Teil & Autonomes Autofahren eine Bedrohung der allgemeinen Verkehrssicherheit

Ich mache mir Gedanken und Zukunftssorgen um z.T. selbstfahrende Autos, die sich als verkehrsgefährdend betrachten lassen.
Ich fand u.a. einen bezeichnenden Satz von Manuel Perez Prada: „ Wer Menschen immer mehr Aufgaben beim Fahren abnimmt, der schwächt diese Schwachstelle noch mehr, denn die Aufmerksamkeit sinkt gegen Null (sein Hinweis: "Idiotensicherheit schafft Idioten"😉.

Ferner in dem Artikel über die neuste S-Kl.-Daimler „sich selbst durch den Verkehr zu lenken“ werfen sich mir Fragen auf.
Ist "Teilautonomes Fahren", vorerst die Hände bereits für kurze Zeit vom Lenkrad nehmen zu können, überhaupt legal ?
Wird also ohne Zulassung „illegalerweise“ nicht bereits erstmalig eine Technik bereitgestellt (glaube, TESLA bietet dieses als update gegen Aufpreis auch bereits an), die nicht auch verhängnisvolle Folgen für beteiligte Verkehrsteilnehmer haben kann ?
Das Daimler-Fahrzeug soll bei „Unklarheiten“ bereits eine "Notbremsung" selbstätig vornehmen, sofern der Fahrzeug-Lenker die Hände bei Warnsignalen nicht zurück ans Lenkrad führt. Verwirrend jedoch wird davon gesprochen, dass das Auto lediglich Sekunden ohne Lenkradberührung fahren würde und andererseits soll der Fahrer emails schreiben können, die sicherlich nicht sekundenschnell gemacht sein können.

Also, wenn im fließenden Verkehr ein PKW ( S-Kl. Daimler, TESLA) aus unersichtlichem Grund bremst, dann halte ich das für die kurz nachfolgenden PKW`S für unakzeptabel. Denn, wenn jemand während des Schreibens von Briefen den Verkehrsablauf gar nicht verfolgt hat, dann wird er beim Erscheinen eines Auto-Warnsignals den Verkehrsumstand binnen Millisekunden auch nicht mehr erfassen können, um „in der Verantwortung“ zu reagieren.

Ich behaupte, dass es illegal ist, wenn Fahrzeughersteller ohne gesetzliche Erlaubnis derart Technik anbieten (derzeit noch gegen Aufpreis), um ihre Käufer an diese Technik heranzuführen, die direkten Einfluß auf Lenkung und Bremsen nehmen kann und diese Fahrzeugführer jedoch für alles vollverantwortlich sein sollen. Das ist eine Verführung und Käufer werden den Herstellern bei Problemen/Unfällen wohl kaum in den Rücken fallen, wie sie es bei Navi-Benutzung und verbotenem Telefonieren während der Fahrt ja auch nicht tun.
Ich fand im Netz auch schon einen Artikel von Lennart S. Lutz über gravierende Rechtsprobleme fremdgesteuerten (auch teilautonomen) Fahrens.

Als gelegentlicher Mitleser schreibe ich im Forum hier heute diesen Beitrag würde gerne mal wissen, ob ihr meine Bedenken gegen derart technische Fahreingriffe teilen könnt.

PS
Weitergeführt könnte die Diskussion auch zu vollautonomen Fahren führen, jedoch halte ich derart computergesteuertes Autofahren für zu komplex, als dass eine Maschine mit Nullen und Einsen rechnend insbesondere in Städten "unauffällig" Auto fahren könnte.

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@inzukunft schrieb am 9. September 2015 um 09:48:58 Uhr:


Ich mache mir Gedanken und Zukunftssorgen um z.T. selbstfahrende Autos, die sich als verkehrsgefährdend betrachten lassen.

Ich mache mir mehr Gedanken um Autofahrer, die wesentlich verkehrsgefährdender unterwegs sind als ein selbstfahrendes Auto das je können wird.

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Zitat:

@Moewenmann schrieb am 19. Mai 2016 um 14:33:06 Uhr:



Zitat:

@Ostelch schrieb am 19. Mai 2016 um 14:19:53 Uhr:


Worin sollen diese "belastbaren Erkenntnisse" denn bestehen? Mit der Erkenntnis, weil etwas gestern unmöglich war, wird es auch übermorgen unmöglich sein? Völlig autonomes Fahren ist ein Ziel, mehr nicht. Ob, wie und wann es erreicht wird, kann heute noch niemand sagen. Ein zukünftiges Entwicklungsziel mit Erfahrungen aus der Vergangenheit in Frage zu stellen, ist wenig zielführend. Wer sein Leben lenkt und dabei nur in den Rückspiegel schaut, kommt ganz sicher vom Weg ab.

Es gibt die begründbare Haltung, dass "autonomes Fahren" entweder sofort da ist und funktionieren muss, oder nie kommen wird. Begründung in meinem Post 13:49:00, vorletzter Absatz.
Das steht im Gegensatz zu Deiner Vermutung, die nicht begründbar ist bzw. ein Analgogieschluß. Diese Ja/Nein Dualität kann das "Aus" sein - unabhängig von Kosten und Akzeptanz. D. h. natürlich nicht, dass die F&E nicht weiter vorangetrieben werden soll.

Diese Haltung ist vielleicht begründbar, aber unrealistisch, weil bereits durch die Wirklichkeit wiederlegt. Es gibt bereits erste Komponenten des autonomen Fahrens im täglichen Einsatz von Serienfahrzeugen - seit Jahren. Diese Komponenten werden kontinuierlich verbessert und durch weitere ergänzt und in die Serie eingeführt bis sich daraus ein autonomes Fahren ergibt. Eine derart komplexe Technik, wie das autonome Fahren, war noch nie "sofort" da. Das ist auch ökonomisch völlig unsinnig. Das hieße, dass alle Fahrzeughersteller, die heute schon teilautonomes Fahren anbieten, diese Technik ungenutzt im Regal liegen lassen müssten, anstatt damit gutes Geld zu verdienen, nur weil sie irgendwann noch etwas viel besseres und komplexeres anbieten wollen. Meine Behauptung, dass autonomes Fahren das Ergebnis eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses in der Praxis sein wird, ist deshalb keine bloße Vermutung, sondern basiert auf praktischen Erfahrungen, die jeder jeden Tag machen kann.

Grüße vom Ostelch

Zitat:

@plonkschrieb am 18. Mai 2016 um 13:26:39 Uhr:


..und, da gebe ich dir Recht, das Geld liegt nicht im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße.

Nicht nur die Autoindustrie kann NICHT unendlich Kohle dafür bereitstellen (verbrennen😁), google sicherlich am meisten.

Besser wäre es, alles würde gebündelt koordiniert betrieben. Aber jeder für sich mit begrenztem Budget alle Fehler selbst machen, das dauert dann erst recht ewig.

Und mangelndes Geld gilt auch für die Konsumenten und werden sich einen DACIA für € 5000,- „ohne alles“ kaufen, den hat dann keiner auf´m Schirm. 😁

Das mit "Dazulernen" ist ertsklassiges Sience Fiction und es wäre wunderbar, wenn selbst in Pilotprojekten wenigstens schon 1% davon hoffnungsvoll funktionieren würde. Dann bräuchte die Menscheit vielleicht nur noch 500 J. warten, um sich ein solches Auto recht sicher fahrend bestellen zu können. Jedoch die weitere Entwicklung ab heute von 2-90% würde vielleicht recht zügig (100 J) fertig werden, aber für die fehlenden 10% braucht es wiederum 400 J. mindestens und es müssten ja auch noch ein paar mehr als nur die heutigen Taxifahrgäste u.ä. mitmachen 😎.

Der Grund warum Taxis doch eher selten genutzt werden ist der Preis, welcher zu ca 60 % durch Personalkosten bestimmt wird.
Hierin liegt der Ansatz. Ein autonomes Auto könnte durch eine 24h-Auslastung sogar günstiger fahren, als der eigene PKW.
Ich bin jedes Jahr in Oradea (Rumänien). Auf Grund niedriger Personalkosten kann man dort heute schon fast billiger Innerorts Taxi fahren, wie mit dem eigenen PKW. Lediglich diese abgerockten Kleinwagen halten mich davon ab, dies häufig zu tun.
Ein großes Problem für autonomes fahren sehe ich eher im Straßenzustand. Ein Computerauto wird eine gute Straßendecke benötigen ohne zig Baustellen und Schlaglöchern. Ob der Staat diesen Straßenzustand bereit stellen kann? Mit dem jetzigen Schuldgeldsystem sicher nicht.

Zitat:

@Ostelch schrieb am 19. Mai 2016 um 15:00:46 Uhr:


Diese Haltung ist vielleicht begründbar, aber unrealistisch, weil bereits durch die Wirklichkeit wiederlegt. Es gibt bereits erste Komponenten des autonomen Fahrens im täglichen Einsatz von Serienfahrzeugen - seit Jahren. Diese Komponenten werden kontinuierlich verbessert und durch weitere ergänzt und in die Serie eingeführt bis sich daraus ein autonomes Fahren ergibt. Eine derart komplexe Technik, wie das autonome Fahren, war noch nie "sofort" da. Das ist auch ökonomisch völlig unsinnig. Das hieße, dass alle Fahrzeughersteller, die heute schon teilautonomes Fahren anbieten, diese Technik ungenutzt im Regal liegen lassen müssten, anstatt damit gutes Geld zu verdienen, nur weil sie irgendwann noch etwas viel besseres und komplexeres anbieten wollen. Meine Behauptung, dass autonomes Fahren das Ergebnis eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses in der Praxis sein wird, ist deshalb keine bloße Vermutung, sondern basiert auf praktischen Erfahrungen, die jeder jeden Tag machen kann.

Wäre diese Haltung bereits widerlegt, hätten wir vollautonome Fahrzeuge jetzt schon auf der Straße. Dass Komponenten die Du für Teile autonomen Fahren hältst als Assistenzsysteme auf der Straße sind, hat keine Relevanz für die Einschätzung der Machbarkeit. Sie mögen als Assistenzsysteme kontinuierlich verbessert werden, wohin die Reise geht wissen wir nicht, und wann sie zu Ende ist auch nicht. Wiederholungen von Fakten sind keine Begründung derselben.

Es ist ja das Problem, dass die Technik komplex ist, aber ob die Technik daher nie "sofort" da sein kann, ist auch nur eine Vermutung deinerseits, ebenso wie die Ökonomie. Für die Assistenzsysteme sind die Entwicklungskosten abgeschrieben und haben ihr Geld verdient. Mal abgesehen davon, dass das, was jetzt schon auf der Straße ist, nicht die nötige Leistungsfähigkeit hat. Es gibt hier keine praktische Erfahrung, aus der man Deine Vermutung ableiten bzw. damit begründen könnte.

Die Ironie dabei ist - wenn es das "autonome Fahren" aus diesem Grund nicht aus die Straße schafft - war es durch die fehlende Leistungsfähigkeit des Menschen im Umgang mit dem in den Kinderschuhen befindlichen Systems, die der schrittweisen Entwicklung entgegenstand.

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Zitat:

@inzukunft schrieb am 19. Mai 2016 um 15:08:55 Uhr:



Zitat:

@plonkschrieb am 18. Mai 2016 um 13:26:39 Uhr:


..und, da gebe ich dir Recht, das Geld liegt nicht im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße.

Nicht nur die Autoindustrie kann NICHT unendlich Kohle dafür bereitstellen (verbrennen😁), google sicherlich am meisten.
Besser wäre es, alles würde gebündelt koordiniert betrieben. Aber jeder für sich mit begrenztem Budget alle Fehler selbst machen, das dauert dann erst recht ewig.

Und mangelndes Geld gilt auch für die Konsumenten und werden sich einen DACIA für € 5000,- „ohne alles“ kaufen, den hat dann keiner auf´m Schirm. 😁

Das mit "Dazulernen" ist ertsklassiges Sience Fiction und es wäre wunderbar, wenn selbst in Pilotprojekten wenigstens schon 1% davon hoffnungsvoll funktionieren würde. Dann bräuchte die Menscheit vielleicht nur noch 500 J. warten, um sich ein solches Auto recht sicher fahrend bestellen zu können. Jedoch die weitere Entwicklung ab heute von 2-90% würde vielleicht recht zügig (100 J) fertig werden, aber für die fehlenden 10% braucht es wiederum 400 J. mindestens und es müssten ja auch noch ein paar mehr als nur die heutigen Taxifahrgäste u.ä. mitmachen 😎.

Es forscht ja nicht jeder mit Scheuklappen vor sich hin. Die Zeiten sidn doch schon lange vorbei. Viele Komponenten werden von Zulieferern in Kooperation mit mehreren Herstellern entwickelt, zum teil kooperieren auch die Hersteller untereinander, zum Teil auch mit Google. Dieses "gebündelte" Forschen ist nur in der Theorie sinnvoll, denn das heißt, auch eventuell gemeinsam in die Sackgasse zu forschen. Verschiedene Ansätze und Wege vermeiden solche generellen Fehlentwicklungen. Rückwirkend betrachtet kann man immer den letztlich erfolgreichen Weg auswählen und alle anderen zur Zeit- und Geldverschwendung erklären. Man ist immer klüger wenn man aus dem Rathaus wieder rauskommt. Forschung und Entwicklung besteht auch aus Versuch und Irrtum. Wenn alle den gleichen Irrtum machen (müssen), ist nichts gewonnen, aber alles verloren.

Wenn das autonome Fahren so teuer bleibt, dass es sich nicht jeder leisten kann, wird es auch weiterhin Angebote geben, die das nicht können. Weshalb sollte diesen Markt keiner mehr auf dem Schirm haben? Die Autoindustrie wird diesen Markt genauso bedienen wie heute auch. Da das autonome Fahren sich nicht schlagartig auf der gesamten Welt ausbreiten wird wie ein Urknall wird es noch lange Zeit Märkte geben, die einfache Autos ohne Autonomie brauchen. Selbst wenn es einen gesetzlichen Zwang zum autonomen Fahren irgendwann geben sollte, wäre es eben so. Auch heute kann niemand ein Auto auf den Markt bringen, was allein wegen des niedrigen Preises die rechtlichen Rahmenbedingungen nicht erfüllt.

Ob und wann das "selbstlernende" autonome Auto Wirklichkeit wird, steht in den Sternen. Ansätze für derartige Programme gibt es außerhalb der Autowelt bereits mit erstaunlichen Erfolgen. Ob und wie sie den Sprung schaffen, wird die Zukunft zeigen. Auch daran muss man sich jetzt nicht festbeißen, weil das Selbstlernen ein (fernes) Ziel ist und keine Vorausetzung für den sukzessiven Ausbau autonomen Fahrens.

Grüße vom Ostelch

Wenn das weiter geht, hat dieser Thread irgendwann mehr Antworten wie der 'Welches Motoröl benutzt du"-Thread 😁 Mir soll's recht sein, dass Thema lässt sich gar nicht genug diskutieren... vorallem solange dass offizielle Ergebnis später dann lautet: Autonomes fahren wird niemals kommen 😉

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Realisierung des autonomen Fahrens nicht mit diesem Thread korreliert ist. 😛

Zitat:

@Moewenmann schrieb am 19. Mai 2016 um 15:28:52 Uhr:



Zitat:

@Ostelch schrieb am 19. Mai 2016 um 15:00:46 Uhr:


Diese Haltung ist vielleicht begründbar, aber unrealistisch, weil bereits durch die Wirklichkeit wiederlegt. Es gibt bereits erste Komponenten des autonomen Fahrens im täglichen Einsatz von Serienfahrzeugen - seit Jahren. Diese Komponenten werden kontinuierlich verbessert und durch weitere ergänzt und in die Serie eingeführt bis sich daraus ein autonomes Fahren ergibt. Eine derart komplexe Technik, wie das autonome Fahren, war noch nie "sofort" da. Das ist auch ökonomisch völlig unsinnig. Das hieße, dass alle Fahrzeughersteller, die heute schon teilautonomes Fahren anbieten, diese Technik ungenutzt im Regal liegen lassen müssten, anstatt damit gutes Geld zu verdienen, nur weil sie irgendwann noch etwas viel besseres und komplexeres anbieten wollen. Meine Behauptung, dass autonomes Fahren das Ergebnis eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses in der Praxis sein wird, ist deshalb keine bloße Vermutung, sondern basiert auf praktischen Erfahrungen, die jeder jeden Tag machen kann.

Wäre diese Haltung bereits widerlegt, hätten wir vollautonome Fahrzeuge jetzt schon auf der Straße. Dass Komponenten die Du für Teile autonomen Fahren hältst als Assistenzsysteme auf der Straße sind, hat keine Relevanz für die Einschätzung der Machbarkeit. Sie mögen als Assistenzsysteme kontinuierlich verbessert werden, wohin die Reise geht wissen wir nicht, und wann sie zu Ende ist auch nicht. Wiederholungen von Fakten sind keine Begründung derselben.

Es ist ja das Problem, dass die Technik komplex ist, aber ob die Technik daher nie "sofort" da sein kann, ist auch nur eine Vermutung deinerseits, ebenso wie die Ökonomie. Für die Assistenzsysteme sind die Entwicklungskosten abgeschrieben und haben ihr Geld verdient. Mal abgesehen davon, dass das, was jetzt schon auf der Straße ist, nicht die nötige Leistungsfähigkeit hat. Es gibt hier keine praktische Erfahrung, aus der man Deine Vermutung ableiten bzw. damit begründen könnte.

Die Ironie dabei ist - wenn es das "autonome Fahren" aus diesem Grund nicht aus die Straße schafft - war es durch die fehlende Leistungsfähigkeit des Menschen im Umgang mit dem in den Kinderschuhen befindlichen Systems, die der schrittweisen Entwicklung entgegenstand.

Wieso hätten wir dann schon autonome Autos auf der Straße? Du stellst hier schlichte Thesen auf ohne jeden Hintergrund. Dass die Investitionen in die derzeitig lieferbaren Assistenzssysteme bereits alle amortisiert bzw. "abgeschrieben" seien, ist eine kühne Behauptung.

Deine weitere Behauptung, aus der gegenwärtig im Einsatz befindlichen Technik könne man keine Erfahrung für zukünftige Systeme gewinnen, ist ebenso kühn wie wirklichkeitsfremd. Das würde bedeuten, dass der Forscher jeden Tag bei Null anfängt, weil sein (schlechtes) Ergebnis von gestern als Erfahrung für heute nicht taugt. Selbstverständlich sind die heute verfügbaren Komponenten teilautonomen Fahrens nicht in der Lage in der Summe ein Auto völlig autonom zu steuern. Diese Tatsache sagt für die Zukunft nichts. Es gab vor nicht allzu langer Zeit aber für damalige Zeit topmoderne Autos, die noch nicht einmal diese teilautonomen Funktionen boten. Nach deiner Logik hätte es also auch basierend auf dem damaligen status niemals welche geben dürfen.

Dass die Richtung und die Erfolge des wissenschaftlichen Fortschritts ihre Grenze im menschlichen Erfindergeist haben ist auch keine Ironie, sondern eine banale Tatsache an der sich auch nie etwas ändern wird.

Grüße vom Ostelch

Zitat:

@Lewellyn schrieb am 19. Mai 2016 um 15:49:33 Uhr:


Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Realisierung des autonomen Fahrens nicht mit diesem Thread korreliert ist. 😛

Natürlich hat das nichts mit dem Thread zu tun, dass war jetzt übergreifend von mir gedacht 😉

Man könnte sich ja auch über Begrifflichkeiten streiten. Was bedeutet "autonomes Fahren"?

Wann ist ein Fahrzeug autonom?
Wenn es wie von google geplant, kein Lenkrad und keine Pedale mehr hat?
Wenn das Fahrzeug alleine zur Schule fährt um die Kinder abzuholen?
Oder ist es auch schon autonom, wenn ich nicht mehr hingucken muss?

Auf jeden Fall ist es ein Prozess. Vor 15 Jahren hätte auch niemand geglaubt, zu was ein Smartphone heute fähig ist.
Das autonome Fahren wird parallel zur Elektromobilität Einzug halten. 2030 spätestens ist autonome Elektromobilität Alltag. Bin ich fest von überzeugt. Zumindest die, wo ich nicht mehr hingucken muss.

Es gibt unglaubliche Mengen an Geld, die irgendwo halbwegs sinnvoll investiert werden müssen und die Entwicklung von Zukunftstechnologien für den Massenmarkt ist mit das lukrativste Investment.

Zitat:

@ostelchschrieb am 18. Mai 2016 um 13:26:39 Uhr:


Diese 100% und 95% sind doch Chimären.

Das ist hier verbreiteter Diskussionsstand, ein Stadium, wo das Ding als Sitzkabine bereits in ca 10J fahren soll (ohne Passagier-Eingriffsmöglichkeit) und ist nicht meine Meinung.

Zitat:

@ostelchschrieb am 18. Mai 2016 um 13:26:39 Uhr:


….und wird es auch nicht geben.

Ist auch mein Reden. Die weiteren Fahrassistenten der nächsten Jahrzehnte sollen lediglich nahezu vollautonom suggerieren und man kann eben jetzt schon / immer kaufen, so als Möchtegern Vollautonomauto/ Ersatz und muss nicht ein Leben lang warten, es gibt immer was neues. Das Vollatonomauto wäre ohnehin nur "teure" Taxiersatzindustrie.

Zitat:

@ostelchschrieb am 18. Mai 2016 um 13:26:39 Uhr:


Es ist nicht nur ein langer Gedankenprozess, sondern auch ein langer Entwicklungsprozess.

Sogar nie endend !

Zitat:

@Ostelch schrieb am 19. Mai 2016 um 13:54:36 Uhr:



Zitat:

Schön, dass Du nun mit uns weiterdiskutierst 😉


Ist ja ein insgesamt angenehmes Klima hier. Da macht das mal wieder Spaß. Kritik ist das Salz in der Suppe und schärft den Blick.
Grüße vom Ostelch

Der Ton macht eben die Musik. Mit Dir kann man auch gut diskutieren, weil Du Deine Meinung nicht an den Satzanfang stellst, sondern versuchst zu überzeugen / für Standpunkte zu gewinnen und mit Gegenreden lieber Zweifel streust, als draufzuhauen. Das ist bei MT nicht unbedingt so verbreitet, aber in diesem Thread gelingt eine Diskussion gerade wieder recht gut, dass ich auch sowas wie einen Fortschritt erkenne. 😉

Zitat:

@Tomcat1985 schrieb am 19. Mai 2016 um 15:45:22 Uhr:


Wenn das weiter geht, hat dieser Thread irgendwann mehr Antworten wie der 'Welches Motoröl benutzt du"-Thread 😁 Mir soll's recht sein, dass Thema lässt sich gar nicht genug diskutieren... vorallem solange dass offizielle Ergebnis später dann lautet: Autonomes fahren wird niemals kommen 😉

Ha, ha, der Thread wird eingestellt wenn das nicht autonome Fahren aus Sicherheitsgründen auf öffentlichen Strassen verboten wird. 😉

Zitat:

@dsc001 schrieb am 19. Mai 2016 um 16:36:43 Uhr:



Zitat:

@Tomcat1985 schrieb am 19. Mai 2016 um 15:45:22 Uhr:


Wenn das weiter geht, hat dieser Thread irgendwann mehr Antworten wie der 'Welches Motoröl benutzt du"-Thread 😁 Mir soll's recht sein, dass Thema lässt sich gar nicht genug diskutieren... vorallem solange dass offizielle Ergebnis später dann lautet: Autonomes fahren wird niemals kommen 😉

Ha, ha, der Thread wird eingestellt wenn das nicht autonome Fahren aus Sicherheitsgründen auf öffentlichen Strassen verboten wird. 😉

Also nie 😉

Zitat:

@Tomcat1985 schrieb am 19. Mai 2016 um 16:47:25 Uhr:



Zitat:

@dsc001 schrieb am 19. Mai 2016 um 16:36:43 Uhr:


Ha, ha, der Thread wird eingestellt wenn das nicht autonome Fahren aus Sicherheitsgründen auf öffentlichen Strassen verboten wird. 😉

Also nie 😉

Abwarten 🙂

Zitat:

@Ostelch schrieb am 19. Mai 2016 um 15:54:04 Uhr:


Wieso hätten wir dann schon autonome Autos auf der Straße? Du stellst hier schlichte Thesen auf ohne jeden Hintergrund. Dass die Investitionen in die derzeitig lieferbaren Assistenzssysteme bereits alle amortisiert bzw. "abgeschrieben" seien, ist eine kühne Behauptung.
...

Deine Interpretation meines letzten Beitrages läuft wesentlich in die komplett falsche Richtung. Keine der von dir unterstellten Aussagen ist inhaltlich so beabsichtigt (bis auf die Amortisation, ja sie ist kühn, aber im Einklang mit meiner Lebenserfahrung, bin gerne bereit davon abweichende Fakten zur Kenntnis zu nehmen).

Es ging mir ausschließlich um die logische Ebene, weil keine der von Dir angeführten Punkte Aussagen über die Machbarkeit von "autonomem Fahren" erlauben.

Es gibt keine Komponenten "autonomen Fahrens" heute auf der Straße, weil es "nur" Assistenzsysteme sind. Diese Deine Aussage ist unzutreffend, weil nur analog. Wäre sie zutreffend, wäre die von mir vorgestellte Haltung das "autonomes Fahren" sofort ganz oder gar nicht kommt nämlich widerlegt.
Letzteres ist nicht der Fall, wie Du selbst einräumst, da Du diese Haltung nur als unrealistisch ansiehst, also immer noch als möglich. Sonst könnte man aus der Existenz des Tempomat ja auch auf "autonomes Fahren" zurückschließen, weil diese Funktion auch enthalten sein muß.

Keinesfalls schrieb ich von Grenzen des menschlichen Erfindergeistes. Es besteht aber sehr wohl die Möglichkeit dass der menschliche Nutzer eines im "Wachstum" befindlichen autonomen Systems nicht leistungsfähig genug ist, es noch sicher im Straßenverkehr zu benutzen. Damit wäre der Prozess der Entwicklung ("Evolution"😉 beendet. Es bliebe bei ausgefeilten Assistenzsystem ohne Autonomie.

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