Zwei sind einer zuviel...
Hallo miteinander,
ich habe ein vielleicht etwas merkwürdiges Anliegen, aber meine Hoffnung ist, dass ich über dieses Forum mit den richtigen Leuten ins Gespräch komme, die mir meine Frage - am besten mit einiger Erfahrung aus dem eigenen Berufsalltag - beantworten können.
Die Situation ist die, dass meine Freundin und ich aus beruflichen Gründen aus der tiefen fränkischen Provinz nach München ziehen mussten. Jetzt hatten wir in Franken natürlich beide ein Auto und in München sind alleine die Wohnungen so teuer, dass wir uns die zwei PKW nicht mehr leisten mögen. Die Frage, die sich uns jetzt also aufdrängt - wir beide waren mit dem jeweiligen Modell zufrieden - ist, von welchem der beiden man sich trennen sollte. Als Bewertungskriterien kann ich mir Dinge vorstellen wie aktueller Zustand, Restwert, zu erwartende Reparaturkosten, zu erwartendes Lebensalter... evtl. kommen weitere Dinge hinzu, an die ich selbst nicht denke, also immer heraus mit Ihren/Euren Gedanken.
Zunächst zum Bestand:
1) BMW 1er Limousine (118i, 143PS), EZ 06/2008, 122000 km
Sonderausstattung: Rückfahrsensoren
Übernommen habe ich das Gefährt als Leasing-Rückläufer mit drei Jahren.
Das Auto steht seit fünf Jahren nachts in der Garage, tags im Freien und wurde sowohl für tägliche Fahrten (22 km einfach) zur Arbeit und 2-3 mal im Monat für längere Autobahnfahrten (>150 km) verwendet
An sich gab es bisher wenig zu bemängeln. Lediglich einmal gab es - im Alter von etwas mehr als sechs Jahren - eine größere Reparatur am Motor, da scheinbar vonseiten des Werks eine Rückrufaktion für mangelhafte Zylinderkopfdichtungen durchgeführt wurde - für mich kostenlos versteht sich. Ok und dann ist mittlerweile die Batterie ziemlich runter (ist noch immer die erste) weshalb die Start-Stop-Automatik bei kalten Temperaturen nicht mehr mag - ein Mechaniker sagte mir allerdings, er würde die ohnehin abstellen, da die für den Motor auf Dauer gar nicht so gut wäre...
Als Restwert wurde mir im Netz ca. 7500 Euro geschätzt
2) Hyundai i30 (1.4 Classic FIFA WM 2011, 109 PS), EZ 06/2011, 70000 km
Sonderausstattung: Zusatzpaket mit Sitzheizung, verbesserten Lautsprechern, Leder-Multifunktionslenkrad, klappbare Außenspiegel, usw... eine Freisprechanlage wurde später nachgerüstet.
Gekauft wurde das Fahrzeug als Neuwagen. Es stand seit Kauf stets im Freien und wurde lediglich für Kurzstrecken-Einkäufe (<5km) und etwa alle 2 Wochen für Langstreckenfahrten (bis zu 600 km) genutzt.
2014 gab es einen Wildunfall; das Fahrzeug wurde von der Vertragswerkstatt fachgerecht repariert (Schadenshöhe etwa 6000 Euro). Aufgrund der langen Standzeiten mussten die Bremsen und die Batterie bereits erneuert werden und hin und wieder scheinen die Bremsen eine leichten Rostbelag anzusetzen, was sich auf den ersten Kilometern am Bremsgeräusch bemerkbar macht - laut Werkstatt allerdings vollkommen unauffällig und normal. Ansonsten gab es bisher keine notwendigen Reparaturen bis auf den Ersatz einer LED-Leuchte im linken Außenspiegel, welcher allerdings gleich satte 140 Euro kostete.
Als Restwert wurde im Netz ca. 7000 Euro geschätzt.
Bei beiden Fahrzeugen wurden die Inspektionen einschließlich der empfohlenen Wartungsarbeiten natürlich regelmäßig durchgeführt.
In Zukunft erwarten wir vor allem Langstreckenfahrten zu unseren Verwandten und Freunden und hin und wieder eine Fahrt zu Supermarkt bei größeren Einkäufen.
Über Eure Meinungen und Gedanken würden wir uns freuen.
Schon einmal vielen Dank und viele Grüße!
Beste Antwort im Thema
Also manchmal kann man hier über die Empfehlungen nur den Kopf schütteln. Der TE fragt welches seiner beiden Fahrzeuge er behalten sollte, wovon eines ein recht neuer Kompaktwagen mit lückenloser Historie und frei von Serienfehlern ist und als Empfehlung kommt entweder, dass er sich ein neues Fahrzeug aus "Angst" des anstehenden Wertverlustes kaufen soll, das er am besten auch gleich wieder bei Mobile inseriert weil ja sonst der böse Wertverlust wieder zum tragen kommt. Oder eine im besten Fall!!! 13 Jahre alte Mittelklasselimo mit mindestens 6 Zylindern und Wandlerautomatik, die die 1,7 Tonnen Fahrzeuggewicht an jeder Ampel erneut mit nem Verbrauch größer 20l/100km durch die Münchner Innenstadt schieben darf weil ja irgendwann Mal Kinder anstehen könnten.
Ich würde ja einen Unimog der Bundeswehr empfehlen. Der hat Platz für den imaginären Nachwuchs, man sitzt schön hoch und sollte man wieder Erwarten doch noch auch einen nicht asphaltierten Feldweg treffen ist man da King of the Road.
71 Antworten
330e finde ich weit über seinem Budget und mit seinen 20 km realer elektrischer Reichweite und Kofferraumeinschränkung auch für einen PHEV noch eher suboptimal. Zumal es den 330e nicht als Kombi gibt, die Säcke, sondern nur als Stufenheck.
Da bleibt also nicht mehr viel:
http://images.car.bauercdn.com/pagefiles/25379/abmw330e-006.jpg
http://insideevs.com/.../P90208503_highRes_bmw-330e-exhibit-dri.jpg
München zahlt bis zu einigen Millionen locker eher die Strafe. 10.000 EUR sind Portokasse und ein Ulkwitz. Und ein richtiges Dieselverbot in der Pauschalität wird nicht kommen. Sondern nur bestimmte wirklich ältere Diesel, oder eben irgendwie eine Citymaut-Regelung mit höheren Kosten. BMW - ein großer Arbeitgeber der Stadt - selbst verkauft zu 72% (2016 in DE) Autos mit Dieselmotor. Vor zwei Jahren waren es noch 78% (Autos in DE). Jetzt versuch mal die EURO5-Diesel in den Innenstädten zu verbieten. :-)
Auch ich finde wie der OP: in München mit eh schon viel zu vielen Autos: Carsharing/Mietwagen als interessante Lösung. Dann können einem allerlei Plaketten, Verbote, Zahnriemen, Steuerketten, Dieselpartikelfilter, AdBlue ziemlich egal sein, weil man es an den Betreiber abgeschoben hat. Und dazu ein elektrisches CargoBike und ÖPNV für die Stadt: Einkäufe, Kind zur Kita. Also: autofreier Alltag und am Wochenende für die Fahrt zur Oma oder ins Grüne: Auto mieten.
Der 3303 ist ein Projekt für in 5 Jahren :-) Dann sollte er bezahlbar sein. BMW und Toyota arbeiten doch eng zusammen, da kommt nichts Schlechtes bei rum.
20 km reichen mir dicke... Aber diese Idee ist - wie ich schrieb - für die ferne Zukunft, wenn Euer Hyundai dann die Grätsche macht.
Mein Gott, wovon träumt Ihr denn nachts?
Fahrt Ihr alle selber eine solche Hybridkiste?
Ich lebe auch bei München und wir fahren oft mit einem unser beiden großen Autos mitten in die Stadt. Das eine ist 4,85m lang und passt in keine Tiefgarage. Das andere ist gut 5m lang und lässt sich wunderbar in einer TG abstellen.
Mit beiden hatte ich noch nie nennenswerte Parkplatzprobleme.
Natürlich wird es am Sa. abend um 20 Uhr im Glockenbach schwierig, aber da bin ich nicht mehr so oft.
Der TE soll die Finger von Diesel und Hybrid lassen und am Besten gleich seine beiden Autos verkaufen.
Den BMW selbst, den Hyundai bei BMW in Zahlung geben.
Dann einen der gerade ausgelaufenen BMW 520i Kombi mit Euro 6 bei einem der zahlreichen BMW-Vertragshändler in München kaufen und fertig.
Da dürfte sich Ende diesen Jahres schon so einiges anfinden. Auch Leasingrückläufer mit wenig Km kann man kaufen.
HC
Zitat:
@HansGF schrieb am 2. März 2017 um 06:59:36 Uhr:
Hallo,ja, das stimmt... das war vielleicht etwas zu vage. Was uns in diesem Fall, als dass man sich doch nochmal ein neues Auto zulegt (evtl. wird das in Zukunft mit der ganzen Autopilot und Mietwagen-Thematik ja zunehmend von geringerer Bedeutung sein), vorschwebt, wäre tatsächlich ein mittlerer Kombi von BMW oder Daimler (bei BMW also vor allem die 3er Reihe, evtl. noch die 5er). Natürlich geht es da jetzt in keiner Weise mehr um Vernunft und das wäre uns sicher auch 15-25 k€ wert. Leisten könnten wir uns das auch ohne zu große Einschränkungen an anderen Stellen. Und wenn es ein Auto wäre, das uns wirklich gefällt, dann wäre es uns das unter Umständen auch wert - das müsste man sehen.
Und die Frage war jetzt nur, welche Motoren sich da in den letzten Jahren anbieten würden, um nicht wieder einen von vornherein unglücklichen Griff zu tun; Pech haben kann man natürlich ohnehin immer noch, das ist klar.
Viele Grüße,
Hans
Wenn das so ist würde ich mir den E60 F10 und aber nur WENN er tiptop Garage mit Historie ist ein E39 aus 1. Hand überlegen. Was gegen den E39 spricht ist wenn nicht top gepglegt ist der Rost und eben ein paar Wartungen mehr.
Dafür sind aber auch mal Fahrzeuge mit Vollausstattung und allem möglichen zu finden.
Wenn es BMW werden sollte:
Wenn ihr nicht viele Kilometer fahrt - Benziner. Die paar Fahrten nach Franken verkraftet ihr dann ganz locker.
E61 ab Bj 2007 Schaltgetriebe und dann auf eine gute Werkstatt kommen die den Kühlkreislauf wegen bestimmten Rohren am Motor gleich mal checkt und am Anfang macht.
Sechszylinder sind momentan in grosser Zahl und zu guten Preisen auf dem Markt.
Leder lässt sich übrigens leichter von Schokolade leichter befreien muss man aber einmal im Jahr pflegen - ist aber verkraftbarer Aufwand.
F10 sind viele Leasingrückläufer auf dem Markt und eben mehr Elektronik im Fahrzeug als E39 und E61.
Die Preise für F10 5er sind gerade nach unten gepurzelt weil die neue Serie auf dem Markt ist.
Wenn ihr beide nicht über 1.85 gross seid ist auch ein 3er nicht uninteressant.
Bei Mercedes gibt es schöne C und E-Klassen. Die C (W204) und E (W212) würde ich ab 2010 aufwärts betrachten.
Wenn ihr in der Stadt eben nicht grossartig Auto fahrt ist die Wahl für ein grösseres Fahrzeug nicht falsch was für Langstrecke dient.
Hybrid würde ich dann kaufen wenn ihr entweder viel in der Stadt fahren wollt oder urbanen Chic verbreiten wollt. Dann könnt ihr aber auch gleich einen Mini kaufen und bei jeder Inspektion die Steuerkette machen lassen.
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Alle Alternativautovorschläge verursachen Kosten, die teilweise über den Kosten der zwei jetzt vorhandenen Autos liegen. Technisch erfüllt der Hyundai alle aktuellen Anforderungen, sogar eine Schoföse ist dabei (ein BMW-Fahrer lenkt nämlich keinen Hyundai!)
Wenn der Hyundai irgendwann die Grätsche macht, ist natürlich ein junger, gebrauchter BMW auch in München eine Option.
Wenn die Kalkulation bis 25k € zulässt ist eben auch ein junger gebrauchter F10 ein W204 oder W212 möglich.
Ja, richtig der Hyundai ist total vernünftig und das wird hier auch keiner bestreiten.
Es ist eben die Frage ob Hans und Frau die Kalkulation jetzt mit dem Verkauf zweier Fahrzeuge und ca. 11-14k € Erlös dahin bewegen noch 5-10000 € Kredit zu nehmen und sich was schönes jung gebrauchtes holen ODER eben 2-3 Jahre Hyundai fahren und sparen (müssen- eher weniger scheint mir) wollen können dürfen.
Ich halte keiner der beiden Entscheidungen für falsch.
Offenbar haben beide Arbeit und wollen am WE mal erholt aussteigen nach 2-3 Stunden Fahrt in jede Richtung.
Ich kann selbst sagen, dass nach verschiedenen Kleinwagen, 5er BMW und anderem ich den Komfort auf Langstrecke eines 5ers zu schätzen weiss. Oder eines 3ers oder Benz.
Falsch ist keine Entscheidung. Mehr Geld für Altersvorsorge, Kauf von Wohnungseinrichtung, Anlage im Bausparvertrag oder Unterstützung von Freunden/Verwandten bleibt übrig, wenn das eine vorhandene Auto verbleibt, und das Andere wegkommt.
Ratschläge, wie man für Autos Geld rausschmeißen kann, gibt es allerdings auch unendlich Viele :-)
Ein Parkrempler (mit Fahrerflucht) wird am Hyundai auch nicht so sehr weh tun, wie an einem neueren Wagen.
Echt ? Bausparer sind Geldvernichtung. Mein Kumpel hat den Bausparkassenberater rausgeschmissen weil der es ihm vorrechnen konnte was nicht stimmt.
Der stemmt sein Haus jetzt mit einem guten Prozentsatz und das passt.
Freunde und Verwandte unterstützen ist ok aber die 2 planen wohl Familie und nicht caritative Züge auszuleben.
Ich gehe davon aus, dass beide das Thema Altersvorsorge beleuchtet haben und nicht doof sind.
Falls nicht seid ihr nicht doof sondern fangt zügig an. Entweder Riester oder private Vorsorge.
Für Wohnungseinrichtung habe ich auch einen Tip in MUC der bestimmre Möbel nicht extrem teuer macht und trotzdem wertig.
Ich hatte Jahrzehnte keine Fahrerflucht am Auto. Parkrempler auch nicht. und ich war SEHR viel in München in der Innenstadt Glockenbach und anderen Ecken unterwegs.
Parkplatzsuche ist scheusslich geworden. In Muc ist ÖPNV definitiv angenehmer als 5 mal um einen Block zu geigen.
Denkst du die Hausen wie in einem Affengehege ? Wenn da 2 Personen mit Auto sind werden die wohl ein paar Möbel haben weil die ggf nicht erst seit München zusammenleben..
Ich wüsste zwar nicht, warum Du persönlich werden musst, und warum Du meine flappsigen, alternativen Geldverendungen analysieren musst, aber irgendwo scheinst Du etwas kompensieren zu müssen, wenn Du Dich jetzt auch noch als Maßstab für Parkrempler aufschwingst. Nun, die Zahl Deiner Parkrempler interessiert hier niemanden :-)
ich zähle seit April 2016 bereits mindestens Einen. Meine Stoßstange hat eine Delle, die ich nicht hineingefahren habe (und das in einer Kleinstadt).
Möge München die Traumstadt für hochwertige Fahrzeuge sein, wo niemals Dellen in parkende Autos gerempelt werden.
Fakt ist, dass man über das Geld Anderer nicht versuchen soll, zu verfügen. Und wenn die Beiden die dicke Kohle haben sollten, so wollen sie sie ganz offensichtlich NICHT in Schrott invesstieren. Wenn sich die Beiden ein Auto sparen wollen, bringen Ratschläge, sich doch ein neues, teureres oder altes, geldfressenderes Fahrzeug zu kaufen, bestenfalls ein Kopfschütteln hervor.
Zitat:
@HansGF schrieb am 3. März 2017 um 07:21:56 Uhr:
Alles klar. Danke für die vielen Informationen!! Das hat uns wirklich weitergeholfen.VG, Hans
..zu welcher Entscheidung ? 😉
;-)
Dazu, den 1er zeitnah abzustoßen, den i30 zunächst noch etwas zu behalten, aber auf der anderen Seite immer mal wieder bei BMW, Mercedes und allgemein Gebrauchtwagenhändlern vorbeizusehen um uns mal einen Überblick über die aktuellen Preisstrukturen zu verschaffen. Auf Sicht von etwa einem halben bis einem Jahr werden wir uns dann wohl ein komfortables Langstreckenauto zulegen, welches wir in der Stadt auf der anderen Seite quasi gar nicht verwenden. Da wir in Unterföhring direkt am Nordrand und nahe der A9 wohnen, ist das logistisch aus unserer Sicht die beste Lösung.
VG,
Hans
PS: Was die Frage zu unserer finanziellen Ausstattung angeht, so geht es uns wohl wie hoffentlich noch den meisten in diesem Land - manchmal macht mir die Entwicklung hier etwas Sorgen -, da wir zwar nicht im Geld schwimmen, aber doch ganz gut über die Runden kommen und uns hin und wieder schon auch mal was leisten können; Sorge über unsere Absicherung im Alter sind jedenfalls nicht nötig soweit ich meine, das einschätzen zu können... ;-)
Zitat:
@Guzzi97 schrieb am 3. März 2017 um 11:15:45 Uhr:
Zitat:
@HansGF schrieb am 3. März 2017 um 07:21:56 Uhr:
Alles klar. Danke für die vielen Informationen!! Das hat uns wirklich weitergeholfen.VG, Hans
..zu welcher Entscheidung ? 😉