Warum gibt es bei US Fahrzeug Modellen ein anderes Licht als bei europäischen Modellen?

Was genau ist dem Amerikaner wichtig in Bereich
Ausleuchten Helligkeit und so?

Was den europäischen?

Beste Antwort im Thema

Letzendlich haben sich hier 2 große Märkte relativ unabhängig voneinander entwickelt. Daher waren auch bis ca. Mitte der 80er die Autos in USA ganz anders ausgelegt. (Viel mehr Gewicht auf Komfort, Platz und mechanische Haltbarkeit).
Zu den Leuchten:
Rote Blinker waren eine einfache, günstige pragatische Lösung (eine 2-Fadenlampe für Blink-/ Brems- und Schlusslicht reicht), die bis in die 60er auch hierzulande nicht unüblich war. (Käfer, Ford Badewanne...). Nur dass man hier Ende der 60er, mit stark ansteigender Verkehrsdichte, den Wunsch nach mehr Sicherheit durch die rückwärtige PKW-Beleuchtung so realisierte, dass man eine zusätzliche gelbe Blinkleuchte und ein davon unabhängiges Bremslicht hatte. Wohingegen in den USA einfach die Größe und Anzahl der roten Leuchten wuchs, und mitte der 80er Jahre die 3. Bremsleuchte hinzukam.
Größter Unterschied beim Abblendlicht war die asymmetrische Lichtverteilung. Deren Zweck ist die geringere Blendung für den Gegenverkehr. Das ist in den USA aufgrund der deutlich breiteren Straßen nicht so ein Thema. Heutzutage sind im ECE-Raum (also auch D) auch symmetrische Abblendlichter zulassungsfähig (z.B. BMW C 650).
Ebenso haben neben der 3. Bremsleuchte auch (vordere gelbe) Seitenmarkierungsleuchten und ganz neuerdings bei Motorrädern sogar gelbe Standleuchten in den Blinkern den Weg zu uns geschafft.
Gelbe Blinker (hinten) und separate rote Bremsleuchten waren und sind in den USA auch zulassungsfähig. Eine gewisse Angleichung findet also durchaus statt, auch wenn sich die hiesigen TÜVler (nicht immer berechtigt) vehement gegen originale US-Beleuchtung wehren...

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Letzendlich haben sich hier 2 große Märkte relativ unabhängig voneinander entwickelt. Daher waren auch bis ca. Mitte der 80er die Autos in USA ganz anders ausgelegt. (Viel mehr Gewicht auf Komfort, Platz und mechanische Haltbarkeit).
Zu den Leuchten:
Rote Blinker waren eine einfache, günstige pragatische Lösung (eine 2-Fadenlampe für Blink-/ Brems- und Schlusslicht reicht), die bis in die 60er auch hierzulande nicht unüblich war. (Käfer, Ford Badewanne...). Nur dass man hier Ende der 60er, mit stark ansteigender Verkehrsdichte, den Wunsch nach mehr Sicherheit durch die rückwärtige PKW-Beleuchtung so realisierte, dass man eine zusätzliche gelbe Blinkleuchte und ein davon unabhängiges Bremslicht hatte. Wohingegen in den USA einfach die Größe und Anzahl der roten Leuchten wuchs, und mitte der 80er Jahre die 3. Bremsleuchte hinzukam.
Größter Unterschied beim Abblendlicht war die asymmetrische Lichtverteilung. Deren Zweck ist die geringere Blendung für den Gegenverkehr. Das ist in den USA aufgrund der deutlich breiteren Straßen nicht so ein Thema. Heutzutage sind im ECE-Raum (also auch D) auch symmetrische Abblendlichter zulassungsfähig (z.B. BMW C 650).
Ebenso haben neben der 3. Bremsleuchte auch (vordere gelbe) Seitenmarkierungsleuchten und ganz neuerdings bei Motorrädern sogar gelbe Standleuchten in den Blinkern den Weg zu uns geschafft.
Gelbe Blinker (hinten) und separate rote Bremsleuchten waren und sind in den USA auch zulassungsfähig. Eine gewisse Angleichung findet also durchaus statt, auch wenn sich die hiesigen TÜVler (nicht immer berechtigt) vehement gegen originale US-Beleuchtung wehren...

Lauflichtblinker ala Ford T Bird waren hierzulande ein absolutes Nogo, und heute....sie Audi, nur das es da lächerlich aussieht.
Im Kern hat es Roman gut angesprochen: Das hat sich in den unterschiedlichen Ländern einfach anders entwickelt. Jeder sah die Prioritäten woanders, wobei die Erkennbarkeit von Blinkern/Bremslicht für den Normaldenkenden stets kein Problem gewesen wäre. Nur sind wir hier in D halt der Meinung nur wir würden es richtig machen....in anderen EU Ländern durften die US Beleuchtungsanlagen oft übernommen werden.

Einiges was bei uns neuerdings "modern" ist- Tagfahrlicht zB, gibt es in anderen Ländern schon sehr lange - und da sogar sinnvoll, denn es leuchtet das Hecklicht mit, so das kein Schnarchzapfen abends nur mit Tagfahrlicht aber ohne Rücklichter rumfährt wie bei uns....

Vor allem sollen/können/dürfen die US-Scheinwerfer auch etwas nach oben leuchten für die in USA öfter vorhandenen Schilderbrücken etc.
Aber wers GENAU wissen will... US-Scheinwerfer nach FMVSS 108-Norm:
https://www.nhtsa.gov/DOT/TP-108-13.pdf
Habs nur kurz überflogen... aber ab S. 673, "APPENDIX G" scheinen die Voraussetzungen für die photometrischen Tests zu sein. Die Tabellen ab S. 692 geben die maximalen und minimalen Werte in Candela für verschiedene Punkte auf dem Messschirm paar Seiten weiter vorne an.
Die Euro-Scheinwerfer müssen der ECE-Norm R112 entsprechen:
https://eur-lex.europa.eu/.../LexUriServ.do?...
Auf S. 26 (im .pdf) ist in Anhang 3 der Messschirm für die Beleuchtung gezeigt... Werte... keine Ahnung... stehen irgendwo im Text...

edit: Weil also die Anforderungen von staatlicher Seite unterschiedlich sind, sind auch die Scheinwerfer unterschiedlich.

Gruß Jonas

Zitat:

Vor allem sollen/können/dürfen die US-Scheinwerfer auch etwas nach oben leuchten für die in USA öfter vorhandenen Schilderbrücken etc.

Interessant ...
Das würde durchaus erklären warum meine US-Scheinwerfer so oder so schon einen Drall nach oben haben UND sobald das Fernlicht eingeschalten wird macht das Lichtbild, zum Beispiel direkt beim Test vor einer Wand, einen ordentlich Satz nach oben.

Ich weiß ja durch euch dass die US-Scheinwerfer, in dem Fall mal spezifisch die GM T84, ein wesentllich besseres/ausgeglicheneres Leuchtbild als die US-Pendanten haben. Aber dass das Leuchtbild so stark nach oben geht, könnte ich mir dann durch diesen Fakt hier auch erklären.

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Die US Scheinwerfer haben keine klare hell/dunkel-Grenze, Ausnahmen mag es geben.

Wobei man sagen muß, daß die kleinen rechteckigen Scheinwerfer keine so besonders gute Ausleuchtung ergeben.
Im krassen Gegensatz dazu hat man hierzulande die Fahrzeuge mit Entladungs-/LED-Licht, die einem schon aus 2km Entfernung den Sehnerv wegbrennen. Zumindest das Blendloch vergrößert sich enorm. Ob das der Sicherheit so viel dienlicher ist, kann ich mir nicht vorstellen.

Zitat:

@DirkB schrieb am 14. Januar 2020 um 16:31:01 Uhr:


Im krassen Gegensatz dazu hat man hierzulande die Fahrzeuge mit Entladungs-/LED-Licht, die einem schon aus 2km Entfernung den Sehnerv wegbrennen.

Das Problem gibt es nur weil die Leute schlicht zu dämlich sind auf der Autobahn das Fernlicht auszulassen und dann noch meinen auf 3 Meter auffahren zu müssen. Moderne mit Bi-Xenon, Matrix-LED oder sogar Laserlicht bieten in der Hinsicht sehr viele Möglichkeiten. Unser Kuga hat Bi-Xenon, der kann die Scheinwerfereinstellung entsprechend anpassen wenn er Gegenverkehr registriert und das System funktioniert tatsächlich sehr schnell. So flott habe ich nicht an dem Hebel gezogen wie das System auf der blendenden Seite den Lichtkegel herunterfährt und wieder auf Abblendlicht geht.

Bei den Matrix LED Scheinwerfern ist das noch viel besser, weil hier wirklich einzelne Teile der LED Beleuchtung einfach abgeschaltet werden wodurch man wirklich gezielt die Blendung vermeiden kann, ohne das man auf die Ausleuchtung verzichten muss. Das sind schon alles gute Sachen, die Leute müssten einfach nur mal lernen Sie ordentlich zu bedienen. Wenn hinter dir ständig jemand mit Fernlicht fährt ist es egal ob Sealed Beam, Halogen, Xenon oder LED. Blenden tut es IMMER!

Zitat:

... US Scheinwerfer ...keine klare hell/dunkel-Grenze...

Hat sich wohl inzwischen geändert, da die modernen US-LED-Scheinwerfer sogar eine sehr scharfe Hell-Dunkel-Grenze haben.
Aber das "hohe" Fernlicht fällt auch hier auf.

YT: Headlight Revolution

Wie sinnvoll Seitenmarkierungsleuchten sind, habe ich erst gestern Abend wieder auf der A1 gesehen. Osteuropäischer PKW mit (altem) langen Anhänger für Autotransporte (leer). Das Ding hat man von der Seite überhaupt nicht gesehen. In einer engen Baustelle kann es da schnell passieren, dass jemand den Anhänger seitlich übersieht und versucht, direkt hinter dem PKW einzuscheren.

Wenigstens etwas reflektierendes Material hätte er da mal aufkleben sollen.
Ist mir auch aufgefallen, dass osteuropäische Fahrzeuge generell zu deutlich dunklerer Beleuchtung neigen. Egal ob starke Verschmutzung, (Verrußung, Feuchtigkeit...) oder aus technischen Gründen geringe Spannung und damit Leuchtkraft, hauptsache finster...

Ja, die Sidemarker sind eine sinnvolle Einrichtung. Inzwischen bei Fahrzeugen ab einer bestimmten Länge ja sogar auch im ECE-Raum Pflicht. Daher heute an allen LKWs (ab Sprinter) Standard.
Jetzt müssen die TÜVler nur noch begreifen, dass hintere rote Sidemarker nicht wehtun...

jo.. ab 6 m Länge brauchts Seitenmarkierungsleuchten.

...OT... aber deshalb statte ich meine Anhänger auch immer mit sog. Konturmarkierung aus. Leuchtet zwar nicht selbst, aber reflektiert (extrem) bei externen Lichtquellen...

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Weißes Standlicht nach vorne ist übrigens jetzt auch hier in den USA zulässig. Kleine Japaner oder Europäer werden so ausgeliefert.

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