc schon im nächsten Jahr zum alten Eisen gehören lassen.

Skoda ist zum technologischen Wegbereiter aufgestiegen und bekommt zuerst die neuesten Technologien, die sich dort bewähren dürfen, bis die bei VW zum Einsatz kommen. Zudem darf wohl das Technologiezentrum bei Skoda Innovationen selbst treiben.

Es wird einen bivalenten Antrieb geben mit neuer Anordnung der Gastanks, Starter\Generator Kombi, 48V Netz und wohl erst in 2020 ein Elektromotor auf der Hinterachse, der den Vision X zum Mildhybrid mutieren lässt, die Traktion verbessert, als Booster eingesetzt werden kann, auf Kurzstrecken reinen Elektroantrieb erlaubt und leichte Allrad Unterstützung bietet, so dass man im Winter oder abschüssigen Wegen Vorteile davon ziehen kann.

Das Multimediasystem wird auch noch mal einen Sprung nach Vorne machen mit allerlei Anwendungen und größerem Display. Vermutlich auf Basis dessen, was für den Golf 8 vorgesehen ist.

Das Ganze kommt zudem in schickem Design, zur besseren Übersicht mit weniger breiter C-Säule, mit kleveren Lösungen für hohen Nutzwert und etwas mehr Platz auf der Rückbank als der T-Roc.

Da kann man nur hoffen, dass aus den Fehlern beim T-Roc gelernt wurde und die Wertigkeit des Innenraums nicht vernachlässigt wird.

Aus dem Vision-X ist der Kamiq geworden https://www.youtube.com/watch?v=_9M_uu7IvDs. Alles was angekündigt wurde wird dann doch nicht geboten wie die elektrisch angetriebene Hinterachse. Aber immerhin hat man beim Desaster des T-Roc dazugelernt, bietet mehr Wertigkeit und mehr Liebe zum Detail.

So ist die Armaturentafel wieder geschäumt, es gibt einen ausklappenden Türkantenschutz wie man ihn von Ford kennt, der Verschluß des Waschwasserbehälters wurde als klappbarer Trichter ausgeführt, im Kofferraum gibt es 2 Leuchten, eine 12 Steckdose und abgetrennte Staufächer, das Handschuhfach ist gekühlt, es gibt Alcantara uns Schalensitze, die Anhängerkupplung ist wieder elektrisch ausklappbar und es gibt an weiteren Stellen intelligente Lösungen.

 

T-Cross im Vergleich

Beim T-Cross wird die oben geforderte verschiebbare Rückbank kommen. Trotz 12cm weniger Länge, hat man hinten nahezu gleich viel Platz.

Ebenfalls ein umklappbarer Beifahrersitz wird kommen. Die Armaturentafel wird moderner als die vom T-Roc und wahrscheinlich auch geschäumt. Allrad soll es nicht geben. Dennoch erwächst dem T-Roc aus dem eigenen Haus eine mächtige Konkurrenz für die es alle gängigen Assistenzsysteme geben wird.

Es wird ein neues, besser zu bedienendes Lenkrad kommen. LED-Licht mit schöner Silhouette, hinten ein durchlaufender Reflektorstreifen und seitlich eine Falze die nicht ganz so ausgeprägt ist wie beim Q2, werden für ein Markantes Erscheinungsbild sorgen.

Einige User haben sich bei den Sportsitzen an den weißen, schmutzempfindlichen Applikationen gestört. Die wird es fortan in einem Grau geben.

Das weniger berauschende Beats Audio wird wieder angeboten. Zu schrille Farben bleiben ebenfalls im Programm.

Neben den bei VW klassischen Modell-Linien Trend, Comfort, High und R soll es einen Style ähnlich dem des T-Roc geben. Die Teaser mit ersten Informationen laufen bei Youtube zuhauf. Im Oktober 2018 wird er offiziell vorgestellt und in 2019 ausgeliefert (Mai?).

Wäre also höchste Zeit für ein paar Pflegemaßnahmen beim T-Roc, da sonst der T-Cross das variablere, modernere und günstigere Modell wäre.

 

Wettbewerber

Wer denkt, das die Verbesserungsliste wohl eher ein Fahrzeug im Premiumsektor abbildet, der möge sich z.B. den Mitsubishi Eclipse Cross anschauen. Für rund 32.000 € Straßenpreis gibt es die TOP Ausstattung, bei der nur weniges nicht geboten wird aber dafür vieles andere, das der T-Roc nicht bietet.

In einer attraktiven Verpackung enthalten sind Allrad, Ledersitze, verschiebbare und in der Neigung verstellbare Rückbank inkl. Sitzheizung, 360° Kamera, Panorama-Glasschiebedach, Navi mit Sprach- und Pad Bedienung, alle wichtigen Assistenzsysteme, Head-Up Display, ordentliche Hifi-Anlage, reichlich Platz, softe Armaturentafel, LED Scheinwerfer, die derzeit wohl beste Stufenlose Automatik im Markt, 5 Jahre Garantie uvm. Ein halbwegs vergleichbarer T-Roc kostet >12.000 € mehr. Da merkt man, dass der T-Roc deutlich überteuert ist und daher muss man sich auch nicht genieren von VW zu fordern, die obige Mängelliste abzustellen, generell wieder wertige Autos zu bauen und nicht solche minderwertigen, faulen Marketing Eier zu legen.

Während andere Hersteller sich bemühen ihre Fahrzeuge zu verbessern (man möge sich dazu z.B. den 2019 RAV 4 von Toyota anschauen), bekommt man bei VW mit jedem neuen Modell eine schletere Ausstattung und unausgereifte Autos.

Der neue RAV 4 kann seit 26.01.2019 beim Toyota Händler bestaunt werde. Der vermittelt nicht das Gefühl in so einem Sparauto zu sitzen wie beim T-Roc. Der RAV 4 ist für VW, Skoda und Seat ein ernsthafter Gegner mit Topp ausstattung und Wertigkeit. Lediglich das Infotainment System kann noch nicht ganz mithalten.

VW scheint aber dazu gelernt zu haben. Beim Taracco https://youtu.be/4VIM5GxUuAk?t=983 wird Wertigkeit wieder größer geschrieben.

Bis zum Modellwechsel beim T-Roc sind aber wahrscheinlich keine nachhaltigen Verbesserungen mehr zu erwaten.

VW sollte dringend wieder mehr Wert auf die Materialanmutung und die Details legen. Die Mängel wegen stotternder Motoren bei Kälte und Ruckelnde DSGs müssen dringend abgestellt werden. Denn KIA precht hier mit großen Schritten vor. Mit dem K900 hat KIA mächtig vorgelegt bei sehr luxuriöser Ausstattung zu einem recht attracktiven Preis. Ist zwar eine andere Klasse aber es ist absehbar, dass VW hier bald überholt ist. Schon die aktuellen Modelle hängen VW dicht an den Fersen und haben auch schon erste Tests gewonnen.

 

Ein rattenscharfer Mitbewerber aus dem eigenen Haus ist der Cupra Formentor, wo viel auf Wertigkeit und herausragendes Design gesetzt wird. Da merkt man so richtig, wie rückständig und altbacken und was für ein Kinderkram der T-Roc ist. Beim Formentor kann man festellen - na also, geht doch. Warum nicht gleich so auch beim T-Roc.

https://www.youtube.com/watch?v=iCsiUu0-zzg

 

Auch nicht von schlechten Eltern ist der Lexus 250h (https://...ezpmgp265q.cloudfront.net/.../...-2019_tcm-3150-1574663.pdf).

 

Bald neu im Segment sind Peugot 2008, Ford Puma und KIA Seltos.

 

Der heißeste Kandidat als Mitbewerber zum T-Roc ist der XCeed: https://www.youtube.com/watch?v=67NCRzlPA1M

Da ruckelt das DSG beim Anfahren nicht, der hat Softoberflächen, moderne Assistenzsysteme, ausreichend Platz, sehr guten JBL Sound, ist leise und komfortabel und sogar belüftete Sitze werden geboten und das zu einem viel günstigeren Preis als beim T-Roc. Zudem sieht er erwachsener aus.

Bald gibt es den auch als Plugin-Hybriden mit einer Reichweite von bis zu 60 km elektrisch. Kleines Manko dabei ist aber, dass der Kofferraum dann auf 291 l schrumpft.

 

Gewerkschaft und VW Betriebsrat

Mich beschleicht schon eine Weile das Gefühl und seit dem Formentor umsomehr, dass hinter der stetigen Entfeinerung der VW Modelle eine Strategie steht, die Macht des VW Betriebsrats zu brechen. Die GF und er BR zoffen sich auch oft in letzter Zeit.

Man schwächt dazu bewusst die VW Marke und stärkt die Töchter, die ohenhin eine höhere Marge haben. Die dürfen ihre Modelle mit jeder Generation aufwerten und ziehen dann mehr Kaüfer an, während VW federn lassen muss. Der Konzern verdient trotzdem mehr aber bei der Mutter VW gibt es weniger zu verteilen und dann hat auch die Gewerkschaft einen schwereren Stand. Das könnte dazu beitragen, dass die überhöhten Gehälter der VW Arbeiter sich wieder auf erträglicherem Niveau zu den Töchtern niverlieren und VW damit wieder wetberwerbsfähiger wird.

Die Preise der VW Modelle entfernen sich zunehemends von der Schmerzgrenze für Privatkäufer. Volks-Wagen sind das somit immer weniger.

 

Wer die Informationen nützlich fand, darf gerne den Daumen hoch anklicken :).

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