Wechselrichter über Lichtmaschine betreiben / für den Blackout-Fall
Im Rahmen der allgemeinen Überlegungen in Sachen längere Stromausfälle / Blackout, stellt sich mir die Frage, ob es möglich ist einen 12 / 230V Wechselrichter längere Zeit am Fahrzeug zu betreiben.
Der Ansatz würde wie folgt aussehen.
Man schließt direkt an die 12V Fahrzeugbatterie einen Wechselrichter an.
Dieser erzeugt aus den 12V Bordspannung 230V für wichtige Verbraucher wie bspw. Gefriertruhe, Kühlschrank etc.
Z.B. So ein Gerät:
https://www.hbm-machines.com/.../...0-volt-mit-modifiziertem-sinus?...
Das Fahrzeug wird dann im Leerlauf betrieben.
Frage:
- Welche Reserve haben die gängigen Lichtmaschinen?
- Welche Leistung erbringen die Lichtmaschinen im Leerlauf?
- Würde es Sinn machen, im Falle der Fälle einen Stein aufs Gaspedal zu legen (bildlich gesprochen) um die Leerlaufdrehzahl zu erhöhen?
- Gibt es sonst Sachen die zu beachten wären?
- Sind die Diesel-Lichtmaschinen stärker?
Im Grunde genommen ist es ja nix anderes wie bei den Wohnmobilen. Dort wird ja per Ladebooster eine Zusatzbatterie von der LiMa geladen, dort hängen ja dann auch häufig Wechselrichter dran.
Gruß und Dank
Florian
11 Antworten
Wieso?
Ein Wechselrichter kostet etwa 200-300 EUR in einer annehmbaren Stärke.
Außerdem sind Stromerzeuger derzeit schwer zu beschaffen
Trotzdem interessiert mich der theoretische Aspekt meiner Frage.
Und daher bitte ich weiherhin um entsprechende Antworten.
Gruß
In der Theorie wird das wohl funktionieren.
Vielleicht nicht unbedingt mit denen, die du verlinkt hast. Ich habe ein Wechselrichter von Sortimo im Firmenwagen verbaut.
Beachten bei der Auswahl solltest du auf jeden Fall den Einschaltstrom der Kompressoren (steht evtl. im Datenblatt des Kühlschranks). So als Faustformel kommt man mit dem 10-fachen Strom hin.
Letztes Jahr beim Stromausfall während dem Sommerhochwasser hat mein Gefrierschrank ohne Probleme 30h ohne Strom durchgehalten.
Ein Stromerzeuger ist meiner Meinung nach die bessere Lösung.
Ich würde die Frage gerne nochmal aufgreifen da ich sie gar nicht so schlecht finde.
Vorteil dieser lösung ist aus meiner Sicht:
Man hat den Motor in Form eines PKW ohnehin schon und der läuft leiser als ein Stromaggregat und der Sprit wird regelmäßig verbraucht und nachgetankt. Gebraucht wird nur ein vernünftiger Wechselrichter für ab 200€.
Ich würde das nicht 2Wochen durchlaufen lassen aber um Rolläden zu fahren oder eine Pumpe zu betreiben (1 Stunde am Tag).
Zitat:
@florian87461 schrieb am 2. März 2022 um 18:49:57 Uhr:
Wieviel Leistung könnte ich der LiMa im Leerlauf maximal abnehmen?
Was schafft er noch?
So eine Lichtmaschine kann schon 1kW bringen, man muss nur bedenken, dass das dann 100A sind, also ein sehr dickes und möglichst kurzes Kabel benötigt wird. Ob dazu der Abgriff an der Batterie direkt für die Dauerleistung reicht, müsste man Prüfen, da die Kabel teils länger sind.
Generell ein interessanter Gedanke, aber sehr unwirtschaftlich und den Motor laufen zu lassen ohne zu fahren ist auch nicht erlaubt.
Bevor ich da im Fahrzeug basteln würde, würde ich mir eher einen portablen Solarspeicher mit 2kWh zulegen und Solarpanels dazu. Der könnte dann auch zur Not mit der 12V Buchse mit max 10A im Auto beim Fahren geladen werden und wäre dann da zur Verfügung, wo ich ihn gerade brauche.
Direkt aus dem Zigarettenanzünder bekommt man max 120W. Das ist für viele Anwendungen zu wenig.
Moin,
Also zum "Stein" auf dem Pedal ist zuerst zu sagen, das eine Lichtmaschine im Auto oder Womo oder LKW immer die gleiche Spannung abgibt. Also um die 13-14V. (LKW 24V)
Die Drehzahl ist egal da diese Generatoren mit einem Regler arbeiten.
Übersetzt sind sie "grob als Faustregel" 1 zu 3.
Also als Rechnung:
Sagen wir mal 800 U/Min im Standgas.
Macht x 3 dann 2400 U/Min, welche eine Lima dann mindestens braucht um die Batterie ausreichend zu laden. (natürlich wenn alle nicht notwendigen Verbraucher im Stand auch nicht mitlaufen)
Also braucht man nicht zig Kilometer fahren um die Batterie voll zu bekommen. (was viele machen, aber überflüssig ist)
Selbst wenn der Motor mit 5000 U/Min laufen würde, gibt die Lima trotzdem nur ihre 13-14 Volt an die Batterie ab. Sonst würde die Batterie zerstört werden und natürlich alles andere was mit 12V im Fahrzeug betrieben wird.
Daher muss auch die passende Batterie zur Lichtmaschine eingebaut werden. Wenn die Lima sagen wir mal 80 Ampere pro Stunde liefert zum Laden in einer Stunde, dann dauert eine 100 Ampere Stunden Batterie zum Laden natürlich entsprechend ein fünftel mehr. Einfache Physik.
Der Regler ist also dazu da, konstant zu arbeiten. Ist dieser defekt, kommt auch keine Spannung mehr an. Fazit: Batterie wird nicht geladen und der Karren ist tot.
Leicht zu testen, wenn er im Stand läuft hängt man ein Multimeter an die Batterie. Liegt über ca. 12,9 bis 14 Volt an, dann ist alles gut. Wenn nicht, dann ist der Regler defekt.
Im dümmsten Fall kann auch die Lima selber defekt sein.
Dass mal zur Funktion.
Nun gibt es für Wohnmobile spezielle Wechselrichter.
Hier wird in der Regel eine Zusatzbatterie eingebaut an welche dann dieser Wechselrichter angeschlossen wird. Diese Zusatzbatterie sollte natürlich ausschließlich für die Haushaltsgeräte zuständig sein. Es gibt da Geräte, die laut den hiesigen Herstellern 3000 Watt und mehr generieren können.....
Naja, das kommt dann immer mal auf einen Versuch an. Aber eine parallel geschaltet Zusatzbatterie ist aus Gründen der Spannungsstabilität notwendig.
Nun zum Thema zurück, es müsste somit also durchaus möglich sein, einen Motor im Stand laufen zu lassen und mittels einer Zusatz oder Pufferbatterie (ist praktisch das selbe), gut zu betreiben. Sofern der Wechselrichter dass bringt, was der Hersteller angibt versteht sich.
Eine Steuerung übernimmt dann die Wächterfunktion. Heißt also, das natürlich auch hier irgendwann mal der Motor angeworfen werden muss.
In der Regel macht das der verbaute Wechselrichter.
Fazit:
Müsste klappen, aber ob das Sinn macht, die Karre stundenlang laufen zu lassen.......???
Außerdem nehmen diese Wandler natürlich auch immer Energie weg.....
Prinzipiell klappt das, aber da gibt's dann eher andere Möglichkeiten:-)
Ich habe mal einen Standard Generator (Golf A3,…) nachgeschlagen: Max 140A bei 14V macht knapp 2kW. Damit der Motor läuft wird davon auch noch Leistung benötigt.
Bei 3000(entsprechend 1000) Umdrehungen sind es noch 80A , also grob 1kW. Standgas also noch weniger.
Wenn wir also mal von einem normalen PKW ausgehen, muss man schon Gas Geben, wenn damit ein kräftiger Staubsauger laufen soll.
Die Installation um mit 120A aus dem Auto zu kommen, ist auch nicht einfach. Kabel mindestens so dick, wie dass Anschusskabel der Batterie.
Also mach Fahren mit höherer Drehzahl doch Sinn um eine leere Batterie schneller zu laden. Sollte man nur nicht im Dunklen mit Scheinwerfern machen, wobei langsameres Laden besser für die Batterie ist.
Ich würde eher einen Generator kaufen als mir die Arbeit mit mit Wandlern, Bufferbatterie und Kabeln zu machen.
Oder gleich ein E-Auto mit der Möglichkeit eines 230V Ausgangs kaufen.
Klar, den Aufwand würde ich "so" auch nicht betreiben. Da gibt's andere und vor allem wirtschaftlichere Methoden.
Eine Lima mit 80 Ah liefert pro Stunde 80 Ampere. Mehr kann sie nicht pro Stunde liefern.
Und wenn die Drehzahl erhöht wird, liefert der Lichtmaschinenregler trotzdem nur seine vorgesehene Leistung.
Miss das mal im Stand und miss es dann wenn Du z.B. auf der Landstraße bei vielleicht 100 Km/H bist.
Die Umdrehung liegt bei 1 zu 3, egal ob im Stand oder nicht. Dafür ist der Regler ja da.
Die passende 80A Batterie ist darauf ausgelegt, das der Limaregler eben in dieser Stunde (also ca.) Nicht mehr an Energie einspeisen kann.
Würde die Lima bei z.B. 3500 U/Min pro Stunde laufen, müsste die Batterie demzufolge um ca. In einer 3/4 Stunde voll sein.
Soweit ist die Theorie richtig, aber die Batterie ist nicht auf "schnelladen" ausgelegt. Sie wurde auf kurz oder lang überlastet werden.
Dies regelt eben der Limaregler.....
Es ist also (bis auf einige Milliampere) immer gleich. Egal wie hoch die Drehzahl und somit ob man im Fahrbetrieb ist oder nicht.
Du kannst den Wagen eine Stunde laufen lassen und der optimale Wert zum vollladen ist erreicht.
Fahr eine halbe Stunde bei 200 Km/H und sie hat trotzdem nur die Hälfte geladen.
Das ist nunmal die logische Physik dahinter.
Ansonsten müsste jeder Autofahrer alle paar Wochen eine neue Batterie brauchen weil sie wegen der "Überladung" einfach kollabieren würde.
Habe hier noch ein altes Schnelladegerät aus Canada, diese Riesenkiste hat mein Großvater damals umgebaut. Auf Volllast ist praktisch jede 12V Batterie randvoll. In ca. 30 Minuten.....
Länger darf auch nichts dran bleiben, da der geladene Akku sonst nur noch einen großen Knall hinterlassen würde....
Diese Kiste ist gefährlich und wenn das im Auto auch so wäre, dann würde man ein echtes Problem bekommen.
Du unterliegt hier einem Denkfehler, der zwar
oberflächlich irgendwo nachvollziehbar ist, aber im KFZ Bereich keine Anwendung findet.
Nur weil die Lima schneller dreht, liefert sie dennoch den gleichen Wert. Immer......
Deswegen ist es ja wichtig, die Batterie der verbauten Lima anzugleichen.
80AH Lima an einer 120AH Batterie ist kein Thema braucht aber eben läger....
Umgekehrt würde eine 80AH Batterie welche mit einer 120 AH Lima gefüttert wird zwar entsprechend schneller voll sein, aber wahrscheinlich viel kürzer
Halten.