wann und warum finanziert man sich teure Neuwagen???
Hey Leute,
ich hatte am WE mal Gelegenheit über meine Autovergangenheit nachzudenken, und zwar darüber, warum ich mir mir bisher immer Autos gekauft habe, die im Schnitt 5 Jahre alt sind und um die 20t EUR gekostet haben. Das sind dann schon Autos, die mal als Neuwagen so im Bereich 40-50t gelegen haben. Das mache ich dann immer so alle 3-4 Jahre und hole mir einen "neuen" Gebrauchten, denn wenn sie älter werden, fangen die teureren Reparaturen an. Aktuell habe ich einen 2006er 320CDI mit allem Schnickschnack.
Frage ist, lohnt sich das? Mache ich dadurch nicht viel mehr Geld kaputt, als wenn ich mir einen Nagelneuen holen würde und diesen fahre bis er >10 Jahre ist?
Ich weiss auch nicht, wie andere das machen? Ist den Neuwagenfahrern das viele Geld egal, oder verdienen diese Leute so extrem viel, dass ein Neuwagenkauf nicht die Bilanz stört? Was ist viel, was muss man verdienen? Über Geld spricht man nicht, aber ich sags einfach mal so heraus ohne Hintergedanken: Ich habe etwa 3000EUR netto/mtl., meine Frau hat zusätzlich einen Minijob und wir haben zwei Kinder, eine Eigentumswohnung die noch abbezahlt wird usw., also alles Normalokrimskams. Ist es denn Zeit für einen Neuwagen? Oder findet Ihr, dass das unnötig ist. Ich weiss es nicht...vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich so langsam an die 40 hingehe und mitansehen muss, wie jeder zweite Führerscheinneuling einen dicken vom Daddy finanzierten Q7 fährt und ich mir sowas bisher nicht leisten wollte (konnte?, was kostet der überhaupt)?...ich weiss nicht, aber irgendwas passt doch da nicht?
Um es kurz zu sagen: ich würde gerne, aber ich weiss nicht ob es vernünftig wäre.
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von RED 20V Turbo
Hey Leute,ich hatte am WE mal Gelegenheit über meine Autovergangenheit nachzudenken, und zwar darüber, warum ich mir mir bisher immer Autos gekauft habe, die im Schnitt 5 Jahre alt sind und um die 20t EUR gekostet haben. Das sind dann schon Autos, die mal als Neuwagen so im Bereich 40-50t gelegen haben. Das mache ich dann immer so alle 3-4 Jahre und hole mir einen "neuen" Gebrauchten, denn wenn sie älter werden, fangen die teureren Reparaturen an. Aktuell habe ich einen 2006er 320CDI mit allem Schnickschnack.
Frage ist, lohnt sich das? Mache ich dadurch nicht viel mehr Geld kaputt, als wenn ich mir einen Nagelneuen holen würde und diesen fahre bis er >10 Jahre ist?
Ich weiss auch nicht, wie andere das machen? Ist den Neuwagenfahrern das viele Geld egal, oder verdienen diese Leute so extrem viel, dass ein Neuwagenkauf nicht die Bilanz stört? Was ist viel, was muss man verdienen? Über Geld spricht man nicht, aber ich sags einfach mal so heraus ohne Hintergedanken: Ich habe etwa 3000EUR netto/mtl., meine Frau hat zusätzlich einen Minijob und wir haben zwei Kinder, eine Eigentumswohnung die noch abbezahlt wird usw., also alles Normalokrimskams. Ist es denn Zeit für einen Neuwagen? Oder findet Ihr, dass das unnötig ist. Ich weiss es nicht...vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich so langsam an die 40 hingehe und mitansehen muss, wie jeder zweite Führerscheinneuling einen dicken vom Daddy finanzierten Q7 fährt und ich mir sowas bisher nicht leisten wollte (konnte?, was kostet der überhaupt)?...ich weiss nicht, aber irgendwas passt doch da nicht?
Um es kurz zu sagen: ich würde gerne, aber ich weiss nicht ob es vernünftig wäre.
Ob es vernünftig ist kannst du vergleichen wenn deine Frau alle 10 Jahre eine neue Einbauküche um die 50k€ haben möchte und du bereit bist das Geld dafür auszugeben. Grundsätzlich ist ein Auto erst einmal ein Fortbewegungsmittel um von A nach B zu kommen, wenn ich nun bedenke das die Kiste von 24 std am Tag 23std 20min dumm herumsteht kommt die Frage auf was braucht man und wieviel will man dafür ausgeben?
Wenn du bei deinen bisherigen gebrauchten bei 20k€ im Einkaufspreis lagst und den 5 Jahre gefahren bist so wird dieser im Wiederverkaufswert noch +- geschätzte 10k€ bringen. Folglich hast du einen linear gerechneten Wertverlust von 2k€ p.a. was für ein solches Auto durchaus günstig ist.
Berechne das einfach mal anhand eines Neufahrzeuges von 50k€ der dann nach 10 Jahren vielleicht noch 15k€ bringt so hättest du einen Wertverlust von 3,5k€ im Jahr ( Linear über die gesamte Laufzeit gerechnet) oder anders 1500 € im Jahr mehr als im Moment was im Monat etwas mehr als nen Hunderter ausmacht.
Zum Vergleich ich habe meinen jetzigen Seat neu als EU Modell gekauft und kalkuliere mit einem Wertverlust von +-1500 € im Jahr ( bei 10 Jähriger Laufzeit)
p.s. Was die anderen fahren Q7, A8, what ever ist mir so was von schnurz piep egal😉
Zu deiner Ausgangsfrage : Warum sich so viele Neuwagen finanzieren? Die meisten sind selbstständig und es sind eben steuerliche Gründe.
78 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von RED 20V Turbo
OK, vielleicht ists ein Jahreswagen o.ä....der Sohn eines Nachbarn, Schule abgebrochen, geht jobben in der Tanke und bei Burger King und fährt jetzt einen Q7...WIE MACHEN DIE DAS? Bankraub?Zitat:
Original geschrieben von Halema
Jeder zweite Fahranfänger bekommt einen neuen Q7?
Du kannst den Leuten immer nur vor den Kopf schauen aber nicht auf seine Kontoauszüge nimms gelassen und schaue nicht auf andere Hochmut und Neid sind zwei der sieben Totsünden.
http://www.7todsuenden.ch/
Deutschland ist ein (weitgehend) freies Land, das bedeutet für mich, dass jedermann/frau mit seinem verdienten/gewonnenen/geschenkten Geld tun und lassen kann, was er/sie möchte.
Da man sich mit einem normalen Einkommen aber nun mal nicht alle Wünsche auf einmal erfüllen kann, muss man eben Prioritäten setzen, ob ein Neuwagen bei kurzer Haltedauer sinnvoll ist, sollte daher nach meiner Meinung jeder selbst entscheiden.
Man muss sich nur darüber klar sein, dass der Wertverlust und die Gesamtkosten sehr hoch sind, selbst bei einem Kleinwagen.
Will man trotzdem die Freude am Fahren geniessen, ein aktuelles Modell mit viel Sicherheit und hohem Komfort, gut motorisiert, ohne Reparaturkostenrisiko etc. fahren und dann am liebsten noch häufig wechseln, dann muss man eben auch die entsprechenden Kosten tragen, und die sind in der Tat erheblich.
Ich finde es nur nicht gut, dass im Finanzierungsbereich manche "Moralapostel" jeden bekehren möchten, dass nur ein mindestens 10 Jahre alter Volvo oder ein alter Kadett E das beste Auto zum persönlichen Lebensglück sind, ich glaube noch an den mündigen Bürger 🙂
Allerdings stehen mir bei manchen Finanzierungen auch die Resthaare zu Berge, einige Käufer sind schon sehr blauäugig, die darf man dann gerne auch mal enstprechend aufklären 😉
Mir ging es nicht darum, jemanden zu alten Volvos bekehren.
Aber: Ich darf von mir behaupten, dass ich in 20 Jahren Arbeit als Autobanker schon genug durch unvernünftige Ratenkäufe entstandenes Elend gesehen habe. Deshalb habe ich für mich persönlich entschieden, mich wegen eines Autokaufs nicht in die Abhängigkeit einer Bank zu begeben. Nicht mehr und nicht weniger.
Natürlich soll jeder mit eigenem oder fremden Geld tun und lassen was er möchte. Problematisch wird's aber oft dann, wenn der Wunsch, ein Auto besitzen zu wollen, die Fähigkeit vernebelt, die eigene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die Tragweite einer auf Jahre angelegten finanziellen Verpflichtung realistisch einzuschätzen.
Highlight des Tages war für mich heute der Antrag eines 25-jährigen, aus Osteuropa stammenden ledigen Lagerarbeiters mit 1.200 Euro netto, der von meinem Arbeitgeber rund 25.000 Euro für die Anschaffung eines BMW 645 geliehen haben wollte...
Zitat:
Original geschrieben von meepmeep
Habe mal irgendwo gelesen: "Der Betriebswirt, der sich einen Neuwagen kauft, soll schnellstens sein Diplom zurückgeben."Da ist viel Wahrheit dran. Wurde ja schon geschrieben, warum.
Ich (Autobanker) halte es so:
Autos werden grundsätzlich dann gekauft, wenn sie
1. von mir bar bezahlt werden können
2. nur noch einen sehr geringen Wertverlust haben
3. technisch immer noch topfit sind
und 4. aus Schweden stammen. 😉
Seit wann baut IKEA Autos 😕😕
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Zitat:
Original geschrieben von Pepperduster
Seit wann baut IKEA Autos 😕😕
Schon lange! 😉
http://...nyhof.digital-dictators.de/.../ikea_volvo.jpg
Zitat:
Original geschrieben von meepmeep
Highlight des Tages war für mich heute der Antrag eines 25-jährigen, aus Osteuropa stammenden ledigen Lagerarbeiters mit 1.200 Euro netto, der von meinem Arbeitgeber rund 25.000 Euro für die Anschaffung eines BMW 645 geliehen haben wollte...
woran lags denn nun, dass er aus dem Osten ist oder daran dass er kein Siebener Modell wollte ? 😁
Zitat:
Original geschrieben von Toratex
- es gibt Konstellationen, bei denen ein Neuwagen (viel Rabatt) oder eine Tages - Kurzzulassung - auch nicht teurer ist (bei z.b. 3 - 4 - jähriger Haltedauer) als ein 4 - jähriger Gebrauchtwagen, den man selbst weiter 4 Jahre fährt- wenn man Glück hat und der Gebrauchte braucht (außer Verschleißteilen) keine weiteren Reparaturen, ist man im Plus
Der Neuwagen rechnet sich aber nur über die längere Haltezeit, und dann ist es eben auch kein Neuwagen mehr und kann Reparaturen verursachen. Die Wenigsten fahren in 3-4 Jahren 150 tkm, so dass auch ein Gebrauchter von Alter und Laufleistung her so schnell nicht in einen kritischen Bereich kommt.
Mal ein Beispiel, was ein Auto über seine Lebenszeit so an Reparaturen verursachen kann: mein Clio wurde durch meine Lebensumstände (Studium), die den Ersatz unmöglich machten (und ich danach bis heute nicht mehr viel fuhr) 17 Jahre alt, Haltedauer war zwölf Jahre. Es ist ein Kleinwagen, aber der hat Ärger genug gemacht und die Zahlen sind sicherlich auf Mittelklassewagen umrechenbar.
Dinge, die ins Geld gingen und im Gedächnis geblieben sind:
- drei Radlager
- beide Antriebswellen (unterschiedliche Zeitpunkte)
- neue Stoßdämpfer vorne
- neue Federn und Domlager vorne (nicht gleichzeitig mit den Stoßdämpfern)
- AT-Anlasser
- Kugelköpfe Lenkung
- neue Ventildeckeldichtung
- zwei Sätze Sommerreifen
- ein Satz Winterräder
- ein Zahriemenwechsel
- zwei Mittelschalldämpfer
- vier Endschalldämpfer (ja wirklich, bitte keinen dummen Kommentare 🙄 )
plus der übliche Kleinkram bei Inspektionen und sonstige Bagatellen.
Wichtig ist hier nur: ich habe in gerade einem Kalenderjahr mehr als 500 Euro in der Werkstatt gelassen (aber auch nie weniger als 200). Teuer? Billig? Entscheidet selbst. Der Wertverlust des Wagens betrug übrigens ((8000 DM/1.95583)-20€)/12 Jahre = 339,- Euro/Jahr.
Wenn ich nur nach dem Geld gehe und keine extremen Fahrleistungen habe oder ein absolut zuverlässiges Auto brauche, kann man das Problem auf eine Frage reduzieren: Wiegt der Wertverlust der ersten 3-5 Jahre die Reparaturhäufigkeit auf? Das dürfte außer bei kapitalen Motor-/Getriebe-/Elektronikschäden nicht der Fall sein.
Kommt darauf an: Wenn man aller 2-3 Jahre ein "neues" Auto kauft, wäre es finanziell das dümmste, zu einem Neuwagen zu greifen. Fährt man den Wagen mindestens 8-10 Jahre sehe ich kein Problem darin. Vor allen Dingen, wenn man so in der Lage ist, sich die Ausstattung herauszusuchen. Und wenn dann der Nachlaß noch stimmt, wieso nicht.
Ich brauch eventuell erst in 10-12 Jahren wieder ein "neues" Auto. Mal sehen, was dann zur Debatte steht. Eventuell wieder ein Neuer oder ein guter Gebrauchter.
Hängt vom Angebot ab und dem aktuellen Fahrzeugwunsch und den finanziellen Möglichkeiten, die dann vorhanden sind.
Wenn mir z.B. ein gerade ausgelaufenes Modell mehr zu sagt hab ich kein Problem damit zu sagen ok ich hole mir einen 1-3 Jahre alten mit sehr guter Ausstattung mit möglichst wenig km. Oder halt wenn der Wunschwagen neu zu teuer wäre. Dann würde ich den Händler nach meiner Wunschkonfiguration suchen lassen bzw. selbst danach suchen.
egal ob neu oder gebraucht, ich würde nie wegen eines Autos zur Bank gehen. Ein Haus finanziert man sich, aber kein teures Auto, nur um den Nachbar zu beeindrucken.
Ciao,
Eric
Zitat:
Original geschrieben von Eric E.
egal ob neu oder gebraucht, ich würde nie wegen eines Autos zur Bank gehen. Ein Haus finanziert man sich, aber kein teures Auto, nur um den Nachbar zu beeindrucken.
Du kaufst dir dein Auto für den Nachbarn? Ich nicht. Finanzieren ist doch nun wirklich kein Hexenwerk, solange man immer gründlich nachrechnet und sich nicht übernimmt. Aber das Problem hat weniger mit dem Fahrzeugpreis oder einer Finanzierung zu tun, als eher mit Gehalt. Ich finde, wer sein Leben lang schuftet, sollte sich auch hin und wieder mal ein vernünftiges Auto leisten können.Und da ist meiner Meinung nach der Hund begraben: Das ist bei den heutigen Gehältern für viele einfach nicht drin.
Zitat:
Original geschrieben von -Wahnsinn-
Du kaufst dir dein Auto für den Nachbarn? Ich nicht. Finanzieren ist doch nun wirklich kein Hexenwerk, solange man immer gründlich nachrechnet und sich nicht übernimmt. Aber das Problem hat weniger mit dem Fahrzeugpreis oder einer Finanzierung zu tun, als eher mit Gehalt. Ich finde, wer sein Leben lang schuftet, sollte sich auch hin und wieder mal ein vernünftiges Auto leisten können.Und da ist meiner Meinung nach der Hund begraben: Das ist bei den heutigen Gehältern für viele einfach nicht drin.Zitat:
Original geschrieben von Eric E.
egal ob neu oder gebraucht, ich würde nie wegen eines Autos zur Bank gehen. Ein Haus finanziert man sich, aber kein teures Auto, nur um den Nachbar zu beeindrucken.
Ein vernünftiges auto braucht wenig sprit, ist günstig und hat vier räder. Alles andere ist luxus 😉
Bezüglich der Reparaturen: Da kann man bei einem Gebrauchten einfach Glück oder Pech haben - und leider lässt sich das nichtmal 100%ig beeinflussen, weil man eben in kein Auto rein schaun kann.
Wie auch bereits gesagt wurde - wenn ich (fast) vollständige Kostentransparenz haben will, dann geht "nur" Kilometerleasing z.B. auf 24 oder 36 Monate (Garantiezeit). Da weiß man dann recht sicher alle Kosten - wenn man eine ausgiebige Probefahrt unter realen Bedingungen gemacht hat auch den Spritverbrauch.
Verschleißteile werden bei normalen Kilometerleistungen keine kommen, Reparaturen gehen auf Garantie, Restwertrisiko besteht keines.
Bei allen anderen Varianten ist es eher nur sportlich, Dinge wie den Wertverlust genau auszurechnen. Da nimmt man sich dann nen 3 Jahre alten Gebrauchten, kalkuliert alles schön durch und dann ist ein Jahr später ein Getriebeschaden vorhanden (weil der Vorbesitzer vielleicht doch nicht so pfleglich und schonend mit dem KFZ umgegangen ist wie man es selbst tun würde).
Falls ich damit zufrieden bin einen Wagen 8 bis 10 Jahre (oder bis 200.000 oder 250.000km) zu fahren, dann nehme ich gerne geringfügig höhere Kosten in Kauf, weiß aber ganz genau wie das Fahrzeug bewegt und behandelt wird. Auch wenn div. Reparaturen dann vielleicht nicht ganz so viel kosten wie man mit dem Neuwagen an Wertverlust realisiert - wenn ich den Ärger und die Zeit in der Werkstätte mit rein rechne, dann relativiert sich auch das wieder.
Aber das ist nur meine persönliche Meinung - ein Automobile sind für mich auch noch sowas wie ein Hobby - und von da her habe ich für mich z.B. gar nicht den Anspruch immer die kostengünstigste Variante zu wählen - dazu hätte ich z.B. für 20.000km pro Jahr keinen 160PS TSI im Octavia wählen dürfen, sondern eher den 1.9L TDI (als Gebrauchten).
Mir persönlich ist es z.b. wichtiger, in den ersten Jahren nur oder fast nur für ein Service zum Freundlichen zu müssen und nicht da mal für nen neuen Auspuff, dort für neue Bremsscheiben und Beläge, danach kommt vielleicht ne neue Kupplung (weil - und das ist mir selbst bei nem gebrauchten Fiesta schon passiert - der Vorbesitzer viel mit Hänger gefahren ist).
Vor einem Montagsauto ist man natürlich nie sicher.
Zitat:
Original geschrieben von -Wahnsinn-
Du kaufst dir dein Auto für den Nachbarn? Ich nicht. Finanzieren ist doch nun wirklich kein Hexenwerk, solange man immer gründlich nachrechnet und sich nicht übernimmt. Aber das Problem hat weniger mit dem Fahrzeugpreis oder einer Finanzierung zu tun, als eher mit Gehalt. Ich finde, wer sein Leben lang schuftet, sollte sich auch hin und wieder mal ein vernünftiges Auto leisten können.Und da ist meiner Meinung nach der Hund begraben: Das ist bei den heutigen Gehältern für viele einfach nicht drin.Zitat:
Original geschrieben von Eric E.
egal ob neu oder gebraucht, ich würde nie wegen eines Autos zur Bank gehen. Ein Haus finanziert man sich, aber kein teures Auto, nur um den Nachbar zu beeindrucken.
Eben, genauso ist es. Wenn ich mir ein Auto kaufe, fahre ich das nicht nur 2-3 Jahre. Dann kaufe ich mir aber auch ein Auto, wo ich mich nicht aller furz lang ärgere, aus Geiz an gewissen Dingen gespart zu haben (ohne im Gegenzug übermäßig viel Luxus gewünscht zu haben.
Aber auch ein popeliger Golf kostet mit etwas Ausstattung ohne in den Preislisten zu wüten rund 25.000 EUR. Dann hat man im Leben auch noch andere Prioritäten (evtl. Kinder, aber zumindestens 1xUrlaub im Jahr, eine neue Küche braucht man eventuell auch noch oder baut ein Haus aus oder kauft sich eine neue Polstergarnitur oder Schrankwand. Mal ins Kino oder Theater gehen muß auch drin sein. Für die Rente sollte man auch Reserven schaffen.
Da sehe ich bei einer Finanzierung nichts negatives, wenn diese finanziell sauber durchgeplant ist und man bei die Monatsraten bequem bedienen kann. Von daher halte ich manche Aussagen "Nur bares ist wahres" doch für überzogen bzw. nicht mit Blick auf die aktuellen Realitäten gerichtet.
Nicht jeder verdient 5000 EUR netto, daß er sich innerhalb kurzer Zeit seinen Wunschwagen bar zusammenkratzen kann, weil der gerade eben über den Jordan gegangen ist.
PS: Was mein Nachbar nun denkt oder auch nicht ist mir schnurzpiepegal. Aber ich möchte beim Autokauf keinen Dacia Logan haben, weil ich mich die nächsten Jahre latent ärgern würde, am Kaufpreis, Qualität und Ausstattung gespart zu haben, nur damit ich die Kiste ja bar bezahlt habe.
So bediene ich bequem und locker die 300 EUR im Monat und fahre ein deutlich besseres Auto und ärgere mich nicht herum, weil ich am falschen Ende gespart habe.
Zitat:
Original geschrieben von 1488
Ein vernünftiges auto braucht wenig sprit, ist günstig und hat vier räder. Alles andere ist luxus 😉
Ich z.b. möchte möglichst viel Auto für möglichst wenig Geld. Ich habe über Wochen Autoscout und Mobile durchwühlt, hierbei jedoch nur Limousinen deutscher Hersteller berücksichtigt (VAG Konzern: Audi, Volkswagen, Scoda, Seat. Sowie BMW).Mercedes habe ich also außer acht gelassen. Und habe auch vor Ort etliche Händler im Umkreis von 50km besucht.Was mir dabei aufgefallen ist:
- Audi hat den geringsten Wertverlust im Feld. Hier bezahlt man für einen 2-3 Jahre alten A4 teilweise 10.000 Euro mehr als für einen vergleichbaren BMW. Bei den anderen Marken im VAG Konzern ist es ähnlich. Die Qualität ist gut, das merkt man auch am Preis: Bei den Händlern war mancher Golf teurer als ein baujahrgleicher BMW mit mehr Hubraum, obwohl die Fahrzeuge von BMW nicht schlechter sind.
- Das größte Schnäppchen kann man meines Erachtens bei BMW machen. Hier ist der Wertverlust am stärksten. Teilweise kann man 2-3 Jahre alte 3er zwischen 15.000 und 20.000 Euro bekommen. Hier spielt sicherlich zugute das viele Firmenfahrzeuge nach 3 Jahren auf den Markt wandern. Je nach Ausstattung hat man dann den Wertverlust-"Buckel" hintersich gelassen: Die Fahrzeuge haben schließlich mal das dreifache gekostet.
Der Wertverlust beträgt regelmäßig satte 60% durch die Gesamte Fahrzeugpalette. Selbst ein 740iL, der neu 120.000 Euro kostet, kann man nach 3 Jahren für ca 30.000 bis 35.000 Euro erwerben. Als Kombiform (3er) ist der markt noch etwas überschwemmter - diese sind ebenfalls regelmäßig ein paar euro günstiger als ihre Limousinenpendanten.
- Bei den Motorenpaletten sind beide Konzerne hervorragend aufgestellt, wenn es um Wirtschaftlichkeit geht:
Ich konnte einen Probegefahrenen BMW 320d BJ 2007 mit echten 5L bewegen, ohne dabei auf Fahrkomfort verzichten zu müssen. Genausowenig schaffte ich mit einem Passat Blue Motion 1.6, den ich ebenfalls mit 5L/100km bewegen konnte. Im Gegensatz zu ihren etwas trinkfreudigeren Freunden, den Benzinern, rechnet sich heute ein Diesel schon extrem schnell. Den Kia Benziner meiner Lebensgefährtin können wir kaum unter 9L auf 100km bringen, was ca das doppelte kostet, wenn man auf die heutigen Benzin und Dieselpreise schaut (6 Euro gegenüber 12,40 Euro auf 100km). An diesem Punkt musste ich meiner Lebensgefährtin sagen: Tut mir leid Schatz, wir können uns keinen Kia leisten, wir müssen einen BMW kaufen. 😁
- Aus lust und laune telefonierte ich ca.20 Filialen und Werkstätten im Umkreis ab und wollte Reparaturkosten wissen, z.b. für den austausch von Getriebeöl mit Spülung bei den verschiedenen Fahrzeugen. Bei VW fragte ich einen Passat an, bei Audi einen A4 , bei BMW einen 3er.
Freie Werkstätten waren hier günstiger - der Getriebeölwechsel durch verschiedene Modelle beider Konzerne ergab hier ein Mittel von 290 Euro. Auf die Spitze trieben es jedoch die Hersteller-Vertragspartner: BMW in Essen wollte ganze 750,00 Euro haben.
BMW ProCar in Herne, dagegen nur 300,00 Euro. Eine Werkstatt in Bochum wollte dagegen nur 239,00 Euro, egal für welche Marke. Bei Audi und VW zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Ob es um eine Klimaanlage oder Getriebeöl geht - hier spielte der Hersteller weniger eine Rolle, als die Filiale, welche die Preise diktiert. Ergo, Reparaturkosten halten sich bei allen ungefähr die Waage. Man sollte halt nicht gleich immer die erstbeste Werkstatt nehmen sondern immer Festpreise aushandeln.
-Der Wertverlust nach 2-3 Jahren ist natürlich weitaus geringer. Hier würde es sich lohnen das Fahrzeug einfach Plattzufahren. So kann man für ca 1000 Euro im Jahr schon einen gehobenen Wagen fahren, vorrausgesetzt man fährt ihn auch wirklich bis zu seinem ableben.
Dieses Posting soll sich nicht Pro-BMW verstehen. Ich versuche nur objektiv meine Erfahrungen weiterzugeben. Nur hier bekommt man halt gerade die ehemals teuersten Autos, für recht wenig Geld. Ich kann leider nicht alle Erfahrungen ganz ausführlich hier behandeln, sonst würde ich tagelang schreiben. Entschuldigung dafür, das ganze ist mehr etwas wie ein Hobby.
PS: Ich habe mich übrigens für einen 520d entschieden, der ein ganz knappes Rennen mit dem A5 hatte. Also bei mir hat mal nicht die Vernunft gesiegt 🙂
Um es kurz zu machen ...mir ist das gleiche aufgefallen das BMW hier besonders Wertverlust hat und das insbesondere bei allen 7er Modellen!!! Günstiger einen 1-3 Jahre alten mit wenigen km für 30% des Neuwagenpreises gibts wenn nur noch bei den 5-6 Litermaschinen von Jaguar ...die nehmen sich da auch nichts. Diese Fahrzeuge sind wirklich extrem und angsterregend günstig (ich habe nur nach 1 jahr alten gesucht!!! und dennoch zu 30-40% des Neuwagenpreises mehrere Angebote gefunden, da könnt Ihr sogar noch ganz anspruchsvoll nach wenig km Leistung filtern denn Vollasusstattung haben die meisten eh schon). Wieso weshalb warum das so ist ...da gibt es sicher mehrere Gründe ...zum einen werden diese Autos abgeschrieben und erfüllen Ihren Zwecks schon nach kurzer Dienstwagenzeit und werden dann auf den Gebrauchtmarkt geschmissen, zum anderen stellt sich bei dieser "Premium"Kundschaft gar nicht erst die Frage ob gebraucht oder neu ...das Fahrzeug muß sich nicht rentieren ...es muß einfach nur neu sein. Anders kann ich mir es nicht vorstellen ...ein Freund hat sich so einen 7er BMW mit allen Faxen gekauft und ist seit nun 2 Jahren glücklich damit ...ich allerdings seh den 7er seither nicht mehr als Luxus an. Der Wertverlust ist echt krass, krass, krass, krass!