Sommerreifen 235/45/R17 ohne Neigung zur Sägezahnbildung?

VW Passat B7/3C

Hallo zusammen,

heute rief mich der Servicemitarbeiter an und teilte mit, dass an meinen Continental Sport Contact 5 Sägezahn festegestellt wurde.
Da die Reifen nur noch ca. 6mm Profil (Tachostand erst 20.000km) haben, möchte ich mich informieren welche Reifen weniger dazu neigen. Dabei müssen die, wie immer, leise und verschleißarm sein. Bester Grip ist ja selbstverständlich.
Im direkten Vergleich zu den Winterreifen Michelin A4 (allerdings 205/55/R16) finde ich Continental viel zu laut.
Gibt es nun einen Geheimtipp?

Gruß
T.Larsen

Beste Antwort im Thema

Fahren seit Juli 2012 je Achse Hankook S1 EVO 2 bzw. Hankook Ventus V12 in 235/45 R17 97Y XL. Kaufpreis unter 100 € das Stück mit nochmals kräftigem Nachlass, weil ich vier gleiche Reifen bestellt hatte und zwei verschiedene Typen geliefert bekommen habe.

Die Reifen gehen jetzt quasi in die dritte Saison. Kein Sägezahn, angenehm leise und noch ordentlich Profil. Kilometerleistung der Pneus liegt bei 25.000 - 30.000, führe Spritmonitor erst seit letztem Jahr mit dem B6.

Der B6 fuhr bisher immer leer bzw. mit zwei Personen, hinten ab und an die Oma. Jetzt "liegt" hinten noch unser 7,5 kg leichter Mäusezahn und im Kofferraum der Kinderwagen.

Ich würde beide Reifentypen bzw. deren Nachfolger wieder kaufen, mir diesmal aber vier gleiche liefern lassen 🙂

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Beim Tausch von Winter auf Sommer fiel mir auch ein lautes Abrollgeräusch auf. Der Reifenfritze sagte "Sägezahnbildung mit Auswaschungen". Er vermutet, dass es bei 100.000km auch die Stoßdämper sein können. Ich habe noch die originalen Dunlops drauf.
In einem anderen Thread zu diesem Thema wurde auch der zu hohe Luftdruck als möglich Ursache genannt. Dies kann ich aber nicht bestätigen.
Wahrscheinlich werde ich in Kürze auch mal die Reifen tauschen und hoffen, dass es damit erstmal vorbei ist.
Meine Wegstrecke ist aber eher BAB mit gemäßigter Geschwindigkeit (Vmax 150km/h) und Stadt.

Scheint aber tatsächlich ein VW-typisches Problem zu sein, so wie ich das hier raushöre. Bei den Ford Mondeos vorher hatte ich solche Probleme nie.

bei mir steht 2,6 Bar V/H bei normaler Beladung und 2,8/3,0 bei voler Beladung. Vielleicht liegt es am BM, daß da etwas mehr rein soll.

Zitat:

Original geschrieben von QuirinusNE


@All
Fahrt Ihr die Reifen mit 2,6 Bar, so wie es in der Tankklappe steht? Oder habt ihr für 235/45 17 andere Empfehlungen?

Bei mir stehen für die 235er 2,3 bar in der Tankklappe. (2.0 TDI 125kw HS). Fahre deshalb mit 2,5 bar, weil des öfteren auch einigermaßen beladen. Mehr aber keinesfalls, um das Sägezahnrisiko zu minimieren. Je mehr der Reifen aufgepumpt wird, desto mehr rutschen die Profilblöcke am äußeren und inneren Rand beim Geradeausfahren durch und schleifen sich schräg ab.

Bin letzten Sommer oft mit leerem Auto, aber dem empfohlenen Lufdruck für volle Beladung gefahren. Das rollt auf der Autobahn super, hatte aber zur Folge, dass der Reifen jetzt mittig 4mm Profil und außen noch 6mm hat. Halte mich deshalb jetzt an die Luftdruckempfehlungen und bügel den Reifen mit sportlichen Landstraßenfahrten jetzt grad wieder einigermaßen grade 😉

Ich habe als Vielfahrer bisher keinerlei Probleme mit Sägezahnbildung gehabt. Ich muss dazu aber sagen, dass ich den Passat als Lastesel selten mit weniger als 4 Personen bewege und fast nur auf der Autobahn anzutreffen bin (bei ca. 160 km/h wo möglich).

Als Reifen kann ich die Pirelli P7 aufgrund ihrer enormen Laufleistung empfehlen (laufen hinten schon über 75tkm mit...), die sind allerdings etwas lauter. Die Dunlop "Sport BluResponse" halten vermutlich bei gleicher Fahrweise um die 25 - 30tkm, sind dafür aber etwas leiser. In Sachen Grip waren beide gut, wenn auch die Dunlop im Trockenen gefühlt einen Hauch besser. Jeweils 215er in 16 Zoll.

Hankook Ventus V12 (ich glaube so hießen sie...) hatte mein Golf 6 Variant ab Werk verbaut. Ich fand sie schrecklich. Die Winterreifen (Winter Sport 3D) hatten in gleicher Größe & Breite im Trockenen deutlich mehr Grip und waren auch im Abrollgeräusch um einiges leiser. Gerade rauer Asphalt, wie es ihn öfters auf Landstraßen gibt, war mit dem Hankook im direkten Vergleich eine Zumutung. Dazu kommt natürlich noch, dass der Golf gegen Fahrgeräusche schlechter isoliert ist als der Passat. Man hörte es also umso mehr.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich vermute die Sägezahnbildung hängt von der Nutzung/Fahrweise ab und ich empfand Hankook im direkten Vergleich definitiv als Billigmarke. Ich habe mich damals sehr darüber geärgert, dass VW im Golf sowas ab Werk verbaut.

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Zitat:

Original geschrieben von martinp85


Mehr aber keinesfalls, um das Sägezahnrisiko zu minimieren. Je mehr der Reifen aufgepumpt wird, desto mehr rutschen die Profilblöcke am äußeren und inneren Rand beim Geradeausfahren durch und schleifen sich schräg ab.
....
Halte mich deshalb jetzt an die Luftdruckempfehlungen...

Dem schließe ich mich an. Bin weg von zu hohen Drücken. Was nützt mir ein minimal geringerer Spritverbrauch, wenn der Reifen trotz genügend Restprofil unfahrbar laut wird oder sogar vorzeitig entsorgt werden muss.

Der B6 rollt bei 235/45 R17 mit den in der Tankklappe angegebenen 2.1 bar vorn und hinten. Beladung zwei plus eins und Kinderwagen. Im Stand sieht es zwar immer so aus, als wäre zu wenig Luft drauf, aber der Wagen fährt trotzdem komfortabel und spritsparend.

Den B7 mit 235/35 R19 fahre ich mit 2.9 / 2.7 bar. Die Luftdruckempfehlung stammt von Goodyear und berücksichtigt anders als VW (vorn und hinten leer mit 2.8 bar) auch die Gewichtsverteilung. Letzte Saison bin ich noch 3.1 / 2.9 bar gefahren.

Falls das noch jemanden interessieren sollte: ich habe die Hankook Ventus S1 EVO2 K117 in 235/45 17
drauf und habe bei Hankook angefragt, welchen Luftdruck sie mir empfehlen.

Es kam innerhalb von 15 Minuten eine Antwort inkl. einer PDF Datei mit der Empfehlung für 2,4 bar v/h bei Vollast. Teillast war leider nicht angegeben.

In meiner Tankklappe stehen 2,6 bar für Teillast und bis zu 3,0 bar Vollast drin. Schon ein großer Unterschied. Mal sehen, wie die sich abfahren.

Hast du explizit als Passat Fahrer angefragt?
Wollen die noch Achslasten oder dergleichen wissen?

Zitat:

Original geschrieben von Halb-Marathon-Man


Hast du explizit als Passat Fahrer angefragt?
Wollen die noch Achslasten oder dergleichen wissen?

Ja, genau. Inklusive der max. Achslasten für den B7.

Schon ein deutlicher Unterschied zwischen Tankklappe und Reifenhersteller! Orientiere mich jetzt auch an der Luftdruckempfehlung von Goodyear.

Finde den Komfort mit 2.7 bar auf der Hinterachse besser als mit 3.0 bar, vorausgesetzt, ich bilde mir das nicht bloß ein.

Verbrauchstechnisch hat sich sogar ein positiver Effekt ergeben. Trotz Klimaanlage, Kind mit Abendbrot-Hunger und vollgepacktem Kofferraum standen vorhin bei der Heimreise 8,8 Liter im BC.

Viele erhöhen ja den Luftdruck (über die Werte in der Tankklappe), in der Hoffnung, dadurch weniger zu verbrauchen. Ich habe quasi auch mal dazu gehört.

Weil die 2,4 bar bei mir Volllast Angaben sein sollen, habe ich den Reifendruck zum testen auf 2,2 bar gesenkt (quasi für Normalllast) und der fährt immer noch sehr stabil und auch nicht schwammig.

Auf dem Nachhauseweg ein paar Kurven zügig passiert und ich hatte dabei kein unsicheres Gefühl.
Folgte sauber der Spur.
Ob allerdings die 2,2 bar nicht auf die Dauer zu wenig sind 😕?

Ich bilde mir zumindest ein, daß das Auto jetzt sogar besser die Spur hält. Eine Achsvermessung hatte ich vor kurzem machen lassen.

Früher war die Faustregel Autos immer mit 2,2 bis 2,4 bar zu fahren. Ich wüsste nicht, wieso sich die Regeln der Physik verändert haben sollten. 😁

Ich fahre das ganze Jahr über rundum mit 2,4 bis 2,5 bar (man bednke, ich fahre meist zu 4. + Gepäck). Senkt man auf 2 bar ab ändert sich das Fahrverhalten nur dahingehend, dass das Auto in der Stadt komfortabler abrollt und etwas mehr Sprit verbraucht. Bei hoher Geschwindigkeit merkt man kaum einen Unterschied.

Früher gab's auch noch Diagonalreifen und die Reifen mit 80er Querschnitt hiessen Niederquerschnittreifen .... Der Luftdruck richtet sich in erster Linie nach der Konstruktion des Reifens, dessen Dimension und der Belastung. Ein Passat von heute wiegt mehr als das Doppelte wie der erste Passat.
Wenn man mit den aktuellen Reifen mit wenig Druck rumfährt, heizen sich diese sehr auf, der Druck steigt so an und man spürt den fehlenden Druck weniger. Die Folge, erhöhter Reifenverschleiss, man riskiert durchaus auch mal einen Reifenplatzer durch Überhitzung, beim Auffahren auf den Randstein kann es zu Beschädigungen der Felge kommen.
Man ist in Summe gut bedient, wenn man sich mal an die Vorgaben der Reifenhesteller hält. Wenn man etwas mehr Druck drin hat, schadet das weniger als mit zu wenig Druck.

Greetz

Moin,

es hängt natürlich von den Fahreigenschaften ab und ein oft beladener Passat hat meistens keine Probleme. Trotzdem neigt gerade der Passat dazu, den Reifen ein Sägezahn zu verpassen. Vor meinem ersten Passat wusste ich nichtmals, dass es so etwas gibt. Seitdem hatte ich bei allen drei Passat sowohl bei Sommer- als auch bei Winterreifen die Sägezahnbildung, mal mehr mal weniger. Insgesamt sind meine jetzigen Conti Seal Reifen von allen noch die Besten. Meine Winterreifen (Bridgestone Britax) sind leider auch wieder betroffen. Beide Reifen wurden jeweil 2 Saisons gefahren, jeder gut 20000 km.

Gruß
toli

so, muss das Thema noch mal hervorholen.

Hab jetzt nach 2 Sätzen Conti SportContact 5 (1x ohne und 1x mit ContiSeal) auf Goodyear Eagle F1 Asymmetric 3 gewechselt.

Nach den ersten 300km ist das Zwischenfazit positiv. Der Goodyear rollt ähnlich gut wie der Conti und ist zudem leise, dämpft außerdem Querfugen subjektiv etwas besser weg. In der Kurve ist er ähnlich sportlich, aber vielleicht eine Nuance gutmütiger als der Conti. Mag auch dran liegen, dass der Goodyear trotz 45er-Querschnitts einen deutlich sichtbaren Wulst an der Flanke bildet und nicht so "rechteckig" gebaut ist wie der Conti.

Gefühlt kanns sein dass der Goodyear im absoluten Grenzbereich etwas weniger stabil ist als der bocksteife Conti, allerdings hab ich diesen Bereich sowieso nie erreicht. Fand den SportContact für meinen Passat (2WD, wenig schwere Sonderausstattung) und mein Fahrprofil (viel Langstrecke, viel geradeaus, wenig Beladung) ohnehin immer etwas overengineered und überdimensioniert. Am Anfang und besonders bei Nässe zwar klasse, aber auf den letzten 3-4mm trotz mehrfachen diagonalen Wechsels immer massiv vom Sägezahn befallen, ohrenbetäubend laut und außerdem starke Vibrationen verursachend.

Der Goodyear wirkt da insgesamt etwas flexibler und hat auch subjektiv (vom anfassen her) eine etwas weichere Gummimischung. Das Profil ist ähnlich des des Conti, allerdings haben die Profile an der Seite keine simplen Querrillen wie beim Conti, sondern S-förmige Profilrillen. Bin gespannt wie's mit Haltbarkeit und Sägezahn aussieht, aber bislang bin ich mit dem Fahrgefühl des Goodyear super zufrieden.

Alleine optisch sieht er durch den Flankenwulst etwas schlechter aus als der Conti und mag auch geringfügig weniger aeordynamisch sein, aber das ist am Ende nebensächlich. Melde mich wieder wenn der Reifen die ersten 10.000 runter hat.

EDIT: Aja, ein weiterer positiver Effekt ist das geringere Gewicht im direkten Vergleich zu dem vorher montierten ContiSeal. Da gehts um ~1kg pro Reifen und das macht sich bei der Beschleunigung durchaus geringfügig bemerkbar, wenn man sein Auto gut kennt. Sollte ich überhaupt noch mal Conti-Sommerreifen fahren wenn sich der Goodyear nicht bewährt, dann garantiert ohne ContiSeal.

Ich fahre auch den Goodyear Eagle F1, allerdings wohl den Vorgänger Asymmetric 2 in der Größe 225/35 R19 88Y XL.
Ich bin sehr, sehr zufrieden mit dem Laufverhalten, ist für mich als Autobahn-Vielfahrer sehr angenehm spurtreu und absolut leise.
Habe den ersten Satz nun bis auf Slick-Niveau runtergefahren und mir den gleichen Typ wieder drauf ziehen lassen.

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