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Werkverkehr - Unterschied zum gewerblichen Güterverkehr

Themenstarteram 13. August 2007 um 5:22

Hallo!

 

Kann mir jemand sagen, worin der Unterschied besteht zwischen Werkverkehr und dem gewerblichen Güterverkehr?

Ich meine nicht die Art der eigenen und fremden Ladung, sondern ob es einen Unterschied macht für Lenkzeiten, Fahrtenschreiber-Vorschriften, Urlaub, Pausen usw. usw.

 

Gruss aus Oberfanken

 

Heschi

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21 Antworten

Nein,

der einzige Unterschied ist das du keine Konzesionen brauchst und theoretisch keine Ladepapiere. Sonst ist alles gleich.

Grüße vom Tonmann (Werkverkehr)

Themenstarteram 13. August 2007 um 10:03

Vielen Dank für die Antwort.

 

Heschi

am 13. August 2007 um 10:40

werkverkehr ist im gegensatz zum gewerblichen verkehr der transport von eigenen waren ,d.h.die ware muß dem fahrzeughalter gehören.näheres kannst du im GüKG nachlesen.

die meisten werkverkehre sind aber zwecks kostenersparnis ausgelagert (outsourcing)

 

Zitat:

Original geschrieben von klowasser

die meisten werkverkehre sind aber zwecks kostenersparnis ausgelagert (outsourcing)

Das ist ja mal Quark! Werkverkehr ist es nur, wenn man den Transport auch selbst durchführt. Das Outsourcing würde das zum gewerblichen Güterkraftverkehr machen. Ein Blick in § 1 GüKVG bringt Durchblick.

Selbst selbständige Fahrer darf man nur zur Krankheitsvertretung des eigenen Personal nutzen!

Ich glaube klowasser hat das auch nicht anders gemeint. Er schreibt es ja nicht anders. Er meint warscheinlich nur, das es nicht mehr so viele Firmen mit eigenem Fuhrpark giebt, die unter Werkverkehr fallen und Ihre Transporte von einer Spedition abwickeln lassen. Damit wird es logischerweise zum Geweblichen Gütververkehr.

Grüße

Zitat:

Original geschrieben von Tonmann

Ich glaube klowasser hat das auch nicht anders gemeint. Er schreibt es ja nicht anders. Er meint warscheinlich nur, das es nicht mehr so viele Firmen mit eigenem Fuhrpark giebt, die unter Werkverkehr fallen und Ihre Transporte von einer Spedition abwickeln lassen. Damit wird es logischerweise zum Geweblichen Gütververkehr.

Grüße

Ich will klowasser nicht Unrecht tun, das weißt Du ja. Wollte hier nur den weit verbreiteten Glauben grade rücken, dass auch fremd durchgeführte Transporte Werkverkehr wären. Insbesondere weil es immer mehr Abzockerbuden gibt, die selbständige Kraftfahrer suchen und das damit begründen, dass die Werkverkehr für andere fahren würden und deswegen keine Lizenz bräuchten. Hab' ich das halbwegs verständlich formuliert?

Briliant formuliert lieber ScaniaChris. :)

Man sollte auch anmerken, das Werkverkehr alles andere als ein Freibrief ist. Du darfst wirklich nur dein Zeug transportieren. Damit hast du rund 50% Leerfahrten was die Sache dann ziemlich unwirttschaftlich macht. Und glaubt mal nicht dass das nicht kontrolliert wird. Wenn ich sage ich fahre Werkverkehr, löchern die mich (die = BAG und Polizei) ewig und wollen immer die Ladefläche sehen. Theoretisch können die bei einem Verdacht eine Anfrage beim Finanzamt machen und die prüfen nach ob du für die mitgeführten Waren auch eine Eingangsrechnung hast. Wenn nicht, glaube ich wird´s ziemlich ungemütlich.

Grüße

Zitat:

Original geschrieben von Tonmann

Briliant formuliert lieber ScaniaChris. :)

Man sollte auch anmerken, das Werkverkehr alles andere als ein Freibrief ist. Du darfst wirklich nur dein Zeug transportieren. Damit hast du rund 50% Leerfahrten was die Sache dann ziemlich unwirttschaftlich macht. Und glaubt mal nicht dass das nicht kontrolliert wird. Wenn ich sage ich fahre Werkverkehr, löchern die mich (die = BAG und Polizei) ewig und wollen immer die Ladefläche sehen. Theoretisch können die bei einem Verdacht eine Anfrage beim Finanzamt machen und die prüfen nach ob du für die mitgeführten Waren auch eine Eingangsrechnung hast. Wenn nicht, glaube ich wird´s ziemlich ungemütlich.

Grüße

Hab' ich da .... Finanzamt .... gehört?!?

Da hab' ich eine kleine Story! Im Nachbarort kam ich mal zu einem Metzger in meiner Eigenschaft als Lohnsteueraußenprüfer ... das war ich halt früher mal. Der war ziemlich aufgeregt. Eigentlich habe ich nicht mit einem problematischen Empfang gerechnet, da sein Sohn ja mit mir in dieselbe Klasse ging. Aus irgendwelchen Gründen war es aber anders.

Nach einem kurzen Gespräch und etwas Recherche auf dem Amt hat ergeben, dass der Gudste ein paar Wochen vorher eine Betriebsprüfung hatte. Denen war allerdings eine äußerst unscheinbare Überweisung aufgefallen. Es ging nicht um viel, aber trotzdem wurden die hellhörig. Vermutlich einfach nur, weil diese Überweisung von einem Konto erfolgte, welches bisweilen nicht verwendet wurde. Da das Konto bei einer Bank in einem souveränen zentraleuropäischen Land geführt wurde, steigerte sich die Hellhörigkeit. Man beschloss, dies einer besonderen Prüfung zu unterziehen. Da dafür die Kollegen zuständig waren, haben die zusammen gepackt und sind abgerückt.

Am nächsten Tag kamen dann die Kollegen. Ein paar mehr! So 13 Leute. Auch die kamen von der Finanzbehörder, allerdings von einer anderen Stelle .... nämlich der .... Steuerfahndung. Meiner Meinung nach, waren 13 Leute für eine knapp 100 m² 2,5 Zimmer-Wohnung eindeutig zuviel, aber wenn man selbst die Maggi-Flaschen in einer überschaubaren Zeit aufdrehen will, darf man nicht am Personal sparen. Es hat nicht allzu lange gedauert, bis die dann den Küchenschrank etwas vorgerückt und dahinter die Kontoauszüge von mehreren Jahren gefunden haben. Die Freude und Begeisterung war riesig ... allerdings auf Finanzamtsseite und nicht beim Metzger!

Die Ursache für das Ungemach ist ziemlich primitiv. Der Metzger hatte fleißig überschüssiges Geld auf dem Konto bei der Bank in dem neutralen zentraleuropäischen Land gelagert. An sich ist das ja auch nicht zu bemängeln. Ok, er hat nicht angegeben, dass er dort Zinsen bezieht. Die hätte er schon in der deutschen Steuererklärung angeben müssen, was er nicht tat. Auf jeden Fall, passte seine Planung einmal nicht so wirklich und er hatte nicht genug Geld, um eine eher mikrige Rechnung zu begleichen. Er hat es dann von diesem anderen Konto überwiesen und zum Ungemach auch noch, in die Buchhaltung eingetragen. Man kann ja schon mal Fehler machen, aber doch nicht gleich so viele.

Kein Wunder, dass der beim Anblick meiner Marke nicht sonderlich begeistert war, obwohl ich ja doch eher der harmloseste unter seinen staatlichen Besuchern war.

Worauf will ich hinaus? Es gibt das Instrument der Amtshilfe. Damit wird gesorgt, dass nur die, die sich auch wirklich auskennen, etwas machen. Braucht eine Behörde Finanzdaten, dann beansprucht man durchaus mal die Dienste der Finanz- oder auch der Zollbehörde. Die haben auch qualifizierte Leute, die sich einer solchen Angelegenheit auch "richtig" annehmen können! Aber bei so Sachen kommt eh meist gleich die Steuerfahndung.

Wer also eine Regelung, vom gewerblichen Güterkraftverkehr abweichend, in Anspruch nehmen will, der sollte sich sicher sein, dass er auch den kompletten Ausnahmetatbestand erfüllt.

am 13. August 2007 um 23:46

Zitat:

Original geschrieben von Tonmann

Ich glaube klowasser hat das auch nicht anders gemeint. Er schreibt es ja nicht anders. Er meint warscheinlich nur, das es nicht mehr so viele Firmen mit eigenem Fuhrpark giebt, die unter Werkverkehr fallen und Ihre Transporte von einer Spedition abwickeln lassen. Damit wird es logischerweise zum Geweblichen Gütververkehr.

Grüße

tonman hat es erfasst

 

Zitat:

in meiner Eigenschaft als Lohnsteueraußenprüfer ... das war ich halt früher mal.

 

Und das traust du dich einfach so zu sagen das du für den Feind gerarbeitet hast?

HeHe,

war nur Spass, nicht ernst nehmen.

Aber mal im Ernst, sich mit dem FA oder ähnlichen Organen anlegen ist dumm. Die zeigen dir ruck zuck wer am längeren Hebel sitzt. In Sachen Werkverkehr oder nicht ist es auch richtig das man da keine Gnade zeigt. Immerhin werden sonst wieder die Leute bestraft, die versuchen ehrlich ihr Geld zu verdienen. Und so einen Hinweis hier öffentlich zu Posten, das es offensichtlich "Firmen" giebt die mit der Masche Werkverkehr kleine ahnungslose Einsteiger abzocken, finde ich richtig und notwendig.

Grüße vom Tonmann

Zitat:

Original geschrieben von Tonmann

 

Und das traust du dich einfach so zu sagen das du für den Feind gerarbeitet hast?

HeHe,

war nur Spass, nicht ernst nehmen.

Aber mal im Ernst, sich mit dem FA oder ähnlichen Organen anlegen ist dumm. Die zeigen dir ruck zuck wer am längeren Hebel sitzt. In Sachen Werkverkehr oder nicht ist es auch richtig das man da keine Gnade zeigt. Immerhin werden sonst wieder die Leute bestraft, die versuchen ehrlich ihr Geld zu verdienen. Und so einen Hinweis hier öffentlich zu Posten, das es offensichtlich "Firmen" giebt die mit der Masche Werkverkehr kleine ahnungslose Einsteiger abzocken, finde ich richtig und notwendig.

Grüße vom Tonmann

Das ist schon in Ordnung, dass Du Scherze machst.

Feind?!? Es ist halt eine Betrachtungsweise. Eigentlich sind sie nicht Dein Feind, sondern Dein Helfer und der aller anderen deutschen Bürger. Wenn Du das von diesem Blickwinkel betrachtest, dann sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.

Kein Beamter in Deutschland will mehr, als er auch tatsächlich verlangen darf. Dass Bürger irritiert sind, liegt meist daran, dass sie sich vorher nicht informiert haben und dann die Gewalt des Gesetzes unerwartet und dadurch auch heftiger erleben. Wer weiß, was der Staat haben darf, der tut sich da leichter. Dennoch hat die Exekutive entsprechende Mittel, um widerspenstige Bürger in die richtige Richtung zu bringen. Allerdings missbraucht wird und darf das auch nicht.

Man darf sich schon mit denen "anlegen", aber eigentlich erreicht man alles viel stressfreier auf dem freundlichen Weg.

Um nochmal zurück zum Werkverkehr zu kommen: Was bringt es einem, einen Werkverkehr zu deklarieren, der keiner ist? Wenn ein Schaden entsteht, zahlt die Haftpflichtversicherung nicht, abgesehen davon, dass man ja eine Güterschadenshaftpflichtversicherung nach ADSp oder CMR seinen Auftraggebern oft nachweisen muss. Die Vorteile sind viel zu gering. Lediglich die persönlichen und sächlichen Voraussetzungen für die Lizenz müssen nicht gegeben sein. Wer allerdings weder das Knowhow, die persönliche Reife, noch die finanzielle Basis hat, um eine Lizenz zu bekommen, der sollte die Hände von der Selbständigkeit in diesem Gewerbe lassen. Regelmäßig gehen schon von denen, die diese Voraussetzungen erfüllen, ein Großteil wieder pleite! Da muss man sich nicht zwingend dazu gesellen.

am 29. August 2007 um 19:50

Zitat:

Briliant formuliert lieber ScaniaChris. :)

Man sollte auch anmerken, das Werkverkehr alles andere als ein Freibrief ist. Du darfst wirklich nur dein Zeug transportieren. Damit hast du rund 50% Leerfahrten was die Sache dann ziemlich unwirttschaftlich macht. Und glaubt mal nicht dass das nicht kontrolliert wird. Wenn ich sage ich fahre Werkverkehr, löchern die mich (die = BAG und Polizei) ewig und wollen immer die Ladefläche sehen. Theoretisch können die bei einem Verdacht eine Anfrage beim Finanzamt machen und die prüfen nach ob du für die mitgeführten Waren auch eine Eingangsrechnung hast. Wenn nicht, glaube ich wird´s ziemlich ungemütli

ich fahre ja auch ausschließlich werkverkehr und hab so auch meine 50% leerfahrten.interessant ist nur,das es für mich billiger ist,als ne sped. zu beauftragen.selbst wenn ich ziegel aus 400km entfernung holen muss...demnach sind die speditionen viel zu teuer,trotz ,was weiß ich, nur 20% leerfahrt.gibt einem schon zu denken was so sped. kassieren wollen.wenn man dann überlegt wie dürftig die fahrer bezahlt werden...

Zitat:

Original geschrieben von steinkutscher

Zitat:

Briliant formuliert lieber ScaniaChris. :)

Man sollte auch anmerken, das Werkverkehr alles andere als ein Freibrief ist. Du darfst wirklich nur dein Zeug transportieren. Damit hast du rund 50% Leerfahrten was die Sache dann ziemlich unwirttschaftlich macht. Und glaubt mal nicht dass das nicht kontrolliert wird. Wenn ich sage ich fahre Werkverkehr, löchern die mich (die = BAG und Polizei) ewig und wollen immer die Ladefläche sehen. Theoretisch können die bei einem Verdacht eine Anfrage beim Finanzamt machen und die prüfen nach ob du für die mitgeführten Waren auch eine Eingangsrechnung hast. Wenn nicht, glaube ich wird´s ziemlich ungemütli

ich fahre ja auch ausschließlich werkverkehr und hab so auch meine 50% leerfahrten.interessant ist nur,das es für mich billiger ist,als ne sped. zu beauftragen.selbst wenn ich ziegel aus 400km entfernung holen muss...demnach sind die speditionen viel zu teuer,trotz ,was weiß ich, nur 20% leerfahrt.gibt einem schon zu denken was so sped. kassieren wollen.wenn man dann überlegt wie dürftig die fahrer bezahlt werden...

was fürn Blödsinn .....

Vergleiche einfach nur mal vereinfacht die Versicherungen ....

Nun mal langsam.

Was der Spediteur (Frachtmakler) verlangt und was der Frachtführer bekommt, sind zwei verschiedene Preise. Der Makler zieht seine Tantieme nach der Methode ab "mal sehen, wer dafür noch fährt", deswegen erscheint dem Verlader der Preis ziemlich hoch. Was bei dem ankommt, der die Leistung bringt, ist eine andere Frage. Nachdem die Makler ihre Auftragnehmer jahrelang niedergemacht haben, jammern sie jetzt, dass die Preise auf den Tramp-Märkten um 40 % angezogen haben. Einige mussten sich schon selber Lastzüge zulegen. Mögen sie ihre Fahrzeugkosten bald umbringen.

gruß f

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