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Einfälle zu Unfällen

Von nix eine Ahnung aber zu allem eine Meinung. Genau aus dem Grund brauche ich dringend einen eigenen Blog. Hier lasse ich raus, was sonst nirgends hin gehört und freue mich über Euer Feedback...

16.08.2010 23:38    |    Hafi545    |    Kommentare (52)    |   Stichworte: Google streetview

Google streetview ist

google-street-view-fahrzeuggoogle-street-view-fahrzeug

Seit Tagen wird man bombardiert, egal wohin man schaut: Fernsehkanäle, Zeitungen, Internet. Alles ist voll von Berichten über Google Streetview. Politiker und Datenschutzbeauftragte schauen mit sorgenvoller Miene in die Kameras und fordern ein Lex-Google oder andere skurrile Maßnahmen. Man könnte gerade meinen, das Ende der Bundesrepublik steht bevor, weil man Häuser aus 20 deutschen Städten nicht mehr nur aus der Vogelperspektive sehen kann, sondern aus der Sicht der allseits bekannten schwarzen Astras.

Während in England, Frankreich und Italien die Bilder kaum Beachtung fanden und online sind, entrüstet sich Presse und Politik in Deutschland in fast ungekannter Art und Weise.

 

Haben wir zur Zeit keine anderen Sorgen? Oder ist das alles nur ein ganz willkommenes Thema um das Sommerloch zu stopfen oder als Abgeordneter aus der letzten Reihe auch mal in die Tagesschau zu kommen, solange die anderen im Urlaub sind?

 

Manchmal denkt man, hier wurden vielleicht mit unvollständigen Informationen sogar bewusst Ängste geschürt. Zum Beispiel, indem man Menschen auf der Straße befragt, die offenbar gar keine Ahnung haben, was Streetview ist und denken, es sei eine Bedrohung wie in Orwells „1984“.

Oma Erna will nicht, dass die ganze Welt live zusehen kann, wie sie Kohlrouladen brät.

 

Wer sich tatsächlich einmal angeschaut hat, wie Streetview funktioniert, wird wohl feststellen, dass das alles halb so wild ist.

 

Was soll um Himmelswillen passieren, wenn jemand die Fassade des Hauses, in dem man wohnt, im Netz sehen kann? Hat die Fassade etwa ein eigenes Persönlichkeitsrecht? Kann ich den Touristen, der hier Bilder macht und sie im Web-Album zeigt, auch auffordern, das zu unterlassen? Und wenn ja, warum sollte ich das tun?

Ich halte das ganze Affentheater für völlig überzogen und hoffe, dass in vier Wochen kein Hahn mehr danach kräht.

Wie seht Ihr das?


18.08.2010 17:29    |    Emmet Br0wn

Zitat:

Gestern wieder im TV: ein Mann, eingeblendet der Name, im Bericht das Haus und das Ortsschild zu sehen und alle Communities, bei denen er sich so rumtreibt... Aber StreetView ist ja doof seiner Meinung nach :rolleyes::rolleyes: Naja, manchen ist halt echt nicht zu helfen...

Es geht ja vielen Leuten nicht immer nur um ihren individuellen Datenschutz, sondern ums Prinzip.

 

Mir geht diese Firma auch mächtig auf den Sack, obwohl ich nichts zu verbergen habe und mich auch im gewissen Rahmen gegen sie zu schützen weiß.

 

Alleine schon, dass die ständig völlig ungefragt Marktforschung mit Milliarden von Menschen über Google Analytics (ich weiß, immer im Auftrag der Homepage-Inhaber...) etc. betreiben, finde ich bedenklich.

 

 

Ralle hat natürlich Recht damit, dass es noch schlimmeres gibt wie Vorratsdatenspeicherung, el. Krankenkasse-Karte und SWIFT-Überwachung.

 

Aber Google und ein paar andere "Datenkraken" sind auch nicht ohne, wenn man bedenkt, in welchem Ausmaß unser Leben mittlerweile übers Internet läuft (Kaufen, Banking, Hobbies, Community, Medizinische Info-Suche etc.).


18.08.2010 22:40    |    Hafi545

@tecci6n:

Vielen Dank für den Link zur rp-online.

Selten so gelacht!!

Da  stellen sich doch tatsächlich vier rüstige Senioren vor die ihre Häuser, lassen sich von der rp-online fotografieren und dann mit vollem Vor- und Nachnamen in einer der meistgelesenen Onlinezeitungen mit dem Zitat, dass sie gegen Google streetview sind, im Netz veröffentlichen.

 

Glückwunsch. Mit einem Schlag haben sie ein Vielfaches dessen an Information veröffentlicht, was streetview zu zeigen in der Lage ist.

 

Ich würde das Foto zu diesem Blogartikel am liebsten gegen das der vier Superhelden austauschen. Dann wär´s garantiert für lange Zeit online:D


19.08.2010 13:38    |    Lucolle

Ein schwarzer Astra alleine ist in der Tat nicht schlimm, aber einer mit einer 2,5 m hohen Filmkamera sehr wohl. Denn jeder sollte wissen: Jede Einfriedung eines Grundstückes darf maximal 2,0 m hoch sein, andernfalls muß man eine gesonderte Baugenehmigung haben, die kaum jemand bekommt. Also muß ich mich fragen, weshalb dieser Astra nicht mit einer 2 m hohen, sondern extra mit einer 2,5 m hohen Kamera durch die Gegend fährt.

 

Ich glaube einige Bürger und User nehmen dies insgesamt zu leicht. Denn die Frage ist doch nicht was habe ich zu verbergen, sondern weshalb geht Google soweit in die Höhe. Was interessiert Google sosehr, daß diese Leute sich erdreisten mein grundgesetzlich garantiertes Selbstbestimmungsrecht zu mißbrauchen. Ja, für mich ist dies ein Mißbrauch. Denn die Bauvorschrift geht ja davon aus, daß der Mensch i.d.R. kleiner als 2 m ist und deshalb nicht über meine gewählte Grundstücksbegrenzung in meinen privaten Bereich sehen kann. Google ignoriert dies einfach. Darüber sollten wir einmal nachdenken.

 

Gerade lese ich dabei noch, daß das Auto von dem verstorbenen Aldi-Gründer, Herrn Theo Albrecht, versteigert wurde und wie dieser Wagen zu einem halben Panzer aufgerüstet ist. Ich kann es verstehen, denn ich erinnere mich noch sehr gut an die Zeit, als auch Herr Albrecht entführt wurde und ich verstehe, daß er sich ein solches Auto für ein wahnsinniges Geld leistete.


19.08.2010 14:08    |    WRatte

Ich fand den Kommentar zu Streetview so passend:

 

Zitat:

Wenn Einbrecher über Streetview herausfinden wollen wo es sich lohnt einzusteigen müssen sie nur nach verpixelten Häusern suchen

Und wenn ich hier an den Straßen entlang gehe kann ich überall reinsehen, hier in der Umgebung hat keiner einen blickdichten Zaun. Also was soll man auf Streetview mehr sehen als so?


19.08.2010 15:44    |    WOB79

Was ist so schlimm an schwarzen Astras ?

 

vieleicht werden die nachts eher übersehen. :confused::rolleyes::p:D


20.08.2010 00:19    |    gruni1984

Nicht selten scheint es auch Unkenntnis zu sein. Leider scheint es schwer zu sein sich erst zu informieren und dann Kommentare ab zu geben. Man kann sich ja auch erstmal blamieren und sich danach erklären lassen warum.

 

Lest mal in der FAZ , was der Vorsitzende der deutschen Polizeigewerkschaft auf die frage ob die polizei Streetview nutzen wird, von sich gegeben hat:

 

Zitat:

Es ist rechtlich unklar, ob eine virtuelle Streifenfahrt möglich ist

Also den Unterschied zwischen Fotos und Live-Bildern sollte man diesem Herrn man dringend erklären. :eek:

Dann muss der arme nicht damit seine Zeit verschwenden rechtlich Dinge prüfen zu lassen, die technisch gar nicht möglich sind.


20.08.2010 00:26    |    Tecci6N

Naja, ich denke mal, dass das nicht auf Live-Bilder bezogen sein sollte. Ich meine, das ist EIN Satz in einem langen Artikel, wer weiß, was der Mann in Wirklichkeit alles zu dem Thema gesagt hat und ob er diesen Satz überhaupt so gesagt hat. Ich habe bei solchen eingeflickten Kommentaren immer relativ wenig Hoffnung, dass sie dem wahren Verlauf des Gesprächs entsprachen.


20.08.2010 18:48    |    Hafi545

Die aktuelle Diskussion zeigt aber schon, dass sowohl "auf der Straße" als auch in der Politik ganz offensichtlich die Kuh vom Fahrradfahren erzählt.

 

Da ist soviel Unwissenheit am Start, dass man sich fürchten kann.

 

Und wenn Erwin und Liese Müller sich zum Thema äußern, ist das ja vielleicht lustig oder zum :rolleyes:. Aber wenn es Politiker sind, die ihren Unverstand öffentlich preisgeben, wird es bedenklich.

 

Denn man sieht ja, wohin das führt: am Ende stehen groteske Gesetze oder Entscheidungen und wenn sich dagegen Kritik regt, heißt es, dass die Entscheidung demokratisch legitimiert ist. Man hat die Schwachäpfel ja gewählt...


22.08.2010 09:08    |    Cuberino

Gegen die Bilder habe ich nichts, aber es darf nicht sein, das man wie in Washington, wenn man auf das Haus klickt, sämtliche Kontaktdaten dazu bekommt.

Das ist ein Bischen zu viel Info für eine "Landkarte".

 

Wir Deutschen sind Vorreiter was den Datenschutz betrifft und das ist auch gut so, das wir vorsichtig damit aggieren.

Anderen Ländern ist das egal. USA und Frankreich - da geht das den Leuten am Ar... vorbei.

 

Persönliche Daten sollten meines erachtens nur von Bundeseinrichtungen verarbeitet werden. Für Firmen wie z.B. Google die Ihren service mit den Daten unterstützen, sollten von jeden einzelnen eine Genehmigung einholen müssen, ob dieser mit dem veröffentlichen der Daten einverstanden ist. Viele Ältere Leute haben von dem ganzen Zeug keine Ahnung und sollen sich ONLINE melden..... LÄCHERLICH.


28.08.2010 20:25    |    checkyChan

@Emmet BrOwn

 

Informiere dich einfach mal über die Nutzungsbedingungen von Google. Die Nutzung des Dienstes ist quasi kongruent. Nichts im Leben ist kostenlos, nur ist die Währung in diesem Fall nicht Euro, sondern Daten. Niemand zwingt dich Google zu nutzen, und das Schlimmste was dir passieren kann ist, dass sich werbetreibende Unternehmen bei dir melden werden. Google ist weder die böse Datenkrake, noch der heilige Samariter. ;)

 

Ein Verbot des Datenhandels hätte zur Folge, dass von nun an mit Euro für den Service bezahlt werden müsste. Ich kann mir schon das Gezeter der Linken darüber vorstellen, dass, so ihr patetisches Verhältnis zu den Armen, die weniger situierten dieser Welt informatorisch ausgegrenzt werden würden. Daten hat jeder, Geld nicht. ;)

 

An deiner Stelle würde ich mich eher über die staatliche Datensammelwut, bspw. durch den neuen elektronischen P-Ausweis Sorgen machen. Was ein allzu interessierter Staat zu leisten imstande ist, hat die DDR gezeigt. ;)


29.08.2010 02:05    |    Tecci6N

Jaja, immer der böse Staat...was "sammelt" er dann da an Daten, bin ja mal gespannt...


08.09.2010 14:46    |    Taxidiesel

So, jetzt habe ich ein paar Tage nach meinem letzten Post gewartet...und bitte, die frenetischen Befürworter und die Gleichgültigen zu den vorseitig verlinkten Situationen Stellung zu nehmen.

 

Bei aller Liebe zur Technik, das geht schon ein bisschen weit, oder ist euch das auch egal?


26.03.2012 10:35    |    mirco m.

Hai

Ich finde es schön. Macht spaß in der Pause damit ein wenig zu experimentieren.

LG

mirco


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