Volvo PV 544 als Einsteigerfahrzeug?
Hallo und guten tag,
mein erstes Posting hier in dem Forum, aber für die Frage brauche ich Fachkundiges Wissen! 😁
Für mich steht das Staatsexamen kurz vor der Tür, danach geht es - wenn alles klappt - in den Beruf. Dafür werde ich dann wohl auch auf kurz oder lang ein Auto brauchen. Nun stellt sich mir die Frage was es sein soll. Ich bin die letzten fünf Jahre unsere Familienkutschen, einen VW Polo und einen Mitshibishi Colt gefahren, keine schlechten Autos an sich, aber nix für mich. Ein Neuwagen is so eine Sache, ich will kein Fahrzeug was ich auf dem Parkplatz nicht mehr wiederfinde (mit einem Silbergrauen Polo echt ein Problem. Keine Ahnung wie mein Vater das macht...), es darf da schon etwas ungewöhnlicher sein (Den Daihatsu Materia hatte ich mir z.B. schonmal näher angesehen).
Da ich auch selbst eher ein langsamer Autofahrer bin (selten mehr als 120 auf der Autobahn), dachte ich, vielleicht wäre eine Oldtimer was für mich. Wirklich Ahnung habe ich davon allerdings nicht.
Nach ein bisschen Suche im Internet und auf verschiedenen Autoverkaufsplattformen bin ich - erstaunlicherweise - auf Volvo gestoßen, genau genommen auf die Buckelvolvos PV 544.
http://upload.wikimedia.org/.../Volvo_PV544_1961.jpg
Ich finde den Volvo wirklich hübsch und er erinnert mich ein wenig an mein Allzeit Lieblingsauto, den Opel Kapitän der 1950er Jahre, den ich mir aber vermutlich nie werde leisten können (abgesehen von eine Verbrauch der jenseits von gut und böse ist, ich habe das was von bis zu 16L gelesen...). Egal, also der PV 544: Erstaunlicherweise scheint das ein recht günstiges Modell zu sein, gute Exemplare (zumindest was die Bilder angeht die man in den Verkaufsplattformen findet) gibt es bereits zu einem Preis von 6-10.000 Euro, was auch so meine maximale Barschaft für ein Auto wäre.
Meine Frage ist natürlcih, kann man als Anfänger so ein Fahrzeug als Alltagstauglich verwenden? Vor allem wenn man da von der Materie keine wirkliche Ahnung hat? Ich habe hier in anderen Threats ein wenig quergelesen, es scheint ja durchaus Oldtimer zu geben, mit welchen man mehr oder weniger täglich unterwegs sein kann, abgesehen von der gewissen Unsicherheit, die man natürlich immer hat, wenn man ein Fahrzeug fährt was vermutlich über 100.000 Kilometer und bald 50 Jahre auf dem Buckel hat.
Leider kenne ich mich - wie bereits angesprochen - mit der Materie eher weniger aus, weder mit Oldtimern im Allgemeinen, noch mit Volvos im Speziellen, vielleicht wisst ihr ja mehr dazu. Eilig ist es mir in keinem Fall, wenn alles glatt geht kann ich in 6-7 Monaten beginnen zu arbeiten, ein Autokauf kommt auch nicht vorher in Betracht, aber bevor ich haufenweise Geld für ein Fass ohne Boden 'rauswerfe, fange ich lieber früher mit dem Fragen an! Mit dem Autokauf alleine ist es ja nicht getan. H-Kennzeichen an Alltagsautos war hier ja schon mehrfach Diskutiert worden, wie sieht es aus z.B. mit dem Nachrüsten von Kopfstützen und Sicherheitsgurten (das wäre mir sehr wichtig bei einem Auto ohne Airbags o.ä.) oder bei einer optionalen Nachrüstung vom Kat o.ä., im Raum Frankfurt am Main ist ja inzwischen fast alles Umweltzone. Nicht dass ein Oldi Euro 4 packen würde, aber eine fahrende Nebelmaschine braucht es dann ja auch nicht gerade...
Fragen über Fragen...
Danke für eure kommentare,
Craddoc
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von oli
man fährt mit industriekulturgut herum und muss damit rechnen, nicht nur bewundernde worte zu bekommen, sondern auch kommentare, dass man unwiederbringliche technik zermürbt. oldtimer, die jetzt noch erhaltenswert fahren, tun das in der regel, weil sie eben nicht im alltag zerschunden wurden.lieb gruss
oli
Das kann ich überhaupt nicht bestätigen ! - Im Gegenteil kommen immer nur positive Reaktionen und der
typische Satz : " So einen hatte ich auch mal "
Ansonsten ein super Bericht von dir, der dem TE bestimmt weiterhelfen wird.
Ich finde es sehr geil, daß du den Volvo gefahren hast "bis es durch Rostlöcher an der Windschutzscheibe
reinregnete" 😁😁😁
Edit: ups, gerade gesehen das der Beitrag des TE schon uralt ist 🙁
zudem scheint er sich auch noch gegen den Buckel, stattdessen für ein hypermodernes Auto
entschieden zu haben 🙁🙁🙁
21 Antworten
ja, für sowas muss man dann in's ausland. in dem alter ist das ja nicht mal ein problem. 🙂 ich bin in's ausland, weil ich trotz guter, langer ausbildung nicht eine million praktika machen und dann am ende trotzdem für einen hungerlohn arbeiten wollte. mir geht's besser als den meisten meines abgangsjahrganges - das kann ich nüchtern konstatieren, ohne damit irgendwen provozieren oder angeben zu wollen. aber jeder ist seines glückes schmied und mit einer noch mehr polarisierten gesellschaft, d.h. einer schicht von reichen, die sich gleich mehrere oldtimer halten, sind die usa vielleicht besser geeignet für eine solche ausbildung.
lieb gruss
oli
Das hier habe ich fast aus den Augen verloren, tut mit leid, lange habe ich nichts mehr geschrieben. Inhaltlich bin ich eigentlich nicht viel weiter, immerhin, das mit dem Autokauf steht erst noch an. Trotzdem schonmal Danke für eure Anregungen. Die Sorge, ein 50 Jahre altes FAhrzeug im Alltag "kaputtzufahren" habe ich natürlich auch, gerade der letzte Winter (der ja noch nicht mal ganz 'rum ist) zeigt ja, dass hier z.B. viel Gesalzen wird, was sicher so einem Fahrzeug nicht gut tut. Weniger Sorgen mache ich mir da um die Technik. Immerhin, bei einem restaurierten Fahrzeug - und nur so eines käme für mich in Frage, da ich kein Bastler bin und lieber erstmal mit kleinen Dingen anfangen will, bevor ich ein ganzes Auto renoviere - ist der Unterschied zu einem Neuwagen ja nicht so groß und früher fuhr man mit einem Volvo ja auch jeden tag zur Arbeit. Ich vertraue da in die "solide TEchnik", auch wenn man sicher damit rechnen muss, das mal das Kühlwasser kocht oder der Motor nicht anspringt. Aber Neuwagen fahren kann ja jeder, man wächst da - hoffentlich - mit seinen Aufgaben. Dass man damit auf der Autobahn die Linke Spur kaum mehr nutzen wird ist eine andere Sache, wobei ich auch jetzt eher ein passiver Autofahrer bin und selbst mit einem Neuwagen selten schneller als mit 120 unterwegs bin.
Wenn ich den Markt momentan beobachten - zumindest soweit mand as via Mobile.de oder Google so machen kann - scheint ein größeres Problem zu sein, dass die meistens Volvos Richtung Holländische Grenze stehen. Einen Wagen mal ansehen oder gar Probe fahren ist da nicht einfach mal so bei vielen hundert Kilometern Anfahrt. Da habe ich mir ein kompliziertes Ding ausgesucht, ein alter Opel wäre sicher einfacher zu bekommen, ich wohne Luftlinie kaum 2 Kilometer vom Opelstammsitz in Rüsselsheim entfernt! 😁
Nun, dementsprechend Danke erstmal für eure Beiträge, die mich doch ein wenig ermutigt haben, es auch ohne großes Finanzielles Polster und mit wenig Ahnung über Motoren und Autos an sich sich an so etwas heranzutrauen. Für ein "Hurra ich habe einen Volvo!" müsst ihr euch aber noch gedulden, das wird wohl eher Richtung Sommer etwas, zumindest, wenn ich nicht per Zufall über das absolute Superschnäppchen in meiner Umgebung stolpern sollte (Was eher unwahrscheinlich ist!).
Craddoc
Hi,
gute Exemplare werden uebers Netz _nicht_ angeboten. Du wirst bei Mobile und Co nichts finden, was wirklich Deiner Erwartung und dem adaequaten Geldbeutel entspricht.
Wende Dich lieber an einen Volvo-Club in Deiner Naehe und geh zum StammTischTreffen ... da wird Dir eher geholfen.
Richtung Holland und natuerlich Skandinavien ist die beste Idee ... klar, man muss eben etwas weiter fahren, auch wenn es fuer die Katz ist ... so ist es mit Fahrzeugen, die nicht jeder Haendler hat 😉
Viel Erfolg,
-p
Was ist denn nun aus deinen Plänen geworden, einen PV 544 zu kaufen? Zeit ist ja bisher genug vergangen 😉
Ich hatte auch mal einen... tolles Auto!
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Ohjeh... habe gerade seinen letzten Eintrag von 2012 gelesen...
"Hallo liebe OPEL-Freunde,
vielleicht ist die Frage auch einfach dämlich, allerdings habe ich bisher wenig dazu gefunden. Für das Pendeln zur Arbeit überlege ich aktuell und nach zwei Probefahrten, ob ich mit einen Renault Twizy kaufen soll. Allerdings ist das Modell ja nur suboptimal, so ohne Scheiben und mit 80 Spitze."
Dann hat sich das mit dem Buckelvolvo ja scheinbar erledigt... HAhahaha
Zitat:
Original geschrieben von Tanea
Durch den täglichen Nutzen werden auch die Verschleißteile beansprucht, wie sieht es mit den Ersatzbeschaffung aus?
Wenn Du die einfachsten Arbeiten nicht selber machen kannst/willst, wird es sehr schnell sehr teuer..
Was hat denn das speziell mit einem Oldtimer zu tun ??? Verschleißteile werden logischerweise auch in
einem modernen Auto beansprucht, und auch da fallen (auch Werkstatt-) Kosten an.
Die Ersatzteilbeschaffung ist bei alten Volvo wohl bekanntlich kein Problem
Zitat:
Original geschrieben von oli
man fährt mit industriekulturgut herum und muss damit rechnen, nicht nur bewundernde worte zu bekommen, sondern auch kommentare, dass man unwiederbringliche technik zermürbt. oldtimer, die jetzt noch erhaltenswert fahren, tun das in der regel, weil sie eben nicht im alltag zerschunden wurden.lieb gruss
oli
Das kann ich überhaupt nicht bestätigen ! - Im Gegenteil kommen immer nur positive Reaktionen und der
typische Satz : " So einen hatte ich auch mal "
Ansonsten ein super Bericht von dir, der dem TE bestimmt weiterhelfen wird.
Ich finde es sehr geil, daß du den Volvo gefahren hast "bis es durch Rostlöcher an der Windschutzscheibe
reinregnete" 😁😁😁
Edit: ups, gerade gesehen das der Beitrag des TE schon uralt ist 🙁
zudem scheint er sich auch noch gegen den Buckel, stattdessen für ein hypermodernes Auto
entschieden zu haben 🙁🙁🙁