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Vom Autohändler veräppelt - Getriebeschaden

Themenstarteram 11. August 2020 um 20:17

Hallo liebes Forum,

ich habe vor 3 Wochen ein Auto gekauft. 13 Jahre alt, 130000, Automatik. Bei der Probefahrt ist uns nichts aufgefallen, die Fahrt war aber recht kurz, ansonsten sehr gepflegter Zustand.

Zum Vertrag: Der Verkäufer steht drinnen mit dem Names seines Ladens als X Autohandel und ich als Privatperson.

Und dann: Zwischen den vorbezeichneten Vertragspartnern ist heute dieser Kaufvertrag geschlossen worden: Der Verkäufer verkauft hiermit das nachstehende näher beschriebene Fahrzeug an den Käufer, im gebrauchten Zustand, nach Probefahrt und unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung. Gekauft wie gesehen!

Ich habe ihn also abgeholt und bin los.

Nach einer Woche habe ich dann gemerkt, dass er bei ca. 40/50km/h immer geruckelt hat beim Schalten. Habe das mit meinem Bruder besprochen, der meinte ich gebe zu viel Gas. Das wurde mit der Zeit aber immer schlimmer und häufiger und ich habe ein Werkstatt angerufen. Die meinten da sei was mit dem Getriebe. An dem Tag wo ich zur Werkstatt wollte, ist mir ein LKW hinten reingefahren, nicht schlimmes nur oberflächliche Schäden. Ich bin dann zur Werkstatt um zu schauen, ob das Auto noch fahrtüchtig ist. Habe das mit dem Getriebe angesprochen, da wollten sie dann schauen, wenn das Auto eh zur Reparatur kommt. Ich sollte erstmal nicht mehr damit fahren, also nur noch heim.

Auf dem Weg heim bin ich dann kurz vor zuhause nur noch geruckelt (man hätte einen Cocktail mixen können), habe ihn wieder vor meine Tür gestellt und seither nicht bewegt.

Nochmal Rückfrage in der Werkstatt, Blick ins Scheckheft (was sehr mangelhaft geplegt ist) und der Verdacht dort wurde seit 130000km kein einziges mal das Getriebeöl gewechselt. Mit einem Ölwechsel wird das nicht geklärt sein, die Werktstatt vermutet, da wird schon mehr kaputt sein.

Ich versuche gerade die Vorbesitzerin zu erreichen um Auskunft zu bekommen, ob sie einen Wechsel hatte und ob ihr das Problem bekannt ist. Aber es sieht wohl so aus als würden da nun hohe Kosten auf mich zukommen, weil ich das Auto aktuell keinen Meter bewegen soll. Ich habe viele Fehler gemacht - ja ich hätte das Auto niemals kaufen sollen, ja ich hätte das Scheckheft genauer lesen sollen - ja ich habe richtigen Mist gekauft!

Aber ich habe nun nachgelesen, dass die Klauseln bzgl. der Gewährleistung hinfällig sind. Was habe ich nun für Möglichkeiten? Wie sollte ich vorgehen?

Ich werde die Kratzer von der Versicherung des Unfallverursachers übernehmen lassen, also das wird reguliert damit der Händer keinen Nachteil hat aber das Getriebe hatte doch definitiv schon vorher ein Problem. Er hat angeblich alles überprüft, aber das Öl im Getriebe muss doch schon klumpig sein nach 13 Jahren oder nur noch Wasser sein.

Freue mich über Hilfe. Danke!

 

Beste Antwort im Thema

Du verhältst dich grad ungeschickt zu deinem Nachteil. In dieser Situation beauftragt man einen Anwalt und einen eigenen ö.b.u.v. Sachverständigen und kommuniziert auf keinen Fall weiter mit der gegnerischen HP-Versicherung. Dass Du auf Kosten hängen bleibst, das ist nahezu ausgeschlossen.

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Zitat:

@Natriumsalz schrieb am 11. August 2020 um 20:36:45 Uhr:

Parallel läuft ja noch die Sache mit der Versicherung des anderen wegen dem Auffahrunfall.

So wie es aussieht, soll da nun wohl auch ein Gutachter kommen...

Wer hat das Gutachten in Auftrag gegeben? Du?

Themenstarteram 11. August 2020 um 20:39

Ich sage euch, ich will nur die 3700€ wieder raus haben

+ das Geld für die Abmeldung sodass ich da ohne Verlust rausgehe. Ich stecke keinen Cent mehr in das Auto. Es steht auf dem Parkplatz bis sich da was tut.

Foto vom Auffahrschaden (ohne Nummerschild) wäre mal ganz nett. :)

Zitat:

@berlin-paul schrieb am 11. August 2020 um 20:34:53 Uhr:

... und reite nicht auf dem Getriebeöl rum. Das Auto ruckelt und er soll es in Ordnung bringen.

Schreibt längst nicht jeder Hersteller einen Getriebeölwechsel vor, oftmals (behaupten sie jedenfalls) ist das eine Füllung fürs Leben.

Themenstarteram 11. August 2020 um 20:42

Zitat:

@Drahkke schrieb am 11. August 2020 um 20:38:10 Uhr:

Zitat:

@Natriumsalz schrieb am 11. August 2020 um 20:36:45 Uhr:

Parallel läuft ja noch die Sache mit der Versicherung des anderen wegen dem Auffahrunfall.

So wie es aussieht, soll da nun wohl auch ein Gutachter kommen...

Wer hat das Gutachten in Auftrag gegeben? Du?

Bisher noch keiner

Ich war bei meiner Werkstatt, die haben aus Kulanz drübergeschaut und mir kostenlos einen groben Kostenvoranschlag gemacht, der liegt bei 3000€, das Auto hat einen Wiederbeschaffungswert von 3700€

Was sie natprlich nicht sehen ist was drinnen kaputt ist, sprich die 3000€ können ganz schnell auch 4 oder 5k werden und daher hat mir der Werktstattmitarbeiter geraten sobald sich die Versicherung bei mir meldet (die machen gerade den Fahrer ausfindig, der kam aus Polen) soll ich einen Gutachter bestellen.

Zitat:

@Natriumsalz schrieb am 11. August 2020 um 20:42:17 Uhr:

...soll ich einen Gutachter bestellen.

Ja, du hast das Recht, einen Gutachter deiner Wahl auf Kosten der gegnerischen Versicherung zu beauftragen.

Ich hab noch nie davon gehört, dass Getriebeöl klumpt und das Auto daher ruckelt. ;)

 

Edit: ich lese Grad Automatik. Dann kann das Getriebe schon ein Problem haben. Aber mit der dürftigen Beschreibung kommt man nicht weit. Also: vernünftige Diagnose machen lassen und weiter sehen.

 

Wenn Benzin tippe ich Mal Richtung Zündanlage / Sensorik / Falschluft. Jetzt sieh das alles nicht so dramatisch sondern lass erstmal ne vernünftige Diagnose machen. Dann kann man immer noch mit dem Verkäufer reden.

Peter, das ist sehr verschieden je nach AT-Hersteller. Allerdings sagt dir jede freie AT-Getriebebude, dass man nach 60-80 tkm drucklos spülen und einen neuen Filter einbauen soll und das macht auch wirklich Sinn. Andererseits kann man auch ohne auf 250 tkm kommen und hat dann erst das AT platt geritten.

Zitat:

@Ben_F schrieb am 11. August 2020 um 20:46:15 Uhr:

Ich hab noch nie davon gehört, dass Getriebeöl klumpt und das Auto daher ruckelt. ;)

Ist es überhaupt n handschalter oder ne Automatik? Benzin oder Diesel?

Wenn Benzin tippe ich Mal Richtung Zündanlage / Sensorik / Falschluft. Jetzt sieh das alles nicht so dramatisch sondern lass erstmal ne vernünftige Diagnose machen. Dann kann man immer noch mit dem Verkäufer reden.

Wenn AT-Öl fehlt, dann würde das auch passen. Für ein stufenloses CVT wäre das wohl sogar der Todesstoß.

Den Schaden hast du jetzt nunmal.

Das hätte man ganz einfach mit einem Gebrauchtwagencheck verhindern können und indem man nicht bei solchen komischen Händlern kauft.

Das bringt dir aber erst fürs nächste Mal was.

Jetzt würde ich es erstmal freundlich beim Händler versuchen und auf die Gewährleistung hinweisen und wenn das nicht klappt: Anwalt.

Anders wird es sonst nicht gehen und auf irgendwelchen Kosten (auch wenns nur deine Zeit und Nerven sind) wirst du am Ende sitzen bleiben.

Themenstarteram 11. August 2020 um 20:59

Zitat:

@berlin-paul schrieb am 11. August 2020 um 20:39:55 Uhr:

Foto vom Auffahrschaden (ohne Nummerschild) wäre mal ganz nett. :)

Ich habe gerade nur die Detailbilder, die anderen sind auf dem Handy, was unten läd

Hinten unten
Seite (nicht mehr bündig)
Kratzer
+1
Themenstarteram 11. August 2020 um 21:03

Zitat:

@Boppero schrieb am 11. August 2020 um 20:52:46 Uhr:

Den Schaden hast du jetzt nunmal.

Das hätte man ganz einfach mit einem Gebrauchtwagencheck verhindern können und indem man nicht bei solchen komischen Händlern kauft.

Das bringt dir aber erst fürs nächste Mal was.

Jetzt würde ich es erstmal freundlich beim Händler versuchen und auf die Gewährleistung hinweisen und wenn das nicht klappt: Anwalt.

Anders wird es sonst nicht gehen und auf irgendwelchen Kosten (auch wenns nur deine Zeit und Nerven sind) wirst du am Ende sitzen bleiben.

Erstmal muss ich nun auf die Versicherung warten bzw. auf den Gutachter bzgl. Totalschaden - dann ist das Auto eh hin. Ich werde zum Anwalt müssen, ja. Hoffe nur dass sich alles irgendwie zum guten wendet.

Themenstarteram 11. August 2020 um 21:06

Zitat:

@Ben_F schrieb am 11. August 2020 um 20:46:15 Uhr:

Ich hab noch nie davon gehört, dass Getriebeöl klumpt und das Auto daher ruckelt. ;)

Edit: ich lese Grad Automatik. Dann kann das Getriebe schon ein Problem haben. Aber mit der dürftigen Beschreibung kommt man nicht weit. Also: vernünftige Diagnose machen lassen und weiter sehen.

Wenn Benzin tippe ich Mal Richtung Zündanlage / Sensorik / Falschluft. Jetzt sieh das alles nicht so dramatisch sondern lass erstmal ne vernünftige Diagnose machen. Dann kann man immer noch mit dem Verkäufer reden.

Vernüftige Diagnose heißt aber ich muss mit dem Teil ja erstmal irgendwo hin. Das machen die ja auch nicht umsonst und ich kann mit dem Auto nicht fahren - wenn ich irgendwo stehen bleibe hat es sich ausgeruckelt, aber dann komplett.

Er schaltet nicht flüssig, ab 80km/h schnurrt er zuverlässig aber alles darunter ist einziges Springen durch die Gänge und wie gesagt Cocktails mixen ist kein Problem. Mi meinem diagnostizierten Schleudertrauma setzt ich mich nicht mehr in das Auto. XD

Aus den Fotos von oben würde ich erstmal nur auf Lackierung von Stoßstange und Heckklappe tippen. Direkt in einem Lackierbetrieb geht das für ca. 600,- € bis 800,- € mit Rechnung.

Themenstarteram 11. August 2020 um 21:28

Das Auto ist seitlich etwas verschoben, also die Teile rechts hinten schließen nicht mehr ganz aufeinander. Ein LKW mit 40km hinten drauf - da will der Gutachter genauer wissen ob da innen noch was verschoben ist.

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