Wohnwagen ziehen mit Opel Meriva ???
Tach zusammen
Wer von euch zieht mit einem Opel Meriva 1,6 Benziner einen Wohnwagen ??
Mein Schwiegervater ist auf den Geschmack gekommen und möchte nun einen Wohnwagen kaufen, er hat allerdings bedenken wegen seinem Auto.Er ist mit meinem Gespann Unterwegs gewesen und ist begeistert ! Jetzt macht er sich sorgen das seine 1600cc und 100 PS nicht ausreichen könnten einen 1200 kg schweren Wagen zu ziehen ( ist laut Papieren zugelassen ) Ich bin der Meinung das die Motorleistung ausreichend ist, wenn auch nicht mit großen Reserven aber trotzdem ausreichend. Was sagt ihr dazu ?? Vielen Dank
Beste Antwort im Thema
Naja, die geschilderten Tempoangaben (bis 120 km/h) und die Aussage, man brauche bei dem Gespann (und den gefahrenene Geschwindigkeiten) keine Antischingerkupplung sprechen nicht für den Autor und dessen Sachverstand. (Es lesen hier auch Caravan Neulinge mit!)
Ich nutze jetzt erstmals hier die "ignore" Taste...
82 Antworten
ich wollte hier eigentlich keinen Glaubenskreig entfachen, sondern nur einmal sachlich von meinem Gespann berichten. Deshalb bin ich schon ein wenig, über einige Dinge, die hier geäußert wurden, "irritiert".
Das bestimmte Angaben auf einige Leute eine Reizwirkung ausüben, war nicht meine Absicht.
Überhaupt nicht gut finde ich, dass, wenn diese Angaben nicht mit dem persönlichen Erfahrungsschatz übereinstimmen, sofort von Stammtischgehabe und Prahlerei geredet wird.
Ich fahre dieses Gespann, weil für mich die Fahreigenschaften im Vordergrund stehen. Daraus ergeben sich automatisch bessere Fahrwerte. Wenn ich mehr Wert auf Wohneigenschaften legen würde, hätte ich mir einen größeren Standard-Wohnwagen gekauft.
@tempomat:
Ich beginne mein Hobby nicht, sondern fahre seit 20 Jahren Wohnwagen. Den Eriba habe ich bereits seit 8 Jahren. Bin den bereits vorher mit einem Corsa B und einem Astra G (ebenfalls mit 100er-Regelung, WW auf 940kg abgelastet) gefahren.
Mit dem Corsa B (65PS, Leergewicht 980kg) habe ich in Frankreich einmal 125km/h (mehr ging sowieso nicht) vorsichtig getestet. Da schlingerte nichts, war aber auch windstill.
Mit dem Astra G (100er-Regelung, 100PS, Leergewicht 1170kg) schlingerte, nicht unerwartet, auch nichts.
Mit dem Meriva (100er-Regelung, 125PS, Leergewicht 1460kg) schlingert erst recht nichts!
Der Eriba hat nie eine ASK gehabt, braucht für die 100er-Regelung keine und wird bei dem Zugfahrzeug auch garantiert keine bekommen!
Er hat anscheinend trotzdem weniger Schlingerneigung als manche Normalwohnwagen mit ASK (eigene Erfahrung)
Um das klarzustellen: Ich fahre sonst nur strikt 105km/h und würde auch mit diesem Gespann aus Sicherheitsgründen bei starkem Seitenwind nicht bis 120 gehen.
@Bommel:
Habe ich irgendwo geschrieben, dass ich einen neuen WW habe?
Wenn du dich etwas näher auskennen würdest, wüßtest du, dass die älteren Eriba Troll nur 1000kg zul. Gesamtgewicht hatten. Erst später wurden 1200kg, wegen mehr Ausstattung, draus.
Ein 1996er Golf ist auch leichter als ein 2008er.
Nachfragen sollte man zumindest schon, bevor man loslegt.
Mein Eriba ist Baujahr 1996 und hat ein tatsächliches Leergewicht von 820kg laut TÜV-Waage. Da dürften 950kg Reisegewicht wahrscheinlich sogar mit deinem Hintergrundwissen im Bereich des Möglichen liegen.
Zu der 100er-Zulassung ohne ASK:
Ja es gibt diese Regelung mit Faktor 0,8 immer noch! Beim TÜV-Nord gibt es dazu ein detailliertes Merkblatt (infopost). Googeln braucht man dazu überhaupt nicht!
Ich habe die Eintragung im Oktober 2007 beim TÜV-Nord machen lassen. Jeder geeignete PKW mit einem Leergewicht über 1250kg darf mit meinem WW ohne ASK 100km/h fahren.
Zu meinen berichteten "Stammtischaussagen":
Wenn hier Leute mit Standard-WW ihre Verbräuche mit meinem Verbrauch vergleichen und mir dann, aufrund des großen Unterschieds, unlautere Angaben unterstellen, zeigt das deutlich, dass sie wenig Ahnung vom Einfluß der Aerodynamik haben. Eingehende Vergleiche von unterschiedlichen Gespannen mit Hilfe von zugwagen.info würden, als erster Ansatz zur Aneignung von Fachwissen, nicht schaden.
Mein Eriba ist 2,18m hoch.
(damit stehen nur 56cm über dem Merivadach. Bei normalhohem WW und normalhohen PKW stehen ca. 100cm über dem PKW-Dach)
Die größte Breite beträgt 2,05m und das auch nur auf halber Aufbauhöhe. Unten und oben ist die Breite geringer.
Er hat an allen seitlichen und oberen Kanten, auch am Heck, großzügige Abrundungen. Die Frontwand ist dazu noch pfeilförmig angespitzt. Aus diesem Grund wird er bei Zugwagen.info auch mit "sehr gut" im Bereich Stromlinienform eingesetzt.
Den Eriba kann man fahrtechnisch beim besten Willen nicht mit einem 2,55m hohen, 2,20m breiten mit minimalen Rundungen versehenen Standard-WW vergleichen. Auch dann nicht, wenn der das gleiche zul. Gesamtgewicht hat!
Ein Standard-WW hat viel mehr Querschnittsfläche und einen schlechteren CW-Wert, so dass der Windwiderstand erheblich höher ist. Für den Kraftstoffverbrauch in der Ebene ist der Windwiderstand bei Gespannen aber der entscheidende Faktor.
Die ebenfalls wesentlich kleinere Seitenfläche und Seitenhöhe mit den starken Abrundungen bewirkt, dass der Eriba beim Überholen von LKW lange nicht so stark beeinflusst wird, wie ein gleichschwerer Standard-WW. Das Überholen mit dem Eriba ist daher tatsächlich nicht so riskant.
Deswegen ist der Einsatz einer ASK hier auch nicht zwingend nötig. Warum soll ich eine technische Einrichtung einsetzen, die etwas dämpft, was bei meinem Fahrverhalten/Geschwindigkeiten nicht auftritt?
Bei gleichem Zugwagen und einem 6,5m-Einachser-WW mit über 2,50m Höhe sieht das völlig anders aus. Da würde ich auch alle technischen Einrichtungen nutzen, die einsetzbar sind.
Die von mir angegebenen Verbräuche stimmen 100%-ig. Ich habe jeweils genau vor und dann direkt nach der reinen WW-Fahrt getankt! Die anderen, geschätzten Angaben (plus 0,5L...) beruhen auf den Momentanwerten meines BC, der nach ca 5000km Test eine gemessene Abweichung von 3% hat. Das dürfte an Genauigkeit genügen.
Die meisten Angaben über Verbräuche im gesamten Forum sind nicht annähernd so genau nachzuvollziehen! Auf Begleitumstände bei Verbrauchsangaben bin ich (im Opel-Forum) schon mehrfach eingegangen. Das spare ich mir an dieser Stelle.
Die gesamte Strecke war ziemlich eben. Bei einer ebenen Strecke und relativ konstanter Geschwindigkeit spielt das Gewicht in Bezug auf den Verbrauch keine große Rolle.
Ich möchte diesen Beitrag nicht emotional hochpeitschen, aber ich finde schon, dass man sich vorher sachkundig machen sollte, bevor man mit seinem offenkundigen Halbwissen den Zeigefinger erhebt.
Hi navec,
als wir letzten Herbst vom Lago Maggiore wiederkamen, überholten wir so einen Troll (jedenfalls einen "Kleinen" von Hymer😉). Gezogen von einem Saab mit knapp 100 km/h wackelte das Teil dermaßen, daß ich es schnellstens trotz Überholverbot hinter mir ließ. Ich wunderte mich noch, daß so ein Zwerg so ein Theater macht. 😁
Das soll jetzt nicht Deine Aussagen bezüglich Deines Zuges in Frage stellen, sondern nur zeigen, daß es auch bei einem Troll anders aussehen kann. 😉
Und deshalb bleibe ich bei meinem Satz:
Zitat:
....ist ein Wowa ohne Antischlingerkupplung für mich einfach nicht mehr Stand der Technik !!!!!!
Egal ob "ohne" zulässig ist, es wird mit ASK noch besser, nie schlechter! Und legal heißt nicht zwangsläufig optimal.
Zum Verbrauch habe ich ja schon angemerkt, was Du bemängelt hast.
Zitat:
@Bommel:
...
Ich möchte diesen Beitrag nicht emotional hochpeitschen, aber ich finde schon, dass man sich vorher sachkundig machen sollte, bevor man mit seinem offenkundigen Halbwissen den Zeigefinger erhebt. ...
Na dann hat sich ja jetzt jeder mal die Seele befreit ... 😉
Aber rein informativ würde mich schon mal interessieren, mit welchen Problemen man bei einem abgelasteten Wohnwagen konfrontiert wird. Bei den älteren Wohnwagen waren die Zuladungsmöglichkeiten vom Gewicht her ja meist recht bescheiden (s. unserer). Lassen sich die Gewichte noch innerhalb der Maximalwerte problemlos einhalten oder ist der Zugwagen dann propevoll?
Hallo franjo001,
das kann ich natürlich auch nicht ausschließen, dass das Teil wackelt, schließlich hat der auch nur Gummifederung plus Stoßdämpfer und original keine Superniederquerschnittsreifen plus Querlenkerfahrwerk.
Das Wackeln würde eine ASK auch nicht verhindern, sondern die erhöht bekanntermassen nur die kritische Geschwindigkeit , bei der echtes Aufschwingen eintritt.
Ich habe zwar keine ASK, aber ich achte sehr genau darauf, dass der Luftdruck stimmt, beide Räder gleichmässig belastet sind (mit der Reifenwaage), sich die schwere Ladung am Boden in Achsnähe befindet und mit möglichst hoher Stützlast gefahren wird. Zusätzlich wird grundsätzlich, sofern es geht, schwere Ladung möglichst im Auto verstaut. Ein ehemals vorhandener Heckradträger musste ebenfalls weichen. (Schon der Wegfall von den ca 40kg Heckgewicht (2 Räder plus Halter) plus entsprechendem Gewichtsausgleich im Frontbereich ist ein äußerst sinnvoller Beitrag zur Erhöhung der Fahrsicherheit)
Diese Maßnahmen reichen bei meinem Gespann komplett aus! Eine kritische Geschwindigkeit von unter 120km/h, wie bei vielen großen neuen WW trotz ASK, hat der definitiv nicht.
Das alles machen aber viele nicht, und verlassen sich auf die ASK.
(Es gibt ja sogar Leute, die sich ein Motorrad auf die Deichsel schnallen und als Ausgleich für die Stützlast, möglichst viel schweres Gepäck im Heckbereich stauen.
Die ASK wirds schon richten.)
Gruß
navec
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Hallo Bommel,
zum Thema Ablasten:
Wie schon gesagt, mein WW wiegt fahrfertig mit Gas, Wasser und direkter Ausrüstung laut Waage 820kg. Bleiben 180kg für Lebensmittel, Kleidung usw.
Zuerst war ich beim GTÜ. Die dortigen Fachleute wollten den WW nicht ablasten, da für den kein Leergwicht im FZ-Schein eingetragen ist. Wenn nichts drinsteht, hat der auch kein Leergewicht (Originalbemerkung von den "Fachleuten"😉.
Meine Gewichtsbescheinigung von einer öffentlichen Waage konnte die auch nicht beeindrucken.
Ich bin dann direkt zum TÜV gefahren. Dort konnte man das Verhalten des GTÜ nicht verstehen und hat den WW auf das erforderliche Gewicht (940kg) abgelastet und mir das 100er-Gutachten für das Gespann (war damals nur für ein spezielles Gespann möglich) erstellt.
Ob ich mit jetzt nur noch 120kg Zuladung auskomme, wäre ja schließlich meine Sache. In einer Verkehrskontrolle bin ich ja auch für die Einhaltung des zul GG sorgen.
So sehe ich das auch.
Die Auflastung auf jetzt wieder 1000kg (selbstverständlich beim TÜV) war ebenfalls keine Schwierigkeit.
Gruß
navec
Zitat:
Original geschrieben von navec
Hallo Bommel,
... Wenn nichts drinsteht, hat der auch kein Leergewicht (Originalbemerkung von den "Fachleuten"😉...
Bemerkenswert 🙂
Zitat:
Original geschrieben von navec
i@tempomat:
Ich beginne mein Hobby nicht, sondern fahre seit 20 Jahren Wohnwagen. Den Eriba habe ich bereits seit 8 Jahren. Bin den bereits vorher mit einem Corsa B und einem Astra G (ebenfalls mit 100er-Regelung, WW auf 940kg abgelastet) gefahren.
Sorry, dass ich Deinen Beitrag als den einen Anfängers angesehen hatte.
In diesem Zusammenhang war auch meine Antwort bitte zu sehen, .... nämlich geprägt von Fürsorge ....