Fragen an die Polizei
Hier im Forum sind ja auch Polizisten vertreten. Ich habe mir daher gedacht ein Threat zu machen, wo man die Polizei Sachen fragen kann.
Frage an die Herr Polizisten: Wärt ihr dabei? Müssen nicht immer Antworten mit entsprechenden Gesetzenartikel sein, sondern einfach mal ein Ansatz, an dem man anknüpfen kann.
Ich wäre aber froh, wenn nicht ständig dazwischen geschrieben wird, damits übersichtlich bleibt, schliesslich kann es uns allen mal behilflich sein.
Beste Antwort im Thema
Kann die Polizei eigentlich "Verbrechen gegen den guten Geschmack" ahnden? 😁
1598 Antworten
Allein der Abstrahlwinkel eines LED Leuchmittels ist gänzlich anders als bei einer Glühlampe...auf die Position der Lichtquelle/n selbst... somit passt das mit keinem für Halogen ausgelegten Reflektor/Linse zusammen... somit keine Zulassung.
Gibt es nicht und wird es auch in Zukunft meiner Meinung nach nicht geben.
LED - nur ab Werk!
Einzig und allein Xenon kann man nachrüsten... dann aber mit den dafür zugelassenen Scheinwerfern, Steuergeräte, Niveausensoren, Reinigungsanlage etc...
Zitat:
@Chris492 schrieb am 11. April 2015 um 20:49:15 Uhr:
Einzig und allein Xenon kann man nachrüsten... dann aber mit den dafür zugelassenen Scheinwerfern, Steuergeräte, Niveausensoren, Reinigungsanlage etc...
Nicht unbedingt, kommt auf das verbaute Xenon-System an 😉
Gab doch glaube von Osram ne Xenon Ausrüstung mit nur 25Watt wo man keine Reinigungsanlage und automatische Höhenregulierung braucht.
Osram Xenarc D8S (externes Steuergerät), Philips D5S (Steuergerät im Lampensockel integriert) sind 25-Watt Lampen und liegen mit gut 2.000 Lumen unter dem Grenzwert von 3.000 lm. Erst ab 3.000 lm sind automatische Leuchtweitenregulierung und Reinigungsanlage vorgeschrieben.
Die "klassischen" Xenon haben 35-Watt Lampen und liegen um die 3.300 lm; H1 und H7 um die 1.200 lm.
Dieses "Xenon-Light" sind zB. verbaut im New Beatle, Audi A1, ..., wohl auch bei einigen Motorrädern (BMW K 1200 GT aus 2006 und die K 1600 Reihe haben eine Ausnahmegenehmigung für die 35 W-Lampen) und es gibt im Zubehör für Motorräder Nachrüstscheinwerfer mit den 25-W Xenon von Paaschburg & Wunderlich.
(Stand Mitte 2012, seit dem bin ich beim Thema Motorrad raus)
Ähnliche Themen
Ich habe diesmal eine Frage umgekehrter Natur (also von mir als Angehöriger der Hessischen Polizei an den Bürger): aus aktuellem Anlass wüsste ich gerne, wie ihr es wahrnehmt, wenn der sichernde Kollege während einer Kontrolle die Hand an der Waffe hat? Nimmt man das als Kontrollierter überhaupt wahr und wenn ja, wird das als Bedrohung empfunden?
Zitat:
@cornerbackX24 schrieb am 20. April 2015 um 19:41:40 Uhr:
Ich habe diesmal eine Frage umgekehrter Natur (also von mir als Angehöriger der Hessischen Polizei an den Bürger): aus aktuellem Anlass wüsste ich gerne, wie ihr es wahrnehmt, wenn der sichernde Kollege während einer Kontrolle die Hand an der Waffe hat? Nimmt man das als Kontrollierter überhaupt wahr und wenn ja, wird das als Bedrohung empfunden?
Bislang habe ich da noch nicht drauf geachtet, werde es wohl zukünftig häufiger tun ... sollte ich überhaupt mal kontrolliert werden.
Kann man als Bedrohung empfinden, aber der sichernde Beamte muss halt sichern. Wer sich nichts vorzuwerfen hat, hat maximal ein mulmiges Gefühl.
Gegenfrage: Hat (bei euch) der sichernde Kollege bei jeder Kontrolle die Hand an der Waffe - oder entscheidet man das auch je nach Situation/Bauchgefühl, ob es gefährlich werden könnte?
Also, geht die Hand eher zur Waffe, wenn man die Fraktion tiefer/breiter/härter anhält und bei der 90jährigen Omma Lisbeth nicht? 🙂
Zitat:
@cornerbackX24 schrieb am 20. April 2015 um 19:41:40 Uhr:
Ich habe diesmal eine Frage umgekehrter Natur (also von mir als Angehöriger der Hessischen Polizei an den Bürger): aus aktuellem Anlass wüsste ich gerne, wie ihr es wahrnehmt, wenn der sichernde Kollege während einer Kontrolle die Hand an der Waffe hat? Nimmt man das als Kontrollierter überhaupt wahr und wenn ja, wird das als Bedrohung empfunden?
Ob man das wahrnimmt, kann ich nicht sagen. Aber wenn, dann würde ich das nicht als Bedrohung empfinden, sondern hätte vollstes Verständnis. Eigensicherung geht vor.
Zitat:
@cornerbackX24 schrieb am 20. April 2015 um 19:41:40 Uhr:
Ich habe diesmal eine Frage umgekehrter Natur (also von mir als Angehöriger der Hessischen Polizei an den Bürger): aus aktuellem Anlass wüsste ich gerne, wie ihr es wahrnehmt, wenn der sichernde Kollege während einer Kontrolle die Hand an der Waffe hat? Nimmt man das als Kontrollierter überhaupt wahr und wenn ja, wird das als Bedrohung empfunden?
Ich empfinde das nicht als Bedrohung. Wenn wir in USA wären, wär das was anderes, aber hier in D von einem schießwütigen dummen Hilfssheriff erschossen zu werden ist glücklicherweise extrem unwahrscheinlich, dazu ist die Ausbildung hier doch wesentlich besser. Eine gewisse Einschüchterung merke ich dabei schon, aber eine Kontrolle ist ja kein Kaffeekränzchen und daher sollte jeder versuchen, sich halbwegs professionell zu benehmen. Solange die Pistole im Holster bleibt, ist also alles gut :-)
Zitat:
@cornerbackX24 schrieb am 20. April 2015 um 19:41:40 Uhr:
Nimmt man das als Kontrollierter überhaupt wahr und wenn ja, wird das als Bedrohung empfunden?
Ich nehme das schon wahr, empfinde es aber nicht als Bedrohung. Liegt sicherlich auch daran, daß ich schon in Ländern unterwegs war, wo die Eigensicherung quasi zum Standardrepertoire der Beamten bei
jederKontrolle gehört.
Vielleicht zu den Hintergründen: wir führten kürzlich nach Anhalten aus dem laufenden Verkehr eine Kontrolle durch; mein Partner hat das Wort geführt, ich habe gesichert. Das Anhalten erfolgte gegenüber dem Pausenhof einer Schule zur Pausenzeit.
So richtig realisiert und ins Nachdenken kam ich, weil sich auf einmal jede Menge Schüler an den Zaun gedrückt hatten und uns beobachteten und zudem ältere Schüler, welche den Hof während der Pause verlassen dürfen, um uns standen und anfingen, uns mit ihren Handycams zu filmen.
Der Fokus lag auf mir, weil ich eben (lehrbuchmässig) sichernd mit Hand an der Waffe und taktisch günstig die Positionen wechseld 😉 da stand. Die dachten, da passiert jetzt was; für uns war es eine stinknormale Verkehrskontrolle. Tagesgeschäft eben.
Danach kamen wir noch mit dem Kontrollierten (Lehrer an der Schule) und einigen Schülern ins Gespräch. Es war irgendwie interessant, deren Standpunkte zu hören, weil man als Berufswaffenträger ein ganz anderes Verhältnis zur Schusswaffe hat, als die "normale" Bevölkerung. Während des Gespräches meinten eben einige Schüler, dass sie die Situation als potentiell bedrohlich empfanden, weil ich so da stand, wie ich eben da stand. Mir war das nie bewusst, deswegen dachte ich, ich frage mal hier nach wie ihr das so wahrnehmt.
Lehrbuchmässig wird eine Kontrolle übrigens mit Hand an der geholsterten Waffe, Sicherung offen (aufmerksame Sicherungshaltung) oder auch mit gezogener Waffe, gehalten vorwärts abwärts vor dem Körper (entschlossene Sicherungshaltung) gelehrt, zweiteres habe ich persönlich noch nie angewandt. Wäre aber zulässig.
Aus-und Fortbildung ist eine Sache, wie man selber verfährt, muss jeder in der Praxis lageangepasst selbst entscheiden.
Ich bin der Meinung, da ich dem Gegenüber nur bis vor die Stirn schauen kann und nicht dahinter, lieber auf Nummer sicher gehen und mich und meinen Partner eingangs grösstmöglich sichern (Abstand, Position, Einsatzmittel/Waffe). Im Laufe der Situation kann ich dann noch zulegen oder eben zurückfahren, abhängig davon, was passiert.
Danke für die Antworten bisher!
Ich bemerke die Sicherung natürlich aber sehe es nicht als Bedrohung an sondern habe vollstes Verständnis für die Maßnahme zur Eigensicherung.
Die Frage, die ich mir dabei stelle: Meinst du mit der Hand an der Waffe im Holster im Ernstfall schnell genug reagieren zu können?
Ein mumiges Gefühl hatte ich damals in Ungarn (vor der Öffnung) als plötzlich zwei Soldaten mit der Kalschnikow im Anschlag vor dem Auto standen und ein Dritter die Papiere forderte.
Irgendwann Ende der neunziger Jahre kam ich mal in eine Polizeikontrolle, die ich wohl nicht vergessen werde: Breite Einfallstraße, riesiges Aufgebot - in einer dörflich geprägten Großstadt schon was Besonderes. Die nahe Kreuzung war an jeder möglichen Fluchtrichtung mit mindestens einem mit zwei Beamten besetzten Streifenwagen, die Kontrolle selbst sicherten vier Polizeibeamte mit (automatischen?) Waffen.
Alle waren superfreundlich, aber auch angespannt. Wenn ich mich recht erinnere, waren im Bundesgebiet kurz vorher bereits Anschläge auf Polizeibeamte verübt worden, deshalb vermutlich erhöhte Eigensicherung.
Seitdem habe ich mir angewöhnt, keine unbedachten Bewegungen zu machen, und - solange ich im Fahrzeug sitze - dem neben mir am Fenster stehenden Beamten vorher zu sagen, wohin zu greifen ich beabsichtige, um Streß zu vermeiden. Hat bisher immer gut funktioniert.
Ich habe kein Problem damit, Polizeibeamter ist ein "scheiß Job" mit schlechter Bezahlung, blöden Arbeitszeiten, bisweilen gefährlich, der noch dazu viel zu wenig gesellschaftliche Anerkennung erfährt.
Polizisten wollen genauso abends gesund nach Hause kommen wie wir alle und wissen ja vorher nicht, wie nett ich bin - Eigensicherung finde ich völlig okay!
Zitat:
@cornerbackX24 schrieb am 20. April 2015 um 19:41:40 Uhr:
Ich habe diesmal eine Frage umgekehrter Natur (also von mir als Angehöriger der Hessischen Polizei an den Bürger): aus aktuellem Anlass wüsste ich gerne, wie ihr es wahrnehmt, wenn der sichernde Kollege während einer Kontrolle die Hand an der Waffe hat? Nimmt man das als Kontrollierter überhaupt wahr und wenn ja, wird das als Bedrohung empfunden?
Moin,
mein Verständnis sei Dir und deinen Kollegen sicher. Eigensicherung geht vor, und auch mit einer Kanone in der Hand kann man freundlich sein.
So long
Ghost
und immer schön hoffen, das die persönliche Angst des sichernden Beamten nicht unzumutbar/zu groß wird!
(Mein Kumpel wurde 1982 in die Seite geschossen, durch die Fahrertür seines Audi 80......aus purer Angst des Waffenträgers......und ja, den anschließenden Prozess hat er erfolgreich abgeschlossen!)
Und jetzt für die Oberlehrer: NEIN, er tat nichts unubliches....im Wageninneren! Der Polizeibeamte schoß aus purer Überforderung und persönlicher Angst!