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Fuhrparkschrauber

14.12.2013 16:39    |    Prime88    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: ColorVision, Licht, Phillips

Wer glaubt in seiner Scheinwerferbirne steckt die selbe Technik wie in der Birne daheim am Esstisch oder im Bad - DER HAT SICH GWALTIG GETÄUSCHT

 

Gestern war es soweit, alle Gewinner des "Philips ColorVision Event" durften nach Aachen anreisen, um sich mal zeigen zu lassen was eigentlich so alles passiert, wenn eine Scheinwerferbirne für das Auto hergestellt wird.

 

Begonnen hat das ganze am späten Vormittag direkt im Werk im Showroom --- hier trafen sich alle Gewinner mit ihren Anhängsel und dem MT-Team, sowie den ausgewählten Mitarbeiter von Philips die uns den Tag über begleitet haben. Während noch auf den Rest gewartet wurde, ist man köstlich mit kleinen Frühstückshäppchen, Kaffee/Tee und einem Willkommensgeschenk seitens Philips und MOTORTALK verwöhnt/bereichert worden.

 

Das erste Thema des Tages war dann im selben Raum, das Vorführen der aktuellen Arten von Licht in den Scheinwerfer (Halogen, Xenon, LED), deren Eigenschaften, dem Unterschied zueinander, dem Einsatz im Kraftfahrwesen und dem Unterschied von Qualitätsware über Replikate und nicht zugelassenen "Alternativen". Ein weiteres intensiv behandeltes Thema war die Leuchteigenschaft einer Birne im aktiven Verkehr, anhand einer Projektion an einer dafür ausgelegten Wand - Winkel, Leutstärke, Leuchtweite etc.

Als nächstes stand das Mittagessen an, Currywurst und Frikadellen in Gläschen (sehr lecker wars), sowie das anlegen von Schutzkleidung und technischem Equipment, um als nächstes bestens gerüstet in die Produktionshallen zu gehen und in das Herz von Philips Aachen zu schauen.

 

Die Produktion (ganz grob dargestellt)

 

Für mich war es ja das erste mal überhaupt bei einer großen Firma hinter die Kulissen schauen zu dürfen. Ich der ja nur behaftet ist mit der "Sendung mit der Maus" und "Galileo" war deshalb umso mehr erstaunt wie Laut und Warm es bei der Produktion sein kann, aber auch überrascht welch akribische Ordnung herrscht. Wenn man sich das Endprodukt anschaut, kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen, das riesige Maschinen gebraucht werden die aus dem Rohmaterial später ein hochpräzises unter strenger Beobachtung von Mensch und Elektronik hergestelltes "völlig normales, im Alltag verwendetes Produkt" entsteht.

Erst wurde unter verdammt hohen Temperaturen das Glas was in langen Stäbchen zugeführt worden ist, in Form gebracht und mit Diamantschneidewerkzeuge zugeschnitten, parallel wurde der Glühfaden verdreht, so das die charakteristische Wendel entstanden ist. Beides, also das Glas und der/die Glühwendel/faden ist dann verbunden worden, übrigens dauert diese Prozedur so lange bis die Überwachungsgeräte das GO geben, da unsere Leuchteinheit und das Glas perfekt zueinander passen müssen (die Toleranz hier ist unglaublich kein) - die Leuchteinheit darf nicht schräg eingebaut werden, sonst würde ja das Lichtbild später nicht stimmen das auf der Straße auftrifft.

Als nächstes wird die noch unfertige Lampe mit Gas befüllt, was wohl die größte Belastung so einer Birne ist, damit das Gas nicht entweicht beim Befüllen, wird es soweit runtergekühlt das dass Gas flüssig wird und sich am Boden sammelt, unmittelbar danach wird es extrem heiß, weil der Birnenkopf geschlossen werden muss.....(hoffe jeder kann sich halbwegs was vorstellen). Es folgten noch weitere Stationen wo zum Beispiel der Birnenkopf gefärbt worden ist, oder je nach Produktion die Farbe auf das Glas aufgetragen wird (ColorVision-Version) etc.

Als letztes findet dann noch die sogenannte Hochzeit statt, da wird dann die Birne mit dem Sockel verbunden und mit den abschließenden Qualitätskontrollen haben wir dann unsere Scheinwerferbirne.

Was auffallend war, das es zu fast jeder Produktionseinheit immer eine Person, oder eine entsprechende Maschine gab, die unmittelbar die Qualität der einzelnen Fertigungsstufe überprüft hat.

 

Fotoshooting und Abschluss der Veranstaltung

Als nächste und letzte Station war ja dann auch noch das Fotoshooting mit den versprochenen ColorVision-Birnen.

 

Neben der Aufstellung der Fahrzeuge unter Anweisung des Fotografen war dann auch der Einbau der Birnen, hier hatte man dann auch genug Zeit die anderen MotorTalker kennenzulernen, zu fachsimpeln (auch mit Philips und unseren Betreuer von MOTORTALK) und die anderen Autos zu bestaunen. Kurzer Hand wurde auch mal schnell noch ein Radio getauscht :D. Mit einem aufgestellten Zelt, leckeren Süßwaren und nicht alkoholisiertem Glühwein zog sich das so durch bis zum Schluss. Zum Shooting selber gab es dann ein Gruppenfoto, Einzelfotos der Gewinner mit ihren Autos sowie Einzelfotos mit dem Auto im Showroom.

 

Abschließend kann ich nur sagen das es ein absolut toller Tag war, die Organisation hat gestimmt, die Leute waren verdammt gut drauf, man ist ernst genommen worden (Philips/MOTORTALK haben sich gut um uns gekümmert), alle Fragen wurden professionell beantwortet, danke auch an das tolle Wetter ;-), dem Tankgutschein und Waschgutschein und jeder Kilometer hat sich gelohnt (bei mir waren es dann am Schluss 880km).

 

Mfg Mario

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