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Wirtschaftlicher Totalschaden Frage

Themenstarteram 27. Mai 2020 um 14:37

Hatte einen Unfall wo der Unfallbeteiligte 100% Schuld hat. Nun bin ich zum GUtachter gewesen dieser machte BIlder und meinte WIrtschaftlich nicht mehr sinnvoll. Hat ein Angebot eingeholt von einem einkäufer von ein paar Euro. Soweit sogut nun hat er einen Wiederbeschaffungswert genannt und hat alles zum Verursacher deren Verischerung gesendet. So nun hat der Verursacher deren verischerung geschrieben das sie mehr geld bekommen würden fürs Kfz aber mir selber überlassen ob ich es verkaufen möchte, wird dieser betrag nochmals vom Wiederbeschaffungswert abgezogen? weil wenn ich ihn verkaufe bekomme ich einiges mehr als wenn die verischerung ihn verkaufen würde , nur dann ist bei abzug des Wiederbeschaffungswert der Betrag wieder so niedrig das ich dafür kein gleichwertiges Kfz bekomme .... also wie vorgehen? lieber für den billigen betrag die Versicherung das Kfz überlassen und den kleinen betrag vom WIederbeschaffungswert abziehen lassen? oder lieber reparieren lassen und selber verkaufen nach der Reperatur? was ist Sinnvoller.....

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17 Antworten

Stell die Frage besser im Versicherungsforum.

https://www.motor-talk.de/forum/kfz-versicherung-b13.html

Mit genauen € Angaben. (Nicht: ein paar Euro, sondern xxx €)

Schon mal daran gedacht, deinen Ansprüche über einen örtlichen Rechtsanwalt regulieren zu lassen? Die Kosten trägt die gegnerische Versicherung und du wirst nicht ganz so schnell über den Tisch gezogen.

Ideal wäre dann noch eine RS-Versicherung, damit ohne Kostenrisiko geklagt werden kann. Ist leider auch bei solchen Unfällen inzwischen Standard, da oft und gerne die Versicherungen an der Ersatzleistung kürzen.

Die Versicherung kann einen Aufkäufer benennen und wird dann selbstverständlich diesen höheren Betrag als Restwert annehmen. Dieser Betrag wird von Deinem Schaden abgezogen, denn Du könntest das Geld ja bekommen und Deinen Schaden verringern. Wenn Du selber noch mehr bekommst, gut für Dich.

Ist immer wieder erstaunlich, dass Aufkäufer weit, weit vom Geschädigten entfernt, so sehr viel mehr für den Schrott bieten, als dies im regionalen Handel der Fall ist. Ich hab bisher noch keinen Unfall reguliert, wo die Versicherung mit ihrem Aufkäufer zum Zuge kam. Vom örtlichen Händler ist mir hingegen bekannt, dass diese Aufkäufer das Fahrzeug nicht immer trotz Zusage abholen und bezahlen.

...ich habe einen sehr starken Verdacht, dass mit diesen Fahrzeugen & Fahrzeugidentitäten viele Betrügereien getrieben werden.

A) ... im Ausland billigst wieder zusammenflicken und anschließend als unfallfrei verkaufen

B) ... es weden nur die Papiere also die Identität des Fahrzeugs benötigt z.B. um ein geklautes baugleiches Fahrzeug zu legalisieren

Is jetzt 2 oder 3 Jahre her, da hatte ich die Aufgabe einen Firmenwagen BMW X3 mit nem 2.0 Ltr. Diesel & Motorschaden zu verkaufen. Das Fahrzeug hatte mit 200.000km den ersten Motorschaden, da kam ein neuer Motor rein... mit 400.000km der nächste Motorschaden... Karrosserie, die ganzen Aggregate, alles hatte 400.000km auf der Uhr, also weg damit.

Der Allgemeinzustand... naja, der Innenraum nicht gerade runtergeschlampt aber mit 400.000km gibts halt auch Gebrauchsspuren - außen rundrum Anfahrschäden / überall mal angeditscht... größere Sachen wurden repariert, Kratzer und Kleinkram eher nicht... halt gefahren von einem unfallträchtigen Mitarbeiter.

Für diese Karre haben sich die Aufkäufer richtig die Köpfe eingeschlagen... verkauft für 8.000,-€. Als die Kiste noch nicht abgeholt war und noch auf dem Hof rumstand kam sogar noch einer, der hat mir spontan 8.000,-€ aus der Hosentasche in bar auf den Schreibtisch gelegt, ich solle dem anderen absagen er nimmt das Auto gleich mit.

Mein Verdacht bis heute... der BMW hat bestimmt irgendwo im Osten einen anderen Motor bekommen oder es wurde einfach der defekte Motor wieder zusammengeflickt - lief ja noch, hat sich nur fürchterlich angehört.

Außerdem rundrum aufpoliert, Kilometerstand zurechtgedreht und für etliches mehr als 8.000,-€ verkauft.

Zitat:

@gast356 schrieb am 27. Mai 2020 um 21:48:46 Uhr:

...ich habe einen sehr starken Verdacht, dass mit diesen Fahrzeugen & Fahrzeugidentitäten viele Betrügereien getrieben werden.

A) ... im Ausland billigst wieder zusammenflicken und anschließend als unfallfrei verkaufen

B) ... es weden nur die Papiere also die Identität des Fahrzeugs benötigt z.B. um ein geklautes baugleiches Fahrzeug zu legalisieren

Kommt auf jeden Fall vor.

Mein alter Herr hat letztes Jahr einen SQ5 abgeschossen und gründlich wie er ist beide Autos Totalschaden.

Der ca 3 Jahre alte Audi wurde auf Restwert 6000€ geschätzt, erste Gebote lagen darunter, Händler hat die Kiste dann nochmals eingestellt, max 8000€ und damit noch seriös. Er hat die Kiste dann selbst noch ins Netz gestellt und nach wenigen Tagen bot Einer 14000€. Ende September war der Unfall, dann 3x auf Plattformen angeboten, dann dürfte es sicher Anfang/Mitte November gewesen sein bis die Kiste verkauft war. Aber kurz vor Weihnachten bekam er Nachricht das der Audi wieder in Deutschland zugelassen wurde und rumfährt. Entweder im Expresstempo repariert oder man brauchte nur eine VIN und legale Papiere um einen Gestohlenen zu legalisieren.

 

Zum Problem des TE, die Kiste meines alten Herren wurde über das Aufkäufernetzwerk seines Händlers angeboten und verkauft, immerhin 300€ über Restwert des Gutachtens und da Chash gegen Quittung eigentlich kein Nachweis über die Summe, Die Versicherung hat vom Wiederbeschaffungwert einfach den Restwert laut Gutachten abgezogen, was mein alter Herr wirklich bekommen hat hat Keinen interessiert.

Beim oben Genannten wohl auch nicht, der war mal mehr als zufrieden mit dem Ablauf. :D

Die Methode hat wohl mehrere Win/wins, wenns so gelaufen ist...

- potenziell gestohlenes Fz legalisiert

- die verwertbaren Teile des Unfallwagens verwertet

Zitat:

@gast356 schrieb am 27. Mai 2020 um 21:48:46 Uhr:

...ich habe einen sehr starken Verdacht, dass mit diesen Fahrzeugen & Fahrzeugidentitäten viele Betrügereien getrieben werden.

A) ... im Ausland billigst wieder zusammenflicken und anschließend als unfallfrei verkaufen

B) ... es weden nur die Papiere also die Identität des Fahrzeugs benötigt z.B. um ein geklautes baugleiches Fahrzeug zu legalisieren

Is jetzt 2 oder 3 Jahre her, da hatte ich die Aufgabe einen Firmenwagen BMW X3 mit nem 2.0 Ltr. Diesel & Motorschaden zu verkaufen. Das Fahrzeug hatte mit 200.000km den ersten Motorschaden, da kam ein neuer Motor rein... mit 400.000km der nächste Motorschaden... Karrosserie, die ganzen Aggregate, alles hatte 400.000km auf der Uhr, also weg damit.

Der Allgemeinzustand... naja, der Innenraum nicht gerade runtergeschlampt aber mit 400.000km gibts halt auch Gebrauchsspuren - außen rundrum Anfahrschäden / überall mal angeditscht... größere Sachen wurden repariert, Kratzer und Kleinkram eher nicht... halt gefahren von einem unfallträchtigen Mitarbeiter.

Für diese Karre haben sich die Aufkäufer richtig die Köpfe eingeschlagen... verkauft für 8.000,-€. Als die Kiste noch nicht abgeholt war und noch auf dem Hof rumstand kam sogar noch einer, der hat mir spontan 8.000,-€ aus der Hosentasche in bar auf den Schreibtisch gelegt, ich solle dem anderen absagen er nimmt das Auto gleich mit.

Mein Verdacht bis heute... der BMW hat bestimmt irgendwo im Osten einen anderen Motor bekommen oder es wurde einfach der defekte Motor wieder zusammengeflickt - lief ja noch, hat sich nur fürchterlich angehört.

Außerdem rundrum aufpoliert, Kilometerstand zurechtgedreht und für etliches mehr als 8.000,-€ verkauft.

Eine Zeit lang haben die Versicherungen auch junge Fahrzeuge mit Totalschaden z. B. Völlig ausgebrannt zu hohen Preisen versteigert. Es Käufer wollten nur die Papiere um ein gestohlens Fahrzeug mit einer neuen Identität auszustatten.

Keine Ahnung ob diese Praxis inzwischen eingestellt wurde. Die Versicherungen haben sich damit natürlich selbst geschadet da sie dadurch den Diebstahl neuwertiger Fahrzeuge gefördert haben.

 

Themenstarteram 28. Mai 2020 um 11:37

Mh bin nun nicht weiter mit meiner Entscheidung , im grund würde ich wenn ich es selber verkaufe nicht mehr Geld bekommen als vom Gutachter angegebener Wiederbeschaffungswert oder doch? kann die Versicherung einsehen wiviel ich bekommen habe für mein Kfz wenn ich es selber verkauft habe oder bin ich dazu verpflichtet dazu angaben zu machen?

Nein. Wenn Du das Angebot der Versicherung nicht annimmst, bleibt es Dein Auto und Du kannst damit tun, was Du möchtest.

Themenstarteram 28. Mai 2020 um 15:40

Bekomme ich dann trotzdem den kompletten Wiederbeschaffungswert der Versicherung?

Zitat:

@Cleg schrieb am 28. Mai 2020 um 15:40:52 Uhr:

Bekomme ich dann trotzdem den kompletten Wiederbeschaffungswert der Versicherung?

Den kompletten Wiederbeschaffungswert bekommst du in keinem der 3 Fälle.

Wenn die Versicherung ein konkretes Angebot von einem Aufkäufer für dein Fahrzeug vorliegen hat, wird sie diesen Betrag vom Wiederbeschaffungswert abziehen (denn das Geld bekommst du ja vom Aufkäufer).

Verkaufst du nicht, wird die Versicherung den Angebotspreis des Aufkäufers trotzdem vom Wiederbeschaffungswert abziehen. Den Restwert hast du ja dann quasi in Form des Autos.

Verkaufst du dann selber das Auto für mehr als der Aufkäufer der Versicherung angeboten hat, ist die Differenz dann quasi dein "Gewinn" für geschicktes Handeln. Der Versicherung musst du darüber keine Rechenschaft ablegen.

Nein, Du bekommst den Wiederbeschaffungswert minus den Restwert.

Edit: Zille war schneller und ausführlicher

Themenstarteram 29. Juni 2020 um 15:23

danke soweit klar,habe heute von der Verischerung ein schreiben bekommen das mein Kfz Zeichen und Identifikazionsnummer einer Datenbank beigefügt worden ist um Verischerungsbetrug auszuschließen , bedeutet das das ich das Kfz nun nicht mehr weiterveräußern kann? wenn der Neue besitzer es der Verischerung meldet würde dort stehen " Totalschaden " ? oder wie muss ich das verstehen? noch bei steht zur unterstützung zur Risikobeurteilung von Versicherungsanträgen.....

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