Zeuge bei Unfallflucht und die Bürokratie schlägt zu.

Hallo zusammen,

mitte Januar wurde meine Frau Zeugin eines Parkplatzremplers.

Freundlich und gesetzestreu hat sie dann ein Briefchen an den Scheibenwischer des Opfers geklemmt." Wenn du dich über die Beule wunderst, ruf doch mal an, ich habe das Kennzeichen".

Heute glaube ich es wäre schlauer gewesen die Polizei zu rufen.

Das Opfer meldet sich am gleichen Abend, die Polizei einen Tag später.Der Fragebogen flattert ins Haus und man versucht zu dritt diese 2 Blätter ins Deutsche zu übersetzen. Fragen wie Hersteller, Typ und Farbe waren noch leicht zu beantworten. Das Kennzeichen war auch kein Problem, aber Baujahr?
Fragen wie:"Hat der Fahrer den Unfall bemerkt" kann man wohl auch nicht wirklich mit Ja beantworten. Also streicht man " der Fahrer" durch und ergänzt die Zeile mit :"Die Fahrerin ist ausgestiegen und mehrmals um beide Fahrzeuge herum gegangen.Ich gehe davon aus das die Fahrerin den Unfall bemerkt hat."
Der Brief wurde abgeschickt und man (Frau) war guter Dinge.
2 Tage später klingelt das Telefon.Dein Freund und Helfer hatte Probleme mit der Art wie der Fragebogen ausgefüllt wurde.Also durfte meine Frau am nächsten Tag zur Polizei und der Fragebogen wurde mit "Unterstützung" ausgefüllt.

Der ganze Vorfall geriet in Vergessenheit, bis.... genau bis heute. Post von der Polizei:" Bitte setzen Sie sich kurzfristig telefonisch unter Nennung des AZ mit uns in Verbindung."

Also greift meine Frau zum Telefon. Fahrzeug ist ermittelt, Unfallbeteiligung steht zweifelsfrei fest.Nur es ist ein Firmenwagen und der Besitzer möchte die Fahrerin nicht benennen. Jetz hat meine Frau einen Termin um sich Fotos der Mitarbeiter der Firma anzuschauen. Für den Gerichtstermin darf sie dann noch mit einer Ladung als Zeugin rechnen.

Und das ganze Theater weil ein *selbstzensur* einfach abhaut.

Geht das ganze nicht einfacher und unbürokratischer?
Ich fürchte wenn das Thema endlich erledigt ist, wird mein Frauchen beim nächsten Mal einfach wegschauen. Und ein klein wenig könnte ich es auch verstehen, auch wenn mich diese RempelundVerpisser mächtig aufregen.

Gruß,
Joschi

16 Antworten

Ich lese jeden Tag die online gestellten Polizeimeldungen.
Mittlerweile ist Fahrerflucht richtig zum Volkssport geworden.
Wenn man hier mal ein paar Tage durchliest wird man feststellen dass Fahrerfluchten selbst die Automarderei was die eingebauten Navis angeht abgelöst hat.

Zitat:

Original geschrieben von nordlicht


Das Problem ist häufig, dass man in die nächste Kreisstadt zitiert wird, um dort bei den zuständigen Beamten eine Aussage zu machen, während m.E. dies genauso durch die Polizeiwache im Ort oder sogar durch einen kurzen Hausbesuch einer Streifenwagenbesatzung zu erledigen wäre.
Meine Frau hat für eine einfache Zeugenaussage so einen Vormittag und rund 30 Km Autofahrt aufwenden müssen und wird beim nächsten Mal wohl eher weggucken.

Gut, dass ich in einer Großstadt lebe und wenn ich aus meiner Stadt ziehe, in eine andere Großstadt ziehe. Der LK PI ist mir tatsächlich zu dörflich.

Ich hatte bisher keine Probleme, wenn ich mal reinschreiben musste das ich keine Angaben machen kann weil mir was unbekannt war.

Hier lautet die Farge im Bogen aber auch:

"Hätte der Unfallverursacher den Unfall bemerken müssen?"

Dann unterstelle ich dem VKU-Verursacher immer noch dass er den VKU hätte bemerken müssen.

Der Verursacher stieg ja aus und begutachtete beide Fahrzeuge. Warum macht man das, wenn da ja nichts sein kann weil man nichts bemerkt hat? 🙄

Ebenso wurde ich mal Knallzeuge. Das Geräusch hatte ich aus 10-15 Metern wahrgenommen als ich das Navi programmiert hatte. War ein tierisch lautes Knirschen. Zwei Frauen hatten den VKU beobachtet und konnten sogar sehen wie sich der Fahrer nochmal umgedreht hatte.

Schon wurde der herbeigerufenen Polizei gesagt dass der Fahrer den VKU bhätte bemerken müssen.

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