Wallbox-Dschungel - der Beratungsthread für Ladeinstallationen

Hallo Gemeinde - Wir fahren aktuell einen Q5 55tfsi e und würden uns gerne eine (zukunftssichere) Wallbox installieren lassen. Am liebsten wäre uns daher eine 22kW Box. Wisst ihr, ob das dem Q5 etwas ausmacht, wenn die Box viel mehr als die 7,2kW an Strom liefert?
Und welchen Vorteil hat eine regelbare Wallbox?

Danke euch allen vorab / Grüße
fraenklin

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Beste Antwort im Thema

Ich sehe es wie @TFSI_Q5 mit der Ladeleistung und würde auch nur eine Box mit 11kW anschaffen und die Installation für 22kW vorbereiten.
Bis du mal 22kW Ladeleistung brauchst, sind die Boxen längst überholt, ggf. günstiger usw.
Ob die Hersteller allerdings jemals so hohe Ladeleistungen im AC-Bereich unterstützen werden/wollen halte ich für fraglich. Da habe ich eher die Vermutung, dass sich kleinere DC-Boxen mit 10-15kW und CCS etablieren könnten.

Wichtiger als 22kW statt 11kW wäre mir, dass die Box ein angeschlagenes Kabel hat und ich nicht jedes mal das lose Kabel des Autos nutzen muss.

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Zitat:

@holgor2000 schrieb am 27. Februar 2020 um 16:12:12 Uhr:


Das steht da nicht. Da steht nicht das man sich die Wallbox bzw. "das Gerät" bei >12kW genehmigen lassen muss, sondern, dass man sich die "elektrische Anlage" bei >12kW genehmigen lassen muss.

Das ist genau das, was ich vorher meinte. Wenn Deine Anschlussleistung 11kW hat, dann kannst Du gerne auch eine für die Zukunft auf 22 kW ausgerichtete Wallbox anschließen. Da kommen dann maximal 11kW raus und das muss man sich nicht genehmigen lassen.

"elektrischer Anlage " ist ungleich "Wallbox", sondern die gesamte Anlage.

Zitat:

@Hannes1971 schrieb am 27. Februar 2020 um 16:15:03 Uhr:

Zitat:

@Hannes1971 schrieb am 27. Februar 2020 um 16:15:03 Uhr:



Zitat:

@TFSI_Q5 schrieb am 27. Februar 2020 um 15:41:24 Uhr:

Wenn der Anschluss der Wallbox nicht mehr als 11 kW bringt, überschreitet die Ladeeinrichtung die Grenze aber nicht, auch wenn die Wallbox dafür ausgelegt ist.

Ganz so einfach sehe ich das nicht. Die Wallbox muss in dem Fall intern irgendwie "drosselbar" sein, d.h. die maximale Stromstärke muss auf 16A je Phase einstellbar sein. Ansonsten betreibt man einen Verbraucher mit zu geringer Anschlussleistung, denn der Verbraucher ist für 22kW ausgelegt und weiß ja nichts von der Absicherung mit maximal 16 A je Phase (11kW). VDE Konformität sehe ich daher nur wenn die Wallbox technisch auf 16A gedrosselt werden kann.

@holgor2000 hat recht, das war falsch ausgedrückt. Man muss natürlich nicht das Gerät mit 11kW vorführen, sondern die Anschlussleistung anzeigen.
Aber ein Gerät mit 22kW an einem 11kW Anschluss betreiben ist auch nicht so klug. Wenn wir eine gedrosselte 22kW Wallbox verbauen, muss die Installation auf 22kW ausgelegt sein.

Wenn der Elektriker eine 22kW-Installation macht, wird er dir keine 11kW beim Netzbetreiber anzeigen.
Sonst rufst du am nächsten Tag bei Alfen an, zahlst 160€ und schaltest deine Box mit nem Code auf 22kW frei und hast das System ordentlich ausgetrickst ;-)

Ich würde das mal mit dem Netzbetreiber klären!

Vielen Dank für all die guten Infos. Ich habe bei unserem Stromversorger ein Datenblatt für die Anmeldung "Ladeeinrichtung für Elektrofahrzeuge" gefunden. Wenn ich euch nun alle richtig verstehe, lasse ich mir am "optimalsten" vom Elektriker ein entsprechend "dickes" Kabel mit der passenden 32A Absicherung bis in die GArage legen und dort eine Steckdose, bzw. noch besser einen Verteilerkasten montieren. Dann könnte ich weiterhin zunächst den q5 mit dem beigefügtem Ladekabel (läßt sich auch fix montieren; zumnidest liegt eine Halterung bei) laden und wäre auf der sicheren Seite, was die Zukunft dann immer bringen wird. Und anmelden müßte ich auch zunächst nichts bis zu dem Zeitpunkt, wo ich dann die/eine Ladeeinrichtung (Wallbox) anklemmen lasse. Soweit habe ich das hoffentlich richtig zusammengefasst?
Auf jedenfall interessant und schon komplex das ganze Thema. :-)

Nochmals besten Dank und bin gespannt auf weitere Beiträge zum Thema "jungle".

Hallo @fraenklin

So ein "Datenblatt" habe ich auch von meinem Netzbetreiber (Bayernwerk) gefunden und werde mich damit auseinandersetzen. Die Anrufe beim Netzbetreiber waren zwar einerseits nicht ganz so informativ (Verweis auf Datenblatt, übliches blabla), andererseits auch nicht all zu abschreckend.

Soweit ich das verstanden habe interessiert den Netzbetreiber vor allem (wird auch im Datenblatt abgefragt):
- Ladeleistung des einzelnen Ladeeinrichtung
- Gesamtladeleistung
- Absicherung Hausanschluss und Zählervorsicherung

Auch die Maximalwerte des Zählers sind wohl zumindest im Hintergrund zu prüfen.

Wir haben einen neuen Zähler, der ausreichend dimensioniert ist.

Hausanschluss ist mit 63A, Zähler ist mit 35A Vorsicherung abgesichert (restliche Leistung ist für Wärmepumpe reserviert).

In der Garage liegt schon eine 32a-Cee-Dose, die bei Planung der Garage explizit für die Option "E-Auto Laden" vorgesehen wurde.

Ich plane aktuell die Anschaffung eines Go-echargers, den ich softwareseitig auf 16A dreiphasig drossle. Der BMW i3 kann auch nicht mehr Ladeleistung abrufen.

Mit diesem Setup melde ich dann eine 11kw-Ladeeinrichtung an und sehe weiter, was der Netzbetreiber sagt 🙂

PS: Eine parallele Diskussion mit Erfahrungsberichten von anderen E-Fahrern findet sich auch in meinem Thema im BMW i3 Forum

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Besten Dank im Voraus.

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Wallbox zuhause - welchen Elektriker nehmen?' überführt.]

Das sollte jede Elektrofirma können.

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Wallbox zuhause - welchen Elektriker nehmen?' überführt.]

Überleg Dir auch bitte, ob nicht eine mobile Wallbox die bessere Wahl ist.
Kannst Du an der Wand haben, aber bei Bedarf auch einfach mitnehmen.

Ich hab da den Go-e Charger, ein Fabrikat aus Österreich, weit verbreitet auch der Juice Booster .
Haben auch entsprechende Absicherungen integriert, teils Anbindung von Photovoltaik, eigene Apps...

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Wallbox zuhause - welchen Elektriker nehmen?' überführt.]

Kann jeder Elektriker (sollte er zumindest).
Der prüft dann den Haushaltsstrom wie weit sie aufdrehen können.
Hab direkt die Wallbox von Tesla für 500€ genommen.

Aufgrund älterer Haustechnik an meinem Arbeitsplatz kann ich jetzt "nur" mit 17kw/h laden.
Braucht man aber eigentlich nicht mehr. Maximal wären 22 mit der Tesla Wallbox.
Glaub das kann das M3 aber auch nutzen?

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Wallbox zuhause - welchen Elektriker nehmen?' überführt.]

Model 3 sollte nur 11 kW können und die MS und MX ab ca 2017 16,5Kw

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Wallbox zuhause - welchen Elektriker nehmen?' überführt.]

Guck mal hier.

https://www.motor-talk.de/.../...er-daheim-unterwegs-t6675493.html?...

Das M3 lädt nur mit 11KW und das kann natürlich jeder Elektriker machen.
Ob man überhaupt eine braucht, muss jeder selber wissen, wie sein Fahrprofil ist.

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Wallbox zuhause - welchen Elektriker nehmen?' überführt.]

Hi,

das kan jeder Elektriker. Du willst 11kw als Wallbox, das benötigt eine 16 Ampere leitung. Vermutlich geht das mit den existierenden Leitungen.

Wenn Du neue Leitungen legen musst, dann gleich 32 Ampere nutzen (kostet fast das gleiche).

Ich selbst habe eine 32 A Leitung plus Drehstromanschluss und danneben die Tesla-Wallbox welche ich bei Tesla gleich mitgekauft habe. Ich habe auch vorsichtshalber CAT-5 Ethernetkabel legen lassen, falls ich in zukunft mehr als nur WLAN in der Garage benötige.

Die Tesla Wallbox ist die günstigste Lösung und Funkt ausgezeichnet. Falls Du Solar auf dem Dach hast gibt es vielleicht alternativ Ladeboxen welche darauf abgestimmt sind, das dürfte aber dann etwas teurer werden.

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Wallbox zuhause - welchen Elektriker nehmen?' überführt.]

Zitat:

Die Tesla Wallbox ist die günstigste Lösung und Funkt ausgezeichnet.

IMHO hat die keinen eingebauten FI, der kommt noch mal drauf und ist auch nicht gerade preiswert. Dafür hats einen Stecker mit Knopf 🙂

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Wallbox zuhause - welchen Elektriker nehmen?' überführt.]

Vielen Dank für die fachkundigen Beiträge meine Frage betreffend. Ich habe hierdurch viel gelernt. Der Link von marc4177 enthält weitere Fachinformationen, die ich als Laie teilweise jedoch nicht verstehe. Hier muss der Elektriker behilflich sein.
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[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Wallbox zuhause - welchen Elektriker nehmen?' überführt.]

Die rote Steckdose (CEE32) sollte für die Anwendung ausreichen, selbst wenn das Auto nur 1- phasig lädt.

Zum Brauchwasser: da solltest du über einen Solarkollektor nachdenken. Die Sonnenenergie erst mal in Strom verwandeln und dann zurück in Wärme ist nicht sehr effizient. Das wird der Energieberater sicher auch erzählen.

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Wallbox zuhause - welchen Elektriker nehmen?' überführt.]

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